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Zweite U20-WM-Teilnahme in Serie für Deutschlands Junioren

Als die deutschen Wasserball-Junioren 2021 in Prag (CZE) zuletzt an einer U20-WM teilnahmen, war es das erste Mal seit 14 Jahren, dass der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) bei diesem Event wieder mit einem Team vertreten war. In diesem Jahr ist Deutschland nun schon das zweite Mal in Folge beim Vergleich des Nachwuchses der weltbesten Nationen dabei. Zwar hatte das DSV-Team als Neunter der letztjährigen U17-EM die Qualifikation für die Weltmeisterschaften eigentlich um einen Platz verpasst, doch nach der Absage Kanadas rückte man nun für das Turnier vom 10. – 17. Juni in Otopeni (ROM) nach – eine schöne Belohnung für die gute Arbeit, den die Vereine sowie Nachwuchsbundestrainer Nebojsa Novoselac hierzulande leisten. Insgesamt nehmen 19 Länder an der U20-WM teil.

Vor zwei Jahren in Prag war Deutschland bereits WM-Neunter. Dieses Mal geht es in der Vorrunde in Gruppe C gegen Südafrika (Zwölfter 2021) und Japan (Platz acht in 2019). Der Gruppensieger spielt anschließend gegen den Erstplatzierten aus Gruppe D (Brasilien, Niederlande) um die beste Ausgangsposition fürs Achtelfinale – der Gewinner dieses Duells trifft dort auf einen Gruppenvierten aus den Gruppen A und B mit den acht Top-Nationen, der Verlierer auf einen der Gruppendritten von dort. Bei dieser U20-WM kommt erstmals ein neuer Modus zur Austragung, den der Weltverband für die Titelkämpfe im Nachwuchsbereich erstellt hat und bei dem die Top-Teams und die niedriger gesetzten Mannschaften in der Vorrunde jeweils unter sich bleiben und erst in der K.o.-Runde aufeinandertreffen. Der neue Modus soll für engere Spiele und mehr Spannung sorgen.

Das DSV-Team für die U20-WM im Wasserball:

Florian Burger, Mark Dyck, Till Hofmann, Finn Taubert (alle OSC Potsdam), Andrei Covaci, Luk Jäschke, Philip Portisch, Max Spittank (alle White Sharks Hannover), Phil Dörrenhaus, Elias Metten (beide SV Krefeld 1972), Finn Grosse, Finn Rotermund (beide Waspo 98 Hannover), Tobias Bauer (SV Ludwigburg 08), Robin Rehm (SSV Esslingen), Aleks Sekulic (ASC Duisburg)

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Spandau und Hannover kämpfen ab Mittwoch um den Meistertitel

Kurz vor Beginn der Finalserie in der Wasserball-Bundesliga der Männer gab es noch eine Planänderung. Weil die Pumpe im heimischen Volksbad Limmer defekt ist, findet das erste Finalspiel zwischen Waspo 98 Hannover und den Wasserfreunden Spandau 04 an diesem Mittwoch doch im Stadionbad in Hannover und auch erst eine halbe Stunde später um 19:00 Uhr statt. Ansonsten ist in den Endspielen um die Deutsche Meisterschaft in dieser Saison aber wieder alles beim Alten.

Bereits zum siebten Mal in Folge treffen Waspo und die Wasserfreunde in den Endspielen aufeinander, für Rekordchampion Spandau (37 Meisterschaften seit 1979) ist es sogar die 30. Finalteilnahme in Serie. Auf den Meistertitel muss der Hauptstadtklub nun allerdings schon länger warten: Dreimal hintereinander Hannover konnte sich zuletzt Hannover durchsetzen, das 2020, 2021 und 2022 die begehrte Trophäe holte.

