Florian Wellbrock ist Europas Freiwasserschwimmer des Jahres 2025

© Jo Kleindl

Florian Wellbrock ist Europas Freiwasserschwimmer des Jahres 2025. Es war die logische Wahl, nachdem der 28-Jährige bei den Weltmeisterschaften in Singapur alle vier möglichen Goldmedaillen gewinnen konnte, was vor dem Deutschen noch niemand geschafft hatte. Im Dezember war er für diese historische Leistung bereits vom Weltverband World Aquatics zum besten Freiwasserschwimmer gekürt worden. Nun folgte standesgemäß auch die Auszeichnung auf kontinentaler Ebene – und das mit deutlichem Vorsprung.

Der Magdeburger erhielt bei der Wahl von European Aquatics 48,67 Prozent der Stimmen und lag damit klar vor Dávid Bethlehem (HUN/21,44) und Gregorio Paltrinieri (ITA/16,23). Fast jede zweite Stimme entfiel damit auf ihn. Wellbrock hatte bei der WM alle drei Einzelrennen über zehn und fünf Kilometer sowie beim neu eingeführten Knockout Sprint für sich entschieden. Zum Abschluss führte der Olympiasieger von 2021 dann auch noch die Mixedstaffel des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) mit Isabel Gose, Celine Rieder und Oliver Klemet zum Sieg.

 

Bethlehem war in Singapur WM-Zweiter im Knockout Sprint und Dritter mit der Staffel, auch bei den Europameisterschaften in Stari Grad (CRO) hatte er zuvor schon zwei Medaillen geholt. Paltrinieri wurde dort Europameister über 5km und sammelte später dann sogar drei WM-Medaillen. 

 

 

Siegerin bei den Frauen wird die Ungarin Bettina Fábián 

 

Bei den Frauen ging die Auszeichnung als Europas beste Freiwasserschwimmerin 2025 an Bettina Fábián aus Ungarn. Sie hatte im Mai bei der EM jeweils Gold im Knockout Sprint sowie mit der Staffel gewonnen und bei den Weltmeisterschaften in diesen beiden Disziplinen dann jeweils Bronze.

Bei der Abstimmung von European Aquatics behauptete sich Fábián mit 30,51 Prozent der Stimmen knapp vor der Italienerin Ginevra Taddeucci (28,69), die im vergangenen Jahr vier WM- und drei EM-Medaillen und außerdem den Gesamtweltcup-Sieg geholt hatte. Dritte wurde Lisa Pou aus Monaco, WM-Dritte über zehn Kilometer und Gesamtsiegerin im Europacup. In das Ergebnis flossen wie im Vorjahr die Abstimmungen der nationalen Verbände sowie von European Aquatics zu 70 Prozent ein und die öffentlichen Stimmen der Fans zu 30 Prozent.

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