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FINA setzt 2022 doch eine WM an: Ende Juni in Budapest
Vor nicht einmal einer Woche hatte der Weltverband FINA die Verschiebung der ursprünglich vom 13. – 29. Mai 2022 geplanten Weltmeisterschaften in Fukuoka (JPN) auf das Jahr 2023 bekanntgegeben, und zwar mit Verweis auf den aktuellen Pandemieverlauf, insbesondere die hochansteckende Omikron-Variante und die damit verbundenen Maßnahmen in Japan. An diesem Montag folgte nun überraschend die Mitteilung, dass es in diesem Sommer trotzdem Titelkämpfe geben soll: Vom 18. Juni – 03. Juli 2022 wurden nun Weltmeisterschaften in Ungarns Hauptstadt Budapest angesetzt.
„Wir wissen, dass wir einfallsreich sein müssen, um für unsere Athlet*innen durch die aktuelle Gesundheitskrise zu navigieren“, sagte FINA-Präsident Husain Al-Musallam in einer Pressemitteilung. „Die FINA erkennt auch an, dass sich die Pandemie je nach Zeit und Ort unterschiedlich entwickelt. Wir haben das große Glück, Ausrichter zu haben, die unsere Leidenschaft für den Wassersport teilen und die Bereitschaft, Fähigkeit und Flexibilität haben, die prestigeträchtigste Veranstaltung der FINA zu organisieren. Wir sind all unseren Gastgebern zutiefst dankbar und wissen, dass es den Wassersportler*innen genauso geht. Mit vier Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen 2024 in Paris in den nächsten vier Jahren maximieren wir die Rennmöglichkeiten und das Verdienstpotenzial für etablierte und aufstrebende Aktive gleichermaßen.“
Dennoch bringt diese kurzfristige Ankündigung so ziemlich jede Planung für die aktuelle Saison durcheinander. In Deutschland sind für Ende Juni beispielsweise „DIE FINALS 2022“ in Berlin mit den Deutschen Meisterschaften im Beckenschwimmen und Wasserspringen als nationaler Höhepunkt sowie die Deutschen Freiwasser-Meisterschaften in Mölln terminiert. Auch international kommt es zu Überschneidungen, so zum Beispiel für das Finalturnier der Champions League im Wasserball (angesetzt 30. Juni – 02. Juli) oder auch die International Swimming League (ISL), welche ebenfalls im Juni in die vierte Saison gehen wollte. „Dieses Wirrwarr ist nicht gut für unseren Sport. Der WM-Termin im Mai war schon schwierig mit der EM im August zu vereinbaren, jetzt wird es noch einmal schwieriger“, sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn. Nach der WM-Verschiebung in der Vorwoche waren beim DSV sogar schon Trainingslager verschoben und auch Nominierungswettkämpfe abgesagt worden. Nun muss auch das erarbeitete Alternativprogramm noch einmal völlig neu geplant werden, zudem sind Anpassungen bei den Nominierungskriterien notwendig.
„Ich freue mich, dass die WM nun doch dieses Jahr stattfindet. Und mit Budapest findet sie sogar ,in der Nähe‘ statt“, sagte Olympiasieger und Doppelweltmeister Florian Wellbrock zur heutigen FINA-Ankündigung: „Es wäre allerdings für uns Sportler und vor allem für die Trainer*innen einfacher gewesen, wenn man von Anfang an kommuniziert hätte, dass an einer Verschiebung in diesem Jahr noch gearbeitet wird.“ Gleich vier Jahre hintereinander wird es nun jeweils eine Schwimm-WM geben statt im bisherigen Zwei-Jahres-Rhythmus, doch die Olympia-Dritte Sarah Köhler schaut besonders auf den engen Kalender in diesem nacholympischen Jahr: „Mit WM, EM, Commonwealth Games und ISL innerhalb kürzester Zeit ist das Terminchaos nun perfekt.“
Mitgliederversammlung genehmigt Haushaltsplan für 2022
Das ursprünglich angedachte Treffen in Präsenz war angesichts der Pandemieentwicklung leider nicht möglich, trotzdem fand am Samstag (20. November) die Mitgliederversammlung des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) wie geplant statt – und zwar zum wiederholten Mal als Online-Veranstaltung. „Ich habe mich sehr über diesen Austausch gefreut. Die Mitglieder transparent mitzunehmen in unserem Entwicklungsprozess ist in diesen Zeiten mit weniger persönlichen Treffen noch wichtiger als sonst. Deswegen war das für uns eine gelungene Veranstaltung“, sagte DSV-Präsident Marco Troll anschließend.
