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Vizeweltmeisterin Pauline Pfeif beim Weltcupfinale wieder auf dem Podium
Nach Silber bei den Weltmeisterschaften 2025 in Singapur hat Wasserspringerin Pauline Pfeif auch beim Weltcupfinale wieder groß aufgetrumpft. Die 23-Jährige wurde in Peking (CHN) Dritte vom Turm und sicherte sich damit neben der Bronzemedaille zugleich ein schönes Preisgeld in Höhe von 15.000 US-Dollar. Besser als die Berlinerin mit 317,00 Punkten waren am Samstag nur die erst 15 Jahre alte Siegerin Jiang Lingjing aus China (397,95) und Anna Konanykhina (RUS/319,20).
In der ersten Runde hatte sich Pfeif im Head-to-Head in drei Sprüngen zunächst mit 216,10 Punkten gegen Katelyn Fung (CAN/210,90) durchgesetzt. In ihrer Halbfinalgruppe, in der jede Teilnehmerin dann drei weitere Sprünge absolvierte, war sie sogar die Beste. „Das war richtig gut und ein sehr starker Vorkampf mit in der Summe 350,60 Punkten“, lobte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. Im Finale zeigten alle vier Qualifizierten anschließend nochmals ihre komplette Serie mit sechs Versuchen. „Durch das Format und nach nur fünf Minuten Pause vor dem Finale war das für alle sehr herausfordernd. Platz drei ist ein super Ergebnis, wir freuen uns sehr“, sagte Bohm.
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Im Turm-Synchronspringen hatte Pauline Pfeif an der Seite von Elena Wassen (ebenfalls Berliner TSC) zuvor Platz acht belegt (243,60). Gold ging auch dort an die Chinesinnen Chen Yuxi und Lu Wei (366,12). Bei den Männern zog Lou Massenberg (SV Halle) vom 3m-Brett im Head-to-Head mit 168,80 Punkten gegen den WM-Achten Luis Uribe (COL/181,30) den Kürzeren.
Im 3m-Synchronspringen wurde Massenberg zusammen mit Vereinskollege Jonathan Schauer mit 383,55 Sechster. „Platz sechs beim Super Final ist eine gute Leistung, auch wenn heute noch nicht alles geklappt hat. Aber die beiden sind noch jung und sollen sich auf dieser Ebene erstmal beweisen“, ordnete Bundestrainer Bohm das Ergebnis ein. Sieger im Synchronwettbewerb wurden die Weltmeister Wang Zongyuan und Zheng Jiuyuan aus China (460,68). Wang Zongyuan (CHN) entschied anschließend auch das Einzel für sich.
Diese Deutschen sind fürs Weltcupfinale im Wasserspringen qualifiziert
Schon bei den Deutschen Hallenmeisterschaften im Wasserspringen vor knapp einem Monat hatte Lou Massenberg (SV Halle) geglänzt und zweimal Gold geholt. Dass die Leistungen dort keine Eintagsfliege waren und der 25-Jährige zuletzt noch einmal einen deutlichen Leistungssprung gemacht hat, hat er nun auch auf internationaler Bühne eindrucksvoll bewiesen. Beim Weltcup in Montréal (CAN) sorgte Massenberg gleich in doppelter Hinsicht für das beste deutsche Ergebnis. Im 3m-Synchronspringen erreichte er zusammen mit Vereinskollege und Weltcup-Debütant Jonathan Schauer Platz fünf (383,91 Punkte) – weniger als zehn Punkte fehlten ihnen zu Bronze. Anschließend sprang er auch im Einzel vom 3m-Brett in einem stark besetzten Finale auf Rang sieben (458,05).
