Diese Deutschen sind fürs Weltcupfinale im Wasserspringen qualifiziert

© Antoine Saito/World Aquatics
- 02.03.2026
Schon bei den Deutschen Hallenmeisterschaften im Wasserspringen vor knapp einem Monat hatte Lou Massenberg (SV Halle) geglänzt und zweimal Gold geholt. Dass die Leistungen dort keine Eintagsfliege waren und der 25-Jährige zuletzt noch einmal einen deutlichen Leistungssprung gemacht hat, hat er nun auch auf internationaler Bühne eindrucksvoll bewiesen. Beim Weltcup in Montréal (CAN) sorgte Massenberg gleich in doppelter Hinsicht für das beste deutsche Ergebnis. Im 3m-Synchronspringen erreichte er zusammen mit Vereinskollege und Weltcup-Debütant Jonathan Schauer Platz fünf (383,91 Punkte) – weniger als zehn Punkte fehlten ihnen zu Bronze. Anschließend sprang er auch im Einzel vom 3m-Brett in einem stark besetzten Finale auf Rang sieben (458,05).
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„Das war eine Top-Leistung. Schon im Vorkampf ist er persönliche Bestleistung gesprungen und hat sich im Finale dann nochmal übertroffen. Das war ein sehr schöner Abschluss dieses Wochenendes“, sagte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. Auch das Synchronergebnis stimmte ihn positiv: „Platz fünf ist eine Spitzenleistung. Sie sind das erste Mal bei so einem großen Wettkampf zusammen gesprungen und haben für die Zukunft noch viel Potenzial.“
Pfeif und Massenberg jeweils in zwei Disziplinen beim Weltcupfinale vertreten
Neben Jonathan Schauer und Lou Massenberg – Letzterer sogar in beiden Wettbewerben – haben sich auch Pauline Pfeif (ebenfalls in zwei Disziplinen) und Elena Wassen sportlich für das Weltcupfinale qualifiziert. Im Turm-Synchronspringen belegte die beiden Sportlerinnen der Berliner TSC mit 284,40 Punkten Platz sechs. „Elena ist wieder zurück nach mehr als einem Jahr Verletzungspause. Natürlich fehlt da noch ein bisschen der Trainingsumfang, aber sie haben hier bewiesen, was sie können. Mit Platz sechs sind sie in der Weltspitze mit dabei“, sagte Christoph Bohm. WM-Silbermedaillengewinnerin Pfeif hat nach einem längeren Bundeswehrlehrgang im Herbst ebenfalls noch Trainingsrückstand. Trotzdem sprang sie auch im Turm-Einzel ins Finale und wurde dort Elfte (294,30), weil sie beim Rückwärtssalto patzte. Der Sieg ging in sämtlichen Disziplinen nach China.
Die Veranstaltung stand unter dem Eindruck der kurzfristigen Absage der zweiten Station in Mexiko, die eigentlich in dieser Woche folgen sollte. Aufgrund der anhaltenden Unruhen im Mexiko hatte World Aquatics das Event in Mexiko abgesetzt. „Es war sehr turbulent, das hat hier viele beschäftigt“, berichtete Bundestrainer Bohm. Die Qualifikation für das Super Final vom 01. – 03. Mai in Peking (CHN) erfolgt nach der Absage nun ausschließlich auf Grundlage der Ergebnisse des Weltcups in Montréal.












