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Wasserball-Bundesliga der Frauen startet im April mit sieben Mannschaften
Die Vorfreude ist Gesa Deike deutlich anzuhören. Wochenlang konnten die Nationalspielerin und ihre Teamkolleginnen beim SV Bayer Uerdingen nur eingeschränkt trainieren, die örtlichen Corona-Vorgaben ließen keine Einheiten mit Körperkontakt zu. „Auf Dauer war das eine echt harte Zeit“, sagt Deike. „Deswegen haben wir uns alle riesig gefreut, als wir die Nachricht gehört haben, dass die Liga bald wieder los geht.“
Einen Monat nach den Männern startet am 17. April auch die Wasserball-Bundesliga bei den Frauen. Sieben Vereine haben gemeldet und damit sogar einer mehr als in der vergangenen Saison 2019/20, als der SC Chemnitz kurzfristig auf eine Teilnahme verzichtet hatte. Dieses Mal sind die Chemnitzerinnen aber wieder vertreten. „Wir freuen uns sehr, dass alle Vereine mit dabei sind“, sagt Rundenleiterin Heike Möller. „Das war angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen in der Pandemie keine Selbstverständlichkeit, zumal einige Mannschaften lange Zeit kaum trainieren konnten. Umso mehr ist jetzt bei allen Beteiligten die Erwartung groß, endlich wieder spielen zu können.“
Titelverteidiger sind die Wasserfreunde Spandau 04
Die neue Saison wird in zwei Gruppen ausgetragen: eine mit vier und eine mit drei Mannschaften. Gruppe A ist dabei mit den Wasserfreunden Spandau 04, Waspo 98 Hannover und SV Bayer Uerdingen nominell die stärkere; in Gruppe B spielen der SV Blau-Weiß Bochum, SV Nikar Heidelberg, ETV Hamburg und der SC Chemnitz.
Beide Gruppen bestreiten zunächst zwei Runden. Neben den drei Vertretern aus der A-Gruppe erreicht auch der Sieger der B-Gruppe die Finalspiele. Die vier Top-Teams ermitteln anschließend den deutschen Meister, wobei Halbfinale und Finale jeweils im Modus „Best of three“ ausgetragen werden. Die verbleibenden Mannschaften der B-Gruppe spielen in Turnierform die Plätze fünf bis sieben aus.
Die Wasserfreunde Spandau 04 gehen als Meister von 2019 auch dieses Jahr als Titelverteidigerinnen ins Rennen, nachdem die vergangene Saison im Frühjahr 2020 wegen der Pandemie abgebrochen wurde. Zu diesem Zeitpunkt standen die Berlinerinnen mit 12:0 Punkten schon wieder an der Tabellenspitze. Im Pokalfinale setzten sich die Wasserfreunde im September 2020 ebenfalls mit 11:8 gegen Bayer Uerdingen durch. „Sie sind auch für die neue Saison wieder ganz klar der Favorit“, meint Deike. „Aber wir wollen die Spandauerinnen bei jedem Spiel ärgern und ihnen so ein paar Punkte und vielleicht sogar den Titel wegschnappen.“
Die Spieltermine:
Gruppe A: 17. April, 24. April
Gruppe B: 24./25. April, 01./02. Mai
Finalspiele ab 22. Mai
Hannovers Männer und Spandaus Frauen gewinnen die DSV-Pokale im Wasserball
Die Sieben hat nicht nur in der Mythologie eine wichtige Bedeutung. Auch im deutschen Wasserball drehte sich am Wochenende alles um diese Zahl. Bei der gemeinsamen DSV-Pokalendrunde in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg in Berlin feierten die Männer von Waspo 98 Hannover mit dem 13:5 gegen den ASC Duisburg am Samstag ihren siebten Triumph seit 2017. Für die Frauen der Wasserfreunde Spandau 04 bedeutete das 30:7 gegen Waspo Hannover sogar den siebten Titel in Folge. Beide konnten damit ihre derzeitige nationale Vormachtstellung eindrucksvoll untermauern.
