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Deutsche Mixed-Staffel gewinnt das zweite EYOF-Gold
Auch am Donnerstag konnte Team Deutschland beim European Youth Olympic Festival in Banskà Bystrica (SVK) eine Goldmedaille bejubeln. Die Talente aus dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) triumphierten in der Mixedstaffel über 4x100m Lagen, Vincent Passek (Berliner TSC), Subäjr Biltaev (SV Cannstatt), Fee Lukosch (SG Essen) und Klara Sophie Beierling (SG Berliner Wasserratten) ließen in 4:00,45 knapp Rumänien (4:00,72) und Großbritannien (4:00,88) hinter sich.
„Die Staffeln sind das Herz unserer Mannschaft, daher macht solch ein Erfolg natürlich besonders viel Spaß“, freute sich Nachwuchs-Bundestrainer Hannes Vitense. „Und deswegen gilt der Dank auch all jenen, die im Vorlauf dazu beigetragen haben.“ Neben Passek waren am Vormittag noch Yara Fay Riefstahl (SC Chemnitz), Zara Selimovic(SG Dortmund) und Emilian Hollank (TSV Riedlingen) zur Bestzeit geschwommen, während die anderen Aktiven Kraft sparen konnten.
Zuvor hatte Julia Ackermann die Finals des Tages bereits mit einem weiteren Edelmetall gestartet. Die 400m-Siegerin kraulte über die 200m Freistil in 2:03,69 Minuten zur Bronzemedaille, nur Lucijana Luksic (CRO/2:01,95) und Silvia Statkivicius (LIT/2:03,65) waren schneller als die Chemnitzerin.
Noch zweimal Silber zum JEM-Abschluss in Portugal
Bei den Europameisterschaften der Junior*innen im Freiwasserschwimmen in Setúbal (POR) konnte sich das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) zum Abschluss am Pfingstsonntag über zwei weitere Silbermedaillen freuen und schließt diese Titelkämpfe mit insgesamt fünf Medaillen ab.
In der Staffel über 4x1,25km führte 5km-Goldmedaillengewinnerin Julia Ackermann (SC Chemnitz) das deutsche U16-Quartett mit Hannah Gätjen (SG Storman Barsbüttel), Finn Constantin Kleinhenz und Arne Schubert (beide SC Magdeburg) auf Rang zwei hinter der Türkei, der Rückstand betrug am Ende 20 Sekunden. Bronze ging an Italien.
Die U19-Mannschaft mit Leonie Märtens, Lara Seifert, Linus Schwedler (alle SC Magdeburg) und Moritz Bockes (SG Stadtwerke München) musste nur die überlegenen Ungar*innen ziehen lassen, den dritten Rang belegte hier ein weiteres Mal Italien, das letztlich auch die Nationenwertung gewann. „Beide Staffeln haben hervorragende Leistungen abgeliefert, auch wenn bei den Jüngeren wieder mehr Wind und Wellen aufkamen“, lobte Bundestrainer Constantin Depmeyer. „Mit fünf Medaillen belegen wir am Ende Rang zwei der Nationenwertung, darauf können die Aktiven und ihre Trainer*innen wirklich stolz sein.“
DJM 2022 mit fast 1300 Aktiven startet: Hier geht es zum Livestream
Diese Zahlen sind einfach beeindruckend: 1293 Aktive (davon 605 Mädchen) aus 265 Vereinen haben für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin (24. – 28. Mai) gemeldet. Insgesamt stehen in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) 68 Wettkämpfe mit 453 Läufen auf dem Programm, es starten diesmal die Jahrgänge 2005 bis 2009 weiblich beziehungsweise 2004 bis 2009 männlich. Publikum ist an der Landsberger Allee zwar wieder erlaubt, für alle Daheimgebliebenen gibt es aber natürlich auch einen Livestream.
>> Zum Livestream von der DJM 2022 in Berlin
Mit Lisa-Marie Finger (SG Neukölln Berlin) und Leo Leverkus (SGR Karlsruhe) sind zwei jener Athlet*innen am Start, die Vorjahr bei der DJM fünf Goldmedaillen gewonnen hatten. In der Hauptstadt werden auch viele der 19 Aktiven schwimmen, die sich bereits für die Europameisterschaften der Junior*innen in Otopeni (ROM/05. – 10. Juli) qualifiziert haben. Für alle anderen aus den älteren Jahrgängen besteht in Berlin aber noch die Chance, sich ein Ticket für den internationalen Saisonhöhepunkt zu erkämpfen. „Wir erhoffen uns bei der DJM durchaus noch weitere Einzelnormerfüllungen, damit wir beim abschließenden Vorbereitungslehrgang in Heidelberg mit noch größerer Mannschaftsstärke arbeiten können“, sagte Bundestrainer Carsten Gooßes.