In diesem Jahr ist die Favoritenrolle völlig offen. Spandau dominierte in der Hauptrunde als ungeschlagener Tabellenerster, gewann dort beide Vergleiche mit Hannover (12:9 und 15:9) und zuvor auch schon beim Supercup (12:9). Auch in der Champions League war man in dieser Saison erfolgreicher als die Niedersachsen, wenngleich am Ende beide Klubs das Finalturnier verpassten. Im Endspiel des DSV-Pokals setzte sich im März dann allerdings Waspo mit 11:9 durch und wittert nun seine Chance. „Der Pokalsieg ist im Gedächtnis“, sagt Trainer Karsten Seehafer. Und: „Gewinnen wir ein Spiel von den ersten dreien, ist alles möglich.“

„Beim Pokalfinale glaubten alle, es könne nur einen Sieger geben – Spandau. Daraus haben wir hoffentlich gelernt.“, meint auf der anderen Seite Berlins Coach Athanasios Kechagias. Seine Mannschaft hat durch den ersten Platz in der Hauptrunde das Heimrecht im zweiten und dritten sowie in einem möglichen entscheidenden fünften Spiel, allerdings spielte der Heimvorteil in den vergangenen Jahren zwischen diesen beiden Teams meist nur eine untergeordnete Rolle. Das ewige Duell der beiden Top-Klubs im deutschen Wasserball verspricht in jedem Fall auch diesmal wieder große Spannung.

Alle Termine der Bundesliga-Finalserie:

17. Mai, 19:00 Uhr: Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04

20. Mai, 16:00 Uhr: Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

21. Mai, 14:00 Uhr: Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

26. Mai, 18.30 Uhr: Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04 (falls nötig)

28. Mai 14:00 Uhr: Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover (falls nötig)

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Südafrika, Neuseeland, Rumänien: Teams aus aller Welt reisen zum Weltcup nach Berlin

Wasserball ist längst eine globale Sportart geworden, in allen Ecken der Welt jagt man mittlerweile im Becken dem Ball hinterher. Entsprechend international ist auch das Teilnehmerfeld beim World Aquatics Water Polo World Cup 2023 im Berliner Europasportpark (SSE) aufgestellt. Vom 02. – 07. Mai kämpfen bei Frauen und Männern je acht Länder aus aller Welt um jeweils zwei Tickets für die Super Finals Ende Juni in den USA. Die Männer spielen vom 05. – 07. Mai, die Frauen zuvor vom 02. – 04. Mai. Dabei werden die jeweiligen Teams jeden Tag ein Spiel absolvieren, Wasserball-Fans können sich also auf vier Spiele pro Tag freuen. Tages- und Dauerkarten für das Event in der Hauptstadt sind ab sofort erhältlich – für Gruppen gibt es attraktive Rabatte.

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Die Männer Südafrikas kennen die Halle in der Hauptstadt gut, sie waren 2018 schon beim Weltcup in Berlin mit von der Partie. Die Kap-Nation stellt seit Jahren das stärkste afrikanische Team. Dreimal war man bislang bei Olympischen Spielen am Start (zuletzt auch 2021 in Tokio/JPN), elf Mal bei Weltmeisterschaften – seit 2005 gehört man dort sogar durchgehend zum Kreis der Top-Nationen. 2019 in Gwangju (KOR) erreichte Südafrika als Zwölfter sein bislang bestes WM-Ergebnis, das man 2022 in Budapest (HUN) bestätigen konnte.

Neuseeland wird ebenfalls in Berlin vertreten sein, zudem lösten Rumäniens Männer schon Mitte März als Zweiter des Europa-Turnier der ersten Runde ihr Ticket. Die Rumänen sind ebenfalls regelmäßiger Gast auf der großen Bühne und waren schon oft bei Welt- und Europameisterschaften am Start. Im vergangenen Jahr belegte man bei der EM in Split (CRO) Rang zehn und bezwang dabei in der Vorrunde auch das deutsche Team mit 11:4. Auch wenn Deutschland beim Erstrundenturnier zuletzt den Spieß umdrehen konnte und dort seinerseits mit 9:7 gewann, ist beim Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften Hochspannung stets garantiert.

>> Alle Infos zum Water Polo World Cup 2023 in Berlin

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Spandau siegt in der Champions League gegen das Top-Team aus Budapest

Ungarn gehört im internationalen Wasserball seit Jahrzehnten zu den Großmächten, auch der amtierende ungarische Meister FTC Telekom Budapest hat in der Champions League schon so manche Meriten gesammelt, in der vergangenen Saison war der Klub Dritter in Europas Königsklasse. „Angst muss uns das aber nicht machen“, gab sich Hagen Stamm, Präsident der Wasserfreunde Spandau 04, vor dem direkten Duell am Mittwoch dennoch zuversichtlich – und seine Mannschaft hatte die Worte offensichtlich gehört.

