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Letzter Auftritt in der Champions League: Ex-Nationalspieler Marin Restovic verabschiedet sich
Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft am vergangenen Wochenende konnten die Wasserballer der Wasserfreunde Spandau 04 nicht allzu lange feiern, schließlich stand nur zwei Tage noch einmal ein letzter Auftritt in der Champions League an. Und vor allem für einen Spieler im Kader der Berliner war es ein ganz besonderes Spiel: Marin Restovic trug ein letztes Mal die Kappe des Hauptstadtklubs, der beste Linkshänder im deutschen Wasserball der vergangenen Jahre beendet seine Karriere. Ein Sieg war Restovic dabei nicht vergönnt – die Spandauer unterlagen mit 8:13 bei Novi Belgrad (SRB). Die Partie am Dienstag war schon früh entschieden, Vorjahresfinalist Belgrad führte schon nach dem ersten Viertel mit 7:3. Zwar verkürzte Berlin im zweiten Abschnitt auf 5:7 und im dritten Viertel noch einmal auf 7:9, doch näher als auf zwei Treffer kam man nicht mehr heran.
Auch Vizemeister Waspo 98 Hannover blieb am letzten Vorrundenspieltag der Königsklasse ohne Sieg – bei Jadran Split (CRO) verloren die Niedersachsen am Mittwoch mit 8:12. Zur Halbzeit war Waspo beim Stand von 7:6 noch dran an den Kroaten, doch das dritte Viertel entschieden die Gastgeber dann mit 4:1 für sich und zogen so vorentscheidend auf vier Tore davon.
Deutsche Klubs mit zwei Niederlagen in der Champions League
Im Kampf um den Einzug in das Finalturnier der Wasserball-Champions-League haben die beiden deutschen Vertreter zwei Niederlagen hinnehmen müssen. Dabei führte der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover in seiner Partie am Mittwoch gegen Dinamo Tiflis (GEO) zur Halbzeit noch mit 8:6. In der zweiten Hälfte war das gegnerische Tor dann auf einmal aber wie vernagelt. Nach der Halbzeit gelang Hannover kein weiterer Treffer mehr, so ging das Heimspiel am Ende mit 8:10 verloren. Kapitän Aleksandar Radovic war mit fünf Toren bester Mann bei den Niedersachsen.
Bereits am Dienstag mussten sich in der anderen Gruppe auch die Wasserfreunde Spandau 04 gegen den Tabellenführer AN Brescia (ITA) mit 10:14 geschlagen geben, hier war Mateo Cuk mit vier Treffern am erfolgreichsten für die Berliner. Im Duell mit dem italienischen Spitzenteam lief Spandau von Anfang an einem Rückstand hinterher, konnte sich im Verlauf des Spiels aber steigern. Nachdem man nach drei Vierteln noch mit sechs Treffern zurückgelegen hatte (7:13), gelang es im Schlussabschnitt, den Abstand noch einmal zu verkürzen.
Für Spandaus Frauen startet die neue Champions League in Rom
Mit neuem Namen und neuem Spielformat startet die Champions League der Frauen (vormals LEN Euro League) Mitte November in die neue Saison. Am Rande der U19-EM in Podgorica (MNE) wurden dafür am Freitag die Gruppen der ersten Runde ausgelost. Jeweils fünf Teams kämpfen dort um die je drei Tickets für die nächste Runde, analog zu den Europapokalwettbewerben im Wasserball der Männer scheiden aber auch die Teams auf den Plätzen vier und fünf künftig nicht mehr sofort aus, sondern setzen ihre Saison stattdessen im Euro Cup (ehemals LEN Trophy) fort. Gleiches gilt für die ausscheidenden Mannschaften der zweiten Champions-League-Runde. Auf diese Weise sind allen teilnehmenden Klubs noch mehr Spiele auf europäischem Niveau garantiert.