>> Startlisten, Zeitplan und Ergebnisse der DJM 2022 in Berlin
Mit diesen Zeiten empfiehlt man sich für eine DSV-Förderung
Die heiße Phase der Saison beginnt, neben der Qualifikation für die internationalen Saisonhöhepunkte dieses Sommers geht es um die Plätze in der Kaderförderung als dem zentralen Instrument für die Leistungsentwicklung. Die Kaderzugehörigkeit sichert neben der Einbettung ins Gesamtkonzept eine geplante und gezielte Unterstützung der Athlet*innen über Lehrgangs-, Diagnostik- und Trainingslagermaßen sowie ausgewählte Wettkämpfe zum Erreichen der vereinbarten leistungssportlichen Ziele.
Neben der sportfachlichen Begründung bedarf es für die Aufnahme in den DSV-Bundeskader auch eines Nachweises über die geschwommenen Zeiten, die in den Kaderrichtwerten festgelegt sind. Diese Werte wurden nun veröffentlicht und können bis 30. September erfüllt werden. „Die Aktiven sollen in dieser wichtigen Saisonphase natürlich genau wissen, was wir von ihnen erwarten und an welchen Leistungen sie sich in ihrer Entwicklung orientieren sollen“; erklärte Leistungssportdirektor Christian Hansmann.
>> Die neuen DSV-Kaderrichtwerte für 2022/23
Die Kaderrichtwerte gelten vorbehaltlich der Annahme der Kaderbildungsrichtlinien durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Durch die Unterbietung der Kaderrichtwerte entsteht kein verbindlicher Anspruch auf Berufung in den Bundeskader des DSV. Die endgültige Entscheidung über eine Berufung erfolgt durch den zuständigen Bundestrainer im Einvernehmen mit dem Direktor Leistungssport.
Medaillen fünf und sechs zum JEM-Abschluss in Paris
Die Jugend-Europameisterschaften im Freiwasserschwimmen in Paris sind für die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verandes e.V. (DSV) mit zwei weiteren Podest-Platzierungen zu Ende gegangen.
In der Mixed-Staffel der U19 kraulten Marlene Blanke, Leonie Märtens (beide SC Magdeburg), Oliver Klemet (SG Frankfurt) und Sven Schwarz (Waspo 98 Hannover) in 57:34,00 Minuten zu Silber hinter Ungarn (57:03,63). Und in der Mixed-Staffel der U16 sicherten Hannah Gaetjen (SG Stormarn Barsbüttel), Jonas Kusche (SC Chemnitz), Julia Barth(TB 1888 Erlangen) und Linus Schwedler (SC Magdeburg) in 59:39,08 Minuten Bronze hinter Italien (59:31,04) und Frankreich (59:38,04).
„Sechs Medaillen bei acht Entscheidungen sprechen für eine große mannschaftliche Stärke. Unsere jungen Leute haben an diesem Wochenende viel richtig gemacht und sich damit für die gute Arbeit in der Vorbereitung belohnt. Gerade in diesem schwierigen Coronajahr kann man den Heimtrainer*innen da nur ein großes Kompliment machen“, sagte Constantin Depmeyer nach seinem letzten Einsatz als Bundestrainer Nachwuchs.
Oliver Klemet gewinnt JEM-Silber über 10km
Bei den Jugend-Europameisterschaften im Freiwasserschwimmen in Paris durfte sich die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) auch am zweiten Tag über eine Medaille freuen. Im Rennen über 10km der Jahrgänge 2002/03 kraulte der Deutsche Meister Oliver Klemet (SG Frankfurt) in 1:51:09,17 Stunden zur Silbermedaille hinter dem Ungarn David Bethlehem (1:51:05,48). Til Schmidt (SG Ruhr) und Timo Hennig (SV Würzburg) belegten die Plätze 11 und 16.
„Oliver Klemet musste sich einem starken Gegner beugen, der sich nach viel Führungsarbeit auch noch absetzen konnte“, analysiert der Bundestrainer Nachwuchs, Constantin Depmeyer. „Trotzdem bin ich mir sicher, dass sich Oliver weiter gut entwickelt und dieses Duell nicht immer so ausgehen wird in Zukunft.“
Bei den Mädchen landeten Evelin Edel (TV Jahn Hiesfeld) und Miriam Fraß (Swim-Team Elsmhorn) auf den Plätzen acht und neun. Es siegte die Portugiesin Mafalda Rosa. „Zwei Top10-Platzierungen sind ein guter Abschluss der Einzelrennen“, freute sich Depmeyer.
Tobias Schulrath gewinnt erste JEM-Medaille für den DSV in Rom
Am zweiten Tag der Jugend-Europameisterschaften in Rom konnte sich das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) über die erste Medaille freuen. Tobias Schulrath gewann in 23,72 Sekunden die Silbermedaille über 50m Schmetterling hinter dem Bulgaren Josif Miladinov (23,58). Der 18-Jährige von der SGS Hamburg steigerte seine Bestezeit zum Saisonhöhepunkt damit um rund sieben Zehntel.
