EM in Paris: Kaii Liam Winkler mit dem nächsten Entwicklungsschritt

Kaii Liam Winkler erreicht sein erstes EM-Finale ©Jo Kleindl
- 13.08.2026
Als mehrfacher Olympiasieger, Welt- und Europameister gehört Kristóf Milak längst zu den Weltstars des Schwimmsports. Bei den Europameisterschaften in Paris (FRA) untermauerte der 26-jährige Ungar diesen Status nach einem Pausenjahr sehr eindrucksvoll. So als hätte es die kolportierten Motivationsprobleme nie gegeben. Am Donnerstag siegte Milak erst mit neuem Europarekord über 100m Schmetterling (49,48 Sekunden), später führte er Ungarns Staffel über 4x100m Freistil zum Sieg mit Meisterschaftsrekord (3:10,03).
In beiden Finals war mit Kaii Liam Winkler (SG Neukölln Berlin) auch ein 20 Jahre junger Deutscher vertreten, der mit jeweils sechsten Plätzen wichtige Schritte in seiner Entwicklung vollzog. Als das in den USA geborene Talent vor zwei Jahren kurz vor den Olympischen Spielen in Paris (FRA) die deutsche Staatsbürgerschaft erhielt, freuten sich die Verantwortlichen im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) vor allem über dessen langfristige sportliche Perspektive. Nach einem Staffeleinsatz bei der WM in Singapur zeigt sich in diesem Jahr nun erstmals deutlich Winklers riesiges Potenzial.
Kaii Liam Winkler staunt über Muskelmasse der Rivalen
In seinem ersten internationalen Einzelfinale blieb der 1,97m große Schlaks in 51,08 Sekunden nur knapp über seinem im Juni aufgestellten deutschen Rekord (50,92). „Meine Unterwasserarbeit war heute nicht ganz optimal. Insgesamt habe ich hier aber drei gute Läufe abgeliefert“, sagte Winkler. „Und beim Blick auf die Topleute vorn habe ich hier auch gesehen, dass ich noch viel Arbeit vor mir habe. Was die für große Oberschenkel haben für die Kicks, da muss ich in den kommenden Jahren noch einiges nachlegen.“
An der Seite von Josha Salchow (SV Nikar Heidelberg/48,62 Sekunden), Julian Koch (SG Essen/47,98) und Ole Mats Eidam (Potsdamer SV/48,72) kam Winkler (47,88) mit der Staffel in 3:13,20 Minuten auf Rang sechs. Angesichts der Tatsache, dass hier bis auf den deutschen Rekordhalter Salchow, in diesem Jahr durch Studienabschluss und Berufseinstieg nicht ganz auf gewohntem Niveau, drei EM-Debütanten schwammen, ist das ein tolles Ergebnis. „Ich ärgere mich schon etwas. Wenn ich an meine Bestzeit herankomme, wäre sogar deutscher Rekord möglich gewesen“, lobte Salchow seine jungen Kollegen.
Platz acht für Brustschwimmer Lucas Matzerath
Mit Lucas Matzerath (Team Bochum) schwamm erstmals seit 2016 auch ein Deutscher im EM-Finale über 200m Brust. In 2:10,67 Minuten blieb der 26-Jährige nur sechs Zehntel über der im Halbfinale aufgestellten Bestzeit und belegte Rang acht. „Ich bin trotzdem zufrieden. Ich konnte diesmal ein bisschen was versuchen,
hintenraus leider nicht ganz so mithalten. Aber ich habe viel gelernt, viel mitgenommen“, meinte Matzerath. Gold ging an Filip Nowacki (GBR/2:07,70).
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Sein erstes Einzelfinale sicherte sich zudem Olympiasieger und Weltmeister Lukas Märtens. Über 200m Freistil kraulte der 24-Jährige vom SC Magdeburg mit 1:44,79 Minuten die zweitschnellste Zeit hinter 100m-Europameister David Popovici (ROU/1:44,56). „Ich denke, ich habe das heute Nachmittag solide gemacht, bin die ersten 100 Meter etwas langsamer angegangen, dafür die zweiten 100 Meter dann deutlich schneller. Das wird auch das Ziel sein fürs Finale“, sagte Märtens.
Nach Staffelbronze zum Auftakt ist eine 200m-Medaille das erklärte Ziel, der von seiner US-Reise mit Florian Wellbrock zurückgekehrte Bundestrainer Bernd Berkhahn ging daher gleich am Beckenrand in die Analyse mit seinem Topathleten. „Ich bin die 200 international zwar schön öfter geschwommen aber noch nie so, dass ich auf den Punkt sagen konnte, mehr geht nicht, dass das meine absolute Bestleistung istist, und das will ich morgen schaffen und allen zeigen“, betonte Märtens.