Mit 11:10 gewannen die Berliner die Partie und fuhren damit den ersten Sieg im laufenden Champions-League-Wettbewerb ein. Nach zuvor zwei Unentschieden und zwei Niederlagen hat der deutsche Rekordmeister als Tabellenfünfter der Gruppe jetzt fünf Punkte zu Buche stehen und liegt damit weiterhin gut im Rennen für einen der ersten vier Plätze, die zur Teilnahme am Finalturnier im Juni in Belgrad (SRB) berechtigen.

Das erste Tor erzielten die Ungarn, doch danach lag zumeist Spandau in Führung, allerdings nie mit mehr als zwei Treffern. So blieb es bis zuletzt spannend. 80 Sekunden vor dem Ende glich Budapest durch seinen Top-Torjäger Stylianos Argyropoulos zum 10:10 aus, doch im direkten Gegenzug besorgte dann Roman Shepelev den Siegtreffer für die Gastgeber. Insgesamt erzielte der Russe an diesem Abend vier Tore und war damit bester Mann bei den Wasserfreunden.

Auch der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover zeigte tags zuvor eine gute Leistung, konnte sich beim 8:11 gegen die Italiener von Pro Recco allerdings nicht für den couragierten Auftritt belohnen. Die Niedersachsen warten damit weiter auf das erste Erfolgserlebnis im Europapokal in dieser Saison. Trainer Karsten Seehafer war dennoch nicht unzufrieden: „Wir starten mit einem sehr guten Ergebnis in dieses Champions-League-Jahr. Jetzt kommen die entscheidenden Spiele. Mit Emotionen, Selbstbewusstsein und Mut werden wir versuchen, Punkte und Siege zu holen. Heute haben die Zuschauer*innen schönen Wasserball auf gutem Niveau gesehen. Wir entwickeln uns.“

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Würzburgs Wasserballer sichern die Klasse

Nach dem Hamburger TB von 1862 droht in der Wasserball-Bundesliga auch dem zweiten Vorjahresaufsteiger der direkte Wiederabstieg: Der SC Neustadt/Weinstraße verlor am Samstag das entscheidende Duell um den Klassenerhalt beim SV Würzburg 05 mit 6:10 und beendet die Abstiegsrunde in Gruppe F damit auf dem vorletzten Platz. Während die Hamburger als Letzter aber in jedem Fall den bitteren Gang in die Zweite Liga antreten müssen, hat der SCN noch die Chance, in der Relegation mit den Vertretern der Landesgruppen die Erstklassigkeit zu wahren. Diese Relegationsrunde findet vom 08. – 10. Juli statt.

Im Spiel gegen Würzburg lag Neustadt schon zur Halbzeit mit 1:4 zurück, kam im dritten Viertel aber noch einmal heran und sogar zum Ausgleich. Auch nach dem dritten Abschnitt war beim Stand von 4:6 noch alles drin für die Gäste, ehe der entscheidende Zwischenspurt der Würzburger, die bis auf vier Tore davonzogen, alle Hoffnungen platzen ließ.

In den weiteren Partien dieser Gruppe siegte am Wochenende der Duisburger SV 1898 souverän mit 20:8 beim SV Poseidon Hamburg, Kapitän Frederic Schüring war dabei mit fünf Treffern bester Torschütze bei den Duisburgern. Tags darauf gewannen die Rheinstädter auch das Heimspiel gegen den anderen Hamburger Klub, den Hamburger TB, mit 20:5, diesmal war Efstratios Manolakis mit acht Toren bester Mann.

Köln holt sich im rheinischen Derby Platz elf

Mit dem Abstieg hatten der Düsseldorfer SC 1898 und die SGW Rhenania/BW Poseidon Köln in diesem Jahr nichts zu tun. Im direkten Duell sicherten sich die Kölner Platz elf in der Bundesliga, das rheinische Derby ging unter der Woche mit 10:4 deutlich an die Domstädter. Nachdem man zur Pause lediglich 4:2 führte, gehörte die zweite Halbzeit klar den Gästen, bei denen Aly Mohamed Elaassar mit drei Treffern bester Torschütze wurde. Damit ist die Saison in der Wasserball-Bundesliga beendet.

