Bericht DMM Gera Tag 2 und Tag 3
- 26.07.2026
Nach einem gelungenen Auftakt setzte sich die positive Stimmung am zweiten und dritten Veranstaltungstag der Deutschen Meisterschaften der Masters über die kurzen Strecken fort. Mit großem Einsatz kämpften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um Titel, Medaillen und Bestzeiten.
Die Rekorde vom 2. und 3. Wettkampftag
Der zweite Wettkampftag begann mit den 4×100m Lagenstaffeln. Für den ersten deutschen Altersklassenrekord des Tages sorgte die Damenmannschaft des ESV Frankfurt (Oder) 1948 e.V. Ramona Horn-Makosche, Diana Herrmann, Solveig Seidel und Kerstin Macht absolvierten die Strecke in 5:58,92 Minuten und unterboten damit den bisherigen deutschen Altersklassenrekord der AK240+.
Für den nächsten Rekord zeichnete Kai Dorai (AK 60) von der SGS Hannover verantwortlich. Über 50m Freistil schlug er nach 26,40 Sekunden an, verbesserte seine persönliche Bestzeit und unterbot den bestehenden deutschen Altersklassenrekord um 0,36 Sekunden.
Am Nachmittag stellte Helga Reich (AK 90) vom SC Wiking Herne über 200m Freistil einen weiteren deutschen Altersklassenrekord auf. Sie beendete ihr Rennen nach 4:10,70 Minuten und verbesserte damit die bisherige Bestmarke ihrer Altersklasse.
Im fünften Wettkampfabschnitt standen unter anderem die 50m Rücken auf dem Programm. Peter Wiese (AK65) vom Bremischen Schwimmverein überzeugte in 33,07 Sekunden und stellte einen neuen deutschen Altersklassenrekord auf.
Seine hervorragende Form bestätigte der Bremer wenig später auch über 200m Lagen. Mit einer Zeit von 2:42,51 Minuten blieb er erneut unter der bisherigen Bestmarke und sicherte sich seinen zweiten deutschen Altersklassenrekord des Tages.
Den Schlusspunkt unter die Rekordserie setzte die Mixed-Staffel des SV Blau-Weiß Bochum über 4×100 m Freistil. Ingrid Keusch-Renner, Heli Houben, Martin Günter Probol und Klaus-Uwe Becker erreichten eine Zeit von 7:39,98 Minuten und stellten damit einen neuen deutschen Altersklassenrekord in der AK320+ auf.
Ehrung für sportliche Leistungen in Masterssport
Oberbürgermeister Kurt Dannenberg nutzte die Gelegenheit, Annett von Rekowsky und Niclas Geyer im Rahmen der Deutschen Meisterschaften mit der Sportehrennadel der Stadt Gera für ihre herausragenden sportlichen Leistungen im Jahr 2025 als Mitglieder der Masters-Mannschaft des SV Gera auszuzeichnen.
Während Pascal Fischer und Marina Moser diese Auszeichnung bereits im Rahmen der Sportlerehrung der Stadt erhalten hatten, wurde die Ehrung von Annett von Rekowsky und Niclas Geyer im Rahmen der Deutschen Meisterschaften nachgeholt.
Jutta und Folkert Meeuw im Teilnehmerfeld
Unter den Aktiven befanden sich auch Jutta Meeuw, geborene Weber und ihr Ehemann Folkert Meeuw. Für Jutta war die Deutsche Mastersmeisterschaft in Gera zugleich ein Wiedersehen mit ihrer ehemaligen Schwimmkameradin Gaby vom SV Rote Erde Hamm. Gemeinsam entdeckten beide einst ihre Begeisterung für den Schwimmsport.
Jutta wechselte Anfang der 1970er Jahre nach Wuppertal. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München gewann sie mit der 4×100m Freistilstaffel die Bronzemedaille. Über 100m Freistil blieb sie als erste westdeutsche Schwimmerin unter der damaligen Schallmauer von einer Minute. Es folgten weitere internationale Erfolge mit Medaillen bei den Weltmeisterschaften in Belgrad sowie bei den Europameisterschaften in Wien und Jönköping.
Nach ihrer aktiven Laufbahn verbrachte sie gemeinsam mit ihrem Mann Zeit im Ausland. Das Ehepaar hat drei Kinder. Sohn Helge war ebenfalls international erfolgreich im Schwimmsport.
Bis heute ist Jutta Meeuw dem Schwimmen eng verbunden, geht selbst regelmäßig schwimmen. Sie gibt ihre Erfahrungen gerne weiter, unterstützt Schwimmerinnen und Schwimmer bei der Verbesserung ihrer Technik und startet gelegentlich bei Masters-Wettkämpfen. In Gera ging sie über 50 m Schmetterling und 50 m Freistil an den Start und wurde über 50m Schmetterling 2.
Mit Folkert Meeuw war auch ihr Ehemann in Gera vertreten. Der ehemalige Nationalmannschaftsschwimmer gewann bei den Weltmeisterschaften in Cali mit der 4×200 m Freistilstaffel die Goldmedaille, errang zudem Medaillen bei Europameisterschaften und nahm ebenfalls an Olympischen Spielen teil.
Auch ihn zog es in Gera noch einmal ins Wettkampfbecken. Gemeinsam mit der 4×50m Lagenstaffel der SG Wuppertal stellte Folkert Meeuw in der Altersklasse 280+ einen neuen deutschen Altersklassenrekord auf. Darüber hinaus absolvierte er einen Einzelstart über 50 m Freistil. In 34,81 Sekunden belegte der Schwimmer der SG Wuppertal den zweiten Platz.
Danke an den SV Gera
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. bedankt sich herzlich beim SV Gera für die hervorragende Ausrichtung der Meisterschaft sowie bei allen Helferinnen und Helfern, Kampfrichterinnen und Kampfrichtern und Unterstützenden, die mit ihrem Engagement zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.


















