Lena Hentschel krönt sich in diesem Jahr zur erfolgreichsten DM-Starterin

© Jo Kleindl
- 07.06.2026
Vier Starts, vier Goldmedaillen: So lautete bei den diesjährigen Internationalen Deutschen Sommermeisterschaften im Wasserspringen die perfekte Bilanz von Lena Hentschel. Die 24-Jährige vom Berliner TSC war damit wie schon im vergangenen Jahr erneut die erfolgreichste Teilnehmerin der Titelkämpfe. Nachdem sie an den Tagen zuvor bereits vom 1m-Brett sowie im 3m-Synchronspringen und im Mixed-3m-Synchronspringen gesiegt hatte, gewann Hentschel zum Abschluss am Sonntag auch noch den Einzelwettbewerb vom 3m-Brett. Und das in überzeugender Manier: In allen drei Runden – Vorkampf, Halbfinale und Finale – übertraf sie die EM-Norm für Paris (FRA). Im Finale lag die WM-Vierte von Singapur mit 323,15 Punkten vor Emily Deml (SV Halle/308,25) und Jette Müller (Dresdner SC 1898/304,65).
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„Vier Goldmedaillen, besser kann man es nicht machen, besser kann man es nicht abschließen“, freute sich Hentschel, die seit diesem Jahr bei einem neuen Trainer, bei Christian Picker, trainiert. „Heute hat es sehr viel Spaß gemacht auf der Heimschanze. Es war ein spannender Wettkampf mit Jette und Emily um die Medaillen. Dass ich in drei Runden dreimal die Norm erfüllen konnte, macht mich sehr stolz.“
Hinter der Berlinerin übertrafen auch Deml und Müller die geforderte Punktzahl für eine Teilnahme an den Europameisterschaften in Frankreich (31. Juli – 16. August). Dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) stehen dort allerdings nur zwei Plätze zur Verfügung, so dass für das nationale Ranking die kombinierten Punkte aus Vorkampf, Halbfinale und Finale berücksichtigt werden. In dieser Wertung lag Jette Müller knapp vor der erst 17 Jahre alten Deml. „Beim Weltcup lief es gar nicht gut, danach habe ich die Monate gut genutzt, um zu trainieren“, so die Dresdnerin. Emily Demls Fokus wiederum liegt in diesem Jahr noch hauptsächlich auf den Jugendwettkämpfen – in zwei Wochen startet sie bei der EM der Junior*innen in Budapest (HUN/22. – 28. Juni). „Die Ergebnisse dieser Woche geben mir dafür kräftig Rückenwind“, sagte sie.
Highlight-Show vom Turm mit Jaden Eikermann und Ole Rösler
Einen weiteren hochklassigen Wettkampf erlebte das Publikum am Sonntag beim Turmspringen der Männer. Sowohl Sieger Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) mit 497,50 als auch der Zweitplatzierte Ole Rösler (WSC Rostock) mit 487,50 kratzten an der 500-Punkte-Marke und überboten damit beide souverän die EM-Norm.
Nach 2022 und 2023 war es der dritte Titel für Eikermann, der sich danach zuletzt zweimal hintereinander mit dem zweiten Platz hatte begnügen müssen. Neben der höchsten Punktzahl konnte er im Finale auch den höchsten Gesamtschwierigkeitgrad vorweisen. „Ich habe die Reihenfolge meiner Serie geändert und starte jetzt mit dem Auerbach. Das ist gerade mein stabilster Sprung und gibt mir ein gutes Gefühl“, berichtete er. Auch der Finaleinzug im vergangenen Jahr bei der WM in Singapur war gut fürs Selbstvertrauen. „Ich weiß jetzt: Ich kann es, ich kann da mitmischen. Und da geht noch viel mehr“, sagte Eikermann.
Auch Ole Rösler war 2025 in Singapur am Start, mit damals noch 17 Jahren war für den Junioren-Europameister dabei nicht ganz das erhoffte Ergebnis herausgesprungen. „Vorher war ich gar nicht so aufgeregt gewesen, aber im Wettkampf sind die Gedanken dann doch ein bisschen durchgedreht“, meinte er rückblickend. Eine wichtige Erfahrung für den Youngster, auch mit Blick auf kommende Aufgaben bei der EM. „Ich bin zuversichtlich, dass ich daraus viel Wichtiges für mich mitnehmen konnte“, so Rösler. Mit ihm und Eikermann ist der DSV in Paris auch vom Turm hervorragend aufgestellt.