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Alles über die WM in Budapest – Noch bis zum 31. Mai „Special Edition“ der Swim&More sichern

Die Weltmeisterschaften in Budapest (HUN) werfen ihre Schatten voraus. In knapp vier Wochen, vom 18. Juni – 03. Juli, kämpfen die besten Sportler*innen des Schwimmsports im Beckenschwimmen, Freiwasserschwimmen, Wasserspringen, Wasserball und Synchronschwimmen um Medaillen und Top-Platzierungen. Auch die Juni-Ausgabe des offiziellen DSV-Verbandsmagazins Swim&More wird ganz im Zeichen des internationalen Jahreshöhepunkts stehen und widmet sich in einer „Special Edition“ ausführlich diesem Thema. Neben exklusiven Interviews mit den DSV-Stars, werden auch alle Aktiven des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) vorgestellt und verraten, auf welche internationalen Stars man besonders achten sollte. Mit dem ausführlichen Zeitplan und der Übersicht aller Wettkampfstätten verpassen Sie keinen Auftritt Ihrer Lieblingsathlet*innen. Zu gewinnen gibt es auch etwas: Beweisen Sie beim Kreuzworträtsel Ihre Ungarn-Kenntnisse und sichern Sie sich mit etwas Glück ein exklusives DSV-Shirt mit den Unterschriften des Teams.

Sie haben noch kein Abonnement? Jetzt noch bis zum 31. Mai Abo für nur 59€/Jahr inkl. Versand abschließen und die Juni-Ausgabe direkt nach Hause bekommen. Alle Infos unter www.dsv-swimandmore.de.

Lesen Sie in dieser „Special Edition“ weitere spannende Geschichten aus allen Bereichen des DSV:

  • Auf welchen Strecken Deutschlands Superstar Florian Wellbrock nach dem WM-Double 2019 und dem Olympiasieg im Vorjahr jetzt nach den nächsten Titeln greift
  • Was Weltcupsiegerin Leonie Beck in ihrem Trainingsjahr in Italien erlebt hat und welche Vorlieben sie bei der Wassertemperatur im Freiwasser hat
  • Warum die Wettbewerbe im Synchronschwimmen nach dem WM-Ausschluss Russlands in diesem Jahr so offen sind wie nie
  • Wasserspringerin Tina Punzel im Interview: Europas Wasserspringerin des Jahres über ihre Auszeit nach Olympia, gestiegenes Selbstbewusstsein und ihre neue Rolle im Team
  • Lernen und genießen: Die verjüngte Wasserball-Nationalmannschaft will sich im Duell mit den Top-Nationen weiterentwickeln

Die Swim&More ist das offizielle Verbandsmagazin des DSV und erscheint 12x pro Jahr in gedruckter Form. Nach dem Motto „Alles, nur nicht trocken“ setzt sie die Protagonist*innen des deutschen Wassersports in Szene, liefert spannende Hintergrundgeschichten, neueste Erkenntnisse aus der Wissenschaft und hochwertige Reportagen aus allen DSV-Sparten. Die Swim&More enthält außerdem alle Amtlichen Mitteilungen des Verbandes.

Jetzt Abo abschließen unter www.dsv-swimandmore.de.

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DSV-Team bestreitet im Sommer acht Länderspiele

Deutschlands Wasserballern steht ein geschäftiger Sommer bevor. Zwar hat die Nationalmannschaft der Männer die Olympischen Spiele in Tokio (JPN) verpasst. Dafür wird das DSV-Team in den kommenden Wochen gleich acht Länderspiele gegen die Slowakei und die Niederlande bestreiten. „Diese Spiele sind wichtig, damit die Pause für die Nationalspieler nicht zu lang wird und sich die neu zusammengesetzte und verjüngte Mannschaft einspielen kann. Wir haben damit im Sommer 2017 gute Erfahrungen gemacht“, sagt Bundestrainer Hagen Stamm. Vor vier Jahren war Deutschland bei der WM in Budapest (HUN) ebenfalls nur Zuschauer, bereitete aber frühzeitig die nächsten Höhepunkte vor und startete dann bei der EM, dem FINA World Cup in Berlin und der folgenden WM richtig durch.

