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Diese DSV-Schiedsrichterin ist ein Vorbild für junge Frauen
Eine Wasserball-Schiedsrichterin aus Deutschland ist ein Vorbild für Frauen weltweit. Paula Riehn aus Hamburg ist für die erste Ausgabe des Führungskräfteprogramms „Frauen im Wasserball“ von World Aquatics ausgewählt worden. Das Programm bringt Frauen aus der gesamten internationalen Wasserball-Community zusammen, um die Führungskompetenzen in diesem Sport zu stärken. In den kommenden Monaten beschäftigen sie sich gemeinsam nun mit Themen wie Governance, politischem Einfluss, Kampagnenführung und Verhandlung, Kommunikation und Glaubwürdigkeit sowie strategischer Führung in internationalen Sportorganisationen. Und inspirieren so weitere engagierte Frauen und Mädchen im Wasserball, in ihre Fußstapfen zu treten.
„Das ist eine große Ehre. Ich bin World Aquatics dankbar für diese Chance und freue mich sehr, Teil der ersten Gruppe zu sein“, sagt Paula Riehn. „Als Schiedsrichterin freue ich mich besonders auf den Austausch mit meinen Schiedsrichterkolleginnen aus verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichen Hintergründen und darauf, im Laufe des Programms von ihnen zu lernen. Und ich möchte im Zuge des Programms die Fähigkeiten entwickeln, die es ermöglichen, mehr jungen Frauen den Weg in Führungspositionen zu ebnen, insbesondere im Schiedsrichter*innenwesen.“
Die 26-Jährige begann ihre Schiedsrichterinnenlaufbahn 2015 bei der SpVg Laatzen in Niedersachsen. Seit 2020 pfeift sie für den ETV Hamburg. Seit knapp einem Jahr ist sie auch internationale Schiedsrichterin. Sie ist nach Marcela Mauss erst die zweite internationale Wasserball-Schiedsrichterin im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). Mit ihrer neuen Qualifikation wurde Riehn in die Schiedsrichter*innenliste von European Aquatics aufgenommen und kann seither auch internationale Spiele unter Verbandsregie pfeifen.
Insofern passt zu ihr, was Morgane Gaultier (FRA), die Direktorin für Entwicklung und Athlet*innenbetreuung bei World Aquatics, zum Auftaktkurs des neuen Führungskräfteprogramms erklärte. „Dieses Programm würdigt die herausragende Arbeit, die Frauen im Wasserball bereits leisten. Es ergänzt ihre Expertise und bietet neue Möglichkeiten zur Vernetzung, zum Erfahrungsaustausch und zur Entwicklung von Führungskompetenzen auf höchstem Niveau. Durch gegenseitige Unterstützung und globalen Wissensaustausch können diese Trainerinnen und Offiziellen die Zukunft unseres Sports weiterhin aktiv mitgestalten.“
Die neue Saison im Wasserball startet mit dem DSV-Pokal
Die neue Saison im Wasserball wird mit dem Pokalwettbewerb der Männer eingeläutet. Eine Woche vor dem Bundesligastart am ersten Oktober-Wochenende wird am 28./29. September die erste Runde im DSV-Pokal ausgetragen, dann allerdings noch (fast) ohne Bundesligabeteiligung.
Traditionell bleiben die Vertreter der Landesgruppen zum Auftakt noch unter sich. Die einzige Ausnahme bildet B-Gruppen-Aufsteiger SV Cannstatt, der sich im Top-Duell dieser Runde mit dem Hamburger TB 1862 auseinandersetzen muss. Es ist eine Neuauflage der jüngsten Begegnung beim diesjährigen Aufstiegsturniers zur Bundesliga, als diese Partie Anfang Juli unentschieden ausging, insgesamt aber Cannstatt das bessere Ende für sich hatte und die Rückkehr ins Oberhaus meisterte, während Hamburg weiterhin zweitklassig bleibt. Das Team aus der Hansestadt bekommt nun also die schnelle Gelegenheit zur Revanche.
Alle Ansetzungen auf einen Blick:
Hamburger TB 1862 – SV Cannstatt
SV Halle – SC Neustadt?