Zu den wichtigsten Entscheidungen des Gremiums gehörte die Genehmigung der Jahresrechnungen für 2020, die anschließend zur Entlastung der damals handelnden Vorstandsmitglieder führte. Verabschiedet wurde später auch der Haushaltsplan für 2022. In der Diskussion dazu wurde natürlich auch auf Risiken verwiesen, die durch die anhaltende Coronavirus-Pandemie entstehen. Bereits für das Jahr 2021 zeichnet sich im Bereich der Wettkampflizenzen ein Rückgang der Einnahmen ab, wurde von Claudia Boßmann als der Finanzexpertin im Vorstand berichtet.
Dass im kommenden Jahr wohl nicht nur die Eigenmittel geringer ausfallen, sondern auch im außerordentlichen Förderhaushalt des Leistungssports Lücken entstehen, darüber informierte Harald Walter. Mit Verwunderung vernahmen die Delegierten, dass das neue Potenzialanalysesystem (Potas) von BMI und DOSB selbst dem im Ranking der Sommersportarten an Nummer eins gesetzten Freiwasserschwimmen ab 2022 keine*n Nachwuchs-Bundestrainer*in mehr zugestehen will. Der im Vorstand für den Sportbereich zuständige Walter legte dagegen bereits Einspruch ein. Und auch dagegen, dass mangels neuer Kaderobergrenzen im Schwimmen nicht mal mehr volle Staffelbesetzungen gefördert werden. In anderen DSV-Sportarten erscheint der Rückgang mitunter sogar noch schmerzvoller. „Unser Vorstand wird sich dafür einsetzen, dass auch Synchronschwimmen und Wasserball der Frauen nicht untergehen und im Rahmen des Machbaren weiter unterstützt werden“, betonte Walter. Dringlichkeitsanträge, die eine sofortige Beitragserhöhung oder andere Sofortmaßnahmen zum Ziel hatten, erhielten aufgrund der laufenden Bemühungen auf anderen Ebenen an diesem Tag jedoch keine Mehrheit unter den Mitgliedern.
Die von Wolfgang Rupieper geleitete Satzungskommission stellte einen Zwischenbericht mit neuen Ideen vor, wie eine Stärkung des Verbandes mittels Verlagerung bestimmter Aufgaben ins Hauptamt erreicht werden kann, auch und besonders im Freizeit- und Breitensport. „Wir sehen das als Diskussionsentwurf, der bestimmt auch noch viel Bereicherung von den Vereinen erhält. Wir setzen da auf breite Beteiligung“, betonte Hessens Verbandschef Michael Scragg und kündigte entsprechende Veranstaltungen im kommenden Frühjahr an. Deren Ergebnisse sind dann sicher auch Thema bei der nächsten Mitgliederversammlung, die dann am 18. Juni 2022 stattfinden soll. Dann hoffentlich wieder als Präsenzveranstaltung.
So bereitet sich das DSV-Team auf die Olympia-Qualifikation vor
Nach Warendorf ist vor Warendorf: Nach einem erfolgreichen ersten Lehrgang in der Sportschule der Bundeswehr in der vergangenen Woche ruft Wasserball-Bundestrainer Hagen Stamm seine Nationalspieler bereits an diesem Donnerstag an gleicher Stätte zu einer weiteren Maßnahme zusammen. Neben der Kondition stehen diesmal auch vermehrt spielerische Elemente im Vordergrund, um auf diese Weise die Abläufe in Angriff und Verteidigung, Über- und Unterzahl bis zum Beginn des Olympia-Qualifikationsturniers vom 14. - 21. Februar in Rotterdam (NED) weiter zu optimieren.
Als Sparringspartner steht für diesen zweiten Lehrgang vom 14. - 20. Januar die Nationalmannschaft aus Georgien bereit, der EM-Zehnte von 2020. Neben mehreren gemeinsamen Einheiten ist für den 19. Januar auch ein offizielles Länderspiel vorgesehen.
