Website-Suche
Ihre Suchergebnisse:
Berlin empfängt die Wasserball-Elite zum Water Polo World Cup 2023
Was internationale Events angeht, kommen die Schwimmsport-Fans in Deutschland und insbesondere in Berlin in diesem Jahr so richtig auf ihre Kosten. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Sportmetropole vom 04. – 06. August das Diving World Cup Super Final ausrichtet. Bereits zuvor ist die deutsche Hauptstadt vom 01. – 07. Mai auch Gastgeber für einen der renommiertesten Ländervergleiche im internationalen Wasserball: den Water Polo World Cup.
Berlin ist Anfang Mai Schauplatz der zweiten Runde dieses Wettbewerbs, der bislang unter dem Namen Weltliga bekannt war. Dort treten bei den Männern und bei den Frauen jeweils acht Top-Teams aus der ganzen Welt an, wobei Deutschland als Gastgeberland bei beiden Geschlechtern gesetzt ist. Die weiteren Mannschaften müssen sich in der ersten Runde Mitte März erst noch dafür qualifizieren. Die Erst- und Zweitplatzierten des Berliner Turniers lösen jeweils das Ticket für die Super Finals vom 23. – 25. Juni in Long Beach (USA/Frauen) bzw. vom 30. Juni – 02. Juli in Los Angeles (USA/Männer).
Der Water Polo World Cup ist eine wichtige Standortbestimmung für die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) unter dem neuen Bundestrainer Miloš Sekulic. „Der Water Polo World Cup hat für uns einen großen Stellenwert. Es ist eine gute Gelegenheit für einen neuen Start und um sich weiterzuentwickeln“, sagt er. „Sicherlich werden wir unsere Chance suchen, uns für das Endturnier zu qualifizieren, was erstmal ein großer Erfolg wäre und alles nur nicht selbstverständlich ist. Wir versprechen uns aber auf jeden Fall einen guten Wettkampf, Einsatz, Herzblut und Kampfgeist.“ Auch das sehr junge deutsche Frauenteam will diese Chance, sich mit einigen der besten Nationen der Welt messen zu können, zum Lernen nutzen.
Und Berlin und Wasserball – das passt einfach zusammen. Die Wasserfreunde Spandau 04 sind deutscher Rekordmeister bei den Männern und auch aktuell wieder Tabellenführer in der Bundesliga, die Frauen des Klubs gewannen im vergangenen Jahr das erneut das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg. Beim Water Polo World Cup haben aber nicht nur die Spandauer Spieler*innen ein Heimspiel: Das gesamte DSV-Team setzt auf die Unterstützung des Berliner Publikums. „Eine Ausrichtung in Berlin ist auf jeden Fall ein Zeichen, dass es uns gibt, dass wir auf die große Bühne möchten, und dass wir nach vorne schauen. Wir sprechen über Teams aus der ganzen Welt, was nicht alle Tage vorkommt. Berlin ist eine multikulturelle Stadt, und so ein Turnier ist eine Chance, alle Berliner*innen einzuladen, ihre Nationalmannschaft anzufeuern, welche auch immer das ist“, sagt Miloš Sekulic. Der Ticketverkauf für dieses Highlight startet in Kürze.
DSV-Männer lösen ebenfalls das Ticket für die Wasserball-EM
Es ist mittlerweile eine beeindruckende Bilanz: Seit 1954 war bei der Wasserball-EM immer ein deutsches Männerteam vertreten. Am Sonntag sorgte die DSV-Auswahl dafür, dass sich diese Serie auch bei den diesjährigen Europameisterschaften fortsetzt. Beim Qualifikationsturnier in Kranj (SLO) siegte das Team von Bundestrainer Petar Porobic zum Abschluss gegen das punktlose Schlusslicht Belgien mit 16:5 und löste damit ebenso wie die DSV-Frauen das Ticket für die EM-Endrunde vom 27. August – 10. September in Split (CRO). Mit drei Siegen und einem Unentschieden gegen Frankreich beendete Deutschland das Turnier ungeschlagen und nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auf Platz zwei hinter den Franzosen.
Vor dem Spiel war die Ausgangslage klar: Ein Sieg oder ein Unentschieden gegen Belgien würden genügen, um den Sprung zur Endrunde zu schaffen; nur bei einer Niederlage hätte man noch abwarten müssen, wie die anschließende Partie zwischen Slowenien und Frankreich ausgeht. Doch darauf wollten es die Deutschen nicht ankommen lassen. Nur in den ersten Minuten konnten die Belgier noch mithalten, nach dem ersten Viertel führte das DSV-Team lediglich mit 3:1. Bis zur Halbzeit zog man dann aber bis auf 9:2 davon. Fynn Schütze glänzte zu diesem Zeitpunkt bereits mit drei Toren, am Ende war er mit fünf Treffern bester Mann im deutschen Team. Im dritten Viertel baute Deutschland seinen Vorsprung dann bis auf zehn Tore aus und ließ auch danach nichts mehr anbrennen.