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„Das war eine Top-Leistung. Schon im Vorkampf ist er persönliche Bestleistung gesprungen und hat sich im Finale dann nochmal übertroffen. Das war ein sehr schöner Abschluss dieses Wochenendes“, sagte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. Auch das Synchronergebnis stimmte ihn positiv: „Platz fünf ist eine Spitzenleistung. Sie sind das erste Mal bei so einem großen Wettkampf zusammen gesprungen und haben für die Zukunft noch viel Potenzial.“
Pfeif und Massenberg jeweils in zwei Disziplinen beim Weltcupfinale vertreten
Neben Jonathan Schauer und Lou Massenberg – Letzterer sogar in beiden Wettbewerben – haben sich auch Pauline Pfeif (ebenfalls in zwei Disziplinen) und Elena Wassen sportlich für das Weltcupfinale qualifiziert. Im Turm-Synchronspringen belegte die beiden Sportlerinnen der Berliner TSC mit 284,40 Punkten Platz sechs. „Elena ist wieder zurück nach mehr als einem Jahr Verletzungspause. Natürlich fehlt da noch ein bisschen der Trainingsumfang, aber sie haben hier bewiesen, was sie können. Mit Platz sechs sind sie in der Weltspitze mit dabei“, sagte Christoph Bohm. WM-Silbermedaillengewinnerin Pfeif hat nach einem längeren Bundeswehrlehrgang im Herbst ebenfalls noch Trainingsrückstand. Trotzdem sprang sie auch im Turm-Einzel ins Finale und wurde dort Elfte (294,30), weil sie beim Rückwärtssalto patzte. Der Sieg ging in sämtlichen Disziplinen nach China.
Die Veranstaltung stand unter dem Eindruck der kurzfristigen Absage der zweiten Station in Mexiko, die eigentlich in dieser Woche folgen sollte. Aufgrund der anhaltenden Unruhen im Mexiko hatte World Aquatics das Event in Mexiko abgesetzt. „Es war sehr turbulent, das hat hier viele beschäftigt“, berichtete Bundestrainer Bohm. Die Qualifikation für das Super Final vom 01. – 03. Mai in Peking (CHN) erfolgt nach der Absage nun ausschließlich auf Grundlage der Ergebnisse des Weltcups in Montréal.
Silber im Team-Event: Deutschland startet erfolgreich in die EM im Wasserspringen
Mit 161 Medaillen rangierte Deutschland schon vor dem Start der diesjährigen Europameisterschaften im Wasserspringen in Belek (TUR) auf Platz eins des ewigen Medaillenspiegels. Ein weiteres Edelmetall kam am Donnerstag gleich zum Auftakt des EM an der türkischen Riviera hinzu. Im Team-Event gewannen Lena Hentschel, Pauline Pfeif (beide Berliner TSC), Moritz Wesemann (SV Halle) und Ole Rösler (WSC Rostock) mit 400,60 Punkten Silber. Besser waren nur die Ukrainer*innen Kseniia Bailo, Sofiia Lyskun, Kirill Boliukh und Oleksii Sereda (407,20), Platz drei sicherte sich Italien (360,40).
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Der Teamwettbewerb ist erst seit 2012 Bestandteil des EM-Programms, im aktuellen Format erst seit 2019. Dabei starten pro Nation maximal vier Aktive, aber immer mindestens eine Frau und ein Mann. Zunächst bestreiten je ein Mann und eine Frau die Sprünge vom 3m-Brett und das 3m-Mixed-Synchronspringen, anschließend geht es für die Einzelsprünge beider Geschlechter und das Turm-Mixed-Synchronspringen hoch auf die Plattform.
DSV-Team trotzt den schwierigen äußeren Bedingungen
Deutschland lag nach den 3m-Einzeln zunächst auf Rang drei, sowohl bei Lena Hentschel als auch bei Moritz Wesemann spritzte es beim Eintauchen ein wenig zu viel. Aber auch andere Nationen zeigten Nerven; die Britin Amy Rollinson legte sogar einen Salto Nullo hin. Vielleicht lag es an den äußeren Bedingungen: Die EM in Belek findet unter freiem Himmel statt, wechselnde Licht- und Windverhältnisse erschweren die Aufgabe zusätzlich. „Vor allem die Sonne ist sehr herausfordernd. Sie wandert ums Becken, und die Orientierung in den Sprüngen fällt einigen Sportler*innen schwer“, hatte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm am Mittag berichtet.
