Nächstes Medaillen-Doppel von Isabel Gose und Maya Werner
- 14.08.2026
Die besonderen Momente im Leben noch einmal erleben zu können, das wünschen sich viele. Isabel Gose und Maya Werner ist es am Freitag tatsächlich gelungen. Nach den 1500m Freistil bei den Europameisterschaften in Paris (FRA) standen die beiden Schwimmerinnen vom SC Magdeburg wie drei Tage zuvor schon nach dem 800m-Rennen gemeinsam mit Silber und Bronze auf dem Siegerpodest. Gold ging in 15:46,22 Minuten erneut an Simona Quadarella (ITA) vor Gose (15:49,31) und Werner (15:52,50).
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Gose hat nach zweimal Gold beim Freiwasserschwimmen und insgesamt nun schon über neun Wettkampfkilometern damit bereits vier EM-Medaillen gewonnen. Auch wegen dieser enormen Belastung wusste die Olympiadritte von 2024 auf dieser Strecke das Ergebnis für sich gut einzuordnen. „Seit zwei Jahren endlich mal wieder unter 15:50. Wieder in Paris. Ich gIaube, diese Stadt bringt mir ein bisschen Glück. Ich kann mich nicht beschweren mit dieser Vorbelastung“, sagte die 24-Jährige, die am Sonntag über 400m Freistil sogar noch ein weiteres EM-Rennen vor sich hat. „Ich muss mir eingestehen, dass Simona letzte und diese Saison doch ein bisschen stärker war als ich. Allein, was sie jetzt vor den Europameisterschaften schon in den Wettkämpfen gemacht hat, war wirklich saustark. Ich bin super happy mit meiner Zeit.“
Maya Werner 24 Sekunden unter Bestzeit
Quadarella hatte trotz großer Hitze überall in Frankreichs Hauptstadt von Anfang an bedingungslos aufs Tempo gedrückt, war die ersten 400 Meter mit 4:07 Minuten genauso schnell angegangen wie beim 800m-Rennen. Einzig Gose konnte da noch mithalten, erst bei 900 Metern entstand dann die entscheidende Lücke. Hinter dem Führungsduo spulte Werner ihr Rennen schon relativ früh im Alleingang ab, die 21-Jährige verbesserte ihre Bestzeit dabei um fast 25 Sekunden. „Es läuft einfach. Ich hatte gar nicht auf dem Schirm, wie schnell ich unterwegs bin“, sagte Werner. „Das macht mich schon stolz, weil die 1500 Meter noch neu in meinem Programm sind. Dass ich da gleich so konkurrenzfähig bin, gibt ein gutes Gefühl.“
Weniger zufrieden mit sich und seiner Leistung war an diesem Tag dagegen ein anderer Athlet aus der so erfolgreichen Gruppe von Bundestrainer Bernd Berkhahn. Im Finale über 200m Freistil konnte sich Lukas Märtens den Traum von der ersten internationalen Medaille auf dieser Nebenstrecke nicht erfüllen. In 1:45,58 Minuten war der 400m-Weltrekordler rund eine Dreiviertelsekunde langsamer als im Halbfinale am Vorabend unterwegs und belegte damit Rang sieben. Hinter dem Olympiasieger David Popovici (ROU/1:44,55) ging weiteres Edelmetall stattdessen an Tomas Navikonis (LTU/1:44,55) und James Guy (GBR/1:44,87).
Lukas Märtens auf der Suche nach dem Killerinstinkt
„Das Rennen war schon vorbei, da war ich gefühlt noch gar nicht richtig im Wasser. Ich bin vom Kopf entweder 100 Prozent da oder Null. Gestern war alles da, aber heute gar nichts“, erklärte Märtens. „Aber so ist Sport. Heute waren andere Leute einfach besser, das muss ich akzeptieren. Auf den 200 Metern muss ich einfach noch stabiler sein, über 400 Meter habe ich den Killerinstinkt. Ich werde weiter hart arbeiten.“ Erst am Sonntag steht dann Märtens‘ Hauptrennen über seine Weltrekordstrecke 400m Freistil auf dem EM-Programm.
Das Kontrastprogramm zu Märtens in Sachen Emotionen lieferte Julianna Dora Bocska. Im Halbfinale über 50m Freistil drückte die 20-Jährige von der SG Essen ihre Bestzeit um gleich zwei Zehntelsekunden auf 24,83 Sekunden, das reichte zu Rang 13. „Aufgeregt war ich schon, aber ich habe versucht es als positive Energie zu sehen und einfach alles aufzusaugen und Spaß zu haben“, sagte die EM-Debütantin. „Besser hätte es nicht laufen können. Und ich glaube, nun kann ich mit Zuversicht in die nächste Saison gehen.“
Sarah Sjöström kann Samstag Franzi van Almsick überflügeln
Während Bocska sich über die Annäherung an die Spitze freute, schwamm Superstar Sarah Sjöström (SWE/23,83) die schnellste Halbfinalzeit. Kurz vor ihrem 33. Geburtstag und ein Jahr nach der Geburt ihres Sohnes Adrian kann sie nun am Samstag ihren 19. EM-Titel gewinnen. Sie hätte dann einen mehr als Deutschlands Schwimmlegende Franziska van Almsick.
EM 2026 in Paris: DSV-Ergebnisse am 14. August
| Strecke | DSV-Starter*in | Zeit | Platz |
| Vorläufe ab 09:30 Uhr | |||
| 50m Freistil Frauen | Julianna Bocska | 00:25,03 | 16. (Q) |
| Nina Jazy | 00:25,55 | 30. | |
| 50m Brust Männer | Melvin Imoudu | 00:26,84 | 3. (Q) |
| Malte Gräfe | 00:27,15 | 12. (Q) | |
| Lucas Matzerath | 00:27,48 | 24. | |
| Subäjr Biltaev | 00:27,48 | 24. | |
| 100m Rücken Frauen | Lise Seidel | 01:00,72 | 10. (Q) |
| 200m Schmetterling Männer | Björn Kammann | 01:57,97 | 19. |
| 200m Lagen Frauen | Linda Roth | 02:15,01 | 13. (Q) |
| Noelle Benkler | 02:15,56 | 17. | |
| 4x100m Freistil Mixed | Josha Salchow, Julian Koch, Nicole Maier, Nina Holt | 3:26,36 | 9. |
| 1500m Freistil | Sven Schwarz | 14:52,16 | 5. |
| Oliver Klemet | 14:48,51 | 1. (Q) | |
| Johannes Liebmann | 14:50,83 | 2. (Q) | |
| Finalsabschnitt | |||
| 100m Schmetterling Frauen Finale | Angelina Köhler | 00:56,39 | 2. |
| 200m Freistil Männer Finale | Lukas Märtens | 01:45,58 | 7. |
| 200m Brust Frauen Finale | Anna Elendt | 02:23,81 | 5. |
| 100m Rücken Frauen Halbfinale | Lise Seidel | 01:00,75 | 11. |
| 50m Brust Männer Halbfinale | Melvin Imoudu | 00:26,93 | 8. (Q) |
| Malte Gräfe | 00:27,07 | 10. | |
| 50m Freistil Frauen Halbfinale | Julianna Bocska | 00:24,83 | 13. |
| 200m Schmetterling Männer Halbfinale | |||
| 200m Lagen Frauen Halbfinale | Linda Roth | 2:15,02 | 16. |
| 50m Rücken Männer Finale | |||
| 1500m Freistil Frauen Finale | Isabel Gose | 15:49,31 | 2. |
| Maya Werner | 15:52,50 | 3. | |
| 4x100m Freistil Mixed Finale |