„Wir haben unser Ziel erreicht, uns für die Europameisterschaften zu qualifizieren. Wir haben gesehen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben. Aber trotzdem haben wir auch mit diesem verjüngten Team gezeigt, dass wir gegen Nationen wie Frankreich zumindest ebenbürtig sind“, zog Kapitän und Torwart Moritz Schenkel Bilanz eines erfolgreichen Wochenendes.
Neben Deutschland und Frankreich lösten am Wochenende in den anderen Gruppen auch Georgien und die Slowakei, Rumänien und Malta sowie die Niederlande und Israel die weiteren EM-Tickets. Die besten Acht der EM 2020 – Ungarn, Spanien, Montenegro, Kroatien, Serbien, Italien, Griechenland und Russland – waren bereits vorher sicher dabei.
Gruppensieg für die deutschen Wasserballerinnen
Die DSV-Frauen hatten die Endrunde bei ihrem EM-Qualifikationsturnier in Bukarest (ROM) bereits am Vortag gesichert. Im abschließenden Spiel gegen die Gastgeberinnen aus Rumänien ging es für die Auswahl von Bundestrainer Sven Schulz nur noch um den Gruppensieg, den sich am Ende das DSV-Team durch ein souveränes 11:4 sicherte. 5:1 führte Deutschland bereits nach dem ersten Viertel, danach ließen es beide Seiten zunächst gemächlicher angehen, wohl auch weil beide Nationen bereits sicher qualifiziert waren. Nach drei Vierteln stand es 7:3, bevor die Deutschen im Schlussabschnitt noch einmal das Tempo anzogen. Beste Torschützinnen waren Belén Vosseberg und Nadine Hartwig mit je drei Treffern.
Bei den Frauen schafften außer Deutschland und Rumänien auch noch Griechenland und Serbien den Sprung zur Endrunde, für die die Top fünf der vergangenen EM – Spanien, Russland, Ungarn, Niederlande und Italien – sowie die Kroatinnen als Gastgeberinnen bereits qualifiziert waren. Die letzten beiden Startplätze werden erst Anfang März auf Malta ausgespielt.
Adresse
Gneisenaustraße 8 B, 31275 Lehrte
Webmaster@LehrterSV.de
http://www.lsv-wasserball.de
Adresse
Freiberger Str. 31, 01067 Dresden
geschaeftsstelle@swv-tur-dresden.de
http://www.wasserball-dresden.de
Kader, Modus, Termine: Die Olympia-Qualifikation im Wasserball im Überblick
Auf dem Bus ist das Ziel schon einmal vorgegeben. „Road to Tokyo“ prangt unübersehbar auf dem Gefährt, mit dem sich die deutschen Wasserballer am Freitag (12. Februar) auf den Weg zum Olympia-Qualifikationsturnier in Rotterdam (NED) machen. Vom 14. - 21. Februar werden dort die letzten drei Tickets für die Olympischen Spiele in Tokio vergeben.
„Das wird eine sehr große Herausforderung, aber wir haben in der Vergangenheit schon des Öfteren bewiesen, dass wir über uns hinauswachsen können“, sagt DSV-Kapitän Julian Real. Er sieht seine Mannschaft nach sechswöchiger, intensiver Vorbereitung in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf bereit für die „Mission Tokio“. „Wir haben die lange Zeit, die wir jetzt zusammen waren, genutzt, um als Mannschaft noch enger zusammenzuwachsen. In Warendorf haben wir viel miteinander geredet: über Wasserball, aber auch über viele Dinge außerhalb des Beckens. Wir sind dadurch jetzt ein noch besseres Team als vorher. Wir fahren auf jeden Fall gut vorbereitet nach Rotterdam.“
>> Das gesamte Interview mit Julian Real lesen Sie hier.
Der deutsche Kader
Aufgrund der Coronavirus-Pandemie erlaubt der Schwimmweltverband FINA für das Qualifikationsturnier diesmal neben dem regulären 13er-Kader die Nominierung zwei weiterer Backup-Spieler. Diese dürfen aber nur als Ersatz für komplett ausgeschiedene Akteure eingesetzt werden.
Bundestrainer Hagen Stamm hat am Donnerstag folgende Spieler nominiert:
Julian Real (31 Jahre/Centerverteidiger), Moritz Schenkel (30/Torwart), Fynn Schütze (22/Rechtsaußen/alle Waspo 98 Hannover), Mateo Cuk (30/Center), Lucas Gielen (30/Centerverteidiger), Maurice Jüngling (29/Centerverteidiger), Marin Restovic (30/Rechtsaußen), Marko Stamm (32/Linksaußen), Denis Strelezkij (22/Linksaußen/alle Wasserfreunde Spandau 04), Hannes Schulz (30/Rechtsaußen), Florian Thom (24/Torwart/beide OSC Potsdam), Timo van der Bosch (27/Center/SV Ludwigsburg 08), Zoran Bozic (18/Linksaußen/SSV Esslingen).
Als Backup: Aleks Sekulic (17/Linksaußen/Wasserfreunde Spandau 04), Mark Gansen (18/Rechtsaußen/ASC Duisburg).
Zusätzlich auf Abruf: Felix Benke (18/Torwart/Waspo 98 Hannover).