Wasserball-Union Magdeburg – SGW SC Solingen/Wasserfreunde Wuppertal
?RSV Hannover – SV Weiden 1921
?Aachener SV 06 – VfB Friedberg?
SV Zwickau 04 – SpVg Laatzen?
SC Aqua Köln – SGW Essen
Freilos: ASC Brandenburg
Die nächste A-Lizenz-Ausbildung im Wasserball startet im November
Um Athlet*innen in ihrer Entwicklung bestmöglich unterstützen, begleiten und sie erfolgreich zu Spitzenleistungen führen zu können, benötigt es hohe fachliche, methodische und sozial-motivationale Kompetenzen als Trainer*in. Daher bietet der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) auch in diesem Jahr wieder eine A-Lizenz-Ausbildung im Wasserball an.
>> Ausschreibung A-Lizenz-Ausbildung Wasserball 2024
Noch bis zum 31. August können sich Interessierte über die DSV-Schwimmakademie für die Teilnahme bewerben. DieAnmeldungsbestätigung gilt als Bewerbungseingangsbestätigung und sichert daher keinen Ausbildungsplatz. Die Bewerbung gilt nur als vollständig, wenn alle nötige Unterlagen der Zulassungsvoraussetzungen auf dem Bewerber*innenprofil (DSV-Schwimmakademie => Meine Daten => Meine Qualifikationen) hochgeladen wurden.
Die Durchführung des Lehrganges in der Saison 2024/25 erfolgt in drei Modulen. Los geht es vom 21. – 24. November in Berlin. Weitere Module finden im Januar 2025 (23. – 26. Januar) sowie im März 2025 (27. – 30. März) statt, wobei die Termine noch final terminiert werden können und sich an den Teilnehmenden orientieren.
Anmeldung für Ausbildung von A-Trainer*innen im Wasserball
Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) beabsichtigt, im Jahr 2021 eine Ausbildung für Wasserball-Trainer*innen in der höchsten Lizenzstufe durchzuführen. Voraussetzung ist jedoch, dass sich bis 31. Januar mindestens zehn Interessent*innen verbindlich anmelden. Maximal können sich 20 Teilnehmer*innen an dem Lehrgang beteiligen. Die Anmeldung erfolgt formlos per E-Mail an den Lehrwart Wasserball Dirk Hohenstein unter d.hohenstein@arcor.de.
Voraussetzung für eine Teilnahme ist gemäß den Rahmenrichtlinien des DSV eine gültige B-Trainer-Lizenz und der Nachweis einer mindestens zweijährigen Tätigkeit mit dieser Lizenz in einem Verein oder Verband, der die Lehrgangsteilnahme befürworten muss. Es gilt ein Mindestalter von 20 Jahren. Die Lehrgangsgebühren betragen 1.000 Euro, zuzüglich Fahrtkosten, Unterkunft und Verpflegung.
Der erste Ausbildungsblock wird online durchgeführt und ist für den 11. - 14. März geplant. Der zweite Block vom 03. - 06. Juni soll in Hannover stattfinden, sofern es die dann geltenden Corona-Regeln erlauben. Der Ort des letzten Ausbildungsblocks vom 30. September - 03. Oktober kann an die Mehrheit der angemeldeten Kandidat*innen angepasst werden. Auch der Termin kann im allgemeinen Einvernehmen der Teilnehmer*innen noch verändert werden.
Zentrale Saisonvorbereitung im Wasserball startet am 13. Februar mit acht Vereinen
Die Abteilung Wasserball des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) bereitet die Wiederaufnahme des Spielbetriebes in der Bundesliga der Männer vor. Am 13. Februar starten acht Bundesligisten in die zentrale Saisonvorbereitung, um unter Wettkampfbedingungen Spielpraxis zu sammeln, bevor im März dann die neue Saison in der Bundesliga richtig beginnen soll.
An drei Wochenenden im Februar sind in mehreren Konstellationen insgesamt sieben Turniere geplant. Am Ende kommt jede Mannschaft so auf annähernd gleich viele Spiele. Mit dabei sind der deutsche Meister Waspo 98 Hannover, der Bundesliga-Dritte OSC Potsdam, dazu aus der A-Gruppe der Bundesliga die Klubs SV Ludwigsburg 08, ASC Duisburg, White Sharks Hannover, SSV Esslingen und SG Neukölln sowie als einziger Vertreter der B-Gruppe der SV Krefeld 72.
