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Spandaus Frauen sind Deutsche Meisterinnen nach einer perfekten Saison
Der Ort der Titelvergabe war diesmal ein anderer, ansonsten aber war in der Wasserball-Bundesliga der Frauen auch in diesem Jahr wieder alles beim Alten. Weil die eigentliche Heimstätte in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg aufgrund einer Havarie aktuell geschlossen ist, mussten die Wasserfreunde Spandau 04 am Samstag ins Forumbad auf dem Olympiagelände ausweichen. Aber auch dort ließen die Titelverteidigerinnen im zweiten Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen den SV Blau-Weiß Bochum nichts mehr anbrennen: Mit 15:5 gewannen die Berlinerinnen die Partie und damit auch die Serie im Modus „Best of Three“ glatt mit 2:0 Siegen.
Schon das erste Spiel hatte Spandau vor Wochenfrist mit 13:8 für sich entschieden. Die Wasserfreunde machten damit nach dem Gewinn des DSV-Pokals im März das Double perfekt und setzten zugleich ihre beeindruckende Erfolgsserie im deutschen Wasserball fort. Seit 2018 hat der Klub nun sämtliche nationalen Titel abgeräumt – in dieser Saison abermals ohne jeden Punktverlust.
Die Partie am Samstag verlief nur im ersten Viertel ausgeglichen. Der Rekordchampion aus Bochum, der erstmals seit zehn Jahren wieder die Endspiele erreicht hatte, hielt zunächst gut mit und führte sogar zweimal – dennoch lagen die Gastgeberinnen nach dem ersten Abschnitt knapp mit 4:3 in Front. Mit drei Toren im zweiten sowie weiteren vier Treffern im dritten Viertel, ohne dass Bochum dazwischen auch nur einmal erfolgreich war, zogen die Berlinerinnen dann aber davon. Beim Stand von 12:4 zur letzten Pause war das Spiel bereits entschieden. Auch im letzten Viertel blieb Spandau am Drücker und konnte seinen Vorsprung sogar noch ausbauen. Beste Torschützinnen bei den Wasserfreunden waren Kapitänin Gesa Deike mit vier und Dora Kangler mit drei Treffern. Für Bochum traf Vivian Hohenstein als einzige Spielerin doppelt.
Die Bronzemedaille geht an den SSV Esslingen
Platz drei in der Wasserball-Bundesliga der Frauen sicherte sich derweil der SSV Esslingen durch ein deutliches 24:1 gegen Waspo 98 Hannover. Ioanna Petiki und Mara Dzaja waren je sechs Mal erfolgreich für die Esslingerinnen, die schon das erste Spiel der Bronze-Serie vor einer Woche mit 17:8 gewonnen hatten.
Ticketverkauf startet für den Water Polo World Cup 2023 in Berlin
Vor fünf Jahren, 2018, war Berlin zuletzt Gastgeber für den Water Polo World Cup – angefeuert von den heimischen Fans erreichten die Männer des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) damals einen ausgezeichneten vierten Platz im Konzert der besten Wasserballnationen der Welt. In diesem Jahr kommt der Water Polo World Cup 2023 vom 02. – 07. Mai erneut nach Berlin, und auch diesmal setzen die DSV-Teams wieder auf die Unterstützung des Publikums. Die Tickets für dieses Top-Event in der deutschen Hauptstadt sind ab sofort erhältlich.
Im Online-Vorverkauf kosten die Tageskarten für den Weltcup jeweils 21,00 Euro bzw. ermäßigt 17,00 Euro. Wer kein Spiel verpassen möchte, wählt am besten die günstige Dauerkarte für alle sechs Tage zum Preis von 108,00 Euro. Daneben gibt es auch Drei-Tages-Karten entweder für die Partien der Frauen (02. – 04. Mai) oder für die Spiele der Männer (05. – 07. Mai) zum Preis von jeweils 56,00 Euro. An der Tageskasse vor Ort liegen die Preise später bei 23,00 Euro (Tageskarte Erwachsene), 19,00 Euro (Tageskarte ermäßigt) bzw. 62,00 Euro (Drei-Tages-Karten) und 120,00 Euro (Dauerkarten). Die Ermäßigung gilt für Schüler*innen, Studierende, BufDis und FSJler*innen, Schwerbehinderte (ohne B im Ausweis), Senior*innen, Vereinsangehörige eines Wasserballvereins sowie Personen mit einer gültigen Kampfrichter- (Wasserball) oder Trainerlizenz (Wasserball). Rollstuhlfahrer*innen und Schwerbehinderte mit dem Merkzeichen B im Ausweis können ebenfalls ermäßigte Tickets erwerben und bekommen ein zusätzliches Ticket für die Begleitperson.