Der gemeinsame Schraubensalto von Hentschel und Wesemann gelang dann aber sehr schön, zur Halbzeit des Wettkampfes war das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) somit bereits Zweiter und lag klar auf Medaillenkurs. Pauline Pfeif mit einem starken Handstandsalto vom Turm sowie EM-Debütant Ole Rösler mit dem am höchsten bewerteten Sprung des Tages brachten das DSV-Quartett vor der abschließenden Runde sogar kurzzeitig in Führung. Mit dem Turm-Synchronsprung zog die Ukraine im letzten Durchgang aber wieder vorbei. Bundestrainer Christoph Bohm war trotzdem sehr zufrieden: „Wir sind Vize-Europameister, das ist ziemlich cool! Wir haben als Team stark gekämpft und freuen uns sehr. Das gibt Hoffnung auf mehr in den kommenden Tagen.“
Pauline Pfeif gewinnt Meistertitel vom Turm mit beeindruckender Punktzahl
Im vergangenen Jahr hat Pauline Pfeif erstmals ein WM-Finale und ihre Olympiapremiere erlebt, dem Selbstbewusstsein der 22-jährigen Wasserspringerin vom Berliner TSC hat das offenbar einen großen Schub gegeben. Bei den Internationalen Deutschen Hallenmeisterschaften in Berlin gewann Pfeif am Freitag in absolut überzeugender Manier den Titel vom Turm. Mit 371,40 Punkten übertraf sie dabei gleich beim ersten Wettkampf des Jahres die WM-Norm für Singapur sehr deutlich und ließ Valeria Antolino (ESP/313,85) und Vereinskollegin Elena Wassen (272,55) deutlich hinter sich. Mit Wassen hatte Pfeif am Vortag bereits die Goldmedaille beim Synchronspringen vom Turm gewonnen.
„Im Finale hat bei Pauline heute vieles sehr gut gepasst, das hatte sich im Training bereits so angedeutet. Man sieht dabei, dass die bei den großen Wettkämpfen gesammelten Erfahrungen sie auch mental vorangebracht haben“, lobte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. „Ich kann mich nicht erinnern, wann eine deutsche Springerin schon einmal auf so viele Punkte kam.“
Perfekter Tag für den Berliner TSC
Den zweiten Titelgewinn sicherte sich auch Lou Massenberg (Berliner TSC) beim Kunstspringen vom 3m-Brett, der 24 Stunden zuvor schon vom 1m-Brett gewonnen hatte. Mit 427,30 Punkten gewann der 24-Jährige klar vor Max Linan(ESP/386,00) und Tim Axer (SV Neptun Aachen/328,55). Massenberg empfahl sich damit ebenfalls für die anstehenden Weltcups in Mexiko und Kanada.
Und auch bei der dritten Entscheidung des Tages triumphierte der Gastgeberverein: Lena Hentschel und Luis Avila Sanchez gewannen mit 282,27 Punkten den Mixed-Wettbewerb vom 3m-Brett, auch für diese beiden Aktiven war es bereits der jeweils zweite Sieg in der SSE. „Unser neuformiertes Paar hat hier nach nur wenig gemeinsamem Training gleich zeigen können, das es Potenzial auch für EM und WM im Sommer mitbringt“, sagte Chef-Bundestrainer Bohm.
Moritz Wesemann: 9.000 Kilometer Anreise für dreimal Gold
Moritz Wesemann hatte von allen Aktiven bei den diesjährigen Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Wasserspringen ganz sicher die weiteste Anreise. Der 22-Jährige vom SV Halle studiert seit Herbst in Los Angeles (USA), bis zum Austragungsort der Titelkämpfe in Rostock sind es von dort über 9.000 Kilometer Luftlinie. Gut geflogen ist Wesemann dann auch im Wettkampf. Mit drei Siegen vom 1m- (390,30 Punkte) und 3m-Brett (465,50) sowie im 3m-Synchronspringen zusammen mit Lou Massenberg (Berliner TSC/378,93) war er der erfolgreichste Teilnehmer der Veranstaltung, die wie immer zugleich als Internationaler DSV-Kürpokal ausgetragen wurde.