Konkret sind folgende Turniere terminiert:
13./14. Februar in Hannover: Waspo Hannover, Potsdam, White Sharks Hannover, Duisburg
13. Februar in Ludwigsburg: Ludwigsburg, Esslingen, Krefeld
14. Februar in Ludwigsburg: Esslingen, Ludwigsburg, Krefeld
20. Februar in Hannover: Waspo Hannover, Ludwigsburg, Neukölln
21. Februar in Hannover: White Sharks Hannover, Duisburg, Krefeld
27. Februar in Berlin: Neukölln, Potsdam, Esslingen
28. Februar in Potsdam: Potsdam, Esslingen, Neukölln
Eine übergreifende Tabelle oder einen Pokal für den Gesamtsieger wird es nicht geben. „Der Wettbewerb soll primär dazu dienen, nach der längeren Spielpause wieder in Schwung zu kommen. Die Spieler können es kaum erwarten, endlich wieder zu spielen zu dürfen“, sagt Holger Sonnenfeld, Rundenleiter für die Bundesliga der Männer. Die vergangene Saison, noch unter der Leitung der Deutschen Wasserball-Liga GbR (DWL), war im März 2020 wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen worden. Im Sommer 2020 ermöglichte der DSV dann mit der neu angesetzten Bundesliga Wasserball und unter strengen Hygienemaßnahmen die Ermittlung des deutschen Meisters und organisierte auch eine Pokal-Endrunde.
Dass sich nicht noch mehr Bundesligisten an der Saisonvorbereitung beteiligen, liegt an den unterschiedlichen Corona-Regeln in den einzelnen Bundesländern. „Alle Vereine hatten Interesse, aber nicht alle konnten eine Teilnahme realisieren. Einige haben aktuell gar kein Becken zur Verfügung, während andere regelmäßig trainieren können“, sagt Sonnenfeld. „Am Ende haben wir trotz der schwierigen Umstände eine gute Lösung gefunden.“
Supercup-Duell der Frauen mit einer Neuauflage des Bundesligafinales
Eine Woche nach dem Supercup der Männer am 10./11. Oktober in Hannover steigt in Berlin der Supercup der Frauen im Wasserball. Am 18. Oktober kämpfen die Wasserfreunde Spandau 04 als Deutsche Meisterinnen und Pokalsiegerinnen der vergangenen Saison gegen den SV Blau-Weiß Bochum um den ersten Titel der neuen Saison. Schauplatz des Duells ist die Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Anwurf ist um 18:00 Uhr.
Bochum und die Berlinerinnen standen sich in der letzten Saison auch im Bundesligafinale gegenüber, dort gewannen die Wasserfreunde mit 2:0 Siegen. In den vergangenen Jahren war Spandau überhaupt das dominierende Frauenteam im deutschen Wasserball und hat seit 2018 sämtliche nationalen Titel abgeräumt. Beim Supercup 2024 setzten sie sich ebenfalls in eigener Halle klar mit 23:6 gegen den SV Bayer Uerdingen 08 durch.
Der Supercup der Frauen geht damit wie gehabt mit nur einem Spiel über die Bühne. Bei den Männern gibt es in diesem Jahr dagegen ein Viererturnier mit Double-Gewinner Waspo 98 Hannover, Rekordchampion Wasserfreunde Spandau 04, dem ASC Duisburg und dem OSC Potsdam – ein spannendes Kräftemessen der Top-Teams kurz vor dem Saisonstart.
Erste DSV-Pokalrunde der Männer ausgelost
Ausgelost wurde am Montag auch die erste Runde im DSV-Pokal der Männer, die noch ohne die meisten Zweit- und Erstligisten stattfindet, welche erst in der zweiten beziehungsweise dritten Pokalrunde in den Wettbewerb einsteigen. Trotzdem sind einige prominente Klubs unter den Mannschaften, darunter die ehemaligen B-Gruppen-Vertreter aus Laatzen, Hamburg und Köln. Laatzen hatte im Juni die Rückkehr in die künftig 2. Wasserball-Bundesliga (ehemals B-Gruppe) geschafft. Die erste Runde des DSV-Pokals soll am 04. Oktober ausgetragen werden.
