Topzeiten zum DM-Abschluss von Schwarz, Jahn, Armbruster und Matzerath
- 26.04.2026
Zum Abschluss der Deutschen Meisterschaften 2026 in Berlin hat sich Sven Schwarz über 1500m Freistil seinen zweiten Titel erkämpft. Der WM-Zweite von Waspo 98 Hannover kraulte in 14:42,32 Minuten quasi im Alleingang die viertschnellste Zeit weltweit in diesem Jahr. Nur Schwarz selbst in der Vorwoche und seine diesmal abwesenden Landsmänner Johannes Liebmann und Oliver Klemet waren bislang schneller unterwegs in diesem Jahr.
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„Die Zeit ist top. Aber wenn man noch jemand neben sich hat, macht es auf den Fall noch mehr Spaß“, meinte Schwarz. Bei den Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) wird das dann zweifellos der Fall sein. Einen schönen Abschied bescherte Schwarz am Sonntag auch dem Wettkampfrichter auf seiner Bahn Holger Timmermann, der viele Jahre dem Schwimmsport in diesem Ehrenamt diente. Schwarz betonte voller Dankbarkeit: „Holger ist bei uns in Niedersachsen ein Urgestein.“
Rückenschwimmer Cornelius Jahn mit krasser Bestzeit zum Double
Schwarz war nach seinen WM-Erfolgen auf seinen Langstrecken vom Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) ohnehin schon für die EM gesetzt, andere konnten sich mit erfüllten Normzeiten am Sonntag noch weitere Startplätze für Paris sichern. So glänzte Cornelius Jahn (Ahrensburger TSV) in 1:56,63 Minuten als neuer Champion über 200m Rücken. In der europäischen Jahresbestenliste liegt er damit auf Rang fünf. Lagen-Spezialist Cedric Büssing (SG Essen) erfüllte 1:58,86 als Zweiter noch die U23-Norm.
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„Dass ich am letzten DM-Tag hier noch einmal so eine krasse Bestzeit und damit eineinhalb Sekunden schneller als bisher schwimme, habe ich nicht erwartet“, sagte der 23-Jährige, der zuvor schon über 100m Rücken siegreich gewesen war und sich auch für die 4x100m-Freistilstaffel empfohlen hatte. „Ich freue mich, dass ich mich Lukas Märtens etwas annähern kann und hoffe, dass ich ihm in Zukunft gute Duelle liefern kann.“ Märtens hatte acht Tage zuvor in Bergen (NOR) den deutschen Rekord auf 1:55,85 verbessert.
Luca Nik Armbruster bleibt der schnellste Schmetterling
Über 50m Schmetterling verteidigte der WM-Sechste Luca Nik Armbruster (SG Neukölln Berlin) den Titel aus dem Vorjahr. Seine Saisonbestzeit verbesserte der deutsche Rekordhalter dabei auf 23,13 Sekunden. Kurzbahn-Champion Maurice Grabowski (SC Wiesbaden 1911) verpasste mit 23,56 dagegen die EM-Norm um elf Hundertstel.
„Das macht immer Spaß, hier in Berlin zu schwimmen, wenn so viele Leute dabei sind und bei so einer guten Stimmung“, betonte Armbruster. Auch wenn sich noch nicht alle im Training sichtbaren Fortschritte bei diesem Wettkampf umsetzen ließen.
Mathis Schönung erfüllt als 25. Mann eine EM-Norm
Über 200m Brust sicherte sich Lucas Matzerath (Team Bochum) in 2:10,64 Minuten die Goldmedaille und zugleich die zweite EM-Norm. „Dass ich über die 100 Meter das erste Mal die Norm verpasst hatte, war schon eine leichte Enttäuschung. Aber ich konnte das gut abhaken und habe nun erstmals sogar eine 200-Meter-Norm geknackt“, sagte Matzerath. Das war seit der Zeit von Marco Koch keinem Deutschen mehr gelungen. Nach zuvor sechs Titeln für die SG Frankfurt gelang ein weiterer für seinen neuen, vor rund eineinhalb Jahren gegründeten Verein. „Das war der erste Titel fürs Team Bochum überhaupt, so weit ich weiß. Das ist etwas ganz Besonderes, dass ich die Ehre hatte, den einzusacken. Darauf lässt sich hoffentlich in den nächsten Jahren aufbauen.“
Hinter dem erfahrenen Olympia-Fünften Matzerath konnte aber auch Mathis Schönung (SG EWR Rheinhessen-Mainz) freuen, der als Zweiter in 2:11,77 die U23-Norm für die EM unterbot. Der Wechsel an den Bundesstützpunkt Heidelberg zahlte sich damit aus. „Ich wusste schon immer, dass es so schnell geht. Und konnte es jetzt dank psychologischer Unterstützung auch umsetzen“, meinte Schönung. Der Brustschwimmer war damit der 25. Mann mit erfüllter EM-Norm, keine einzige Strecke bleibt dabei unbesetzt. Hinzu kommen 16 Frauen. Die finalen Nominierungsentscheidungen werden in den nächsten Tagen getroffen und anschließend veröffentlicht.
Die Deutschen Meister am Sonntag
50m Schmetterling: Luca Nik Armbruster (SG Neukölln Berlin) 23,13
200m Brust: Lucas Matzerath (Team Bochum) 2:10,64
200m Rücken: Cornelius Jahn (Ahrensburger TSV) 1:56,63
1500m Freistil: Sven Schwarz (Waspo 98 Hannover) 14:42,32 Minuten
4x100m Freistil Mixed: SG Essen (Philipp Peschke, Finn Hammer, Julianna Dora Bocska, Nina Jazy) 3:31,69


