Mit einem starken ersten Viertel legt Waspo den Grundstein zum Pokalerfolg
Im Halbfinale am Vortag hatte Hannovers Männer sich im Top-Spiel des Wochenendes und vorgezogenen Endspiel gegen Rekord-Pokalsieger Wasserfreunde Spandau 04 (32 Titel) mit 13:10 durchgesetzt. Die Berliner gewannen am Samstag zumindest das Spiel um Platz drei gegen den Duisburger SV 1898 mit 21:9. Auch im Finale ließ Waspo von Anfang an keinen Zweifel an seiner Favoritenrolle. Vor allem im ersten Viertel waren die Niedersachsen die Herrscher im Becken und legten mit einer frühen 5:0-Führung den Grundstein zum späteren Sieg. Erst 39 Sekunden vor der ersten Pause besorgte Sascha Seifert per Strafwurf das erste Duisburger Tor und sorgte damit für einen kleinen Hoffnungsschimmer bei seiner Mannschaft.
Im zweiten und dritten Viertel war die Partie ausgeglichener, näher als bis auf vier Treffer kam der ASCD aber zu keinem Zeitpunkt heran. „Wir haben im ersten Viertel nichts anbrennen lassen und dann aufbauend auf diesem Vorsprung eigentlich das ganze Spiel so weitergespielt“, sagte Waspos Nationalspieler Mark Gansen. Das 11:5 zu Beginn des Schlussabschnitts durch Nikola Milardovic bedeutete dann bereits die Entscheidung. Er und Antonio Buha waren mit insgesamt drei Treffern die besten Torschützen beim Pokalsieger und amtierenden Deutschen Meister; für Duisburg traf Denys Gusakov (zwei Tore) am fleißigsten.
Für Waspos Coach Aleksandar Radovic war es der erste Titel, er hatte zu dieser Saison das Amt vom langjährigen Erfolgstrainer Karsten Seehafer übernommen. „Ich bin sehr glücklich und möchte meinen Spielern ein großes Kompliment machen. Sie haben hier zwei starke Spiele abgeliefert an diesem Wochenende. Heute hat vor allem unsere starke Verteidigung den Ausschlag gegeben“, sagte er.
Nationalspielerin Gesa Deike mit zwölf Toren beim Spandauer Kantersieg
Die Frauen der Wasserfreunde Spandau gewannen ihr Endspiel gegen Waspo 98 Hannover überlegen mit 30:7. Schon nach dem ersten Viertel lagen die Favoritinnen klar vorne (9:2), bis zur Halbzeit hatten sie ihren Vorsprung auf 16:5 ausgebaut und ließen auch nach der Pause nicht nach. Kapitänin Gesa Deike erzielte allein zwölf Treffer und damit mehr als Hannover insgesamt, außerdem waren Elena Ludwig fünf Mal sowie Ira Deike und Gabriella Macdonald je vier Mal erfolgreich.
Gefeiert wurde anschließend mit Zitronenkuchen. „Gewinnen ist immer schön, davon kriegt man nie genug“, meinte Nationalspielerin Gesa Deike. Nur das sonst obligatorische Bad im Wasser von Trainer Marko Stamm musste diesmal ausbleiben. Er hatte sich am Vortag beim Spiel der Spandauer Männer einen Mittelhandbruch zugezogen und saß mit dickem Gips am Beckenrand. „Heute waren wir in der Verteidigung deutlich besser als gestern im Halbfinale und nach vorne spritziger“, sagte Gesa Deike. Aber auch Hannovers Coach Erik Bukowski war trotz der Niederlage stolz auf sein Team. „Schon der Finaleinzug war ein großer Erfolg für diese junge Truppe. Wir sind hier mit zwei 15-Jährigen und zwei 17-Jährigen angetreten, das kann man mit einer gestandenen Mannschaft wie Spandau gar nicht vergleichen.“
Bronze bei den Frauen holte der SSV Esslingen durch ein 24:4 gegen den Uerdinger SV 08. Im Halbfinale tags zuvor hatte Spandau gegen Esslingen mit 21:12 gewonnen, Waspo mit 15:13 gegen Uerdingen.
