Toller EM-Start in Paris mit maximaler Finalausbeute

Finn Hammer bejubelt Bestzeit und Finaleinzug bei der EM in Paris ©Jo Kleindl
- 10.08.2026
Besser hätte das Beckenschwimmen bei den Europameisterschaften in Paris (FRA) kaum losgehen können für das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV). Die Lagenschwimmer Finn Hammer und Cedric Büssing (beide SG Essen) sowie beide Staffeln über 4x200m Freistil sicherten sich Plätze für den Finalabend (ab18:30 Uhr, ARD).
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Als erster deutscher Schwimmer sprang Finn Hammer ins Becken des Centre Aquatique Olympique, verbesserte seien Bestzeit über 400m Lagen um gleich fünf Sekunden. Am Ende zog damit als Zweiter hinter Ilia Borodin (NAB) ins Finale ein, Topfavorit und Weltrekordler Léon Marchand (FRA) hatte wegen einer Hüftverletzung auf diese Strecke verzichten müssen. „Ich wollte ein Zeichen setzen fürs Team, das ist gelungen“, meinte Hammer. „Es musste einfach mal ein Schritt nach vorn kommen, zuletzt hatte ich es beim Saisonhöhepunkt nicht immer so gut hinbekommen.“ Diesmal aber, das überraschte nicht einmal den deutschen Rekordschwimmer Büssing. „Wir haben in den letzten Wochen zusammen trainiert und uns richtig was um die Ohren geballert. Dass Finn jetzt schneller war als ich in den vergangenen beiden Jahren, motiviert mich auch noch einmal zusätzlich fürs Finale“, erzählte Büssing.
Sogar die schnellste Vorlaufzeit legten die deutschen Staffelmänner hin. Lukas Märtens (SC Magdeburg) zeigte als Startschwimmer eine gute Leistung (1:45,84) hin, dahinter kraulte aber auch Timo Sorgius (SC Wiesbaden 1911/1:46,33), Jarno Bäschnitt (Team Bochum/1:46,17) und Cornelius Jahn (Ahrensburger TSV/1:46,49) schnell. „Wir sind jetzt schon weiter als voriges Jahr mit der Staffel, als wir nicht im Finale standen. Darauf können wir aufbauen“, meinte Märtens. „Das war schon eine schnelle Zeit am Morgen. Da ist bei allen nicht mehr so viel mehr drin, aber wir können noch einmal alle über uns hinauswachsen.“ Das wollen auch die Staffelfrauen. Schneller als Maya Tobehn (Dresdner SC 1898/1:58,58), Linda Roth (1:57,62), Nina Holt (beide SC Magdeburg/1:58,63) und Nicole Maier (SG Essen/1:59,74) waren nur die Neutralen Athletinnen aus Russland (7:54,17).
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Finalplätze sicherten sich auch Isabel Gose und Maya Werner (beide SC Magdeburg) über 800m Freistil, dort werden die Medaillen aber erst am Dienstagabend vergeben. „Ich hatte nach dem Freiwasser nur wenig Zeit zur Regeneration. Und bin froh, dass ich nun noch mal 24 Stunden habe. Ich hangele mich von tag zu Tag“, meinte Gose, die bereits zwei Goldmedaillen aus der Seine gefischt hatte.
Am Montagabend sind die DSV-Aktiven auch in sämtlichen Halbfinals vertreten, und zwar mit Lise Seidel (SC Chemnitz/200m Rücken), Nina Holt (100m Freistil), Luca Armbruster (SG Neukölln Berlin/50m Schmetterling), Melvin Imoudu (Potsdamer SV) und Lucas Matzerath (SG Frankfurt/beide 100m Brust).
Bei einem zusätzlichen Time Trial verbesserte Malte Gräfe seine Bestzeit über 100m Brust und bkeibt in 59,98 Sekunden erstmals unter den Minutengrenze. Den Deutschen Jahrgangsrekord von Marco Koch verfehlte der 19-Jährige vom Potsdamer SV damit nur um 18 Hunderststel. Gräfe ist nur für die EM-Rennen über 50m und 200m Brust qualifiziert.
Die DSV-Ergebnisse am 10. August
| Strecke | DSV-Starter*in | Zeit | Platz |
| Vorläufe ab 09:30 Uhr | |||
| 400m Lagen Männer | Finn Hammer | 4:13,45 | 2. (Q) |
| Cedric Büssing | 4:14,59 | 5. (Q.) | |
| 100m Freistil Frauen | Nina Holt | 54,48 | 16. (Q.) |
| Linda Roth | 54,65 | 20. (R) | |
| Nicole Maier | 54,94 | 23. | |
| Julianna Bocksa | 55,36 | 31. | |
| 50m Schmetterling Männer | Luca Armbruster | 23,12 | 10. (Q) |
| Ole Eidam | 23,39 | 21. | |
| Josha Salchow | 23,62 | 30. | |
| Julian Koch | 24,12 | 50. | |
| 200m Rücken Frauen | Lise Seidel | 02:10,02 | 2. (Q) |
| 100m Brust Männer | Melvin Imodou | 59,31 | 5. (Q) |
| Lucas Matzerath | 59,59 | 10. (Q.) | |
| Subäjr Biltaev | 1:00,13 | 18. | |
| Mathis Schönung | 01:00,77 | 30. | |
| 4x200 Freistil Frauen | Maya Tobehn, , Linda Roth, Nina Holt, Nicole Maier | 7:54,57 | 2. (Q) |
| 4x200 Freistil Männer | Lukas Märtens, Timo Sorgius, Jarno Bäschnitt, Cornelius Jahn | 7:04,83 | 1. (Q) |
| 800m Freistil Frauen | Isabel Gose | 08:26,01 | 2. (Q) |
| Maya Werner | 08:32,79 | 4. (Q) | |
| Finals ab 18:30 Uhr | Persöniche Bestzeit | Deutscher Rekord | |
| 50m Schmetterling Männer Halbfinale | Luca Armbruster | 22,84 | DR: 22,84 |
| 100m Freistil Frauen Halbfinale | Nina Holt | 53,81 | 52,11 |
| 400m Lagen Männer Finale | Finn Hammer | 4:13,45 | 4:11,52 |
| Cedric Büssing | 4:11,52 | 4:11,52 | |
| 200m Rücken Frauen Halbfinale | Lise Seidel | 02:08,75 | 02:07,63 |
| 100m Brust Männer Halbfinale | Melvin Imoudu | 00:58,84 | 00:58,74 |
| Lucas Matzerath | 00:58,74 | 00:58,74 | |
| 4x200 Freistil Frauen Finale | DSV | 7:50,82 | |
| 4x200 Freistil Männer Finale | DSV | 07:03,19 |

