„Wir wollen schauen, wo wir international stehen“, sagt Stamm. Georgien ist ein Gegner auf Augenhöhe, die jüngsten Vergleiche fielen zumeist sehr knapp aus. Bei den Europameisterschaften gewann die DSV-Auswahl das Spiel um Platz neun mit 9:8.
Überzeugende Auftritte der jungen Wilden
Mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung ist der Coach sehr zufrieden. „Es war eine gute Entscheidung, nach Warendorf zu gehen. Die Bedingungen dort sind optimal“, sagt Stamm. Die Mannschaft ziehe hervorragend mit, insbesondere auch die jüngeren Spieler wie Yannek Chiru, Aleks Sekulic (beide Wasserfreunde Spandau 04), Mark Gansen (ASC Duisburg), Zoran Bozic (SSV Esslingen) und Niclas Schipper (Waspo 98 Hannover), die er ganz bewusst nominiert hatte, um das Niveau im Training weiter anzuheben. „Das sind gute Jungs, die uns in Zukunft noch viel Freude bereiten werden. Sie haben beim ersten Trainingslager einen guten Eindruck hinterlassen und es deshalb verdient, noch einmal berücksichtigt zu werden.“
Nicht dabei in Warendorf sind der schon länger erkrankte Ben Reibel (Duisburg) sowie Fynn Schütze (Hannover), der mit einem Handbruch auch für die Olympia-Qualifikation ausfällt. Gleiches gilt für Dennis Eidner (Duisburg), der seine Karriere in der Nationalmannschaft unlängst aus beruflichen Gründen beendet hat.
Auch der weitere Ablauf der Vorbereitung steht bereits fest. Vom 24. - 30. Januar wird das DSV-Team nach Montenegro reisen und trifft dort bei einem Turnier auf die Gastgeber, die gerade Zweiter bei der Europa-Qualifikation der Weltliga geworden sind, Olympiasieger Serbien und die USA. Am 03. Februar geht es noch einmal nach Warendorf – geplant sind dann auch mehrere Tests gegen Brasilien. Von dort geht es direkt weiter nach Rotterdam, wo am 14. Februar das erste Spiel der Olympiaqualifikation gegen die Niederlande ansteht. Weitere Gegner in der Vorrunde sind Frankreich, Russland, Rumänien und Kroatien.
Das aktuelle DSV-Aufgebot:
Julian Real, Moritz Schenkel, Kevin Götz, Tobias Preuß, Niclas Schipper (alle Waspo 98 Hannover), Marko Stamm, Lucas Gielen, Marin Restovic, Denis Strelezkij, Maurice Jüngling, Mateo Cuk, Yannek Chiru, Aleks Sekulic (alle Wasserfreunde Spandau 04), Hannes Schulz, Reiko Zech, Lukas Küppers, Ferdinand Korbel, Florian Thom (alle OSC Potsdam), Timo van der Bosch (SV Ludwigsburg 08), Zoran Bozic (SSV Esslingen), Mark Gansen (ASC Duisburg).
Ausschreibung ist online!
Die Planungen in der Wettkampfabteilung Masters nehmen für das Jahr 2022 weiter Gestalt an. Neben den ersten Terminen zu den Schwimmwettkämpfen steht jetzt auch der Termin für die Deutschen Mastersmeisterschaften im Wasserball fest. Die 25. Deutsche Meisterschaft im Wasserball der Masters werden vom 24. - 26. Juni 2022 in Hamburg stattfinden. Alle wichtigen Informationen finden sich in der Ausschreibung.
» Ausschreibung
DSV-Wasserballer belohnen sich beim Weltcup für eine starke Aufholjagd
Die deutschen Wasserballer haben sich beim Weltcupturnier der Division 2 auf Malta dank eines starken Comebacks im Schlussabschnitt den Sieg gegen Australien gesichert und damit den Einzug ins Halbfinale. Nach drei Vierteln lag das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) noch mit 9:10 zurück, drehte in den letzten acht Minuten dann aber mächtig auf und entschied die Partie gegen den Olympia-Achten von 2024 noch mit 14:11 für sich.
