Egor Kornev egalisiert Kurzbahn-Weltrekord über 100m Freistil

Egor Kornev krönt sein erfolgreiches Jahr mit EM-Gold in Paris nun sogar mit einem Kurzbahn-Weltrekord  ©pa/ Insidefoto | Andrea Masini / Deepbluemedia

Der Kurzbahn-Weltcup garantiert dem Schwimmsport seit einigen Jahren Weltrekorde, schließlich sind hier auch immer 10.000 US-Dollar Extraprämie dafür ausgelobt. Den ersten Scheck dieser Art sicherte sich in diesem Jahr Egor Kornev (RUS) für seine 44,84 Sekunden über 100m Freistil. Am zweiten Finalabschnitt des Weltcupauftakts in Baku (AZE) stellte der 22-Jährige damit die fünf Jahre alte Bestmarke von Kyle Chalmers (AUS) ein und setzte sich klar gegen Cameron McEvoy (AUS/45,36) durch.

 

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Nur 35 Minuten zuvor hatte Kornev bereits über 50m Rücken gewonnen. Hier stellte der Russe in 22,23 Sekunden einen neuen Weltcuprekord auf. Zum Weltrekord fehlen auf dieser Strecke noch zwölf Hundertstelsekunden, das scheint durchaus noch machbar auf den nächsten Weltcup-Stationen in Usbekistans Kapitale Taschkent (08. – 10. Oktober) und Kasachstans Metropole Astana (15. – 17. Oktober). Erst einmal schwimmt Kornev am Samstag in Baku aber noch seine Spezialstrecke 50m Schmetterling, auf der er im Sommer auch Europameister in Paris (FRA) wurde. Die Weltcupwertung führt er schon jetzt sehr deutlich an.

 

Maya Tobehn mit neuer 200m-Bestzeit

 

Bei den Frauen liegt Marrit Steenbergen (NED) vorn, die am Freitag über 100m Rücken in 55,17 Sekunden den Landesrekord egalisierte und sich nach zwei Erfolgen am Donnerstag damit bereits ihren dritten Sieg in Baku sicherte. Beim Sieg von Siobhan Haughey (HKG/1:51,08 Minuten) über 200m Freistil belegte Maya Tobehn (Dresdner SC) den siebten Platz. In 1:55,27 Minuten stellte die 24-Jährige, die im Sommer ihr Comeback nach vier Jahren Schwimmpause mit EM-Staffelsilber krönen konnte, erneut eine persönliche Bestzeit auf.

 

Bereits am Vormittag war Sven Schwarz (Waspo 98 Hannover) in 14:35,41 Minuten auf den zweiten Platz über 1500m Freistil gekrault. Der WM-Zweite war lediglich 43 Hundertstelsekunden langsamer als Sieger Lucas Henveaux (BEL), der mangels Meldezeit allerdings im ersten der zwei Zeitläufe gestartet war. „Man reist viele Kilometer um die Welt, um hier gegen die Besten antreten zu können. Und dann passiert so etwas, das ist nur schwer zu verstehen“, ärgerte sich Schwarz.

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