Trauer um WM-Bronzemedaillengewinner Günter Kilian

© Kai Dunkel / Main-Post

Der deutsche Wasserball trauert um Günter Kilian. Der Würzburger war 1982 als Torhüter der große Rückhalt der Nationalmannschaft, die sich bei den Weltmeisterschaften in Guayaquil (ECU) die Bronzemedaille erspielte – bis heute die einzige WM-Medaille im Wasserball für Deutschland. Bereits ein Jahr zuvor war Kilian mit dem deutschen Team Europameister geworden; zweimal – 1968 in Mexiko-Stadt (MEX) sowie 1976 in Montréal (CAN) – nahm er zudem an Olympischen Spielen teil. In dieser Woche ist er nun zwei Tage vor seinem 76. Geburtstag verstorben.

Kilian (im Foto rechts – neben ihm Günter Wolf, ebenfalls Nationalspieler) spielte wie sein Zwillingsbruder Horst Kilian für den SV Würzburg 05, der in den 1970er-Jahren einer der Top-Klubs hierzulande war. Fünf Mal (1970, 1974 sowie von 1976 bis 1978) gewann er mit dem Verein den deutschen Meistertitel, 1978 auch den DSV-Pokal, stand von 1976 bis 1978 mit den Würzburgern außerdem dreimal hintereinander in der Endrunde des Europapokals der Landesmeister. 1968 debütierte er im Nationalteam und absolvierte bis 1982 über 200 Länderspiele.

„Günter Kilian prägte unseren Verein wie kaum ein anderer. Seine Bedeutung reichte weit über das Spielfeld hinaus. Auch als Trainer formte er Generationen von Spielern, vermittelte Werte wie Respekt, Disziplin und Zusammenhalt und hatte immer ein offenes Ohr – egal ob für Nachwuchs oder Bundesliga-Team“, heißt es im Nachruf auf der Vereinsseite. Beim kommenden Heimspiel des SV Würzburg 05 in der 2. Wasserball-Bundesliga am 07. Februar gegen den SVV Plauen wird es eine Gedenkminute für den von allen nur „Vati“ genannten Kilian geben.

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