Am 19./20. Juni bestreitet die DSV-Auswahl zunächst zwei Auswärtsspiele in Nováky (SVK) gegen die Slowakei. Am 22. Juni in Dresden sowie einen Tag später in Zwickau ist Deutschland dann seinerseits Gastgeber für denselben Gegner. Es folgen am 29./30. Juni erneut zwei Auswärtsspiele in Zeist (NED) gegen die Niederlande, ehe man zum Abschluss am 6./8. Juli dann noch zweimal zu Hause gegen das Team aus dem Nachbarland antritt.

Als Trainer werden diesmal Petar Kovacevic, Trainer von Pokalsieger Wasserfreunde Spandau 04, und Predrag Jokic, Co-Trainer beim Deutschen Meister Waspo 98 Hannover, fungieren; Delegationsleiter ist Dirk Hohenstein, der Bundestrainer Diagnostik. Noch-Bundestrainer Stamm, dessen Vertrag beim DSV in diesem Sommer ausläuft, steht dagegen selbst nicht am Beckenrand. Stamm hatte bereits vor der Olympiaqualifikation angekündigt, sich von seinem Amt zurückziehen, um künftig mehr Zeit für die Familie und seine Firma zu haben. Ein*e Nachfolger*in steht noch nicht fest.

Bereits vom 10. - 15. Juni treffen sich die Nationalspieler zum Lehrgang in Berlin. 19 Spieler wurden nominiert, darunter auch einige Talente, die im Zuge der Länderspielserie wertvolle Erfahrung sammeln sollen. Auf der anderen Seite fehlen diesmal einige Stammkräfte der Vergangenheit aus verschiedenen Gründen. Kapitän Julian Real (Waspo 98 Hannover) ist gerade zum zweiten Mal Vater geworden und gönnt sich ein Jahr Pause vom Nationalteam, auch Torhüter Moritz Schenkel will nach einer erfolgreichen Saison mit Waspo einmal durchschnaufen. Mateo Cuk und Marko Stamm (beide Wasserfreunde Spandau 04) sind nach ihren Schulterverletzungen noch nicht wieder fit. Lucas Gielen (zuletzt Wasserfreunde Spandau 04) und Hannes Schulz (OSC Potsdam) wollen sich zukünftig familiären und beruflichen Aufgaben widmen. Ben Reibel (ASC Duisburg) hat aus gesundheitlichen Gründen seine Karriere im DSV-Team beendet. „Das ist ein herber Rückschlag für den oder die zukünftige*n Nationaltrainer*in. Ben gehörte zu unseren größten Talenten für die Zukunft und hat bei der WM 2019 in Gwangju erheblich zum achten Platz und zur Rückkehr in die Weltspitze beigetragen“, sagt Hagen Stamm.

Das DSV-Aufgebot für die Länderspiele:

Felix Benke, Maximilian Froreich, Kevin Götz, Jan Rotermund, Niclas Schipper, Fynn Schütze (alle Waspo 98 Hannover), Yannek Chiru, Maurice Jüngling, Marin Restovic, Aleks Sekulic, Denis Strelezkij (alle Wasserfreunde Spandau 04), Ferdinand Korbel, Lukas Küppers, Florian Thom, Lu Meo Ulrich, Reiko Zech (alle OSC Potsdam), Timo van der Bosch (SV Ludwigsburg 08).

Als Gastspieler beim Lehrgang sind nach ihren guten Leistungen in der Bundesliga und im Europapokal zudem Phillip Kubisch (Waspo 98 Hannover) und Tomi Tadin (OSC Potsdam) mit dabei. In den Länderspielen kommen beide allerdings nicht zum Einsatz.

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Frühere Topschwimmerin Sarah Wellbrock in den HSV-Vorstand gewählt

Der seit 2018 amtierende Jurist Michael Scragg bleibt Präsident des Hessischen Schwimm-Verbandes (HSV). Das haben die Mitgliedsvereine des Landesverbandes bei ihrem Verbandstag am Samstag in Wiesbaden einstimmig entschieden. Ebenfalls wiedergewählt wurden die Vizepräsidentin Leistungssport Barbara-Maria Birke, die Vizepräsidentin Finanzen Antje Praefcke und der Vizepräsident Sportentwicklung Axel Dietrich. Neu im Vorstand und künftig als Vizepräsidentin Recht tätig ist die frühere Weltklasseschwimmerin Sarah Wellbrock (geb. Köhler).