Nachlass gibt es außerdem für Gruppenbuchungen: ab fünf Personen erhält man einen Rabatt von zehn Prozent, ab zehn Personen sogar von 15 Prozent. Die Gruppenbuchungen können über die Tickethotline (0 18 06 / 99 11 84, Montag – Samstag 08:00 – 20:00 Uhr, Sonn- und Feiertag 10:00 – 20:00 Uhr, 0,20 Euro/Anruf aus allen Netzen) gebucht werden.
Der Water Polo World Cup bietet Wasserball der Extraklasse: Bei Frauen und Männern kämpfen je acht Top-Nationen aus aller Welt um je zwei Tickets für die Super Finals Ende Juni in den USA. Durch das K.o.-System ist bei beiden Geschlechtern Hochspannung garantiert.
Frieder Class: Nachruf auf einen tollen Menschen und Wasserballer
Die deutschen Masters und der gesamte Deutsche Schwimm-Verband eV. (DSV) trauern um Frieder Class. Der Referent für Wasserball in der DSV-Wettkampfabteilung Masters verstarb am 28. Februar an den Folgen eines tragischen Fahrradunfalls. Frieder Class wurde 75 Jahre alt.
Mit Frieder Class verliert der deutsche Wasserballsport der Masters sein Gesicht. Der ehemalige Polizeihauptkommissar begann mit dem Wasserballspielen im Alter von 13 Jahren und feierte seitdem unzählige Erfolge mit dem SV Cannstatt auf nationaler und internationaler Ebene in allen Altersklassen. Gleichzeitig übernahm er Verantwortung in verschiedenen Funktionen in seinem Heimatverein, im badischen und deutschen Schwimmverband. Noch vor wenigen Monaten war der gebürtige Reutlinger bei den Masters-Europameisterschaften in Rom 2022 mit seiner Mannschaft am Start und berichtete täglich von dem Wettkampfgeschehen. Frieder Class initiierte 1996 die ersten deutschen Masters-Meisterschaften und blieb bis zuletzt ihr Hauptorganisator. Was mit zwei Mannschaften begann, entwickelte sich zu seiner persönlichen Erfolgsgeschichte und zur Erfolgsgeschichte des Masters-Wasserballsports. Er hat Meilensteine im Wasserball gesetzt, als Spieler, als Trainer und als Funktionär für den Deutschen Schwimm-Verband. Gekrönt wurde seine Karriere 2017 mit der Aufnahme in die International Swimming Hall of Fame (ISHOF).
Frieder wurde für sein großes und beständiges Engagement von seinen Mitspielern und Gegnern gleichermaßen geschätzt. Stets mit einem launigen Spruch auf den Lippen und verschmitztem Lächeln, konnte er auch geradeheraus konstruktive Kritik üben, dort wo sie angebracht war. Der 75-jährige sagte einmal in einem Interview, dass er hofft, so lange wie möglich am Beckenrand und im Wasser aktiv zu sein und noch lange Zeit seiner Passion Wasserball treu bleiben zu können. Frieder Class hinterlässt eine große Lücke im deutschen Wasserballsport. „Wir sind sehr traurig. Unser herzliches Beileid gilt seiner Frau Dagmar und seiner Familie. Wir werden sein Andenken in Ehren halten und vermissen ihn schon jetzt!“ so Ulrike Urbaniak im Namen der DSV-Masters.
Link zum Kondolenzbuch http://www.waterpolomasters.de/frieder-class-ist-verstorben/
Waspo 98 Hannover und der OSC Potsdam zum Bundesligastart erfolgreich
Wer gedacht hatte, dass der deutsche Wasserball-Meister Waspo 98 Hannover durch die einwöchige Quarantäne nach einem Corona-Fall im Klub aus dem Takt gebracht wurde und deshalb zum Bundesligastart womöglich Schwierigkeiten bekommen könnte, sah sich am Wochenende schon nach dem ersten Auftritt eines Besseren belehrt. Im Auftaktspiel der
Gruppe A bezwang Waspo den Stadtrivalen White Sharks Hannover mit 14:4 und siegte anschließend auch gegen den ASC Duisburg (19:8) und den SSV Esslingen (25:5) klar.
