DSV-Asse mit acht Siegen beim AP Race in London

Europas schnellste Langstreckenkraulerin: Isabel Gose ©pa | Andrea Masini / Deepbluemedia
- 25.05.2026
Mit über 1.000 Aktiven aus 52 Nationen war das Feld beim AP Race in London (GBR) in diesem Jahr richtig gut besetzt, auch die Größe des Publikums glich dem internationaler Titelkämpfe. Um so erfreulicher, dass die vom Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) entsendete Mannschaft in der Olympia-Arena von 2012 gleich acht Siege feiern konnte. Die Vorbereitung auf die Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) läuft also ganz nach Plan.
Ein Hattrick gelang über Pfingsten dabei Isabel Gose mit Siegen über 400m Freistil (4:06,08 Minuten), 800m Freistil (8:24,26) und 1500m Freistil (16:01,34). Zweimal erfolgreich war Goses Vereinskollege Johannes Liebmann, der 19-Jährige war über 800m Freistil (7:44,12) und 1500m Freistil (14:45,56) nicht zu schlagen. Seine Leistung über die längste Strecke brachte ihm zudem einen zusätzlichen Scheck über 2.500 Pfund ein, da sie zu den punktbesten Zeiten der Veranstaltung gehörte.
US-Amerikanerin Moesch mit zweitschnellster Zeit über 100m Freistil
Mehr Punkte als Liebmann holten nur Anna Moesch (USA) und Angharad Evans (GBR). Die 21-Jährige Moesch kraulte die 100m Freistil in 51,94 Sekunden – das ist die zweitschnellste Zeit der Historie hinter dem Weltrekord von Sarah Sjöström (SWE) aus dem Jahr 2017 (51,71). Moesch war bislang eher wenig bekannt und bei der WM 2025 nur als Vorlaufschwimmerin in den Staffeln zum Einsatz gekommen, ihre Bestzeit stand bisher bei 53,25. Beeindrucken konnte auch Evans: Die 23-Jährige war über 100m Brust in 1:05,13 Minuten fünf Hundertstel schneller als Anna Elendt beim WM-Triumph in Singapur.
Doppel-Gold erkämpfte sich auch Angelina Köhler (SG Neukölln Berlin). Über 50m Schmetterling blieb die 25-Jährige in 25,61 Sekunden lediglich elf Hundertstel über ihrem deutschen Rekord, über die doppelt so lange Distanz schlug sie nach 57,00 Sekunden an.
Deutscher Jahrgangsrekord durch Linda Roth
Vor dem im Juni beginnenden Höhentrainingslager bewies auch Oliver Klemet tolle Form. Über 400m Freistil siegte der 24-Jährige von der SG Frankfurt 3:44,01 Minuten, auch diese Zeit gehörte zu den besten Punktleistungen. Klemet erkämpfte auch über die anderen beiden Langstrecken jeweils Podestplätze. Und gehörte mit Jarno Bäschnitt (Team Bochum), Linda Roth (SC Magdeburg) und Isabel Gose auch zur siegreichen Mixed-Staffel über 4x200m Freistil (7:33,60 Minuten). Roth zeigte auch in ihren Einzelrennen starke Zeiten, beim zweiten Platz über 400m Freistil (4:06,89) näherte sich die im Juni erst 18 Jahre alt werdende JEM-Starterin dem deutschen Jahrgangsrekord von Gose bis auf fünf Zehntel an. Über 200m Freistil stellte Roth sogar eine neue Bestmarke auf, in 1:57,52 Minuten war sie neun Hundertstel schneller als Silke Lippok im Jahr 2012.
Aufs Podest schaffte es auch Jarno Bäschnitt als Zweiter über 200m Freistil (1:47,33), nur Matt Richards (GBR/1:47,13) war hier schneller. Silber gab es auch für Lena Ludwig (SV Nikar Heidelberg) mit ihren 2:26,99 Minuten über 200m Brust. Es siegte Angharad Evans (2:21,81). Bronze sicherte sich trotz großer Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit zudem Cedric Büssing (SG Essen) über 400m Lagen (4:18,01 Minuten). „Auf dem Weg zur EM nach Paris konnten wir hier in einer Olympiaschwimmhalle gegen internationale Konkurrenz wertvolle Wettkampfpraxis sammeln. Und uns über viele starke Leistungen freuen. Das stärkt das Selbstvertrauen“, bilanzierte Bundestrainer Stephan Wittky.
Top-Platzierungen von Elendt und Imoudu in Monaco
Außerdem testeten Anna Elendt (SG Frankfurt) und Melvin Imoudu (Potsdamer SV) über Pfingsten ihre Form beim Mare Nostrum Meeting in Monte Carlo (MON). Im K.o.-Sprint über 50m Brust schied Elendt (31,20 Sekunden) im Achtelfinale als Sechste aus, über 100m Brust wurde die Weltmeisterin Fünfte in 1:07,77 Minuten. Die Siege gingen an Mckenzie Siroky (USA/ihre 29,64 im Achtelfinale bedeuteten sogar Meetingrekord) beziehungsweise Alexanne Lepage (CAN/1:06,80). Imoudu wurde über 50m Brust Vierter (27,25) und über 100m Brust Achter (1:01,91, im Vorlauf 1:00,82). In beiden Rennen war der Russe Ivan Kozhakin (26,69/59,68) der Schnellste.
>> Alle Ergebnisse in Monte Carlo
Höhepunkt der Veranstaltung im Fürstentum war das Rennen über 100m Freistil. Hier gewann Marrit Steenbergen (NED) in 52,13 Sekunden vor Siobhan Haughhey (HKG/52,67). Haughey siegte am Tag zuvor über 200m Freistil in 1:54,27 Minuten, das war ebenfalls Meetingrekord. Die Wettkampfserie geht diese Woche in Canet-en-Roussillon (FRA/27. – 28. Mai) und Barcelona (ESP/30. – 31. Mai) weiter – erneut mit Elendt und Imoudu.












