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2025 | DM Masters Wasserball | DU-Rheinhausen
28. Deutsche Meisterschaft der Masters im Wasserball
05. – 07. September 2025 | DU-Rheinhausen
Hagen Stamms Ära als Bundestrainer endet ohne Sieg - aber mit Stolz
Mit dem 8:22 (3:5, 2:6, 1:5, 2:6) gegen Kroatien ging am Donnerstagabend für die deutschen Wasserballer nicht nur das Olympia-Qualifikationsturnier in Rotterdam (NED) zu Ende – früher, als alle Beteiligten gehofft hatten. Es war zugleich das Ende einer Ära. Zum letzten Mal stand Hagen Stamm als Bundestrainer am Beckenrand, nach insgesamt anderthalb Jahrzehnten, in denen er in mehreren Amtszeiten die Geschicke des DSV-Teams leitete.
Den ausführlichen Spielbericht zu seinem Abschlussspiel und der gleichzeitig letzten Partie Deutschlands im Qualifikationsturnier lesen sie auf dsv-roadtotokyo.de.
Spannendes Spitzenspiel in der Bundesliga und Überraschungen im Pokal
Es war das erwartete Spitzenspiel in der Wasserball-Bundesliga. Der ASC Duisburg als Tabellendritter forderte Spitzenreiter Waspo 98 Hannover alles ab – so nah kam dem Deutschen Meister in dieser Spielzeit noch kein Klub. Nach dem ersten Viertel führte Duisburg sogar mit einem Treffer, zur Halbzeit stand es unentschieden. Am Ende aber siegte doch Waspo mit 17:14 und setzte damit seine bislang makellose Saison in der Bundesliga fort. Mark Gansen und Niclas Schipper trafen je vier Mal für Hannover, ebenso wie auf Duisburger Seite Vukasin Simic.
Eine klare Angelegenheit war dagegen das Berliner Derby zwischen dem Tabellenzweiten Wasserfreunden Spandau 04 und der SG Neukölln Berlin – 34:5 lautete der Endstand, wobei sich sämtliche Spandauer Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Aufsteiger SV Cannstatt überraschte den Duisburger SV 1898 und nahm durch den 16:13-Auswärtssieg beide Punkte mit nach Schwaben.
In der 2. Wasserball-Bundesliga war Tabellenführer Düsseldorfer SC 1898 gleich doppelt im Einsatz und feierte zwei Siege gegen den SSV Esslingen (18:13) und den Uerdinger SV 08 (18:16).
| Wasserball-Bundesliga | ||
| Wasserfreunde Spandau 04 | SG Neukölln Berlin | 34:5 (5:1, 8:2, 10:0, 11:2) |
| OSC Potsdam | White Sharks Hannover | 10:11 (1:1, 5:1, 3:5, 1:4) |
| Waspo 98 Hannover | ASC Duisburg | 17:14 (4:5, 5:4, 5:2, 3:3) |
| Duisburger SV 1898 | SV Cannstatt | 13:16 (2:3, 3:3, 5:3, 3:7) |
| 2. Wasserball-Bundesliga | ||
| SpVg Laatzen 1894 | Uerdinger SV 08 | 14:18 (4:3, 5:5, 2:6, 3:4) |
| SV Würzburg 05 | SV Krefeld 72 | 12:25 (5:6, 1:8, 1:6, 5:5) |
| Düsseldorfer SC 1898 | SSV Esslingen | 18:13 (4:2, 6:3, 5:4, 3:4) |
| SVV Plauen | SC Neustadt/Weinstraße | 18:20 (4:8, 4:3, 5:4, 5:5) |
| Düsseldorfer SC 1898 | Uerdinger SV 08 | 18:16 (4:5, 5:4, 4:2, 5:5) |
| Wasserball-Bundesliga | |||||
| 1. | Waspo 98 Hannover | 12 | 36 | 321:82 | +239 |
| 2. | Wasserfreunde Spandau 04 | 11 | 29 | 250:110 | +140 |
| 3. | ASC Duisburg | 11 | 24 | 202:129 | +73 |
| 4. | OSC Potsdam | 11 | 15 | 128:175 | -47 |