In der Vorschlussrunde trifft die DSV-Auswahl nun am Sonntag (18:00 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei Recast) auf Georgien, das sich im Viertelfinale mit 20:9 gegen die Ukraine durchsetzte. Im Duell mit dem Zehntplatzierten der diesjährigen Europameisterschaften geht es für Deutschland dann bereits um das Ticket für das Weltcupfinale vom 22. – 26. Juli in Sydney (AUS) mit den Top-Nationen aus Division 1.
>> Alle Ergebnisse vom Wasserball-Weltcup
„Es war wirklich ein intensives Spiel. Australien hat über weite Strecken sehr physisch gespielt und uns immer wieder unter Druck gesetzt. Im letzten Viertel haben wir dann aber die nötige Ruhe bewahrt, unsere Verteidigung stabilisiert und im Angriff die richtigen Entscheidungen getroffen – das war der Schlüssel für das Comeback“, sagte Bundestrainer Aleksandar Radovic.
Kein Dach, kein Problem: Auch im Freibad läuft es bei den deutschen Wasserballern
Für die Partie gegen Australien wartete auf das DSV-Team eine besondere Herausforderung. Schließlich musste man für diese Begegnung erstmals ins Freibad des Tal-Qroqq Sports Complex in Gzira umziehen, nachdem die ersten drei Spiele des Turniers jeweils in der Halle absolviert wurden. Die Umstellung gelang jedoch schnell: Deutschland hielt gegen die in der Weltrangliste sieben Plätze besser platzierten „Sharks“ aus Down Under von Anfang an gut mit.
3:3 hieß es nach dem ersten Viertel – dreimal hatten die Australier vorgelegt, jedes Mal konnten die Deutschen egalisieren. Im zweiten Viertel lief es andersherum: Das DSV-Team traf zuerst, der Gegner glich umgehend aus – und erarbeitete sich kurz vor der Halbzeit sogar wieder einen kleinen Vorteil. Mit 7:8 ging es in die Pause. Australien hatte zwar mehr Schüsse und spielte auch häufiger in Überzahl, Deutschland aber hatte die bessere Trefferquote und zwischen den Pfosten einen blendend aufgelegten Felix Benke (Waspo 98 Hannover).
Im dritten Viertel startet die Aufholjagd
Zu Beginn des dritten Viertels ließen die Deutschen zunächst mehrere Chancen zum Ausgleich ungenutzt. Australien dagegen traf gleich doppelt und lag auf einmal drei Tore vorne. Bis zum Ende des Abschnitts konnte die DSV-Auswahl aber wieder auf 9:10 verkürzen.
Damit war das Comeback eingeleitet. Im Schlussabschnitt traf Elias Metten (ASC Duisburg) zum Ausgleich, Denis Strelezkij (Waspo 98 Hannover) brachte Deutschland anschließend erstmals seit dem zweiten Viertel wieder in Führung. Er war mit sechs Treffern der beste DSV-Torschütze an diesem Nachmittag, gefolgt von Elias Metten mit drei Treffern. Australien schlug zwar noch einmal zurück, durch zwei Treffer in Überzahl jeweils durch Zoran Bozic (Waspo 98 Hannover) übernahm Deutschland kurz vor Schluss aber endgültig das Kommando. Strelezkij besorgte mit einem Strafwurf knapp zwei Minuten vor dem Ende den Endstand.
Bundestrainer Radovic blickt anschließend schon einmal voraus auf das Spiel am Sonntag. „Gegen Georgien wird es wieder eine ganz andere Herausforderung. Sie sind sehr kompakt, spielen diszipliniert und haben einige gefährliche Einzelspieler. Wenn wir unser Spiel durchziehen, vor allem defensiv konsequent bleiben und unsere Chancen vorne nutzen, sehe ich gute Möglichkeiten für uns. Es wird aber definitiv ein enges Spiel.“
DSV-Teams starten optimistisch in die EM-Qualifikation
Der Austragungsort ist schon einmal ein gutes Omen. 2003 fanden in Kranj (SLO) die Europameisterschaften im Wasserball statt, Deutschlands Männer erreichten damals einen starken sechsten Platz. Diesmal geht es in Kranj darum, überhaupt erst einmal das Ticket für die EM-Endrunde zu lösen. Beim Qualifikationsturnier trifft das DSV-Team vom 17. – 20. Februar auf Slowenien, Belgien und die Schweiz sowie auf den EM-13. Frankreich.
