DSV nominiert 40-köpfiges Team für die Schwimm-EM in Paris

Isabel Gose und Lukas Märtens gewannen bei der EM 2022 ihre ersten internationalen Titel. In Paris zählen beide wieder zu den Favorit*innen ©Jo Kleindl

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) hat 40 Aktive für das Beckenschwimmen bei den Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) nominiert. Zu den Medaillenhoffnungen zählen dabei neben Weltmeisterin Anna Elendt und Olympiasieger Lukas Märtens auch der zweimalige WM-Zweite Sven Schwarz oder auch der jüngst zum Europarekordler aufgestiegene Johannes Liebmann.

 

Zu den 15 Frauen und 25 Männern im EM-Team gehören mit Isabel Gose, Lukas Märtens (beide 2022) und Melvin Imoudu (2024) drei Aktive, die den kontinentalen Titel auf der 50m-Bahn im Elitebereich schon gewinnen konnten. Angelina Köhler und Anna Elendt haben EM-Gold schon auf der Kurzbahn gewinnen können, für Weltmeisterin Elendt ist es nun die erste EM-Teilnahme auf der 50m-Bahn überhaupt. „Die Olympischen Spiele in Paris und auch die Weltmeisterschaften in Singapur haben uns zuletzt viel Rückenwind verschafft, den wir nun auch bei der Rückkehr ins Frankreichs Hauptstadt für uns nutzen wollen. Im Fokus steht aber nicht nur der Kampf um die Medaillen. Jüngeren Talenten wollen wir die Chance geben, wichtige Erfahrungen für den weiteren Karriereverlauf zu sammeln“, sagte Christian Hansmann, Vorstand Leistungssport im DSV.

 

Sonderregelung für US-Student Koch

 

Mit Linda Roth und Yara Fay Riefstahl gehören im Sommer zwei 18 Jahre junge Athletinnen zum Team, die vorher bereits bei den Jugend-Europameisterschaften in München (07. – 12. Juli) die deutschen Farben vertreten. Unter Vorbehalt wurde Julian Koch (SG Essen) ins EM-Team berufen. Nachdem der 20-jährige US-Student im Qualifikationszeitraum erkrankte, ist für ihn noch eine Leistungsüberprüfung vor der EM vorgesehen. Das gesamte EM-Team wird gemäß der DSV-Nominierungsrichtlinien zuvor auch bei den Deutschen Sprint- und Lagenmeisterschaften in Rahmen der Finals in Hannover (23. – 26. Juli) starten.

 

Bei den EM-Wettbewerben im Olympic Aquatic Centre von Paris, wo 2024 die Olympia-Entscheidungen im Wasserspringen und Synchronschwimmen ausgetragen wurden, sind in den Vorläufen jeder Einzeldisziplin bis zu vier Starter*innen pro Nation erlaubt. Weiterkommen ins Halbfinale oder Finale können aber nur maximal zwei Schwimmer*innen. Die endgültige Streckenbelegung wird vom DSV erst zu einem späteren Zeitpunkt auch unter Berücksichtigung des weiteren Saisonverlaufs veröffentlicht.

 

Das DSV-Team bei der EM 2026

 

Frauen: Angelina Köhler (SG Neukölln Berlin), Julianna Dora Bocska, Nina Sandrine Jazy (beide SG Essen), Isabel Gose, Nina Holt, Linda Roth, Maya Werner, Leonie Märtens (alle SC Magdeburg), Nicole Maier (Athletic Club Palaio Faliro/GRE), Anna Elendt (SG Frankfurt), Lise Seidel, Yara Fay Riefstahl (beide SC Chemnitz), Noelle Benkler, Lena Ludwig (beide SV Nikar Heidelberg), Maya Tobehn (Dresdner SC)

 

Männer: Ole Braunschweig, Kaii Liam Winker, Luca Nik Armbruster (alle SG Neukölln Berlin), Lukas Märtens, Johannes Liebmann (beide SC Magdeburg), Melvin Imoudu, Jan Malte Gräfe, Ole Mats Eidam (alle Potsdamer SV), Fritz Dietz, Oliver Klemet (beide SG Frankfurt), Sven Schwarz, Martin Wrede (beide Waspo 98 Hannover), Cedric Büssing, Finn Hammer, Julian Koch (alle SG Essen), Jarno Bäschnitt, Lucas Matzerath (beide Team Bochum), Josha Salchow (SV Nikar Heidelberg), Timo Sorgius (SC Wiesbaden 1911), Cornelius Jahn (Ahrensburger TSV), Vincent Passek (Berliner TSC), Björn Kammann (AMTV-WTB Hamburg), Jeremias Pock (1. FCN Schwimmen), Subäjr Biltaev (SV Cannstatt), Mathis Schönung (SG EWR-Rheinhessen Mainz)

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