Die Paarungen im Überblick:
WSV Vorwärts Ludwigshafen 1921 – ASC Brandenburg
SG Wasserball TuS Syke/Bremen 10 – SGW Rhenania/BW Poseidon Köln
SV Zwickau 04 – Hamburger TB 1892
SV Poseidon Hamburg – SpVg Laatzen 1894
SV Blau-Weiß Bochum – SWV TuR Dresden
SGW SC Solingen/Wfr. Wuppertal – SC Wasserfreunde Fulda 1923
Freilose: VfB Friedberg, SC Neustadt/Weinstraße
Bochum und München steigen in die Wasserball-Bundesliga auf
Die Wasserball-Bundesliga der Männer bekommt zur nächsten Saison zwei neue Vereine. Beim Aufstiegsturnier in der Münchner Olympiahalle gelangen dem SV Blau-Weiß Bochum und der gastgebenden SG Stadtwerke München der Sprung ins Oberhaus, dagegen ist der SV Weiden 1921 abgestiegen. Nur für die besten zwei Mannschaften des Fünferturniers gab es einen Platz in der B-Gruppe der Bundesliga.
Bochums Frauen spielten schon zuvor in der obersten Klasse und gewannen in der abgelaufenen Saison erneut DM-Bronze. Durch den Erfolg der Männer ist der SV Blau-Weiß nun als einer von nur fünf Vereinen bei beiden Geschlechtern in der ersten Liga vertreten – die anderen sind die Wasserfreunde Spandau 04, Waspo 98 Hannover sowie der SSV Esslingen und der SV Bayer Uerdingen 08.
Die Bochumer waren bereits im vergangenen Jahr beim Aufstiegsturnier dabei, konnten sich damals aber noch nicht durchsetzen. Diesmal stand der Aufstieg für die Westdeutschen schon nach dem zweiten Tag vorzeitig fest, am Ende konnte man das Turnier nach vier Siegen gegen München, Weiden, die SpVg Laatzen 1894 und die Wasserball-Union Magdeburg sogar ungeschlagen als Erster abschließen. Die Münchner machten es dagegen spannend: Nachdem Weiden am Sonntagvormittag mit einem Sieg gegen Magdeburg seine letzte Chance auf den Klassenerhalt gewahrt und sich zwischenzeitig auf Platz zwei geschoben hatte, konnte am Nachmittag auch München gegen die Magdeburger gewinnen und durfte so am Ende vor den heimischen Fans den Aufstieg bejubeln.
Trauer um den dreimaligen Olympiateilnehmer im Wasserball Emil Bildstein
Er war ein Entwicklungshelfer in Sachen Wasserball. 1963, im Vorfeld der Olympischen Spiele in Tokio im Jahr darauf, unterstützte Emil Bildstein den Olympia-Gastgeber beim Aufbau einer japanischen Nationalmannschaft. Bestimmt hätte er sich deshalb gefreut, bei der geplanten Rückkehr der Spiele nach Tokio 2021 die nächste Generation dort spielen zu sehen, doch es war ihm nicht mehr vergönnt. Wenige Monate vor seinem 90. Geburtstag ist der ehemalige DSV-Nationaltorwart jetzt verstorben.
Bildstein gehört zu den erfolgreichsten deutschen Torhütern. Dreimal war er mit dem DSV-Team bei Olympia. 1952 in Helsinki (FIN) schied er mit der Mannschaft noch in der Vorrunde aus, doch 1956 in Melbourne (AUS) und 1960 in Rom (ITA) wurde Deutschland jeweils Sechster. Wobei Bildstein in Rom nur noch in einem Spiel eingesetzt wurde – Stammtorwart war mittlerweile Hans Hoffmeister. Bei der Europameisterschaft 1954 erreichte die deutsche Auswahl mit seiner Hilfe ebenfalls Rang sechs, bei der EM 1958 wurde es der siebte Platz.