Parallel dazu kämpfen in Bukarest (ROM) auch die deutschen Wasserballerinnen um einen EM-Startplatz. Gegnerinnen sind dort neben den Gastgeberinnen die Slowakei, Ukraine und Irland. Bei beiden Geschlechtern qualifizieren sich jeweils die ersten beiden jeder Gruppe für die Europameisterschaften vom 27. August – 10. September 2022 in Split (CRO).
Beim Lehrgang in Hannover holten sich die DSV-Männer in den vergangenen Tagen den letzten Feinschliff vor ihrer Abreise nach Slowenien, vor allem an taktischen Dingen hat Bundestrainer Petar Porobic mit seiner Mannschaft dort noch einmal gefeilt. Mit etwas Verzögerung erlebt der Montenegriner beim Qualifikationsturnier nun endlich seine Premiere als Verantwortlicher am Beckenrand, nachdem das Weltligaspiel gegen Frankreich im Januar noch coronabedingt verschoben werden musste. „Es ist sehr wichtig, dass wir uns für die EM qualifizieren, damit unsere Spieler Erfahrung auf diesem internationalen Level sammeln können“, sagt er. Auch für die neu angesetzten Weltmeisterschaften im Juni in Budapest (HUN) bekam das DSV-Team kürzlich noch einen Startplatz zugesprochen.
Stärkster Gegner in der EM-Qualifikation dürfte Frankreich sein, der kommende Olympiagastgeber hat mit Blick auf Paris 2024 zuletzt deutliche Fortschritte gemacht. Slowenien, Belgien und die Schweizer, auf die das DSV-Team bereits bei der Qualifikation für die EM 2020 traf und damals klar mit 18:7 gewann, sind dagegen nur Außenseiter. „Wichtig ist, dass sich unsere jungen Leute nicht verstecken, auch wenn es für einige das erste Turnier ist“, fordert Mannschaftskapitän Maurice Jüngling. Der Schlüssel zum Erfolg aus seiner Sicht: Die Mannschaft müsse aus einer sicheren Abwehr heraus operieren.
Der Spielplan der DSV-Männer:
18. Februar, 12:00 Uhr: Deutschland – Schweiz
18. Februar, 18:00 Uhr: Deutschland – Frankreich
19. Februar, 20:00 Uhr: Deutschland – Slowenien
20. Februar, 10:00 Uhr: Deutschland – Belgien
Auch bei den Frauen von Bundestrainer Sven Schulz wird die EM-Qualifikation in Rumänien zu Bewährungsprobe für den Nachwuchs. „Es sind einige talentierte junge Spielerinnen nachgekommen, die aber im vergangenen Jahr auch schon viel internationale Erfahrung bei der U17-EM und bei den U20-Weltmeisterschaften gesammelt haben“, sagt Kapitänin Gesa Deike. Sie ist daher zuversichtlich: „Ich denke, die Chancen auf die Qualifikation stehen gut. Unser Team ist gut in Form.“ Mit einem gemeinsamen Trainingslager an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf stimmte sich die DSV-Auswahl auf die bevorstehenden Aufgaben ein. Mit den EM-Achten aus der Slowakei wartet am Freitag direkt im ersten Spiel der vermeintlich stärkste Gegner auf die deutschen Frauen, die bei den vergangenen Europameisterschaften selbst Platz elf belegt hatten. Aber auch die Gastgeberinnen und die Ukraine sind nicht zu unterschätzen.