In beiden Einzeldisziplinen übertraf er damit schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison den geforderten Punkterichtwert für die Weltmeisterschaften im kommenden Sommer in Singapur. „Das ist schon mal ein Fingerzeig. Er hat hier wirklich sehr schöne Sprünge gezeigt“, lobte Bundestrainer Christoph Bohm. Im Halbfinale vom 3m-Brett war Wesemann mit 475,15 Punkten sogar noch etwas besser als später im Finale, allein für seinen 4,5-fachen Salto vorwärts erhielt er vom Wertungsgericht über 100 Punkte mit Einzelwertungen bis 9,0. „Das war sehr beeindruckend“, fand Bohm.
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Zweimal Gold gewannen außerdem noch Jette Müller (WSC Rostock) ebenfalls mit dem Double in den Brettdisziplinen sowie Pauline Pfeif (Berliner TSC) mit Turm-Erfolgen im Einzel und im Synchronspringen mit Elena Wassen (Berliner TSC). Beide sollen als neues Paar aufgebaut werden und traten in Rostock erstmals zusammen. „Für den ersten gemeinsamen Wettkampf war das schon ganz gut, vor allem die Kürsprünge“, meinte Bohm.
Für einen weiteren Rostocker Heimerfolg in der Neptun-Schwimmhalle sorgten im Turm-Synchronspringen der Männer die Youngsters Ole Rösler (17) und Espen Prenzyna (19). Sie überzeugten mit sauberen Sprüngen, auch wenn der Gesamtschwierigkeitsgrad etwas niedriger lag als beim zweitplatzierten Paar Luis Avila Sanchez (Berliner TSC) und Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen), das ebenfalls zum ersten Mal zusammen antrat. Sehr erfreut war der Bundestrainer auch über das Ergebnis im Turm-Einzel der Männer: Dort siegte Eikermann mit ordentlicher Punktzahl (435,80) vor Tom Waldsteiner (Berliner TSC) und Avila Sanchez. „Das ist eine schöne Konkurrenzsituation. Im Turmspringen der Männer sieht es für die Zukunft auch nach dem Rücktritt von Timo Barthel ganz gut aus“, sagte Christoph Bohm. Barthel konzentriert sich künftig ausschließlich auf die Brettdisziplinen, in Rostock war er nach Trainingsrückstand allerdings noch nicht am Start.
DSV-Teams wollen beim Weltcup im Dezember ihre WM-Chance wahren
Der Weg nach Singapur zu den Weltmeisterschaften führt für die deutschen Wasserballteams über Istanbul (TUR). In der Metropole am Bosporus finden kurz vor Weihnachten die beiden Weltcup-Vorrundenturniere der Division 2 statt, für die in diesen Tagen die Auslosung erfolgte. Wenige Tage vor dem Fest hoffen die Frauen und Männer des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) auf eine vorzeitige Bescherung und die Qualifikation für das Finalturnier, um so zugleich die Chance auf ein Ticket zu den kommenden Weltmeisterschaften 2025 in Singapur (11. Juli – 03. August) zu wahren.
Den Anfang machen vom 14. – 17. Dezember die DSV-Frauen. Die Auswahl von Bundestrainer Sven Schulz trifft in der Gruppenphase zunächst auf Tschechien und Singapur, die ersten beiden Teams der Dreiergruppe qualifizieren sich fürs Viertelfinale. Im K.o.-System werden anschließend jene zwei Nationen ermittelt, die im Verlauf des Jahres 2025 zusammen mit sechs Mannschaften aus Division 1 beim Super Final um die Weltcupkrone kämpfen. Die Siegerinnen aus Division 2 haben zudem für die nächste Auflage ihren Platz in der Top-Gruppe sicher.
Die DSV-Männer von Bundestrainer Milos Sekulic spielen vom 18. – 21. Dezember in der Gruppe zunächst gegen Malta und ebenfalls Singapur; auch hier kommen die besten zwei Mannschaften weiter. Der weitere Turnierverlauf entspricht dann dem Modus bei den Frauen.
