Magdeburg gibt grünes Licht für das Schwimmzentrum für Deutschland

Visualisierung: © Baukonzept® Planungsgesellschaft mbH/LH Magdeburg
- 28.08.2026
Die Stadt Magdeburg hat den nächsten großen Schritt auf dem Weg zum nationalen Schwimmzentrum vollzogen. Am Donnerstag hat der Stadtrat einstimmig die Entwurfsplanung für den Neubau südlich der GETEC-Arena beschlossen sowie den Kostenrahmen von 51 Millionen Euro bestätigt. Zugleich wurde das Kommunale Gebäudemanagement der Landeshauptstadt mit der weiteren Genehmigungsplanung und der Realisierung des Projekts beauftragt.
„Der Beschluss ist ein wichtiger Meilenstein für das Schwimmzentrum für Deutschland. Die geplante Einrichtung soll schon bald zu einem Dreh- und Angelpunkt unserer Leistungssportaktivitäten im Schwimmen werden“, sagte Jan Pommer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV). „Unser Dank gilt den politischen Entscheidungsträger*innen sowie den Verantwortlichen bei der Kommune und im Land Sachsen-Anhalt, die dieses wichtige Vorhaben so engagiert vorantreiben.“
Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung
Seit April wurden die Grundlagen-, Vor- und Entwurfsplanung erarbeitet. Als nächste Schritte sind jetzt die Genehmigungsplanung und die Prüfung der Baugenehmigung vorgesehen. Parallel soll die Ausschreibung für einen Generalunternehmer vorbereitet werden. Dieser soll die Bauausführung aus einer Hand übernehmen und damit zu mehr Kosten- und Terminsicherheit beitragen.
Die ersten Vorarbeiten auf dem Grundstück sollen ab Februar 2027 beginnen, die eigentliche Bauausführung dann im November kommenden Jahres starten und bis August 2029 dauern. Die Freigabe des Nationalen Schwimmzentrums ist schließlich für Oktober 2029 geplant.
Optimale Bedingungen für den Leistungssport
Das Zentrum soll ein 50m-Becken mit zehn Bahnen im Wettkampfformat beherbergen. Hinzu kommen ein eigener Strömungskanal, Krafträume, eine Höhenkammer sowie Räume für sportwissenschaftliche Diagnostik. Auch Tagungs- und Weiterbildungsräume sind vorgesehen. Der Komplex soll in der Nähe der Magdeburger Sportschulen entstehen und die Bedingungen für den Schwimmleistungssport nachhaltig verbessern. Es soll damit die Arbeit des DSV in seinen fünf olympischen Schwimmsportarten unterstützen und Magdeburg als erfolgreichen Standort des deutschen Schwimmsports weiter stärken. Der Bund und das Land Sachsen-Anhalt fördern das Projekt umfassend. Die Stadt beziffert die avisierten Fördermittel auf insgesamt 40,8 Millionen Euro.
Übergangslösung für die marode Elbe-Schwimmhalle
Für die Zeit bis zur Fertigstellung des Nationalen Schwimmzentrums gibt es zudem eine Übergangslösung für die marode Elbe-Schwimmhalle. Am Donnerstag beschloss der Stadtrat ebenfalls ohne Gegenstimmen nämlich auch, die Halle des ehemaligen Gerichtsgebäudes am Jerichower Platz anzumieten und behelfsmäßig mit einem 50m-Becken mit acht Bahnen auszustatten. Nach den erforderlichen Um- und Einbauten im September und Oktober könnte der Standort ab November vom Bundesstützpunkt und vom Nachwuchsleistungssport genutzt werden.
Seit Schließung der Elbe-Schwimmhalle trainieren die Top-Leute der Gruppe von Bundestrainer Bernd Berkhahn in der Schwimmhalle an der Großen Diesdorfer Straße. Durch die Einrichtung einer Behelfsschwimmhalle ausschließlich für den Leistungssport würden dort erhebliche Kapazitäten für Schulen, Vereine und den öffentlichen Badebetrieb frei. Die Übergangslösung ist bis Juni 2028 vorgesehen. Die Kosten für Miete, Pool und Umbauten werden auf rund 3,76 Millionen Euro geschätzt; das Land Sachsen-Anhalt soll sich mit rund 700.000 Euro beteiligen und die benötigte Fläche bis Juni 2028 kostenfrei zur Verfügung stellen.
















