Brust-Triple für Louis Hoffmann und Paul Kiehl

Auch der vierte Wettkampftag der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Schwimmen (DJM) in Berlin bot viel Spannung bis zum allerletzten Einzelrennen. Hier sicherte sich dann Louis Hoffmann (SG Neukölln Berlin) mit dem Sieg über 200m Brust im Jahrgang 2008 das dritte Gold in dieser Schwimmart. Mit 2:14,84 Minuten verwies er dabei Hugo Engelien (SC Magdeburg/2:16,77) auf Rang zwei und verhinderte damit dessen sechsten DJM-Sieg in Serie auf der Strecke.

 

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„Die letzten Jahre waren hart. Es hat immer Spaß gemacht, sich mit Hugo zu battlen, aber diesmal hat es nun endlich geklappt“, sagte Hoffmann. Der Berliner betonte aber sogleich, dass die Vorbereitung auf die Junior*innen-Europameisterschaften (07. – 12. Juli) in der Münchener Olympiahalle von 1972 trotzdem Priorität behält. Denn: „Ich möchte dort so viel wie möglich zu abholen.“ Ähnlich äußerte sich auch Engelien, nachdem er dem Rivalen fair gratuliert hatte. „Ich bin mit der Zeit nicht unzufrieden, sehe gerade nur Positives in Richtung JEM und auch die weitere Zukunft. Louis war in Berlin schon in diesem Jahr in die Topgruppe hochgerückt, bei mir folgt das dann nächste Saison.“ Von der Zusammenarbeit mit Bundestrainer Bernd Berkhahn erhofft sich der Brustschwimmer also viel.

 

Kiehl setzt Potsdams Brustschwimmer-Tradition fort

 

Das Gold-Triple im Brustschwimmen gelang sonst nur noch Paul Kiehl (Potsdamer SV) im Jahrgang 2011, der zum dritten Mal eine Bestzeit (2:22,55) obendrauf packte. Seine Vereinskollegen Melvin Imoudu und Malte Gräfe seien Vorbilder, denen er nacheifere beim Brustschwimmen, verriet Kiehl. Nach den starken DJM-Leistungen darf er nun selbst auf seine erste Berufung in die Nationalmannschaft hoffen, und zwar beim Central European Countries Junior Meeting (CECJM) in Ljubljana (SLO/17. – 19. Juli).

 

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Schon sein viertes Gold gewann Freistilspezialist Nils Nolte (Berliner TSC/Jahrgang 2009) und zeigte nach zuvor zwei Jahrgangsrekorden nun auch über 400m Freistil eine Topleistung (3:51,35 Minuten). „Die nächste persönliche Bestzeit, aber man merkt die Belastung der vergangenen Tage langsam. Ausgeruhter komme ich vielleicht näher an den Jahrgangsrekord heran“, sagte Nolte. Die Bestmarke hält kein Geringerer als Shootingstar Johannes Liebmann (SC Magdeburg/3:49,32). Vielleicht kann Nolte ja beim Saisonhöhepunkt in München dann auch in diese Regionen vorstoßen.

 

Nils Nolte und Pedro Stier räumen auf den Freistilstrecken ab

 

Nolte wird am Berliner Bundesstützpunkt von Bastian Schulte trainiert, der im vergangenen Jahr aus Leipzig in die Hauptstadt umgesiedelt war. Dass dieser dort sehr gute Arbeit abliefert, zeigen auch die Erfolge des ein Jahr jüngeren Pedro Stier (SG Neukölln Berlin). Der kraulte in persönlicher 400m-Bestzeit (4:01,74) auch schon zum dritten Titel, nachdem er zuvor bereits auf den beiden längeren Strecken erfolgreich gewesen war. Erstaunlich schnell war auch Stefan Louts-Häußler (SGR Karlsruhe) als Sieger des Jahrgangs 2011 (4:02,96) unterwegs. Auf der Weltrekordstrecke von Olympiasieger Lukas Märtens kommen gerade also viele weitere Talente nach.
 

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Mit seinem 400m-Sieg steht Leonard Salan (Berliner TSC/Jahrgang 2006) vor dem finalen DJM-Tag bereits bei fünf Goldmedaillen, erfolgreichster Teilnehmer könnte wie im Vorjahr aber Jannis Kube (Wasserfreunde Spandau 04/2011). Über 50m Rücken schwamm Kube am Freitag zu seinem vierten Titel. Und am Samstag startet er in allen seinen drei verbleibenden Rennen jeweils als Titelverteidiger.

 

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Leipzig in der Team Challenge klar vorn

 

Die Triumphe von Ben Bodusch und Mitja Bauer über 50m Rücken sorgten unter anderem dafür, dass die SSG Leipzig ihre Führung in der „Team Challenge powered by Aquafeel” ausbauen konnte. Die Sachsen führen nun mit 473 Punkten deutlich vor der SG Essen (321) und dem Potsdamer SV (270), auf Rang vier rutschte die SG Stadtwerke München (239) vor. Bei diesem Teamwettbewerb sammeln alle Finalist*innen Punkte für ihren Verein. Mit Unterstützung von Aquafeel als Premium Pool-Partner des DSV und exklusivem Ausstatter für Oberbekleidung der DSV-Teams werden die erfolgreichsten Teams der DJM am Ende mit Prämien im Gesamtwert von 5.900 Euro belohnt.

 

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Alle DJM-Sieger des vierten Tages:

 

400m Freistil:

2012: Leonard Salan (Berliner TSC) 4:14,29

2011: Stefan Louts-Häußler (SGR Karlsruhe) 4:02,96

2010: Pedro Stier (SG Neukölln Berlin) 4:01,74

2009: Nils Nolte (Berliner TSC) 3:51,35

2008: Leo Leverkus (SGR Karlsruhe) 3:58,06

 

50m Rücken: 

2012: Ben Bodusch (SSG Leipzig) 28,15

2011: Jannis Kube (Wasserfreunde Spandau 04) 26,78

2010: Gerard Norwisz (SG Neuss) 26,37

2009: Alex Walter (SG Bergheim) 26,33

2008: Mitja Bauer (SSG Leipzig) 25,46

 

200m Brust:

2012: Bendix Adler (SC Chemnitz von 1892) 2:29,18

2011: Paul Kiehl (Potsdamer SV) 2:22,55

2010: Taku Missel (SCW Eschborn) 2:21,15

2009: Seungmin Oh (SG Essen) 2:18,12

2008: Louis Hoffmann (SG Neukölln Berlin) 2:14,84

 

4x100m Freistil:

SG Neuss (Max Niklitschek, Fabian Mager, Gerard Norwisz, Maximilian Bandt) 3:25,16

 

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