Der Favorit sicherte sich damit die optimale Ausbeute von sechs Punkten. Dahinter lagen Duisburg (4:2 Punkte), Esslingen (2:4) und die White Sharks (0:6). „Struktur und Rhythmus sind uns erhalten geblieben. Wir hatten sichtlich Spaß am Wasserball“, sagte Waspo-Trainer Karsten Seehafer. Beste Torschützen seiner Mannschaft waren Ivan Nagaev mit 13 Toren sowie Fynn Schütze und Petar Muslim mit jeweils neun Treffern.
Corona-Fall stoppt die Wasserfreunde Spandau 04
In Gruppe B ging die erste Runde an den OSC Potsdam, der in Nationalspieler Lukas Küppers (sechs Treffer) seinen fleißigsten Torschützen hatte. Die Potsdamer gewannen gegen die SG Neukölln mit 21:8 und gegen den SV Ludwigsburg 08 mit 16:7, der sich wiederum durch einen Erfolg gegen die Berliner Platz zwei sicherte.
„Wir sind hochzufrieden mit der Leistung unseres Teams. Vor allem das Spiel gegen Ludwigsburg hat gezeigt, welche Entwicklung diese Mannschaft genommen hat“, sagte Potsdams sportlicher Leiter André Laube. „Es war ein hoch emotionales Spiel, mit teilweise auch sehr hektischen Phasen. Aber als wir nach der Halbzeit unsere Ruhe und Konzentration wiedergefunden haben, haben das Spiel doch recht deutlich kontrolliert.“
Deutschlands „Mr. Wasserball“ Hagen Stamm, Präsident der Wasserfreunde Spandau 04, hatte den OSC mit seinen fünf Kaderspielern in einem Interview kürzlich sogar als Herausforderer im Kampf um den Titel geadelt. Seine eigene Mannschaft konnte am Wochenende noch nicht in das Geschehen eingreifen: Wegen eines Corona-Falls wurden die Partien des Pokalsiegers kurzfristig abgesagt. Sie sollen nachgeholt werden, der Termin steht noch nicht fest. „Es erfolgt keine Wertung am grünen Tisch“, erklärte Rundenleiter Holger Sonnenfeld. Der nächste reguläre Spieltag ist am 10./11. April. Dann steigen auch die verbleibenden acht Teams der Gruppen C und D in den Spielbetrieb ein.
Die Schiedsgerichtsbarkeit im Bereich des DSV wird ausgeübt durch:
a) die Landesschiedsgerichte (LSG) und Bezirksschiedsgerichte (BSG) erstinstanzlich für alle Streitigkeiten, soweit der DSV nicht Partei ist (nähere Informationen geben die jeweiligen Landesschwimmverbände (LSV)),
b) die DSV-Gruppenschiedsgerichte (GSG) Nord und Süd erstinstanzlich für alle Streitigkeiten zwischen LSV und / oder Landesgruppen (LGr), die einen Bezug zu den jeweiligen LGr haben, soweit der DSV nicht Partei ist,
c) die GSG als Berufungsgerichte gegen Entscheidungen der LSG und BSG sowie erstinstanzlich für alle Streitigkeiten, soweit der DSV Partei ist,
d) das GSG West erstinstanzlich für alle Streitigkeiten in der Sportart Wasserball im Bereich des SV NRW,
e) das DSV-Schiedsgericht (DSV-SG) als Berufungsgericht gegen Entscheidungen der GSG nach Buchstabe b) sowie des GSG West nach Buchstabe d).
DSV trauert um Jens-Uwe Hauser
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) trauert um Jens-Uwe Hauser. Der frühere DSV-Fachspartenvorsitzende für Wasserball ist bereits am 22. September im Alter von 81 Jahren verstorben, wie jetzt bekannt wurde. Der in der Sportart über Jahrzehnte vielseitig engagierte Diplomingenieur, unter anderem als Schiedsrichter und Spielbeobachter, stand von 1993 bis 1997 an der Spitze der Fachsparte (heute Abteilung).
