Wasserball-Bundesliga: Zwei Frauen-Teams starten mit Titelambitionen

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- 01.10.2026
Wenn der Supercup am vergangenen Wochenende einen Vorgeschmack auf die kommende Saison in der Wasserball-Bundesliga geliefert hat, dürfen sich die Fans auf eine spektakuläre Spielzeit freuen. 35 Treffer fielen dort beim Triumph der Wasserfreunde Spandau 04 gegen den SV Blau-Weiß Bochum, nie waren es in der Historie des Supercups seit 2017 mehr. Und auch der Ausgang der Partie dürfte für die am Samstag (03. Oktober) startende Bundesliga einen Fingerzeig bieten. Nach ihrem nunmehr sechsten Supercup-Erfolg in Serie sind die Spandauerinnen auch in der Liga wieder das Team, das es zu schlagen gilt.
Seit 2019 hat Berlin bei den Frauen sämtliche nationalen Titel im Wasserball geholt, es ist mittlerweile die längste laufende Meisterserie in einer olympischen Mannschaftssportart. Nach dem erneuten Double in der Vorsaison sind die Ziele der Mannschaft von Trainer Marko Stamm deshalb klar formuliert: „National wollen wir keinen Titel abgeben und wieder Meister und Pokalsieger werden. Den ersten Titel haben wir schon geholt“, sagt der Coach. Zudem soll in der Champions League wieder der Sprung in die Hauptrunde gelingen, die Qualifikation dafür bestreitet Spandau vom 09. – 11. Oktober in eigener Halle. „International ist die Gruppe in der Qualifikation sicherlich schwieriger als im letzten Jahr, aber auch da wollen wir möglichst weiter angreifen. Wir wollen Champions League spielen und ansonsten im Euro Cup so weit wie möglich kommen und die Gruppenphase überstehen“, betont Stamm.
Entsprechend international und ambitioniert ist das Team aufgestellt. Zu den bekannten Stützen um Kapitänin Gesa Deike gesellt sich mit Emma Seehafer – Tochter von Nationaltrainer Karsten Seehafer – eine weitere deutsche Nationalspielerin. Neu sind auch die Israelin Dar Menakerman und Kinga Mihály (HUN) sowie das Torhüterinnen-Duo mit Francesca Sena (ITA) und Mia Rycraw (USA).
Bochum holt Olympia-Medaillengewinnerin, Esslingen den früheren Bundestrainer
Aber auch Bochum hat sich verstärkt. Franka Lipinski (zuletzt in Uerdingen) gewann 2025 mit Deutschland Gold bei den World University Games. Die Ungarin Anikó Gyöngyössy war 2021 sogar Olympia-Bronzemedaillengewinnerin und ein Jahr zuvor EM-Dritte und bringt mit ihren 36 Jahren viel Erfahrung mit. Neu im Aufgebot der jetzt von ihrem Landsmann Peter Dubinak betreuten Blau-Weißen sind außerdem Sienna Barkei (AUS), Mariia Lytvyniuk (UKR) und Kylie Richardson (USA).
„Wir haben eine neue Mannschaft und sind als Team sehr gut zusammengewachsen. Wir haben uns gut zusammengefügt und freuen uns jetzt darauf, in die Bundesliga zu starten. Unsere Ziele für die kommende Saison sind klar: Wir wollen sowohl die Bundesliga als auch den Pokal gewinnen und Spandau schlagen“, sagt Kapitänin Jana Stüwe. Im Finale der vergangenen Saison war Bochum als erstem deutschem Team seit fast fünf Jahren ein Sieg gegen die Berlinerinnen gelungen. Die Finalserie ging am Ende trotzdem mit 1:2 verloren, ebenso wie kürzlich der Supercup. „Mit Blick auf den Supercup kann man sagen, dass das Ergebnis den tatsächlichen Spielverlauf nicht vollständig widerspiegelt. Das erste und das dritte Viertel haben wir unentschieden gespielt, und wir haben jetzt gesehen, woran es in den entscheidenden Phasen gelegen hat. Ich glaube, dass die kommenden Spiele spannend werden und dass Spandau auf jeden Fall angreifbar und zu schlagen ist“, so Stüwe.
Auftaktspiel zwischen Berlin und Hamburg
Neben Spandau und Bochum spielt in dieser Saison auch der SSV Esslingen im Europapokal, und zwar ebenso wie die Bochumerinnen im Conference Cup. Der SSVE musste sich nach dem dritten Platz der Vorsaison von Nationalspielerin und Kapitänin Jamie-Julique Haas verabschieden, die es zurück in die Heimat nach Chemnitz zog. Neuer Coach ist der frühere Nationaltrainer der Frauen und Männer Milos Sekulic, dessen Tochter Maria Sekulic in Esslingen weiter das Tor hütet. Bis zum Jahresende wird er seine Tätigkeit zunächst in einem reduzierten Umfang aufnehmen, sich dann aber ab Januar 2027 in vollem Umfang in den Verein einbringen und neben der Verantwortung für das Bundesligateam auch die Koordination der strategischen Weiterentwicklung der Nachwuchsarbeit im weiblichen, gemischten und männlichen Bereich übernehmen.
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Das Feld komplettieren der Uerdinger SV 08 und der Eimsbütteler Turnverband, der zum Auftakt gleich auf die Deutschen Meisterinnen aus Berlin trifft. Der SC Chemnitz hat für diese Saison dagegen nicht mehr gemeldet, so dass die Wasserball-Bundesliga der Frauen diesmal nur mit fünf Vereinen über die Bühne geht. Die Vorrunde geht bis 18. April, danach erreichen die besten vier Teams die Play-offs.













