Diese DSV-Schiedsrichterin möchte Vorbild sein für junge Frauen

© Justus Stegemann

Eine Wasserball-Schiedsrichterin aus Deutschland möchte Vorbild sein für Frauen weltweit. Paula Riehn aus Hamburg ist für die erste Ausgabe des Führungskräfteprogramms „Frauen im Wasserball“ von World Aquatics ausgewählt worden. Das Programm bringt Frauen aus der gesamten internationalen Wasserball-Community zusammen, um die Führungskompetenzen in diesem Sport zu stärken. In den kommenden Monaten beschäftigen sie sich gemeinsam nun mit Themen wie Governance, politischem Einfluss, Kampagnenführung und Verhandlung, Kommunikation und Glaubwürdigkeit sowie strategischer Führung in internationalen Sportorganisationen. Und inspirieren so weitere engagierte Frauen und Mädchen im Wasserball, in ihre Fußstapfen zu treten.

„Das ist eine große Ehre. Ich bin World Aquatics dankbar für diese Chance und freue mich sehr, Teil der ersten Gruppe zu sein“, sagt Paula Riehn. „Als Schiedsrichterin freue ich mich besonders auf den Austausch mit meinen Schiedsrichterkolleginnen aus verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichen Hintergründen und darauf, im Laufe des Programms von ihnen zu lernen. Und ich möchte im Zuge des Programms die Fähigkeiten entwickeln, die es ermöglichen, mehr jungen Frauen den Weg in Führungspositionen zu ebnen, insbesondere im Schiedsrichter*innenwesen.“

Die 26-Jährige begann ihre Schiedsrichterinnenlaufbahn 2015 bei der SpVg Laatzen in Niedersachsen. Seit 2020 pfeift sie für den ETV Hamburg. Seit knapp einem Jahr ist sie auch internationale Schiedsrichterin. Sie ist nach Marcela Mauss erst die zweite internationale Wasserball-Schiedsrichterin im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). Mit ihrer neuen Qualifikation wurde Riehn in die Schiedsrichter*innenliste von European Aquatics aufgenommen und kann seither auch internationale Spiele unter Verbandsregie pfeifen.

Insofern passt zu ihr, was Morgane Gaultier (FRA), die Direktorin für Entwicklung und Athlet*innenbetreuung bei World Aquatics, zum Auftaktkurs des neuen Führungskräfteprogramms erklärte. „Dieses Programm würdigt die herausragende Arbeit, die Frauen im Wasserball bereits leisten. Es ergänzt ihre Expertise und bietet neue Möglichkeiten zur Vernetzung, zum Erfahrungsaustausch und zur Entwicklung von Führungskompetenzen auf höchstem Niveau. Durch gegenseitige Unterstützung und globalen Wissensaustausch können diese Trainerinnen und Offiziellen die Zukunft unseres Sports weiterhin aktiv mitgestalten.“

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