Das waren die Schwerpunkte beim DSV-Diagnostiktreffen 2026

Von links nach rechts: Dr. Alexander Törpel (DSV), Dr. Patricia Schikore (IAT), Kerstin Vogel (DSV), Stefan Fuhrmann (OSP Hamburg Schleswig-Holstein), Dr. Jasmin Willer (OSP Metropolregion Rhein-Neckar), Michael Pechtl (Deutscher Behindertensportverband – Para Schwimmen), Klemens Karst-Degenhardt (IAT), Dr. Jens Graumnitz (IAT), Wolfgang Witte (OSP Sachsen-Anhalt) ©DSV
- 05.05.2026
Vom 28. bis 30. April 2026 fand das DSV-Diagnostiktreffen für das Becken- und Freiwasserschwimmen am Olympiastützpunkt Sachsen-Anhalt in Magdeburg statt. Vertreter*innen aller DSV-Diagnosezentren – IAT Leipzig, Olympiastützpunkte Hamburg Schleswig-Holstein und Metropolregion Rhein-Neckar – kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, strategische Ausrichtungen und sportwissenschaftliche Schwerpunkte auszutauschen.
Das Treffen der DSV-Expert*innen findet seit 2020 jährlich statt. Während in den vergangenen Jahren vor allem die DSV-Diagnosezentren selbst Gastgeber dieser Zusammenkunft waren, werden nun schrittweise die Standorte der Bundesstützpunkte als Tagungsorte eingebunden.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens standen neben aktuellen strategischen und organisatorischen Themen des Deutschen Schwimm-Verbandes insbesondere folgende Schwerpunkte:
- sportfachlicher Austausch zum 3-Minuten-Stufentest
- strategische sportwissenschaftliche Ansätze mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles
- Begehung des Olympiastützpunktes Magdeburg sowie Gespräche zur Zukunftsperspektive des deutschen Schwimmzentrums in Magdeburg
- Digitalisierung leistungsdiagnostischer Daten und aktueller Entwicklungsstand der Athletendatenbank IDA des IAT Leipzig
- Wettkampfanalyse
- umfassender sportfachlicher Austausch zur Schwimmtechnik
Der zuletzt genannte Themenschwerpunkt nahm rund zwei Drittel des gesamten Programms ein. Ziel dieses intensiven Austauschs war es, ein gemeinsames Verständnis über eine effiziente und effektive Schwimmtechnik weiter zu schärfen, bestehende Auffassungen abzugleichen und auf ein einheitliches fachliches Niveau zu heben.
Im Rahmen des Diagnostiktreffens wurden zunächst die Schwimmtechniken in Kraul, Rücken und Brust sowie der Startsprung intensiv besprochen. Die Wendentechniken sowie die Technik des Schmetterlingsschwimmens werden im Anschluss in digitalen Gesprächsrunden weiter vertieft. Beim Diagnostiktreffen vor Ort stand zunächst die gemeinsame kritische Auseinandersetzung mit den technischen Anforderungen im Leistungsschwimmen im Mittelpunkt der Diskussion. Mittelfristig soll dieses abgestimmte Verständnis auch an Trainerinnen und Trainer weitergegeben werden, um eine fachliche Grundlage in der Trainingspraxis zu geben.
Dr. Alexander Törpel, der Bundestrainer Diagnostik im DSV, betont die Bedeutung des Formats: „Das DSV-Diagnostiktreffen hat nun bereits zum sechsten Mal stattgefunden und ist aus meiner Sicht für alle Teilnehmenden immer wieder bereichernd. In diesem vertrauten Rahmen können wir uns die Zeit nehmen, Themen konzentriert zu besprechen, Standards und strategische Vorgehensweisen festzulegen und abzustimmen sowie zukunftsweisende Perspektiven aus Sicht der Sportwissenschaft für den DSV gemeinsam zu diskutieren.“











