Nils Nolte im Rekordrausch zum dritten DJM-Gold
- 11.06.2026
Die Schwimmtalente zeigen sich bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin weiter in Rekordlaune. Kein Tag vergeht ohne neue Bestmarke. Am Donnerstag kraulte
Nils Nolte 1:47,88 Minuten über 200m Freistil, der 17-Jährige vom Berliner TSC verbesserte damit seine eigene Bestmarke aus dem April noch einmal um 15 Hundertstel.
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„Ich bin absolut baff, das war ein Hammerrennen“, jubelte Nolte nach dem Anschlag. Und bedankte sich anschließend sofort beim Zweitplatzierten Simon Brugger (SG Stadtwerke München), der als Langstreckenspezialist ein ungewöhnlich hohes Anfangstempo angeschlagen hatte. „Ich bin es nicht gewohnt, dass jemand von Anfang an mitgeht. Ich glaube, das hat mich zu dieser Zeit gepusht“, so Nolte.
Nur die Siegerpose will Nils Nolte nun öfter mal üben
Wie schon beim Jahrgangsrekord über 100m Freistil zum DJM-Auftakt erhielt Nolte von DJM-Partner ONEflow Sports als Belohnung wieder einen Gutschein über drei kostenfreie Trainingslagertage in Soma Bay. Und wer weiß, vielleicht wird die nächste Reise nach Ägypten bis Samstag ja noch länger kostenfrei. Nolte: „Ich weiß nicht, was in den nächsten Tagen noch kommt. Ich kann aber sagen: Soma hat Spaß gemacht, wir waren vor der DJM zwei Wochen dort im Trainingslager. Kann ich nur weiterempfehlen.“
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Üben will der Blondschopf bis zu den Junior*innen-Europameisterschaften in München (07. – 12. Juli) sicher auch noch seine Siegerpose. Diesmal war ihm noch misslungen, sich zum Jubeln auf die Leine zu setzen. „Ich wollte es unbedingt mal probieren. Aber ich habe unterschätzt, wie anstrengend die 200 Meter waren und wie schwer die Beine dann plötzlich sind“, sagte Nolte. Ärgern muss sich der Champion deswegen aber nicht: Ähnliches war an gleicher Stelle zuletzt selbst Weltrekordler Lukas Märtens mal passiert.
Fünftes Lagen-Gold in Folge für den „Schmettboy“
Glanzpunkte setzten am dritten Wettkampf auch noch andere aus dem JEM-Team. So gewann Jannes Schmidt (SC Wiesbaden/Jahrgang 2009) über 400m Lagen bereits seinen fünften Titel auf dieser Strecke. „Der Fokus liegt klar auf der JEM, aber dieser Titel war vom Coach zur Pflichtaufgabe erklärt worden. Hat ganz gut geklappt“, sagte Schmidt. Der Seriensieger hat in den Sozialen Medien als „Schmettboy“ bereits ziemlich viele Follower und Fans, obwohl das im Gegensatz zu den Anfangsjahren inzwischen nicht mehr seine beste Schwimmart ist. Nach den 100m Schmetterling lag Schmidt im Lagenrennen nur auf Rang fünf, zog dann aber bald an allen vorbei.
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Während über 100m Brust Philipp Honka (SG Mönchengladbach/2012), Paul Kiehl (Potsdamer SV/2011), Ferdinand Resch (Waspo 98 Hannover/2010) und Louis Hoffmann (SG Neukölln Berlin/2008) wie schon beim 50m-Sprint triumphierten, sicherte sich im 2009er Jahrgang JEM-Starter Lius Pepe Baumeister (SSG Leipzig) den Titel. Mit 1:02,53 erzielte er dabei sogar eine neue Bestzeit. „Damit habe ich nicht unbedingt gerechnet. Aber das gibt natürlich ein gutes Gefühl Richtung JEM“, sagte der Sachse.
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Noltes Vereinskollege Salan hat sogar schon vier Goldmedaillen
Baumeisters Verein SSG Leipzig liegt in der „Team Challenge powered by Aquafeel” mit 330 Punkten weiter klar in Führung vor der SG Essen (235) und dem Potsdamer SV (201). Bei diesem Teamwettbewerb sammeln alle Finalist*innen Punkte für ihren Verein. Mit Unterstützung von Aquafeel als Premium Pool-Partner des DSV und exklusivem Ausstatter für Oberbekleidung der DSV-Teams werden die erfolgreichsten Teams der DJM am Ende mit Prämien im Gesamtwert von 5.900 Euro belohnt.
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Hinter dem SC Magdeburg (184) rückte der Berliner TSC (160) auf Rang fünf, und das lag nicht nur an Nils Nolte. So gewann sein Vereinskollege Leonard Salan über 400m Lagen sogar schon den vierten Titel im Jahrgang 2012. Und das Toptalent rechnet sich bis Samstag noch in vier weiteren Rennen Chancen aus. Seriensiege sind bei den Jüngsten im Feld nichts Ungewöhnliches, mit dem Sieg über 200m Freistil hat Lasse Palle Phielipeit (Celler Schwimm-Club) beispielsweise auch schon drei Goldmedaillen. „Für mich war hier jeder Sieg eine Überraschung. Jetzt bin ich natürlich gespannt, was in den nächsten Rennen noch alles passiert“, sagte der Niedersachse, dessen Mutter Kathrin dereinst in Berlin in einer Trainingsgruppe mit Franziska van Almsick trainierte.
Alle DJM-Sieger des dritten Tages:
200m Freistil:
2012: Lasse Palle Phielipeit (Celler Schwimm-Club) 2:00,91
2011: Stefan Louts-Häußler (SGR Karlsruhe) 1:55,89
2010: Elias Himmelsbach (SSG Leipzig) 1:53,01
2009: Nils Nolte (Berliner TSC) 1:47,88 (DJR)
2008: Leo Ilias Baumann (SSG Saar Max Ritter) 1:52,06
100m Brust:
2012: Philipp Honka (SG Mönchengladbach) 1:09,27
2011: Paul Kiehl (Potsdamer SV) 1:06,27
2010: Ferdinand Resch (Waspo 98 Hannover) 1:04,44
2009: Lius Pepe Baumeister (SSG Leipzig) 1:02,53
2008: Louis Hoffmann (SG Neukölln Berlin) 1:01,41
400m Lagen:
2012: Leonard Salan (Berliner TSC) 4:43,93
2011: William Klotz (SC Wiesbaden 1911) 4:38,93
2010: Ilias Hamdouch (Cologne Swimming Club) 4:32,38
2009: Jannes Schmidt (SC Wiesbaden 1911) 4:27,84
2008: Rudolf Bordas (SC Magdeburg) 4:28,20