Die gesamte Auslosung:
Frauen, Division 2:
Gruppe A: Kasachstan, Großbritannien, Türkei
Gruppe B: Deutschland, Tschechien, Singapur
Gruppe C: Südafrika, China, Japan
Gruppe D: Portugal, Kroatien, Frankreich
Männer, Division 2:
Gruppe A: Iran, Kasachstan, Südafrika
Gruppe B: Großbritannien, Portugal, China
Gruppe C: Deutschland, Malta, Singapur
Gruppe D: Niederlande, Türkei, Slowakei
Die Top-Teams aus Division 1 messen sich erst im neuen Jahr. Die Männer spielen vom 07. – 12. Januar in Bukarest (ROU), das Turnier der Frauen folgt vom 14. – 19. Januar in Alexandroupolis (GRE). Folgende Nationen hatten sich ihren Platz in der Elite durch gute Ergebnisse in der Vergangenheit gesichert:
Frauen:
Spanien, USA, Griechenland, Ungarn, Niederlande, Australien, Israel, Italien
Männer:
Ungarn, Frankreich, Spanien, Serbien, Montenegro, Griechenland, USA, Japan, Rumänien, Kroatien, Georgien
Geschwistergold zum Abschluss der Hallenmeisterschaften
Am Schlusstag der Internationalen Deutschen Hallenmeisterschaften im Wasserspringen in Aachen standen noch einmal drei Entscheidungen in den Synchrondisziplinen an. Im 3m-Synchronspringen der Männer setzten sich mit Lou Massenberg (Berliner TSC) und Jonathan Schauer (SV Halle) zwei Springer durch, die beide zuletzt aufgrund von Verletzungen und Krankheiten beziehungsweise im Fall von Schauer auch wegen seiner Bundeswehrgrundausbildung etwas kürzertreten mussten und sich nun mit dem gemeinsamen Titel erfolgreich zurückmeldeten. Das Paar siegte am Sonntag mit 391,56 Punkten vor Max Otto (Berliner TSC) und Tim Axer (SV Neptun Aachen/318,18) sowie Rayk Most/Woody Weiser (beide SC DHfK Leipzig/276,42). „Besonders der 3,5-fache Delfinsalto ist ihnen heute sehr gut gelungen“, fand Bundestrainer Christoph Bohm. Bei den Frauen war im 3m-Synchronspringen mit Karla Ackmann/Nina Berger (beide SV Neptun Aachen) nur ein Paar am Start und kam auf 235,38 Punkte.
Das abschließende Mixed-Turm-Synchronspringen entschieden Jazzelle Eikermann und Jaden Eikermann (beide SV Neptun Aachen) für sich, die sich mit 289,77 Punkten knapp vor Carolina Coordes und Tom Waldsteiner (beide Berliner TSC/287,82) behaupteten. Entscheidend war der 3,5-fache Salto rückwärts im vierten Durchgang, mit dem die Geschwister die Führung übernahmen und diese dann im letzten Versuch erfolgreich verteidigten. „Das waren zwei ganz neue Paarungen mit schwierigen Sprungserien und am Ende einer knappen Entscheidung“, so der Bundestrainer.
Auch sein Gesamtfazit der vergangenen vier Tage fiel überwiegend positiv aus. „Wir haben ein paar schöne Wettkämpfe mit guten Sprüngen gesehen, allerdings fehlten die guten Leistungen in der Breite, was zum Teil auch mit der Wettkampfbelastung im Vorfeld oder Krankheiten zusammenhängt. Wir kennen jetzt unsere Hausaufgaben, die bis zum Sommer gelöst werden müssen“, sagte Bohm. Sein Blick richtete sich schon auf die nächsten Aufgaben beim Diving World Cup vom 21. – 24. März in Berlin: „Jetzt gibt es eine kurze Verschnaufpause und dann freuen wir uns auf den Weltcup in Berlin.“
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Heimsieg für Jaden Eikermann bei den Hallenmeisterschaften in Aachen
Zuhause springt es sich eben doch am schönsten. Am dritten Tag der Internationalen Deutschen Hallenmeisterschaften im Wasserspringen in Aachen hat sich Jaden Eikermann am Samstag souverän den Titel im Turmspringen gesichert, der WM-Starter vom ausrichtenden SV Neptun kam als Sieger auf 450,80 Punkte. „Das war stark von ihm, vor allem die ersten drei Sprünge seiner Serie waren sehr gut“, lobte Bundestrainer Christoph Bohm. Platz zwei ging dahinter an Luis Avila Sanchez (Berliner TSC/395,45), der kürzlich ebenfalls bei den Weltmeisterschaften in Doha (QAT) dabei war, Dritter wurde mit Tim Axer (382,00) ein weiterer Springer aus Aachen. „Auch Luis Avila Sanchez hat hier einen guten Auftritt hingelegt. Er hat sich leider einen Fehler beim Auerbachsalto geleistet, aber ansonsten war das eine stabile Leistung“, sagte Bohm.