In seine Amtszeit fiel auch die bislang letzte Medaille eines deutschen Teams bei Europameisterschaften: 1995 holten die Männer in Wien (AUT) EM-Bronze. Später war er noch von 1999 bis 2002 als Landeswasserballwart in Niedersachen sowie als DSV-Spielbeobachter tätig.
Erste Runde im DSV-Pokal der Männer ausgelost
Im Europapokal hat die neue Saison im Wasserball bereits begonnen, und auch auf nationaler Ebene wirft die bevorstehende Spielzeit 2023/24 ihren Schatten voraus. Am Rande der Bundesligatagung in Hannover wurde am Samstag die erste Runde im DSV-Pokal der Männer ausgelost, die am 07. Oktober über die Bühne geht. Mit Aufsteiger SV Blau-Weiß Bochum, der zum niedersächsischen Oberligisten RSV Hannover reist, war zunächst allerdings nur ein Bundesligist im Topf – die weiteren Erstligaklubs greifen dann erst in den späteren Runden ins Geschehen ein. Folgende Partien wurden ermittelt:
SV Zwickau 04 – VfB Friedberg
Rote Erde/Swim-Team TuS 1859 Hamm – WU Magdeburg
PSV Stuttgart – Hamburger TB 1862
Post-SV Nürnberg – ASC Brandenburg
SC Neustadt – SC Hellas 99 Hildesheim
RSV Hannover – SV Blau-Weiß Bochum
SpVg Laatzen 1894 – SV Cannstatt
SG Wassersport Iserlohn – SV Poseidon Hamburg
WM-Termin für die Masters-WM in Katar 2024 offiziell bekannt gegeben
Der Weltverband "World Aquatics" hat jetzt in Lausanne bekannt gegeben , dass die World Aquatics Masters Championships vom 23. Februar bis 3. März 2024 stattfinden werden. Doha, Hauptstadt von Katar, wird Gastgeber der Masters Weltmeisterschaften im Schwimmen, Freiwasserschwimmen, Wasserspringen, Wasserball und Synchronschwimmen sein. Vorher finden dort vom 02. – 18. Februar 2024 bereits die Titelkämpfe in der offenen Klasse inklusive einige Qualifikationsmöglichkeiten für die Olympischen Spiele 2024 in Paris statt.
Der konkrete Wettkampfplan, die Eröffnung der Athleten-Registrierungsplattform und Reisepakete werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben und den Teilnehmer*innen umfassende Informationen für World Aquatics Masters Championships – Doha 2024 bieten. Fortlaufenden informationen gibt es auf der offiziellen World Aquatics-Website https://www.worldaquatics.com und den Social-Media-Kanälen.
Foto: DSV Masters
Wasserspringer*innen trainieren in Aachen
Nur unweit von Düsseldorf, dem aktuellen Austragungsort der Deutschen Masters Meisterschaften im Wasserball fand zeitgleich in Aachen ein Masters-Lehrgang der Deutschen Wasserspringer *innen statt. Iniziert von Lothar und Luzi Freitag mit Unterstützung des SV Neptun Aachen wurde an den Sprünge gefeilt, die im August zur WM in Fukuoka/Japan gezeigt werden sollen.
15 Sportler*innen aus ganz Deutschland nahmen das Angebot von Familie Freitag gerne an und trainierten intensiv drei Tage lang in der gut ausgestatteten Sprunghalle des SV Neptun Aachen. An dieser Stelle auch ein Dank an den Aachener Vorstand, der den Lehrgang ermöglichte.
Foto: DSV Masters
Trauer um Masters-Wasserballer Wolfgang Richter
Die Masters des SV Poseidon Hamburg trauern um ihren langjährigen Mitspieler und Freund Wolfgang Richter aus Rostock. Er verstarb am 12. Februar im Alter von 82 Jahren nach einer schweren Krebserkrankung.
In den 15 Jahren, in denen Wolfgang Richter die Masters-Mannschaft des SV Poseidon mitprägte, errang er zwei Europa- und sechs Deutsche Meistertitel sowie fünf Vizeweltmeistertitel. „Mit Wolfgang verlieren wir einen engagierten Masters-Wasserballer, der immer mit viel Freude und Einsatz bei unserem Hobby Wasserball dabei war“, heißt es von Hamburger Seite. Man werde Wolfgang Richter ein ehrendes Andenken bewahren. Die Anteilnahme gilt seiner Lebensgefährtin Christa und der Familie.
