Finals 2026: Titelpremiere für Julianna Dora Bocska

Zum Abschluss der Deutschen Sprint- und Lagenmeisterschaften im Rahmen der Finals 2026 in Hannover brandete noch einmal besonders lauter Jubel im Stadionbad auf. Denn mit seinem Erfolg über 400m Freistil in 3:49,40 sicherte sich Lokalmatador Sven Schwarz am Sonntag den Mittelstrecken-Titel vor Simon Reinke (SG Essen) und Florian Wellbrock (SC Magdeburg).

 

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„Wenn man so eine Chance schon einmal vor der eigenen Haustür hat, dann muss man das auch nutzen“, sagte der zweimalige WM-Zweite des Vorjahres, der als Hannoveraner bei jedem seiner Auftritte im Becken oder auch auf der Fanmeile besondere Aufmerksamkeit erfuhr. „Die ganze Veranstaltung hat extrem viel Spaß gemacht und dabei ein tolles Flair in die Stadt gebracht. Ich bin auch ganz zufrieden mit den Zeiten, das ist ein ganz guter Weg bis zur EM“, sagte Schwarz. Die Form vor den Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) stimmt bei ihm.

 

Florian Wellbrock als Sportsoldat des Jahres geehrt

 

Gleich zwei Ehrungen gab es am Sonntag für Florian Wellbrock. Der viermalige Freiwasser-Weltmeister von Singapur wurde zum Abschluss der Titelkämpfe auch noch als Sportsoldat des Jahres 2025 ausgezeichnet. Bei der Wahl unter allen von der Bundeswehr geförderten Aktiven hatte der 28-Jährige die meisten Stimmen erhalten. Bei den Frauen ging die Goldmedaille auf den Mittelstrecken an Isabel Gose (SC Magdeburg), die in den Rennen über 400m und 800m Freistil die meisten Punkte sammelte.

 

Den abschließenden Höhepunkt bildeten dann die Eliminations Races über 50m Freistil. Bei Frauen setzte sich in drei Läufen dabei Julianna Dora Bocska vor ihrer Vereinskollegin Nina Jazy (beide SG Essen) durch. „Damit hätte ich nicht gerechnet“, meinte die 20-Jährige nach ihrem ersten Einzeltitel überhaupt. In den ersten beiden K.o.-Runden hatte sie ihre Kräfte geschont und war jeweils als Drittplatzierte weitergekommen. Im Finale zauberte sie dann mit 25,33 Sekunden die schnellste Zeit ins Becken. „Ich habe ein bisschen gepokert. Und auf den ersten 50 mich sehr aufs Ausatmen konzentriert, damit das Laktat erst später in die Beine schießt.“

 

Josha Salchow im dritten Anlauf zu Gold

 

Den Sprinttitel bei den Männern sicherte sich Josha Salchow (SV Nikar Heidelberg) vor Ole Mats Eidam (Potsdamer SV) und Julian Koch (SG Essen). Damit klappte es für ihn nach zuvor zwei vergeblichen Anläufen doch noch mit einem Sieg. „Das war mir sehr wichtig. Ich bin sehr froh, dass ich Gold mit nach Hause bringe“, gestand Salchow. Die Gesamtbilanz für die Titelkämpfe hatte der Sprintspezialist auch gleich noch parat: „Das neue Sprint-Format ist so cool. Und ich finde auch, dass die Stimmung von ‚Little Olympia‘ hier in Hannover wunderbar rüberkam.“ Eine Neuauflage der Elimination Races bei den Finals 2027 in Stuttgart wünscht sich der schnellste Schwimmer Deutschlands zweifellos nicht als Einziger.

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