| 5. | White Sharks Hannover | 11 | 13 | 131:174 | -43 |
| 6. | Duisburger SV 1898 | 11 | 9 | 122:196 | -74 |
| 7. | SV Cannstatt | 12 | 6 | 111:252 | -141 |
| 8. | SG Neukölln Berlin | 11 | 3 | 106:253 | -147 |
| 2. Wasserball-Bundesliga | |||||
| 1. | Düsseldorfer SC 1898 | 11 | 28 | 156:127 | +29 |
| 2. | SC Neustadt/Weinstraße | 11 | 23 | 163:141 | +22 |
| 3. | SV Krefeld 72 | 9 | 21 | 151:106 | +45 |
| 4. | Uerdinger SV 08 | 10 | 17 | 141:132 | +9 |
| 5. | SVV Plauen | 11 | 16 | 174:164 | +10 |
| 6. | SSV Esslingen | 11 | 15 | 156:164 | -8 |
| 7. | SV Würzburg 05 | 10 | 6 | 125:166 | -41 |
| 8. | SpVg Laatzen 1894 | 11 | 0 | 121:187 | -66 |
Chemnitz und Uerdingen komplettieren die Pokalendrunde bei den Frauen
Bei den Frauen standen am Wochenende zwei Pokalspiele auf dem Programm, um das Teilnehmerinnenfeld für die DSV-Pokalendrunde am 01./02. Mai zu vervollständigen. Dabei setzte sich zum einen Bundesliganeuling SC Chemnitz mit 7:6 beim Eimsbütteler Turnverband durch. Tags darauf sicherte sich dann auch der Uerdinger SV sein Ticket dank eines 8:5 gegen den SSV Esslingen. Beide Ergebnisse kamen mit Blick auf die aktuelle Tabelle in der Liga durchaus überraschend. Die Titelverteidigerinnen der Wasserfreunde Spandau sowie der SV Blau-Weiß Bochum waren dank eines Freiloses schon vorher für die Endrunde qualifiziert gewesen.
Jene Bochumerinnen waren derweil im Europapokal im Conference Cup im Einsatz. Beim Zweitrundenturnier des dritthöchsten europäischen Wettbewerbs in Novi Sad (SRB) gewannen die Blau-Weißen zum Auftakt gegen Ausrichter Vojvodina Novi Sad mit 16:15. Anschließend gab es jedoch zwei Niederlagen und CN Tenerife Echeyde (ESP/9:19) und NC Chania (GRE/11:17) und am Ende trotz des Auftakterfolgs Tabellenplatz vier. Nur die besten beiden Teams schafften den Sprung ins Final Eight.
Berlin empfängt die Wasserball-Elite zum Water Polo World Cup 2023
Was internationale Events angeht, kommen die Schwimmsport-Fans in Deutschland und insbesondere in Berlin in diesem Jahr so richtig auf ihre Kosten. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Sportmetropole vom 04. – 06. August das Diving World Cup Super Final ausrichtet. Bereits zuvor ist die deutsche Hauptstadt vom 01. – 07. Mai auch Gastgeber für einen der renommiertesten Ländervergleiche im internationalen Wasserball: den Water Polo World Cup.
Berlin ist Anfang Mai Schauplatz der zweiten Runde dieses Wettbewerbs, der bislang unter dem Namen Weltliga bekannt war. Dort treten bei den Männern und bei den Frauen jeweils acht Top-Teams aus der ganzen Welt an, wobei Deutschland als Gastgeberland bei beiden Geschlechtern gesetzt ist. Die weiteren Mannschaften müssen sich in der ersten Runde Mitte März erst noch dafür qualifizieren. Die Erst- und Zweitplatzierten des Berliner Turniers lösen jeweils das Ticket für die Super Finals vom 23. – 25. Juni in Long Beach (USA/Frauen) bzw. vom 30. Juni – 02. Juli in Los Angeles (USA/Männer).