Der Spielplan der DSV-Frauen:
18. Februar, 08:30 Uhr: Deutschland – Slowakei
18. Februar, 17:30 Uhr: Deutschland – Ukraine
19. Februar, 17:30 Uhr: Deutschland – Irland
20. Februar, 10:00 Uhr: Deutschland – Rumänien
Die DSV-Aufgebote für die EM-Qualifikationen:
Frauen:
Gesa Deike, Ira Deike, Nadine Hartwig, Lynn Krukenberg, Belén Vosseberg (alle Wasserfreunde Spandau 04), Aylin Fry, Darja Heinbichner, Marijke Kijlstra, Sinia Plotz, Greta Tadday (alle SV Bayer Uerdingen 08), Felicitas Guse, Jana Stüwe (beide Blau-Weiß Bochum), Jamie-Julique Haas (SC Chemnitz 1892), Franka Lipinski (WP Mulhouse/FRA), Elena Ludwig (Esslingen)
Männer:
Zoran Bozic, Mateo Cuk, Maurice Jüngling, Marin Restovic, Marko Stamm, Denis Strelezkij (alle Wasserfreunde Spandau 04), Kevin Götz, Phillip Kubisch, Jan Rotermund, Moritz Schenkel, Niclas Schipper, Fynn Schütze (alle Waspo 98 Hannover), Mark Gansen, Lukas Küppers (beide ASC Duisburg), Timo van der Bosch (SV Ludwigsburg 08)
DSV-Teams wollen bei der EM ihre positive Entwicklung fortsetzen
Die große Sause zum Jahreswechsel fiel für das deutsche Wasserball-Nationalteam diesmal aus. Mit Blick auf die direkt im Anschluss anstehenden Europameisterschaften in Kroatien hatte Bundestrainer Milos Sekulic eine „alkoholfreie Silvesterparty“ verordnet, schließlich muss seine Mannschaft schon wenige Tage nach dem Jahreswechsel wieder topfit sein. Am 04. Januar starten die kontinentalen Titelkämpfe der Männer in Zagreb und Dubrovnik (CRO), kurz danach kämpfen dann vom 05. – 13. Januar auch die Frauen in Eindhoven (NED) um Medaillen und Platzierungen. Bei beiden Turnieren geht es auch noch um ein direktes Olympiaticket und jeweils drei noch offene Startplätze für die WM einen Monat später in Doha (QAT/02. – 18. Februar).
Ursprünglich sollten die Wettbewerbe für beide Geschlechter in Netanya (ISR) stattfinden, an eine Austragung dort war als Folge der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten mit der Eskalation des kriegerischen Konflikts zwischen der Hamas und Israel allerdings nicht zu denken. „Es war die richtige Entscheidung, das Turnier zu verlegen. In dem Moment, als der Krieg ausgebrochen ist, war mir schnell klar, dass die EM nicht in Israel stattfinden kann“, meint Milos Sekulic zur Entscheidung von European Aquatics. Gleichzeitig ist er froh, dass das Turnier nicht komplett abgesagt wurde: „Unsere Mannschaft muss spielen. Wir haben ein sehr junges Team mit immer noch wenig Erfahrung auf diesem Level, deswegen ist jeder Wettkampf wichtig für die weitere Entwicklung.“
Erstmals wird diese EM in einem neuen Modus ausgetragen. Gespielt wird in zwei Divisionen: In der Vorrunde bleiben die Top-Teams und die niedriger gesetzten Mannschaften dabei jeweils noch unter sich und können erst in der K.-o.-Runde aufeinandertreffen. Deutschland spielt in der Vorrunde in Zagreb gegen Olympiasieger Serbien, der bei der vergangenen EM überraschend nur Neunter geworden war und sich deshalb außerhalb der Top-Gruppen wiederfindet, sowie gegen Israel und Malta. Die beiden besten Teams der Gruppe bestreiten anschließend die Überkreuzspiele um den Einzug ins Viertelfinale gegen die Mannschaften auf Rang drei und vier aus der Gruppe mit Montenegro, Weltcupsieger Spanien, Frankreich und Titelverteidiger Kroatien.