Bei den Frauen feierte Jette Müller (WSC Rostock) ihren ersten nationalen Titel vom 3m-Brett. Vom 1m-Brett war sie bei Deutschen Hallenmeisterschaften und Deutschen Meisterschaften zuvor schon viermal erfolgreich gewesen, nun findet sich in ihrer Vita also auch das erste Gold in der olympischen Disziplin des Kunstspringens. Mit 287,70 Punkten lag die Rostockerin vor Jana Lisa Rother (270,65) und der erst 15 Jahre alten Mathilda Wendland (beide Berliner TSC/264,05). „Den Auerbachsalto hat Jette im Halbfinale und Finale zweimal sehr schön gezeigt und sich dementsprechend gegen Jana Lisa durchsetzen können. Sie hatte leider zwei Fehler am Anfang, hat dann hinten raus aber schön gekämpft. Und auch Mathilda Wendland hat als Jugendliche hier eine gute Qualität und teilweise auch schon schwierige Sprünge gezeigt. Der dritte Platz wird ihr weiteren Auftrieb geben“, so der Bundestrainer.
Die Titelkämpfe in Aachen gehen am Sonntag mit drei weiteren Entscheidungen in den Synchrondisziplinen zu Ende. Für die Nationalmannschaft richtet sich der Blick danach auf den bevorstehenden Diving World Cup vom 21. – 24. März in Berlin, die einzige Station in Europa der diesjährigen Weltcupserie. Mit der Unterstützung des Heimpublikums sollen auch dann wieder gute Ergebnisse herausspringen, schließlich springt es sich zuhause bekanntlich am schönsten.
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Zwei deutsche Siege zum Auftakt des Springertags in Rostock
Gelungener Auftakt für die deutschen Wasserspringer*innen beim 66. Internationalen Springertag in Rostock: Am ersten Tag des Events gab es am Donnerstag gleich zweimal Gold, ganz besonders gefeiert wurde dabei natürlich der Heimsieg der Rostockerin Jette Müller vom 1m-Brett. Die Lokalmatadorin setzte sich in „ihrer“ Halle mit 248,95 Punkten vor Amy Rollinson (GBR/240,40) und Kaja Skrzek (POL/239,85) durch. „In der Vorbereitung haben wir uns mit Blick auf die WM eher auf das 3m-Brett konzentriert, von daher war das eine sehr solide Leistung heute“, befand Bundestrainer Christoph Bohm. Bei den Männern siegte vom nicht-olympischen 1m-Brett der Brite Matthew Dixon (GBR) mit 373,35 Punkten, hier war kein Deutscher am Start, die sich stattdessen auf andere Disziplinen konzentrieren.
Für den zweiten deutschen Sieg sorgte anschließend das 3m-Synchronduo mit Alexander Lube (SV Neptun Aachen) und Moritz Wesemann (SV Halle). Sie zeigten den höchsten Gesamt-Schwierigkeitsgrad des Feldes und knackten mit 401,55 Zählern als einziges Paar die 400-Punkte-Marke. „Sie haben souverän und verdient gewonnen mit sehr schönen Sprüngen, das stimmt mich sehr zuversichtlich“, so Bohm. Die Plätze zwei und drei gingen an Adrian Abadia/Nicolas Garcia Boissier aus Spanien (370,32) sowie Kacper Lesiak/Andrzej Rzeszutek aus Polen (366,81). Außerhalb der Wertung – in die aus jeder Nation nur jeweils ein Synchronpaar kam – zeigten allerdings Timo Barthel (SV Halle) und Lars Rüdiger (Berliner TSC) mit 381,06 Punkten die zweitbeste Leistung des Tages und bewiesen mit Blick auf die bevorstehenden Weltmeisterschaften in Doha (QAT/02. – 18. Februar) aufsteigende Form. „Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit dem ersten Tag, so kann es weitergehen“, meinte der Bundestrainer.