Bereits als Jugendlicher begeisterte sich Bildstein für den Wasserball. Nach dem Zweiten Weltkrieg schloss er sich der damals sehr starken Wasserballmannschaft von München 99 an. Später – nachdem er von seinem Arbeitgeber nach Stuttgart geschickt wurde – spielte er von 1957 bis 1966 für den SV Ludwigsburg 08, ebenfalls ein Spitzenklub. Mit dem Verein wurde er siebenmal in Folge Süddeutscher Meister, einmal sogar deutscher Vizemeister – eine „wunderschöne erfolgreiche Zeit“, wie er einmal sagte. Vor allem mit dem SVL-Spielertrainer Hans Schulze, der 1956 auch Trainer der deutschen Olympiamannschaft in Helsinki war, verband ihn eine intensive Freundschaft.
Zentrale Saisonvorbereitung im Wasserball startet am 13. Februar mit acht Vereinen
Das Datum könnte nicht besser gewählt sein: Am gleichen Wochenende, an dem die deutsche Nationalmannschaft in Rotterdam (NED) in das Olympia-Qualifikationsturnier startet, sendet auch die Wasserball-Bundesliga ein starkes Signal, dass der Spielbetrieb hierzulande nach der Corona-Pause wieder losgeht. Am 13. Februar starten acht Bundesligisten in die zentrale Saisonvorbereitung, um unter Wettkampfbedingungen Spielpraxis zu sammeln, bevor im März dann die neue Saison in der Bundesliga richtig beginnen soll.
An drei Wochenenden im Februar sind in mehreren Konstellationen insgesamt sieben Turniere geplant. Am Ende kommt jede Mannschaft so auf annähernd gleich viele Spiele. Mit dabei sind der deutsche Meister Waspo 98 Hannover, der Bundesliga-Dritte OSC Potsdam, dazu aus der A-Gruppe der Bundesliga die Klubs SV Ludwigsburg 08, ASC Duisburg, White Sharks Hannover, SSV Esslingen und SG Neukölln sowie als einziger Vertreter der B-Gruppe der SV Krefeld 72.
Konkret sind folgende Turniere terminiert:
13./14. Februar in Hannover: Waspo Hannover, Potsdam, White Sharks Hannover, Duisburg
13. Februar in Stuttgart: Ludwigsburg (Ausrichter), Esslingen, Krefeld
14. Februar in Stuttgart: Esslingen (Ausrichter), Ludwigsburg, Krefeld
20. Februar in Hannover: Waspo Hannover, Ludwigsburg, Neukölln
21. Februar in Hannover: White Sharks Hannover, Duisburg, Krefeld
27. Februar in Berlin: Neukölln, Potsdam, Esslingen
28. Februar in Potsdam: Potsdam, Esslingen, Neukölln
Eine übergreifende Tabelle oder einen Pokal für den Gesamtsieger wird es nicht geben. „Der Wettbewerb soll primär dazu dienen, nach der längeren Spielpause wieder in Schwung zu kommen. Die Spieler können es kaum erwarten, endlich wieder zu spielen zu dürfen“, sagt Holger Sonnenfeld, Rundenleiter für die Bundesliga der Männer. Die vergangene Saison, noch unter der Leitung der Deutschen Wasserball-Liga GbR (DWL), war im März 2020 wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen worden. Im Sommer 2020 ermöglichte der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) dann mit der neu angesetzten Bundesliga Wasserball die Ermittlung des deutschen Meisters und organisierte auch eine Pokal-Endrunde.
Strenges Hygienekonzept ermöglicht Spielbetrieb
Dass sich nicht noch mehr Bundesligisten beteiligen, liegt an den unterschiedlichen Corona-Regeln in den einzelnen Bundesländern. „Alle Vereine hatten Interesse, aber nicht alle konnten eine Teilnahme realisieren. Einige haben aktuell gar kein Becken zur Verfügung, während andere regelmäßig trainieren können“, sagt Sonnenfeld.
„Am Ende haben wir trotz der schwierigen Umstände eine gute Lösung gefunden“, sagt Sonnenfeld. Grundlage für den Spielbetrieb ist ein strenges Hygienekonzept, das der DSV bereits im Sommer mit seinen Verbandsärzten erarbeitet hatte. Der Verband beteiligt sich zudem zu großen Teilen an den Kosten für die Corona-Tests der teilnehmenden Mannschaften und übernimmt die Testkosten für die Schiedsrichter*innen komplett. Zuschauer*innen sind für diesen Wettbewerb nicht vorgesehen.
