U16-Weltmeisterschaft: Deutschland überzeugt beim größten WM-Turnier aller Zeiten

© DSV

Mit dem 13. Platz unter insgesamt 36 Mannschaften hat der deutsche U16-Nachwuchs bei den Weltmeisterschaften in Zagreb (CRO) ein bemerkenswertes Ergebnis erzielt. Niemals zuvor war eine WM im Wasserball mit so vielen teilnehmenden Nationen ausgetragen worden. Für die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) war der Weg durch das Turnier allerdings alles andere als einfach. Bereits die Auslosung bescherte dem Team einige äußerst starke Gegner. Mit etwas mehr Losglück wäre sicherlich auch eine bessere Platzierung möglich gewesen. Umso höher ist die gezeigte Leistung einzuschätzen.

 

Das Turnier begann mit einem überzeugenden 19:0 gegen Uruguay, ehe mit den USA bereits im zweiten Spiel ein absolutes Top-Team wartete. Deutschland hielt stark dagegen, musste sich nach Führung im dritten Viertel am Ende aber mit 8:12 geschlagen geben. Im dritten Spiel folgte ein deutlicher 25:0-Erfolg gegen Tschechien.

Im vierten Spiel gegen Montenegro zeigte die deutsche Mannschaft erneut, dass sie auch mit der Weltspitze mithalten kann. Nach einer spannenden Partie stand am Ende eine denkbar knappe 10:11-Niederlage. Gleichzeitig sollte dieses Spiel einen bitteren Einschnitt für die Mannschaft bedeuten: Der bärenstarke Neuköllner Center Justus Oestreich erlitt einen Bruch des Brustbeins.

Trotz dieser schweren Verletzung spielte Justus die Partie gegen Montenegro noch zu Ende und war auch im darauffolgenden fünften Spiel gegen Ungarn noch im Wasser. Erst anschließend wurde der Bruch diagnostiziert. Die Konsequenz war ein absolutes Sportverbot für acht Wochen. Für die Mannschaft war der Ausfall ein schwerer Rückschlag. Umso bemerkenswerter war es, wie das Team anschließend zusammenrückte und sich auch in den letzten beiden Spielen noch einmal voll auf den Wasserball konzentrierte.

Gegen die Top-Nation Ungarn musste sich Deutschland zwar mit 11:13 geschlagen geben, doch gegen Neuseeland folgte ein überzeugender 11:8-Erfolg. Im abschließenden Spiel wartete mit Australien erneut ein starker Gegner. Deutschland ließ jedoch keinen Zweifel aufkommen und setzte sich souverän mit 10:5 durch. Neben den Ergebnissen stimmten vor allem Teamgeist, Motivation und Einsatzbereitschaft. Gerade nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Justus Oestreich und einigen angeschlagenen Spielern bewies die Mannschaft, dass sie füreinander einsteht und gemeinsam weiterkämpft.

Auch sonst gab es aus deutscher Sicht einen besonderen Grund zur Freude: Deutschland war auch im Kampf um die Medaillen vertreten, Ralf Müller als Schiedsrichter konnte ein für ihn sehr erfolgreiches Turnier mit einem souveränen Auftritt im Spiel um die Bronzemedaille abrunden. Den Weltmeistertitel sicherte sich am Ende Gastgeber Kroatien, der vor heimischem Publikum eine beeindruckende Weltmeisterschaft spielte.

 

Für Deutschland spielten:

Basil Blanc, Luka Filipovic, Julian Konitzer, Justus Oestreich, Jonas Seidel (alle SG Neukölln Berlin), Nico Buchelt, Georg Metzler (beide OSC Potsdam), Felix Burger, Fritz Burger (beide SC DhfK Leipzig), Nico Khokhobashvili, Gabriel Slugecic (beide Post SV Nürnberg), Philipp Matziou, Anton Pirija (beide SV Cannstatt), Paul Hildebrandt (ASC Duisburg), Karlo Thiele (White Sharks Hannover)

Diesen Artikel teilen

Weitere News