Einziger DSV-Vertreter sind wie im Vorjahr die Frauen der Wasserfreunde Spandau 04. Die Deutschen Meisterinnen reisen vom 17. – 20. November nach Rom (ITA) und treffen dort in Gruppe D auf den gastgebenden SIS Roma (ITA), Mulhouse WP (FRA) sowie auf die beiden letztjährigen LEN-Trophy-Finalisten Dunaujvarosi Foiskola (HUN) und Ethnikos Piräus (GRE). Insgesamt haben in dieser Saison Vereine aus neun Ländern für Europas höchsten Klubwettbewerb gemeldet.
Erste Runde im DSV-Pokal der Männer wurde ausgelost
In dieser Saison machen sich insgesamt 32 Mannschaften auf die Jagd nach dem DSV-Pokal im Wasserball. Als Titelverteidiger gehen dabei erneut die Männer von Waspo 98 Hannover ins Rennen, die allerdings wie auch die anderen Teams der A-Gruppe der Bundesliga erst im Achtelfinale (21. Januar 2023) ins Geschehen eingreifen werden. In der ersten Runde am 15. Oktober sind die Vertreter der Landesgruppen sowie die beiden diesjährigen Bundesliga-Aufsteiger SVV Plauen und SV Cannstatt noch unter sich, dennoch kommt es dort bereits zu einigen interessanten Duellen, unter anderem zwischen Plauen und Absteiger Hamburger TB. Folgende Paarungen hat die Auslosung am Wochenende im Rahmen der Bundesligatagung in Hannover ergeben:
SV Blau-Weiß Bochum – SG Stadtwerke München
SV Zwickau 04 – SC Wasserfreunde Fulda 1923
SpVg Laatzen 1894 – SV Cannstatt
Rote Erde/Swim-Team TuS 1859 Hamm – HSG Warnemünde
WU Magdeburg – Aachener SV 06
SVV Plauen – Hamburger TB 1862
SC Wedding – SC Hellas 99 Hildesheim
SGW Essen – SC Neustadt/Weinstraße
Die Sieger treffen in der zweiten Runde (05. November) dann jeweils auf einen Klub aus der B-Gruppe der Bundesliga.
Maiko Zimmer zum Präsidenten des Saarländischen Schwimm-Bundes gewählt
Der Saarländische Schwimm-Bund (SSB) hat eine neue Führung. Auf dem außerordentlichen Verbandstag des SSB wurde am Wochenende der Jurist Maiko Zimmer aus Sankt Wendel mit einer absoluten Mehrheit der Stimmen als neuer Präsident gewählt. Er löst Dr. Raban Baumann an der Spitze des Verbandes ab, der sich nicht erneut zur Wahl stellte.
Zum Vizepräsidenten Leistungssport wurde in Abwesenheit Freiwasser-Spezialist Andreas Waschburger gewählt, vierfacher Medaillengewinner bei Europameisterschaften und Olympia-Achter 2012 in London (GBR). Auf der SSB-Website heißt es dazu, man sei stolz, dass ein saarländischer Spitzensportler sein Wissen rund um den Schwimmsport in die Verbandsarbeit mit einbringen und die Geschicke im Leistungssport zukünftig mit lenken wolle. Neu dabei sind außerdem Maximilian Zangerle als Fachwart für Breitensport sowie Andreas Diehl, der sich künftig um die Pressearbeit kümmern wird. Im Vorstand verbleiben Matthias Fritzke (Vizepräsident Verbandsentwicklung), Joachim Haubrich (Fachwart Schwimmen), Dietmar Klee (Fachwart Masters), Steffen Mann (Fachwart Wasserball) und Sven Schirmer (Schatzmeister), die ihre Amtszeit jeweils um eine weitere Periode verlängert haben.
Die neue Führung nutzte die Gelegenheit, um den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Evelina Werner, Ina Seifert und Jana Glas sowie insbesondere Dr. Raban Baumann und Dr. Sabrina Forster für ihre langjährige Arbeit für den Verband zu danken.
