Johannes Liebmann siegt mit Weltjahresbestzeit in Stockholm

©Tino Henschel

Auf den Langstrecken gehören Deutschlands Schwimmer schon seit Jahren zur absoluten Weltspitze. National verschärft sich der Konkurrenzkampf gerade aber noch einmal. Das zeigte sich bei den Swim Open Stockholm am Freitag. In Schwedens Hauptstadt kraulte Johannes Liebmann über 1500m Freistil mit neuer Weltjahresbestzeit von 14:39,67 Minuten zum Sieg. Der 19-Jährige vom SC Magdeburg ließ dabei Oliver Klemet (SG Frankfurt/14:41,71) und Vereinskollege Florian Wellbrock (15:15,79) hinter sich.

 

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Liebmann führt damit auch das Qualifikationsranking für die Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) an, endgültig vergeben werden die Tickets aber erst nach den Deutschen Meisterschaften in Berlin (23. – 26. April). Der WM-Zweite Sven Schwarz steigt erst nächste Woche bei den Berlin Swim Open in die Wettkämpfe ein. Aber Liebmann hat schon einmal eine beeindruckende Marke gesetzt. Bei der WM in Singapur hätte seine Zeit im Vorjahr zu Rang vier gereicht. Und den deutschen Jahrgangsrekord für 19-Jährige, den Florian Wellbrock vor seinen vielen internationalen Triumphen vor zehn Jahren einmal aufstellte, unterbot der Aufsteiger nun um mehr als 15 Sekunden.

 

Und: Bereits am Tag zuvor hatte Liebmann als Zweiter hinter Klemet die EM-Norm über 400m Freistil unterboten. Und als Erwärmung am Freitagvormittag auch noch seine 200m-Bestzeit um zwei Sekunden auf 1:48,48 Minuten verbessert. Bundestrainer Bernd Berkhahn hat da zweifellos mal wieder ganz starke Arbeit geleistet.  „Ich habe hier auf eine gute Zeit gehofft, so schnell aber nicht unbedingt. Es war jedenfalls schneller, als es sich angefühlt hat unterwegs“, sagte Liebmann. So kann er sich nun ab nächster Woche auf jeden Fall mit einem guten Gefühl seinen Abiturprüfungen widmen.

 

Linda Roth glänzt mit Sieg über 400m Lagen 

 

Einen weiteren Sieg bescherte dem DSV-Team am Freitag Linda Roth (SC Magdeburg), die seit dieser Saison ebenfalls am Bundesstützpunkt in Magdeburg trainiert. Über 400m Lagen gewann die 17-Jährige in 4:47,03 Minuten vor Leni von Bonin (Dresdner SC/4:48,40). Wenige Minuten zuvor war Roth über 100m Schmetterling in 59,89 Siebte geworden, direkt vor Yara Fay Riefstahl (SC Chemnitz/59,93). Der Sieg ging hier an Lokalmatadorin Louise Hansson (SWE/57,50). Die U23-Normen für Paris (4:44,60 beziehungsweise 59,10) scheinen für alle drei Mädchen nach diesem Tag durchaus noch erreichbar bis zum großen Qualifikationsfinale mit allen Stars bei der DM in Berlin.

 

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Das gilt auch für Lise Seidel (SC Chemnitz), die über 100m Rücken in 1:01,01 Minuten um eine Hundertstel geschlagen wurde von Adela Piskorska (POL). Zur EM-Norm fehlen damit nur wenige Zehntel. Bronze sicherte sich Luca Nik Armbruster (SG Neukölln Berlin) über 100m Schmetterling in 52,14 Sekunden, hier siegte Dare Rose (USA/51,19). Zudem wurde Lena Ludwig (SV Nikar Heidelberg) Sechste über 50m Brust (31,67) beim Sieg von Siobhan Haughey (HKG/30,46).

 

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Timo Sorgius mit neuer 100m-Bestzeit unter der U23-Norm 

 

Gut in Form zeigt sich weiter Timo Sorgius. Nachdem der 22-Jährige vom SC Wiesbaden am Vortag mit EM-Norm in Uster Schweizer Meister über 200m Freistil wurde, kraulte er am Freitag über 100m Freistil mit neuen Bestzeiten (49,19 und 49,08 Sekunden) auf Rang zwei. Beide Zeiten liegen unter der U23-Norm für Paris. Pro EM-Einzelstrecke werden maximal vier Startplätze vergeben.

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