 

Als Aktive gewann die in Hanau geborene Titel bei Welt- und Europameisterschaften und krönte ihre Karriere 2021 mit dem Olympiabronze über 1500m Freistil. Die erfolgreichsten Jahre erlebte sie dabei in der Trainingsgruppe von Bundestrainer Bernd Berkhahn in Magdeburg. Anschließend wurde die heute 31-Jährige dann Rechtsanwältin, nun wird sie den Hessischen Schwimm-Verband mit ihrer Expertise unterstützen.

 

Das Amt als stellvertretende Vorsitzende am Schiedsgericht des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) wird sie satzungsgemäß niederlegen. Wellbrock sagte: „Ich freue mich, dass ich gewählt wurde und die Mitglieder Vertrauen in mich haben. Mit meiner Kandidatur und jetzt im Rahmen der Amtsausübung möchte ich einfach etwas zurückgeben, nachdem ich als Sportlerin über Jahrzehnte unterstützt und gefördert wurde.“

 

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Ausschreibung für die DKM 2025 in Wuppertal ist online

 

Nach dem erfolgreichen WM-Sommer richtet sich der Fokus nun bei vielen Aktiven immer mehr auf die neue Saison. Im Herbst steht mit den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften (DKM) vom 13. –16. November dabei der nächste nationale Höhepunkt an. Für die Titelkämpfe in der Schwimmoper wurde nun die Ausschreibung vom Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) veröffentlicht.

 

Zur Ausschreibung für die DKM 2025

 

Zugelassen werden auf den Einzelstrecken die 60 schnellsten Zeiten aus der DSV-Bestenliste, bei Erfüllung der Pflichtzeiten ist man automatisch startberechtigt. Ausnahme sind hierbei die 800m und 1500m Freistil, hier sind für beide Geschlechter nur jeweils 40 Startplätze vorhanden. Für die insgesamt sechs Staffelwettbewerbe über jeweils 4x50m werden die 24 zeitschnellsten Meldungen zugelassen.

 

Der Qualifikationszeitraum liegt zwischen 14. November 2024 und 16. Oktober 2025. Der Meldeschluss ist am 05. November 2025. Das Meldegeld beträgt pro Einzelstrecke 24 Euro, für Staffeln 28 Euro.

 

Bei der DKM werden traditionell auch Tickets für die Kurzbahn-Europameisterschaften vergeben, die diesmal vom 02. – 07. Dezember in Lublin (POL) stattfinden. Die Nominierungskriterien dafür werden dann nach der Bundestrainer-Tagung im September vorgestellt.

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Neue Kaderbildungsrichtlinien: DSV berücksichtigt nun auch alle 50m-Zeiten

Als zentrales Instrument im Leistungssport sorgt die Kaderförderung für die gezielte Unterstützung der Aktiven über Lehrgangs-, Diagnostik- und Trainingslagermaßen sowie für ausgewählte Wettkämpfe zum Erreichen gemeinsam vereinbarter Ziele. Die für eine Berufung in die verschiedenen Bundeskader für die Saison 2025/26 im Beckenschwimmen erforderlichen Voraussetzungen hat der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) nun in seinen neuen Kaderbildungsrichtlinien veröffentlicht.

>> Kaderbildungsrichtlinien 2025/26

Erstmals ist der Kaderstatus auch über Zeiten auf den 50m-Strecken im Schmetterlings-, Rücken- und Brustschwimmen zu erreichen, nachdem diese Disziplinen kürzlich in das olympische Programm ab 2028 aufgenommen wurden. „Ich begrüße die IOC-Entscheidung ausdrücklich, sie ist für uns Chance und Auftrag zugleich. Dementsprechend haben wir zeitnah reagiert und die Kadernormen so gestaltet, dass die neuen Strecken nahtlos in unser bestehendes System integriert sind“, sagte Stephan Wittky, Bundestrainer Kurz- und Mittelstrecke.