Neun Treffer von Lukas Küppers beim Sieg gegen die Niederlande
Deutschlands Wasserball-Männer haben auch beim zweiten Länderspiel gegen die Niederlande den Heimvorteil in Iserlohn genutzt und mit 13:7 gewonnen. Der Potsdamer Lukas Küppers schaffte dabei das seltene Kunststück, gleich neun Treffer zu erzielen. Die anderen Tore steuerten am Donnerstag Fynn Schütze (2), Ferdinand Korbel und Timo van der Bosch bei. Nach zuvor zwei Niederlagen in Den Haag hatte die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) die Gäste bereits am Dienstag knapp mit 8:7 bezwingen können.
„Lukas Küppers hatte einen besonderen Tag und ragte natürlich heraus. Dabei warf er nicht öfter auf das Tor als im Spiel zuvor, nur konnte er seine Erfolgsquote diesmal deutlich steigern“, freute sich Delegationsleiter Dirk Hohenstein. „Aber auch unser Torwart Felix Benke zeigte eine starke Leistung zum Abschluss einer Länderspielserie, bei der unsere junge Mannschaft eine Menge lernen konnte.“ Besser geht es inzwischen auch Yannek Chiru, der nach einer Augenverletzung am Dienstag eine Nacht im Krankenhaus hatte verbringen müssen.
White Sharks Hannover sind Deutscher Meister der U18
Die White Sharks Hannover haben ihren Vorjahrestitel erfolgreich verteidigt und sind erneut Deutscher Meister in der U18-Bundesliga im Wasserball. Die Niedersachsen gewannen am Wochenende beim Finalturnier in Neustadt an der Weinstraße mit 9:8 gegen Gastgeber SC Neustadt/Weinstraße sowie mit 11:9 den ASC Duisburg und konnten sich danach zum Abschluss sogar eine 8:12-Niederlage gegen den SSV Esslingen leisten. Zum ersten Mal gewann damit eine Mannschaft mit negativem Torverhältnis die Meisterschaft.
„Es war sehr eng, alle Spiele waren sehr spannend und auf durchgehend hohem Niveau“, sagt Rundenleiter Wolfgang Rühl. „Der SC Neustadt hat zum Abschluss noch einmal ein ganz tolles Turnier hingezaubert. Die Organisation ist von allen Vereinen sehr gelobt worden. Das war ein schöner Abschluss dieser besonderen Saison.“ Die Gastgeber belohnten sich dafür selbst mit der Silbermedaille, Bronze ging an den Nachwuchs des ASC Duisburg.
DSV wartet noch auf Informationen zur Masters-EM in Budapest
Die Lust auf Wettkämpfe bei den Masters-Sportler*innen ist groß. Nachdem die LEN kürzlich den Termin für die Masters Europameisterschaften in Budapest (HUN) auf ihrer Internetseite veröffentlicht hat – die Veranstaltung in der ungarischen Hauptstadt ist demnach vom 22. Mai - 06. Juni 2021 geplant –, erreichen immer neue Anfragen die Wettkampfabteilung der Masters.
Allerdings hat der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) von der LEN bislang keine aktuelle Informationen zur tatsächlichen Durchführung und Organisation der Masters-EM erhalten. „Es tut mir sehr leid, aber uns liegen keine Nachrichten vor, ob und wie an eine EM in Budapest überhaupt zu denken ist. Wir bleiben am Ball und werden auf der Internetseite des DSV unter der Rubrik Masters alle Informationen zur Verfügung stellen, die wir bekommen werden“, sagt Ulrike Urbaniak, Vorsitzende der Masters-Wettkampfabteilung.
So sind bislang nur die Termine bekannt, welche die LEN für die jeweiligen Sportarten kommuniziert hat:
Freiwasser: 22./23. Mai
Wasserball: 24. - 29. Mai
Schwimmen: 26. - 31. Mai
Synchronschwimmen: 02. - 06. Juni
Wasserspringen: 02. - 06. Juni
Welche Inhalte erfahre ich bei der Lizenzausbildung?