Die Vorrundenspiele der DSV-Männer:
05. Januar, 19:00 Uhr: Deutschland – Malta
07. Januar, 19:00 Uhr: Deutschland – Serbien
09. Januar, 17:00 Uhr: Deutschland – Israel
„Mit Serbien haben wir den amtierenden Olympiasieger zugelost bekommen, so ein Gegner sollte Motivation genug sein, um alles aus sich herauszuholen. Es sollte für jeden von uns ein Vergnügen sein, so ein Spiel zu spielen“, sagt Sekulic. Beim Fünf-Nationen-Turnier in Budapest (HUN) gab es in der Vorbereitung jüngst erstmals nach zwölf Jahren wieder einen Sieg gegen das Spitzenteam vom Balkan. „Gegen Malta haben wir in letzter Zeit oft gespielt und das auch sehr erfolgreich, was aber nicht täuschen darf. Malta hat aufgeholt, arbeitet seit letztem Jahr sehr gut und ist nicht zu unterschätzen, Gleiches gilt für Israel. Wir müssen also jeden Gegner ernst nehmen, und das werden wir auch tun“, verspricht der Bundestrainer weiter. Und bremst zugleich: „Der Weg nach Doha wird nicht leicht, da muss alles passen. Man darf nicht vergessen, dass wir bei den beiden letzten großen Turnieren jeweils 13. waren. Sportlicher Erfolg kommt nicht über Nacht, so etwas braucht Jahre. Und gerade bei einer EM ist die Konkurrenz vielleicht noch größer als bei einer WM, weil das Niveau in Europa so hoch ist und alle starken Nationen vertreten sind. Aber wir werden versuchen, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Bislang hat die Mannschaft sich gut entwickelt und mit dem Weltcupfinale und der EM-Qualifikation alle Ziele erreicht.“
Das deutsche EM-Aufgebot bei den Männern:
Philipp Dolff, Lukas Küppers, Sascha Seifert, Aleks Sekulic (alle ASC Duisburg), Felix Benke, Mark Gansen, Niclas Schipper (alle Waspo 98 Hannover), Yannek Chiru, Mark Dyck, Denis Strelezkij (alle Wasserfreunde Spandau 04), Zoran Bozic, Max Vernet Schweizer (beide SV Ludwigsburg 08), Ferdinand Korbel, Finn Taubert (beide OSC Potsdam), Fynn Schütze (CN Sabadell/ESP)
Beim Frauenevent in den Niederlanden sind erstmals 16 Teams am Start, nachdem zuletzt zwölf Nationen bei der Endrunde dabei waren. Die deutschen Frauen von Bundestrainer Sven Schulz spielen in der Vorrunde gegen Bulgarien, das sich zum ersten Mal für die Endrunde qualifizieren konnte, die Slowakinnen – 2022 Zwölfte und davor bei ihrem bislang besten Abschneiden 2020 auf Rang acht des kontinentalen Vergleichs – sowie gegen Großbritannien. Auch bei den Frauen ziehen die ersten beiden Teams in die Überkreuzspiele ein und treffen dort jeweils auf ein Team aus der Gruppe mit den Titelverteidigerinnen aus Spanien, Israel, Frankreich und den WM- und EM-Dritten aus Italien. Nur die Gewinnerinnen dieser Duelle lösen das Ticket fürs Viertelfinale und wären damit bei der darauffolgenden Auflage der Europameisterschaften in Division I gesetzt.
Die Vorrundenspiele der DSV-Frauen:
05. Januar, 13:30 Uhr: Deutschland – Bulgarien
06. Januar, 10:30 Uhr: Deutschland – Slowakei
07. Januar, 13:30 Uhr: Deutschland – Großbritannien
Das deutsche EM-Aufgebot bei den Frauen:
Gesa Deike, Ira Deike, Elena Ludwig, Anja Oldenburg, Anne Rieck (alle Wasserfreunde Spandau 04), Jamie-Julique Haas, Ioanna Petiki, Georgia Sopiadou (alle SSV Esslingen), Darja Heinbichner, Sinia Plotz, Greta Tadday (alle SV Bayer Uerdingen 08), Aylin Fry (LUC Metropole Lille/FRA), Emma Seehafer (Waspo 98 Hannover), Jana Stüwe (SV Blau-Weiß Bochum), Belén Vosseberg (CN Catalunya/ESP)
Mit den Sportarten Schwimmen, Wasserspringen, Wasserball und Synchronschwimmen repräsentiert der DSV darüber hinaus vier olympische Kernsportarten.
Gleichzeitig steht er für eine immense freizeitsportliche Massenbewegung und zählt zu den Schwergewichten im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).
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Angebot zur A-Lizenz-Fortbildung im Oktober
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. beabsichtigt, vom 08. Oktober (10:00 Uhr) bis 09. Okotber 2022 (15:00 Uhr) eine Fortbildung für A-Lizenz-Trainer im Bereich Wasserball in Bochum durchzuführen. Anmeldeschluss dafür ist der 30. September.
Weitere Infos und Anmeldung finden Sie hier.