„Das ist eine tolle Entwicklung, auf die Tobias gemeinsam mit seinem Heimtrainer Enrico Wessoly sehr stolz sein kann“, lobte Carsten Gooßes, der Bundestrainer Nachwuchs. „Und der Anfang ist damit gemacht. Dieser Erfolg wird der Mannschaft sicher zusätzlichen Schwung geben für die kommenden Tage.“
Über 800m Freistil belegte die Deutsche Meisterin Leonie Märtens in 8:42,89 Minuten am Mittwoch Rang sechs, die siegreiche Türkin Merve Tuncel (16) stellte in 8:21,91 Minuten einen Europarekord für Juniorinnen auf. Überhaupt ist das Niveau im Freibad des Foto Italico sehr hoch: Am Auftakttag war der 16-jährige Rumäne David Popovici in 47,56 Sekunden sogar Junioren-Weltrekord über 100m Freistil geschwommen.
Neuer Termin für die DJM im Oktober 2021 angesetzt
Die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) im Schwimmen mussten während der Pandemie mehrfach verschoben werden, nun hat die Abteilung Wettkampfsport einen neuen Anlauf geplant. Demnach soll die DJM vom 26. - 30. Oktober 2021 in Berlin (SSE) ausgetragen werden. Zudem wurden die Deutschen Meisterschaften Schwimmerischer Mehrkampf (SMK) auf 17. - 19. Dezember 2021 terminiert, hierfür wird allerdings noch ein Austragungsort gesucht.
Bei der DJM 2021 sind die weiblichen Jahrgänge 2004 bis 2008 sowie die männlichen Jahrgänge 2003 bis 2008 startberechtigt. Der SMK ist für die Jahrgänge 2009 und 2010 angesetzt. „Wir bekommen hier die gewünschte Planungssicherheit für den Formaufbau nach der Pandemiezeit und sicher auch neue Motivation für unsere Aktiven im Nachwuchsbereich“, erklärte der Bundestrainer Nachwuchs, Carsten Gooßes. „Die Titelkämpfe geben den Sportler*innen noch eine Möglichkeit, sich für freie Kaderplätze zu empfehlen.“
Aktuell können noch keine belastbaren Aussagen zu den jeweiligen Teilnahme-Bedingungen getroffen werden. Diese werden rechtzeitig vor den Veranstaltungen in Form der Ausschreibung und unter Berücksichtigung der Pandemie-Lage erfolgen.
HSV organisiert Fortbildung mit Marco Kochs Trainer Dirk Lange
Der Hessische Schwimm-Verband bietet unter der Leitung von Landestrainerin Shila Sheth erneut eine Online-Fortbildung an. Als Referent für die Veranstaltung zum Thema Grundlagen des Schwimmtrainings – Trainingsphilisophie“ konnte der ehemalige Bundestrainer Dirk Lange gewonnen werden. Aktuell betreut Dirk Lange unter anderem Brutsschwimmer Marco Koch (SG Frankfurt), der bereits für die Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert ist. Zuvor gehörten Sandra Völker, Therese Alshammer, Mark Foster und Cameron van der Burgh zu seinen Schützlingen. Fortbildungstermin: 03.März 2021, 20:00 – ca. 21:15 Uhr via Zoom.
Interessenten melden sich bitte bis spätestens 02.03.2021 per Mail an Shila Sheth (s.sheth@hessischer-schwimm-verband.de) mit Angabe Ihres Vereines an. Ihr erhaltet rechtzeitig vor Beginn der Fortbildung einen Link zum Zoom-Meeting. Bitte installiert hierfür vorab die Software auf Eurem Computer. Die Fortbildung wird zur Lizenzverlängerung für C und B-Trainer mit 2 LE anerkannt. Bei Rückfragen meldet Euch bitte telefonisch unter 0162/2448405 bei Shila Sheth. >> Test
Hinweise zur Punktewertung im SMK
Für die Neugestaltung der Punktetabellen zur Bewertung der Beineleistung im Schwimmerischen Mehrkampf (SMK) wurden von Dr. Jörg Fuchs über 1.000 Datensätze von verschiedenen Wettkämpfen in einer Datenbank zusammengeführt und ausgewertet. Ziel dieser Analyse ist es, in Anlehnung an die WA-Punkte, eine realistische Bewertung der Beineleistung auf der Grundlage des nationalen Leistungsprofils zu erzielen.
Die Trainer*innen bekommen mit dieser neuen Tabelle ein Tool zur Einschätzung der Leistungsfähigkeit der Beinbewegung ihrer Athleten*innen. Die bisherige Punktewertung orientierte sich an der Gesamtschwimmart, wodurch das individuelle Leistungsprofil der Beine nicht genau genug erfasst werden konnte. Der Faktor zwischen der Leistung der Beine und der Gesamtschwimmart schwankte somit stark (~2,0 bis zu 3,6, siehe dazu den Artikel auf der Homepage des DSV vom 03.05.2024). Vor diesem Hintergrund waren beispielsweise die Leistung Freistilbeine unterbewertet und die Leistung der Schmetterling- und Brustbeine überbewertet. Die nun vorliegende neue Bewertungstabelle ist individualisiert auf den Schwimmstil und passt sich dynamisch in den kommenden Jahren an die nationale Leistungsentwicklung im Schwimmsport fortlaufend an.
Carsten Gooßes, Bundestrainer Junioren