Kaiserwetter bei der 25. DM Masters Wasserball in Hamburg
Nach drei Jahren Pause wegen Corona, gab es endlich wieder eine Deutsche Meisterschaft der Masters im Wasserball. Der geeignete Ort für die 25. Ausgabe war natürlich das Poseidon-Bad in Hamburg, das schon oft Austragungsort war. Passend zum Jubiläum war das Wetter diesmal nicht typisch norddeutsch, sondern die drei Damen- und 31 Herrenmannschaften erfreuten sich an herrlichstem Sommerwetter. Nach der langen Pause war die Freude über das Wiedersehen unter den Teilnehmer*innen natürlich groß. Vorbildlich wie immer war die Versorgung der Sportler mit Kuchen, Schnittchen, Grillgut und erfrischenden Getränken.
Bei den Damen konnte der ETV Hamburg seine Erfolgsserie von fünf Titeln in Folge nicht fortsetzen, sondern musste diesmal dem Team des TPSK Köln den Vortritt lassen. Bei den zwei Spielen der beiden Mannschaften gegeneinander gab es je einen Sieg, aber die bessere Tordifferenz gab den Ausschlag für die Kölnerinnen.
Bei den fünf Mannschaften der jüngsten Altersklasse der Männer, der AK 30+, trafen viele ehemalige Nationalspieler aufeinander. Hier hatten am Ende die Wasserfreunde aus Spandau die Nase vorn und belegten vor Krefeld 72 und Würzburg 04 den ersten Platz. Poseidon Hamburg und die erstmals teilnehmende Mannschaft SWV TuR Dresden belegten die weiteren Plätze.
Im Fünferfeld der AK 40+ setzte sich die Mannschaft 45+ aus Uerdingen, die in Ermangelung gleichalter Gegner bei den Jüngeren mitspielte, durch. Zweiter wurde das Team von Würzburg 04 vor der 40+ Mannschaft aus Uerdingen.
Mit neun Teilnehmern war die AK 50+ diesmal die zahlenmäßig größte Gruppe. In zwei Gruppen mit vier bzw. fünf Mannschaften wurde eine Vorrunde gespielt. In den beiden Halbfinals qualifizierten sich dann die Waterpolo Masters aus Duisburg und Spandau 04 für das Endspiel. Die beiden Verlierer, TPSK Köln und BW Bochum, spielten um den dritten Platz, den die Rheinländer mit einem deutlichen 11:2 Sieg erringen konnten. Im Endspiel stand es nach dem ersten Viertel 2:2, aber im weiteren Spielverlauf konnten sich dann die Berliner absetzen und gewannen mit 9:6 den Titel in dieser Altersklasse.
In der AK 55+ gab es bei den vier Teilnehmern TPSK Köln, WPM Duisburg, PSV Duisburg und WV Darmstadt Nachbarschaftsduelle der 3 Klubs vom Rhein, die den Tittel unter sich ausmachten. Mit drei Siegen waren die Spieler aus Köln erfolgreich und setzten sich vor WPM und PSV Duisburg durch.
Im Feld der drei Mannschaften der AK 60+ konnte sich der SV Cannstatt mit zwei klaren Siegen die Goldmedaille vor BW Bochum und dem PSV Duisburg sichern.
In der AK 65+ mussten die Spieler vom Düsseldorfer SC im Feld der drei Mannschaften gegen den Köpenicker SV Neptun alles geben, um mit 7:6 erfolgreich zu sein und damit den Grundstein für den Titelgewinn zu legen. Mit einem klaren Sieg über den dritten Teilnehmer Poseidon Hamburg errangen die Berliner den zweiten Platz.
Bei den ältesten Spielern gab es in der AK 70+ das schon traditionelle Aufeinandertreffen von Poseidon Hamburg mit dem SV Cannstatt. Im ersten Spiel mussten die Norddeutschen eine 7:4 Niederlage einstecken. Für das Rückspiel hatten sich die Hansestädter besser eingestellt. Während bei den Süddeutschen nicht viel zusammenlief und viele klare Chancen nicht genutzt werden konnten, zogen die Hamburger auf 6:0 davon und ließen dann nur noch zwei Tore zu. Damit gelang ihnen die Revanche über den Titelverteidiger von 2019.
Nach den Siegerehrungen in den einzelnen Altersklassen durch die Vorsitzende der Fachsparte Ulrike Urbaniak sagten alle „Tschüss“ und für viele gibt es ja schon bald ein Wiedersehen bei der EM in Rom Ende August.
(Jürgen Braas)
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