Testlauf für geplanten Bundesligastart im März
„Der Schutz aller Beteiligten steht immer im Vordergrund. Das vom DSV erstellte Hygienekonzept für Wasserball-Meisterschaften hat sich bereits im vergangenen Jahr bewährt und wurde nun an die aktuellen Gegebenheiten angepasst“, erklärt DSV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen. „Die vergangenen Monate waren für die Vereine nicht einfach. Umso größer ist die Freude darüber, dass die Bundesliga in dieser herausfordernden Zeit ihren Spielbetrieb wieder aufnimmt. Ich möchte allen Beteiligten danken, die in den vergangenen Wochen mitgeholfen haben, ein tragfähiges Konzept auf die Beine zu stellen. Mit der zentralen Saisonvorbereitung im Wasserball mit insgesamt sieben Turnieren senden wir ein wichtiges Signal für den gesamten Schwimmsport und darüber hinaus.“
Die Partien dienen auch als Test für einen geplanten Bundesligastart im März. Der genaue Ablauf der Saison befindet sich aktuell noch in der Planung, wobei die Erfahrungen der Testspiele mit einfließen sollen. Am 13. März soll in Hannover zudem der Supercup zwischen dem deutschen Meister Waspo 98 Hannover und Pokalsieger Wasserfreunde Spandau 04 ausgetragen werden.
Neustadt und Hamburg steigen in die Wasserball-Bundesliga auf
Mit dem SC Neustadt/Weinstraße und dem Hamburger TB von 1862 gehen in der Saison 2021/22 zwei zusätzliche Vereine in der Wasserball-Bundesliga an den Start. Damit treten in der kommenden Spielzeit ausnahmsweise 18 Vereine im Oberhaus an. „Das ist für uns eine große Sache“, sagt Ingolf Berger, Wasserballwart beim SC Neustadt. Sein Klub setzte sich beim Aufstiegsturnier der Landesgruppe Süd gegen den SC Wasserfreunde Fulda 1923 und die SG Stadtwerke München durch. Von 2012 bis 2018 spielte Neustadt schon einmal in der B-Gruppe der Bundesliga, hatte danach aber abgemeldet, um sich fortan verstärkt der Nachwuchsförderung zu widmen.
Mit Erfolg: In der U18-Bundesliga wurde der SCN in diesem Jahr deutscher Vizemeister – das Finalturnier richtete man im heimischen Stadionbad selbst aus. Die Talente, die für diesen Erfolg verantwortlich waren, sollen in der neuen Saison auch einen Großteil der Bundesligamannschaft stellen, ergänzt durch einige erfahrenere Spieler. „Wir wollen ihnen die Möglichkeit geben, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen“, sagt Ingolf Berger.
Der Hamburger TB von 1862 ist gar zum ersten Mal überhaupt erstklassig. In der U18-Bundesliga war man als Gründungsmitglied von Anfang an mit dabei, nun wagt man auch bei den Erwachsenen erstmals den Sprung nach ganz oben. Anders als im Süden gab es in der Landesgruppe Nord kein Aufstiegsturnier, der HTB war der einzige Interessent. „Darauf haben wir seit längerem hingearbeitet. Wir wollten vor zwei Jahren schon einmal aufsteigen, sind damals aber knapp gescheitert. Jetzt haben wir die Gunst der Stunde genutzt“, sagt Wasserballwart Dennis Mussin. Bald kommt es somit zum Bundesliga-Stadtderby gegen den SV Poseidon Hamburg. „Darauf freuen wir uns schon. Das ist Werbung für den Wasserball, auf dass die Sportart in der Stadt noch mehr an Popularität gewinnt“, so Mussin.
Absteiger aus der Bundesliga hatte es in der vergangenen Saison wegen der Coronavirus-Pandemie keine gegeben. Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) hatte für interessierte Vereine aus den Landesgruppen aber dennoch die Möglichkeit eröffnet, den Aufstieg in Angriff zu nehmen. „Wir freuen uns, dass mit Neustadt und Hamburg zwei neue Standorte mit langer Wasserballtradition die erste Liga verstärken“, erklärt Rundenleiter Holger Sonnenfeld. Die neue Spielzeit soll am 06. November beginnen.