Jarno Bäschnitt (Team Bochum) verpasste den Finaleinzug mit neuer persönlicher Bestzeit (1:45,76) als Zehnter nur knapp. „Über die Zeit bin ich sehr, sehr happy. Ich konnte nochmal gut auf der Staffelzeit aufbauen“, sagte der 21-Jährige. „Wir haben diese Saison versucht, im Training wirklich jeden Aspekt nochmal anzufassen und alles ein paar Prozent besser zu machen als letzte Saison.“ Das ist ihm nicht nur wegen Staffelbronze zweifellos gelungen.
EM 2026 in Paris: DSV-Ergebnisse am 12. August
| Strecke | DSV-Starter*in | Persönliche Bestzeit | Deutscher Rekord |
| Vorläufe ab 09:30 Uhr | |||
| 50m Freistil Frauen | Julianna Bocska | 00:25,04 | 00:23,73 |
| Nina Jazy | 00:24,91 | 00:23,73 | |
| 50m Brust Männer | Melvin Imoudu | 00:26,57 | 00:26,57 |
| Lucas Matzerath | 00:26,80 | 00:26,57 | |
| Malte Gräfe | 00:26,95 | 00:26,57 | |
| Subäjr Biltaev | 00:27,54 | 00:26,57 | |
| 100m Rücken Frauen | Lise Seidel | 01:00,64 | 00:59,77 |
| 200m Schmetterling Männer | Björn Kammann | 01:56,66 | 01:55,04 |
| 200m Lagen Frauen | Noelle Benkler | 02:12,19 | 02:11,33 |
| Linda Roth | 02:12,47 | 02:11,33 | |
| 4x100m Freistil Mixed | 3:24,87 | ||
| 1500m Freistil | Sven Schwarz | 14:35,69 | 14:34,89 |
| Oliver Klemet | 14:39,03 | 14:34,89 | |
| Johannes Liebmann | 14:39,67 | 14:34,89 | |
| Finals ab 18:30 UIhr | |||
| 100m Schmetterling Frauen Finale | Angelina Köhler | 00:56,11 | 00:56,11 |
| 200m Freistil Mänenr Finale | Lukas Märtens | 01:44,14 | 01:42,00 |
| 200m Brust Frauen Finale | Anna Elendt | 02:23,54 | 02:23,54 |
| 100m Rücken Frauen Halbfinale | 00:59,77 | ||
| 50m Brust Männer Halbfinale | 00:26,57 | ||
| 50m Freistil Frauen Halbfinale | 00:23,73 | ||
| 200m Schmetterling Männer Halbfinale | 01:55,04 | ||
| 200m Lagen Frauen Halbfinale | 02:11,33 | ||
| 50m Rücken Männer Finale | 00:24,57 | ||
| 1500m Freistil Frauen Finale | Isbael Gose Maya Werner | 15:41,16 | |
| 4x100m Freistil Mixed Finale | 3:24,87 |
DSV-Starts am 14. August
| Strecke | DSV-Starter*in | Persönliche Bestzeit | Deutscher Rekord |
| Vorläufe ab 09:30 Uhr | |||
| 50m Freistil Frauen | Julianna Bocska | 00:25,04 | 00:23,73 |
| Nina Jazy | 00:24,91 | 00:23,73 | |
| 50m Brust Männer | Melvin Imoudu | 00:26,57 | 00:26,57 |
| Lucas Matzerath | 00:26,80 | 00:26,57 | |
| Malte Gräfe | 00:26,95 | 00:26,57 | |
| Subäjr Biltaev | 00:27,54 | 00:26,57 | |
| 100m Rücken Frauen | Lise Seidel | 01:00,64 | 00:59,77 |
| 200m Schmetterling Männer | Björn Kammann | 01:56,66 | 01:55,04 |
| 200m Lagen Frauen | Noelle Benkler | 02:12,19 | 02:11,33 |
| Linda Roth | 02:12,47 | 02:11,33 | |
| 4x100m Freistil Mixed | 3:24,87 | ||
| 1500m Freistil | Sven Schwarz | 14:35,69 | 14:34,89 |
| Oliver Klemet | 14:39,03 | 14:34,89 | |
| Johannes Liebmann | 14:39,67 | 14:34,89 | |
| Finals ab 18:30 UIhr | |||
| 100m Schmetterling Frauen Finale | 00:56,11 | ||
| 200m Freistil Mänenr Finale | 01:42,00 | ||
| 200m Brust Frauen Finale | 02:23,54 | ||
| 100m Rücken Frauen Halbfinale | 00:59,77 | ||
| 50m Brust Männer Halbfinale | 00:26,57 | ||
| 50m Freistil Frauen Halbfinale | 00:23,73 | ||
| 200m Schmetterling Männer Halbfinale | 01:55,04 | ||
| 200m Lagen Frauen Halbfinale | 02:11,33 | ||
| 50m Rücken Männer Finale | 00:24,57 | ||
| 1500m Freistil Frauen Finale | 15:41,16 | ||
| 4x100m Freistil Mixed Finale | 3:24,87 |