Der Water Polo World Cup ist eine wichtige Standortbestimmung für die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) unter dem neuen Bundestrainer Miloš Sekulic. „Der Water Polo World Cup hat für uns einen großen Stellenwert. Es ist eine gute Gelegenheit für einen neuen Start und um sich weiterzuentwickeln“, sagt er. „Sicherlich werden wir unsere Chance suchen, uns für das Endturnier zu qualifizieren, was erstmal ein großer Erfolg wäre und alles nur nicht selbstverständlich ist. Wir versprechen uns aber auf jeden Fall einen guten Wettkampf, Einsatz, Herzblut und Kampfgeist.“ Auch das sehr junge deutsche Frauenteam will diese Chance, sich mit einigen der besten Nationen der Welt messen zu können, zum Lernen nutzen.
Und Berlin und Wasserball – das passt einfach zusammen. Die Wasserfreunde Spandau 04 sind deutscher Rekordmeister bei den Männern und auch aktuell wieder Tabellenführer in der Bundesliga, die Frauen des Klubs gewannen im vergangenen Jahr das erneut das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg. Beim Water Polo World Cup haben aber nicht nur die Spandauer Spieler*innen ein Heimspiel: Das gesamte DSV-Team setzt auf die Unterstützung des Berliner Publikums. „Eine Ausrichtung in Berlin ist auf jeden Fall ein Zeichen, dass es uns gibt, dass wir auf die große Bühne möchten, und dass wir nach vorne schauen. Wir sprechen über Teams aus der ganzen Welt, was nicht alle Tage vorkommt. Berlin ist eine multikulturelle Stadt, und so ein Turnier ist eine Chance, alle Berliner*innen einzuladen, ihre Nationalmannschaft anzufeuern, welche auch immer das ist“, sagt Miloš Sekulic. Der Ticketverkauf für dieses Highlight startet in Kürze.
Adresse
Gneisenaustraße 8 B, 31275 Lehrte
Webmaster@LehrterSV.de
http://www.lsv-wasserball.de
Adresse
Freiberger Str. 31, 01067 Dresden
geschaeftsstelle@swv-tur-dresden.de
http://www.wasserball-dresden.de
DSV-Männer lösen ebenfalls das Ticket für die Wasserball-EM
Es ist mittlerweile eine beeindruckende Bilanz: Seit 1954 war bei der Wasserball-EM immer ein deutsches Männerteam vertreten. Am Sonntag sorgte die DSV-Auswahl dafür, dass sich diese Serie auch bei den diesjährigen Europameisterschaften fortsetzt. Beim Qualifikationsturnier in Kranj (SLO) siegte das Team von Bundestrainer Petar Porobic zum Abschluss gegen das punktlose Schlusslicht Belgien mit 16:5 und löste damit ebenso wie die DSV-Frauen das Ticket für die EM-Endrunde vom 27. August – 10. September in Split (CRO). Mit drei Siegen und einem Unentschieden gegen Frankreich beendete Deutschland das Turnier ungeschlagen und nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auf Platz zwei hinter den Franzosen.
Vor dem Spiel war die Ausgangslage klar: Ein Sieg oder ein Unentschieden gegen Belgien würden genügen, um den Sprung zur Endrunde zu schaffen; nur bei einer Niederlage hätte man noch abwarten müssen, wie die anschließende Partie zwischen Slowenien und Frankreich ausgeht. Doch darauf wollten es die Deutschen nicht ankommen lassen. Nur in den ersten Minuten konnten die Belgier noch mithalten, nach dem ersten Viertel führte das DSV-Team lediglich mit 3:1. Bis zur Halbzeit zog man dann aber bis auf 9:2 davon. Fynn Schütze glänzte zu diesem Zeitpunkt bereits mit drei Toren, am Ende war er mit fünf Treffern bester Mann im deutschen Team. Im dritten Viertel baute Deutschland seinen Vorsprung dann bis auf zehn Tore aus und ließ auch danach nichts mehr anbrennen.
„Wir haben unser Ziel erreicht, uns für die Europameisterschaften zu qualifizieren. Wir haben gesehen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben. Aber trotzdem haben wir auch mit diesem verjüngten Team gezeigt, dass wir gegen Nationen wie Frankreich zumindest ebenbürtig sind“, zog Kapitän und Torwart Moritz Schenkel Bilanz eines erfolgreichen Wochenendes.