Unter dem Dach des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. haben aktuell sechs Fachsparten Platz gefunden. Die vier olympischen Disziplinen (Schwimmen, Synchronschwimmen, Wasserball und Wasserspringen) sowie die Fachsparten Freizeit- und Gesundheitssport und Masterssport. Sie fordern unterschiedliche motorische und trainingswissenschaftliche Voraussetzungen bei Sportler*innen und Trainer*innen. Deshalb gliedern sich bereits die Abschlüsse der Trainer*in C Lizenz in verschiedene Profile auf.
Die erste Unterscheidung ist die Zielstellung, möchte ich als Trainer*in eine eher breitensportliche oder eine eher leistungssportliche Orientierung verfolgen. Der Breitensport unterscheidet darüber hinaus nach Altersstufen. Es gibt eine Lizenz, die sich mit Kindern und Jugendlichen beschäftigt und eine die sich mit der Zielgruppe Erwachsene und Ältere beschäftigt. Der Leistungssport gliedert die Lizenzen ausschließlich in die vier Fachdisziplinen und versorgt in der ersten Lizenzstufe grundsätzlich alle Altersstufen.
Die Schnittmenge, also das Wissen, über das alle Trainer*innen verfügen sollen, erfahre ich als zukünftige*r Lizenzinhaber*in bereits in der Grundausbildung.
Supercup der Männer geht auch in diesem Jahr nach Berlin
Der erste Titel der neuen Wasserballsaison geht nach Berlin. Im Supercup der Männer setzten sich am Montagabend in Magdeburg die Wasserfreunde Spandau 04 mit 10:9 gegen Waspo 98 Hannover durch. Für Spandau war es bei der 25. Austragung des Supercups seit 1979 der insgesamt 19. Erfolg und seit 2021 nun auch der vierte hintereinander.
Geographisch machte es auf jeden Fall Sinn, dass das diesjährige Event in Magdeburg ausgefochten wurde, liegt die Stadt doch quasi auf halber Strecke zwischen den beiden beteiligten Mannschaften. Erstmals wurde der Supercup damit in den neuen Bundesländern ausgespielt. Dass Waspo für das Duell gegen den ewigen Rivalen auf den Heimvorteil verzichtete und auf die Halle des Zweitligisten Wasserball Union Magdeburg auswich, hatte allerdings einen anderen Grund, wegen Renovierungsarbeiten am eigenen Stadionbad mussten die Niedersachsen diesen Schritt in die Fremde gehen – wie übrigens auch für das erste Champions-League-Spiel Anfang Oktober gegen C.S.M. Oradea (ROU). „Die Verantwortlichen von Waspo 98 Hannover haben bei uns angefragt. Die Stadt Magdeburg und unser Verein haben nicht lange gezögert, und dieses Spitzenspiel kurzfristig in die Elbestadt geholt“, erklärte Magdeburgs Vorsitzender Detlef Klotzsch.
Vielleicht auch wegen des fehlenden echten Heimvorteils hieß der Gewinner am Ende Spandau. Zwar war Hannover in der Begegnung der beiden bestimmenden Teams im deutschen Wasserball durch Nationalspieler Niclas Schipper zunächst in Führung gegangen, der am Ende mit drei Treffern auch insgesamt bester Torschütze aus Waspo-Seite war. In der Folge konnte aber Berlin dreimal – mit 4:1, 7:4 und 10:7 – auch jeweils drei Tore davonziehen. Waspo ließ sich nicht abschütteln und konnte jedes Mal wieder verkürzen; um das Spiel noch zu drehen, reichte es aber nicht mehr.
So ging der Sieg abermals an die Wasserfreunde, die in dieser Saison mit einer komplett neuen Mannschaft und gleich acht neuen Spielern antreten, allesamt übrigens aus dem Ausland, wobei Torhüter Antonio Vukujevic bereits aus seiner Zeit beim OSC Potsdam in der Bundesliga wohl bekannt ist. Bester Torschütze beim runderneuerten Berliner Ensemble war beim Supercup sein Bruder Ivan Vukojevic mit ebenfalls drei Treffern. Spandau feierte damit eine gelungene Generalprobe für die Qualifikationsrunde im Euro Cup am kommenden Wochenende (27. – 29. September), wenn es für den Hauptstadtklub nach Athen (GRE) geht.
