EM-Start gegen Frankreich: Starkes Comeback der DSV-Frauen ohne Happy-End
© Aniko Kovacs
- 26.01.2026
56 Sekunden vor dem Ende der Partie gegen Frankreich nahm Karsten Seehafer als Trainer der deutschen Wasserballerinnen noch einmal eine Auszeit. Kurz zuvor hatte Ira Deike das DSV-Team beim EM-Auftakt gegen Frankreich auf zwei Tore herangebracht und die Abwehr anschließend die Französinnen gestoppt – der späte Ausgleich schien auf einmal wieder möglich, nachdem Deutschland in dieser Begegnung zwischenzeitlich schon mit fünf Toren zurückgelegen hatte. Doch beim anschließenden Angriff prallte der Ball beim Wurf von Ira Deike nur an den Pfosten.
Überhaupt war das Wurfglück zum Start der Europameisterschaften nicht unbedingt auf Seiten der deutschen Frauen. Einmal gab es bei Strafwürfen sogar zwei Pfostentreffer innerhalb weniger Sekunden. Am Ende unterlag die DSV-Auswahl mit 11:13 gegen den EM-Siebten von 2024. Bereits am morgigen Dienstag (11:30 Uhr, Livestream bei Eurovisionsport) bietet sich die Chance zur schnellen Wiedergutmachung im zweiten Gruppenspiel gegen die Slowakei. Die Slowakinnen verloren ihr erstes Spiel gegen Weltmeister Griechenland deutlich mit 7:24.
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Gegen Frankreich dauerte es mehr als zwei Minuten, ehe der erste Treffer der Partie fiel. Kapitänin Gesa Deike brachte Deutschland in Führung – sie war mit drei Treffern die beste DSV-Torschützin an diesem Tag. Das DSV-Team konnte durch Jana Stüwe sogar nachlegen, kassierte danach aber zu viele Strafzeiten, so dass Frankreich in der Folge immer wieder in Überzahl zum Erfolg kam. Nach dem ersten Abschnitt führte der Gegner mit 4:3, zur Halbzeit mit 8:4. „Wir hatten sieben Hinausstellungen hintereinander, so konnten die Französinnen das Spiel drehen“, sagte Coach Karsten Seehafer.
Gerade im zweiten Abschnitt, in dem die DSV-Auswahl lediglich einen Treffer erzielen konnte, fehlte es an zwingenden Torchancen aus zentraler Position. Zwar hatten die Deutschen zu diesem Zeitpunkt und auch zum Spielende mehr Würfe aufs Tor abgegeben, waren dabei aber nicht effizient genug im Abschluss. Das änderte sich erst im Verlauf des dritten Viertels. „Wir haben viel Zeit gebraucht, um zurück ins Spiel zu finden“, so Seehafer. Das starke Comeback im Schlussviertel, das die Deutschen mit 4:2 für sich entscheiden konnten, kam dann zu spät, um die Partie noch zu drehen.










