Das deutsche Team geht bei der Wasserball-EM ins Gruppenendspiel gegen Serbien

© Istvan Derencsenyi
- 30.01.2026
Deutschlands Wasserballerinnen haben bei der EM in Funchal (POR) weiterhin alle Chancen auf eine Top-Ten-Platzierung, die Head Coach Karsten Seehafer im Vorfeld des Turniers als Ziel ausgegeben hatte. Zum Start der zweiten Gruppenphase unterlag seine Mannschaft am Freitag zwar mit 14:15 nach Fünfmeterwerfen gegen die Türkei, nahm dadurch aber dennoch einen wichtigen Punkt mit. Am Sonntag (13:15 Uhr, Livestream bei Eurovisionsport) geht es nun gegen Serbien um Platz eins in der Gruppe und damit den Einzug ins Spiel um Platz neun.
Zum ersten Mal bei diesen Europameisterschaften wurde eine Partie erst im Fünfmeterwerfen entschieden. „Für das Publikum war es ein sehr unterhaltsames Spiel“, meinte auch Trainer Seehafer. „Es ging ständig hin und her, beide Teams hatten Höhen und Tiefen. Am Ende ist nichts passiert und wir haben durch den Punktgewinn weiter die Möglichkeit auf die beste Position in der Gruppe.“
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Nach dem ersten Viertel führten die Türkinnen mit 4:3. Dann glich erst Spanien-Legionärin Belén Vosseberg aus, die an diesem Tag mit drei Treffern beste Torschützin auf deutscher Seite war, anschließend besorgte Barbara Bujka sogar die erste Führung für die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbands e.V. (DSV). Allerdings versäumte es das DSV-Team trotz guter Gelegenheiten, den Vorsprung auszubauen. Die Türkei glich somit wieder aus, ehe Elena Ludwig kurz vor der Halbzeit die erneute DSV-Führung erzielte.
Nach Wiederanpfiff war es dann wieder Vosseberg, die den Vorsprung erstmals auf zwei Tore ausbaute. Dann aber gelang den Türkinnen, die in den vergangenen Jahren im Wasserball starke Fortschritte gemacht haben, vier Treffer hintereinander, die damit ihrerseits mit einer Zwei-Tore-Führung in die letzte Pause gingen. Gleich zu Beginn des Schlussviertels erhöhte die Türkei dann sogar auf 10:7. Aber Deutschland steckte nicht auf und schien das Spiel nach einem Comeback sogar zu seinen Gunsten drehen zu können. Noch in der Schlussminute lag das DSV-Team vorne. Doch die Türkinnen retteten sich ins Fünfmeterwerfen.
Dort trafen Bujka und Emiliia Khmil, während die Versuche von Kapitänin Gesa Deike, Jana Stüwe und Vosseberg allesamt pariert wurden. Auf türkischer Seite fanden dagegen drei Würfe den Weg ins Tor.










