Wasserball-Bundesliga: Hannover, Spandau und Duisburg im Titel-Dreikampf

© Florian Petrow

Für die Wasserballer von Waspo 98 Hannover hat die neue Saison in Deutschland mit einem Paukenschlag begonnen. Dabei war es nicht der Sieg im Supercup über die Wasserfreunde Spandau 04, der überraschend kam für den Double-Gewinner der vergangenen Spielzeit, sondern vielmehr die Höhe des Resultates, die für Aufsehen sorgte.

Waspo gewann nämlich mit 21:9 und damit so hoch wie nie zuvor in einem Spiel gegen den Rekordchampion. Auch in der am Samstag (10. Oktober) startenden Wasserball-Bundesliga ist Hannover damit erst einmal Favorit, wie auch Trainer Aleksandar Radovic bekräftigte: „Wir wollen wieder um alle nationalen Titel spielen und unsere Leistungen aus den vergangenen Jahren bestätigen. Gleichzeitig wollen wir uns als Mannschaft weiterentwickeln“, so der Coach der Niedersachsen.

 

Rekordchampion Spandau gibt sich diesmal zurückhaltend

 

Mit Center Jovan Vujovic aus Montenegro, Rückkehrer Andrija Basic und Nachwuchs-Nationalspieler Aleksandar Mityska hat sich der Titelverteidiger noch einmal verstärkt und zudem von Dauerrivale Spandau Nationalspieler Yannek Chiru losgeeist. „Mit unseren Neuzugängen haben wir zusätzliche Qualität und neue Optionen bekommen. Sie haben sich sehr gut integriert und ich bin überzeugt, dass sie uns im Laufe der Saison noch stärker machen werden“, sagte Radovic, der als Bundestrainer auch das Nationalteam betreut.

 

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Auf Spandauer Seite will man Waspo den Titel aber nicht kampflos überlassen. „Wir möchten natürlich probieren, die Meisterschaft und Pokal zu gewinnen“, sagte Kapitän Sebastian Andruskiewicz, der Hannover aber dennoch die Favoritenrolle zuschiebt. „Ich würde schon sagen, dass Waspo dieses Jahr die deutlich bessere und erfahrene Mannschaft hat. Wir haben dieses Jahr eine sehr junge und unerfahrene Mannschaft, möchten diese die nächsten Jahre beibehalten und zu alten Stärke zurückkehren.“

Neben mehreren U20-Nationalspielern, die aus Neukölln beziehungsweise Potsdam gekommen sind, um den nächsten Schritt in ihrer Leistungsentwicklung zu gehen, konnten die Wasserfreunde Marko Boskovic aus Montenegro sowie den Kanadier Reuel d‘Souza verpflichten – Letzterer war Torschützenkönig bei der WM 2025 in Singapur. Im Kasten der Berliner übernimmt nach dem Karriereende des langjährigen Torhüters Laszlo Baksa nun der bisherige zweite Torwart Jelto Spijker.

 

Duisburg bediente sich beim Champions-League-Sieger

 

Mit dem ASC Duisburg äußert noch ein dritter Klub Ansprüche auf eine Top-Platzierung. Die Westdeutschen starteten bereits am vergangenen Wochenende in die Saison – die vorgezogene Partie gegen die White Sharks Hannover wurde mit 22:7 klar gewonnen. „Wir wollen in die Finals kommen und uns für die Hauptrunde des Euro Cups qualifizieren“, sagte Vuk Vuksanovic gegenüber der Lokalpresse. Zwar hat mit Vukasin Simic der wertvollste Spieler der vergangenen Saison den Klub verlassen – der Nationalspieler wechselte zum kroatischen Rekordmeister Jug Dubrovnik. Dafür sticht unter den Neuzugängen Unai Lema Llapur hervor. Der 20-Jährige, mit Spanien Junioren-Weltmeister, kam von Champions-League-Sieger CN Atlètic Barceloneta, um beim ASCD künftig noch mehr Verantwortung zu tragen. „Duisburg hat die letzten Jahre gezeigt, dass sie oben mitspielen können, jedoch mussten sie ein paar Abgänge verkraften und müssen sich dieses Jahr neu beweisen. Sie sind aber keineswegs zu unterschätzen“, meinte auch Sebastian Andruskiewicz über die Konkurrenz.

Neben Hannover (Champions League), Spandau, Duisburg und den White Sharks (alle Euro Cup) spielen aus Deutschland in dieser Saison noch der OSC Potsdam und der SV Cannstatt (beide Conference Cup) im Europapokal. Zurück in der Wasserball-Bundesliga ist Aufsteiger SV Krefeld 72. Der Klubs war zuletzt in der Saison 2023/24 erstklassig, stieg damals aber postwendend wieder ab. Diesmal soll der Aufenthalt im Oberhaus länger dauern. Die Hauptrunde dauert bis Mitte März 2027, die Play-offs um die Deutsche Meisterschaft starten dann Anfang April.

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