Die Athlet*innen sollen so frühzeitig gezielte Impulse für den kommenden Olympiazyklus setzen können – sowohl im Training als auch in der strategischen Ausrichtung. „Die gestiegenen Anforderungen an technische Präzision und Grundschnelligkeit rücken dabei stärker in den Fokus. Elemente wie Starts, Unterwasserphasen mit Delfinkicks, Wenden, Übergänge und die technische Umsetzung im hohen Frequenzbereich müssen in maximaler Qualität abgebildet werden. Diese Fähigkeiten sind entscheidend für die Sprintleistung und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Gesamtentwicklung“, so Wittky.

100m-Strecken bleiben im Fokus, allein schon wegen der Staffeln

Im Erwachsenenbereich eröffnet die Aufnahme der 50m-Strecken perspektivisch zwar auch die Möglichkeit einer klareren Spezialisierung auf diese Distanzen. „Gleichzeitig bleiben die 100m-Strecken – gerade mit Blick auf internationale Staffeln – ein zentrales Element innerhalb unseres Gesamtkonzepts. Sie bilden weiterhin die entscheidende Schnittstelle zwischen individueller Sprintleistung und Teamerfolg“, betonte Wittky. „Unser Ziel ist es, individuelle Stärken sichtbar zu machen und diese innerhalb eines klaren, fairen und leistungsbasierten Systems gezielt zu entwickeln – auf dem Weg zu einer starken, vielseitigen Nationalmannschaft.“

Aktuell werden im DSV rund 500 Athlet*innen als Bundeskader unterstützt. Die Berufung in den neuen Olympia-, Perspektiv-, Ergänzungs-, oder Nachwuchskader ab 01. November 2025 erfolgt dann nach Ende des Nachweiszeitraums am 30. August auf Grundlage der neuen Kriterien.

 

Nachwuchs-Bundestrainer betonen: Frühe Spezialisierung nicht zielführend

Auch und insbesondere für den Nachwuchsbereich stellt sich den hierfür zuständigen Trainer*innen die Aufgabe, diese neue Entwicklung sinnvoll in bestehende Ausbildungsstrukturen einzubinden. „Wir sehen die 100m-Strecke weiterhin als zentrale Bezugsgröße zur Einschätzung von Sprintpotenzial – sowohl im Hinblick auf Rennausdauer, Technikstabilität als auch im Kontext von Staffelrelevanz und internationaler Mehrfachbelastung“, betonen die Bundestrainer Carsten Gooßes und Hannes Vitense. „Eine zu frühe Spezialisierung allein auf 50 Meter ist aus unserer Sicht nicht zielführend. Vielmehr sollte eine spätere Fokussierung auf diese Distanzen auf einem stabilen Fundament über die 100 Meter aufgebaut werden.“

 

International erfolgreiche Vorbilder wie Caeleb Dressel, Sarah Sjöström oder auch Britta Steffen belegen diesen Weg:

  • Dressel schwamm in der Jugend starke 200m-Zeiten und trainierte über Jahre mit hohen Intensitäten und Umfängen, bevor er sich auf 50m und 100m spezialisierte.
  • Sjöström absolvierte bereits als Jugendliche regelmäßig Einheiten mit 5.000 bis 6.000 m Umfang – mit Fokus auf Technik und Qualität.
  • Britta Steffen entwickelte sich ebenfalls über die 200m und baute ihre Sprintstärke später gezielt aus – mit Erfolgen über 100m und 50m auf höchstem Niveau.

Mit Blick auf die bundeseinheitlichen Landeskaderkriterien und die NK2-Normen sehen die Bundestrainer Abstimmungsbedarf. „Es braucht jetzt einen offenen, sachlichen Austausch zwischen den Landesverbänden, den Landestrainer*innen und dem DSV, um zu klären, wie die neuen olympischen Anforderungen sinnvoll in die Förderstruktur eingebunden werden können“, so Vitense. „Unser Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die sowohl der neuen Disziplinenlogik als auch den Grundprinzipien der langfristigen Nachwuchsentwicklung gerecht wird. Wir freuen uns auf die weitere Diskussion und darauf, diesen Prozess gemeinsam zu gestalten.“

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