Deutschlands Wasserballerinnen gewinnen EM-Krimi gegen Serbien

Deutschlands Wasserballerinnen bejubeln den Sieg gegen Serbien bei der EM in Funchal ©EA/Istvan Derencsenyi

In einem packenden Sonntagskrimi haben Deutschlands Wasserballerinnen bei der Europameisterschaft in Funchal (POR) Serbien mit 13:12 nach Fünfmeterwerfen bezwungen. Damit spielt die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) am Montag (18:15 Uhr, Livestream bei Eurovisionsport) gegen Portugal um Rang elf und kann damit ihre Platzierung von vor zwei Jahren wiederholen.

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„Das war definitiv unser bislang bestes EM-Spiel und trotzdem hat es leider nicht gereicht. Wir sind mannschaftlich sehr geschlossen aufgetreten, mit etwas Glück wäre hier auf jeden Fall noch mehr drin gewesen. Aber so ist das nun mal im Sport. Wir nehmen auf jeden Fall viel mit von diesem EM-Turnier“, sagte Head Coach Karsten Seehafer.

 

Zur angestrebten Top-Ten-Platzierung fehlte Deutschland auf der Blumeninsel nur wenig. Gegen Serbien zeigte das DSV-Team auf jeden Fall wieder eine kämpferisch überragende und auch taktisch clevere Leistung. Nach den Treffern von Sinia Plotz (vier), Gesa Deike (drei), Elena Ludwig und Georgia Sopiadou schien ein Sieg in der regulären Spielzeit, der das Spiel um Rang neun eingebracht hätte, dabei bis zur Schlussminute möglich.

 

Bis zum 7:8 nach der ersten Spielhälfte wechselte die Führung in einer abwechslungsreichen Partie gleich viermal hin und her, nur einmal führte Serbien dabei mit zwei Toren. Doch die deutsche Mannschaft stellte sich mit zunehmender Zeit immer besser auf die körperliche Überlegenheit des Gegners im Zentrum ein und half sich dort wunderbar gegenseitig aus. Zudem glänzte Torhüterin Darja Heinbichner immer wieder mit tollen Paraden. So fiel nach der Pause erst einmal sechseinhalb Minuten kein Tor mehr. Dann glich Deutschland erst einmal aus und ging vier Minuten vor Schluss sogar selbst in Führung.

 

Eine Zwei-Tore-Führung hätte womöglich die Entscheidung bedeutet. Durch den 9:9-Ausgleich der Serbinnen 61 Sekunden vor Schluss kam es letztlich aber erneut zum Fünfmeterwerfen, das Deutschland durch die Treffer von Ludwig, Plotz, Gesa Deike und Barbara Bujka anders als am Vortag gegen die Türkei diesmal für sich entscheiden konnte. Serbien reichte der Punktgewinn jedoch zum Einzug ins Spiel um EM-Platz neun.

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