„Wir haben eine gute Mischung aus jüngeren und erfahrenen Spielern in der Mannschaft“, sagt Hagen Stamm. „Von den Youngstern hat in der Vorbereitung vor allem Zoran Bozic einen guten Eindruck hinterlassen und deshalb den Sprung in den regulären Kader geschafft. Aber auch Aleks Sekulic und Mark Gansen haben im Trainingslager überzeugt und können der Mannschaft helfen, falls wir sie in Rotterdam brauchen. Linkshänder Fynn Schütze haben wir nach überstandener Verletzung noch kurzfristig nominiert. Mit Waspo 98 Hannover war er in den vergangenen Tagen ohnehin als Sparringspartner in Warendorf und hat dabei gute Leistungen gezeigt. Sein Handbruch ist ausgeheilt und er steht für Kurzeinsätze und besondere Aufgaben bereit.“
Der Spielplan
Gruppe A: Montenegro, Griechenland, Brasilien, Kanada, Georgien, Türkei
Gruppe B: Deutschland, Kroatien, Russland, Frankreich, Niederlande, Rumänien
- Februar: Deutschland – Niederlande (16:00 Uhr)
- Februar: Deutschland – Frankreich (14:30 Uhr)
- Februar: Deutschland – Russland (17:30 Uhr)
- Februar: Deutschland – Rumänien (13:00 Uhr)
- Februar: Deutschland – Kroatien (20:30 Uhr)
Die ersten vier Mannschaften jeder Gruppe ziehen ins Viertelfinale (19. Februar) ein. Die Halbfinals folgen am 20. Februar, das Finale und das Spiel um Platz drei am 21. Februar. Nur die besten drei Teams des Turniers lösen am Ende das Olympia-Ticket.
Die Gruppengegner
Niederlande
Weltrangliste: Platz 22
Erfolge: Olympia-Bronze 1948, 1976, WM-Vierter 1982, Europameister 1950
Olympia: zuletzt 2000 (Elfter)
Stars: Robin Lindhout, Jorn Winkelhorst, Jesse Koopman
Trainer: Harry van der Meer
Frankreich
Weltrangliste: Platz 17
Erfolge: Olympiasieger 1924, Olympia-Bronze 1900, 1928, EM-Silber 1927
Olympia: zuletzt 2016 (Elfter)
Stars: Ugo Crousillat, Alexandre Camarasa, Mehdi Marzouki
Trainer: Nenad Vukanic
Russland
Weltrangliste: Platz 16
Erfolge: Olympia-Silber 2000, Olympia-Bronze 2004, WM-Bronze 1994, 2001, EM-Bronze 1997
Olympia: zuletzt 2004 (Bronze)
Stars: Sergey Lisunov, Dmitrii Kholod, Ivan Nagaev
Trainer: Sergey Yevstigneyev
Rumänien
Weltrangliste: Platz 22
Erfolge: Olympia-Vierter 1976, WM-Fünfter 1975, EM-Vierter 1993, 2006
Olympia: zuletzt 2012 (Zehnter)
Stars: Cosmin Radu, Tiberiu Negrean, Alexandru Ghiban
Trainer: Athanasios Kechagias
Kroatien
Weltrangliste: Platz zwei
Erfolge: Olympiasieger 2012, Olympia-Silber 1996, 2016, Weltmeister 2007, 2017, Europameister 2010
Olympia: zuletzt 2016 (Silber)
Stars: Maro Jokovic, Loren Fatovic, Niksa Dobud
Trainer: Ivica Tucak
Die Corona-Regeln
Das Olympia-Qualifikationsturnier wird in einer „Blase“ durchgeführt, mit Maskenpflicht und Abstandsregeln. Alle Teilnehmenden müssen sich regelmäßigen Coronatests unterziehen. Im Falle eines positiven Befunds wird die betreffende Person umgehend isoliert. Der Rest des Teams muss sich in Quarantäne begeben und kann erst nach einem eigenen negativen Test wieder trainieren bzw. die nächsten Spiele absolvieren. Gibt es in einem Team drei Corona-Fälle – egal, ob in der Mannschaft oder im Trainer- bzw. Betreuerstab –, wird es automatisch vom weiteren Turnier ausgeschlossen. Zuschauer*innen sind im Zwemcentrum Rotterdam gemäß den Verordnungen der niederländischen Regierung nicht zugelassen. Die FINA überträgt alle Partien im kostenpflichtigen Livestream unter https://www.finatv.live/en.
Wasserball
Teamgeist, Kraft und volle Ränge
Der Wasserballsport gilt als ältester Mannschaftssport in der olympischen Geschichte. Deutschlands Nationalmannschaften können auf eine lange und erfolgreiche Tradition zurückblicken – Olympiasieger 1928, WM-Dritter 1982, Europameister 1981, 1989, Weltcupsieger 1985 und Olympia-Fünfter 2004.
Erfolg verpflichtet – mit der Ausrichtung des Weltligafinales 2007 hat der DSV einen Meilenstein in der Organisation von internationalen Großveranstaltungen gesetzt und eine einzigartige Werbung für den Wasserballsport in Deutschland betrieben.