Der Springertag findet nach drei Jahren auch coronabedingter Pause in diesem Jahr erstmals wieder statt. Es ist eines von zwei internationalen Events, die in diesem Jahr in Deutschland stattfinden. Vom 21. – 24. März folgt dann der World Aquatics Diving World Cup in Berlin, das einzige Event in Europa im Rahmen der diesjährigen Weltcupserie. Für die weltbesten Wasserspringer*innen geht es kurz vor Ostern dann um wertvolle Punkte zur Qualifikation für das Super Final in China. Sämtliche Stars der Szene werden am Start sein, darunter auch alle deutschen Asse.
DSV-Nachwuchs gewinnt den Ländervergleich in Rotterdam
Beim Rotterdam Qualification Meet ließen die Aktiven des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) am vergangenen Wochenende mit erfreulichen Topleistungen auf der 50m-Bahn aufhorchen. So schwamm der WM-Fünfte und deutsche Rekordhalter Lucas Matzerath (SG Frankfurt) die 100m Brust zum Abschluss des Wettkampfs in 59,52 Sekunden so schnell wie noch nie zu diesem frühen Saisonzeitpunkt. Aber auch der DSV-Nachwuchs wusste in der niederländischen Hafenstadt zu überzeugen und sicherte sich am Sonntag sogar den Sieg bei der „Junior Duel In The Pool Trophy“.
Dieser Wettbewerb war im Vorjahr einer neuen Kooperation des DSV mit dem niederländischen Nationalverband entsprungen, den Talenten werden dank eigener Nachwuchsfinals so nun hochwertige Rennen am Vor- und Nachmittag ermöglicht. In diesem Jahr kam mit Spanien sogar eine dritte Nation beim Ländervergleich dazu, im nächsten Jahr will dann auch Großbritannien mitmachen. „Es ist offenbar eine gute Erfindung für die Nachwuchsentwicklung gewesen“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Hannes Vitense als einer der Initiatoren nicht ohne Stolz.
An jedem der vier Wettkampftage kamen die sieben punktbesten Nachwuchsleistungen jeder Nation nach der Rudolph-Tabelle in die Wertung plus die beste achte und neunte Leistung an allen Tagen. Am Ende setzte sich der DSV-Nachwuchs mit insgesamt 532,9 Punkten klar vor Spanien (528,1) und den Niederlanden (502,4) durch.
Vitense und seine Bundestrainer-Kolleg*innen Carsten Gooßes und Franziska Hentke konnten mit dem aktuellen Leistungsstand der DSV-Nationalmannschaft so früh in der Saison wirklich zufrieden sein. Die höchsten Punktzahlen für das deutsche Team erkämpften dabei:
- Arne Schubert (SC Magdeburg) 400m Freistil (3:53,54 Minuten/18,4 Punkte)
- Franz Ahnert (Erfurter SC) 200m Lagen (2:03,57/18,4)
- Subäjr Biltaev (SV Cannstatt) 50m Brust (29,23/18,3)
- Anna Maria Börstler (SC Magdeburg) 50m Rücken (28,67/18,2)
- Lukas Fritzke (SSG Saar Max Ritter) 200m Freistil (1:50,19/18,2)
- Linda Roth (SV Cannstatt) 100m Freistil (55,81/18,0)
- Marian Plöger (VfL Sindelfingen)1500m Freistil (16:42,57/18,0)
Gleich zweimal die höchste Punktzahl von 20,0 erreichte übrigens die 15-jährige Spanierin Nayara Pineda Lopez über 50m Brust (31,34 Sekunden) und 100m Brust (1:07,90 Minuten). Nicht nur bei ihr darf man also gespannt die weitere Entwicklung verfolgen.