Neben Deutschland und Frankreich lösten am Wochenende in den anderen Gruppen auch Georgien und die Slowakei, Rumänien und Malta sowie die Niederlande und Israel die weiteren EM-Tickets. Die besten Acht der EM 2020 – Ungarn, Spanien, Montenegro, Kroatien, Serbien, Italien, Griechenland und Russland – waren bereits vorher sicher dabei.
Gruppensieg für die deutschen Wasserballerinnen
Die DSV-Frauen hatten die Endrunde bei ihrem EM-Qualifikationsturnier in Bukarest (ROM) bereits am Vortag gesichert. Im abschließenden Spiel gegen die Gastgeberinnen aus Rumänien ging es für die Auswahl von Bundestrainer Sven Schulz nur noch um den Gruppensieg, den sich am Ende das DSV-Team durch ein souveränes 11:4 sicherte. 5:1 führte Deutschland bereits nach dem ersten Viertel, danach ließen es beide Seiten zunächst gemächlicher angehen, wohl auch weil beide Nationen bereits sicher qualifiziert waren. Nach drei Vierteln stand es 7:3, bevor die Deutschen im Schlussabschnitt noch einmal das Tempo anzogen. Beste Torschützinnen waren Belén Vosseberg und Nadine Hartwig mit je drei Treffern.
Bei den Frauen schafften außer Deutschland und Rumänien auch noch Griechenland und Serbien den Sprung zur Endrunde, für die die Top fünf der vergangenen EM – Spanien, Russland, Ungarn, Niederlande und Italien – sowie die Kroatinnen als Gastgeberinnen bereits qualifiziert waren. Die letzten beiden Startplätze werden erst Anfang März auf Malta ausgespielt.
Waspo Hannover schlägt in der Finalserie gegen Spandau zurück
In den vergangenen sieben Jahren war es in den Finals der Wasserball-Bundesliga zwischen den Wasserfreunden Spandau 04 und Waspo 98 Hannover stets so gewesen, dass der Sieger des Auftaktspiels auch die gesamte Serie gewinnt. Nachdem Spandau am Pfingstwochenende die erste Partie mit 14:11 für sich entscheiden konnte, hätten die Berliner sicher nichts dagegen, wenn die Serie sich auch in diesem Jahr fortsetzt.
Auf die Beantwortung dieser Frage müssen die Fans allerdings noch etwas länger warten. Waspo schlug am Mittwochabend nämlich zurück: Der Titelverteidiger setzte sich im heimischen Volksbad Limmer mit 12:7 gegen den Rekordchampion durch und glich damit in der Serie im Modus „Best of Five“ aus. Drei Siege werden für die Meisterschaft benötigt. Das dritte Spiel findet am kommenden Samstag (30. Mai, 18:00 Uhr) abermals in Hannover statt. Die Partie wird im Livestream auf Sporteurope.TV übertragen.
Der Meister liegt in Spiel zwei kein einziges Mal zurück
Nach der Niederlage zum Auftakt – der ersten gegen einen nationalen Konkurrenten seit 20 Monaten – lag Waspo in Spiel zwei kein einziges Mal zurück. Trotzdem war es lange Zeit eine enge Partie. Die Gastgeber legten vor und führten im zweiten Viertel bereits mit 4:1 und 5:2. Bis zur Halbzeit kam Berlin aber wieder bis auf ein Tor heran und glich im dritten Spielabschnitt dann sogar zum einigen Mal an diesem Abend aus (5:5).
Danach war allerdings wieder die Hannoveraner am Drücker, bei denen Sam van den Burg mit drei Treffern bester Torschütze war. Bis zum Ende des dritten Viertels bauten die Niedersachsen ihren Vorsprung so wieder auf 9:5 aus – den Gästen gelang in diesem Viertel dagegen kein einziger Treffer. Nachdem Lazar Vukicevic sechseinhalb Minuten vor Schluss sogar auf 10:5 erhöhte, war die Partie entschieden, danach verteidigte Waspo die Führung souverän. Auf Berliner Seite war diesmal Kristijan Culina mit drei Treffern bester Torschütze.
