Jetzt abstimmen für Moritz Wesemann als „Sporthilfe Start-up des Jahres“

© Jo Kleindl
- 26.05.2026
Als aktiver Wasserspringer weiß Moritz Wesemann sehr genau, was eine Trainingsplattform für ihn leisten muss. Und weil ihm dabei ein zentrales System fehlte, das alle trainingsrelevanten Daten an einem Ort zusammenführt, hat er kurzerhand selbst eines entwickelt. Mit seiner App Peak Motion Labs (PML) – einer Plattform für effiziente Trainingsplanung, Dokumentation und Auswertung im Leistungssport – steht der 24-Jährige nun zur Wahl als „Sporthilfe Start-up des Jahres 2026“. Bei der Publikumswahl kann bis zum 03. Juni die Stimme für den Hallenser abgegeben werden.
Insgesamt stehen acht Geschäftsideen ehemaliger und aktiver Sporthilfe-geförderter Athlet*innen zur Wahl. Das Preisgeld für den erstmals vergebenen Publikumspreis beträgt 2.500,00 Euro; zusätzlich werden unter allen Abstimmenden einmal zwei VIP-Tickets für ein Heimspiel der Fußballer von Eintracht Frankfurt (dem Sitz der Sporthilfe) verlost. Nach der Publikumswahl folgt ein Jury-Pitch, bei dem das „Sporthilfe Start-up des Jahres 2026“ gekürt wird – verbunden mit einer Gründerprämie von 15.000 Euro.
Eine App, die den Leistungssport digitalisiert
„Ich möchte mein erstes Unternehmen gründen und mit Peak Motion Labs eine Plattform bauen, die den Leistungssport digitalisiert“, sagt Moritz Wesemann. Bislang fehle es nämlich oft an einem zentralen System, das alle trainingsrelevanten Daten an einem Ort zusammenführt. „Einzelne Apps decken Teilbereiche ab, aber sie laufen isoliert voneinander. Trainerin bzw. Trainer*innen haben deshalb oft nicht das vollständige Bild“, so der mehrfache Europameister. Er besitzt einen Master in Computer Science von der University of Southern California und ist entsprechend technisch begabt.
Die erste Anwendung „Peak Dive“ wurde in enger Zusammenarbeit mit Trainer Lucas Orlowski vom Bundesstützpunkt in Rostock entwickelt und wird dort bereits erfolgreich getestet. „Er ist noch jung und app-affin und hat mir wertvolles Feedback gegeben, was genau benötigt wird“, erzählt Wesemann. Beim Wasserspringen umfassen die Trainingspläne für das Wassertraining Parameter wie Sprungnummern und Wiederholungen, für das Trockentraining Übungen, Wiederholungen und gegebenenfalls Gewichte. Ein typischer Performance-Parameter ist dort zum Beispiel die Sprunghöhe aus dem Stand.
Mit dem kanadischen Nationalteam steht auch schon der erste externe Kunde in den Startlöchern, die Zusammenarbeit soll zur kommenden Saison beginnen. Der modulare Aufbau der Plattform erlaubt aber auch die Anpassung an viele weitere Sportarten, fürs Schwimmen ist die Entwicklung bereits in Arbeit.
Bereits 2019 wurde eine DSV-Athletin für ihr Start-up ausgezeichnet
Die Founder Academy ist seit 2018 fester Bestandteil der Sporthilfe-Kompetenzförderung und unterstützt jährlich bis zu 20 Sportler*innen auf dem Weg ins Unternehmer*innentum. 2019 wurde mit Freiwasserschwimmerin Svenja Zihsler mit ihrem Start-up „Hirnaktiv“ – einer App zur Prävention von Demenzerkrankungen – schon einmal eine Athletin aus dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) für ihren Unternehmerinnengeist ausgezeichnet.












