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Petar Porobic wird neuer Wasserball-Nationaltrainer
Der Montenegriner Petar Porobic wird zu 01. Oktober neuer Bundestrainer für die Wasserball-Nationalmannschaft der Männer. Der 64-Jährige aus Herceg Novi erhält beim Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) einen Vertrag bis zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris (FRA). „Wir freuen uns, dass wir mit Petar Porobic einen ausgewiesenen Wasserballexperten für die deutsche Nationalmannschaft der Männer gewinnen konnten. Mit seiner langjährigen Erfahrung auf verschiedenen Kontinenten und auch im konzeptionellen Bereich ist er genau der richtige, um unser Team im nächsten Olympiazyklus zu führen“, erklärte DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow. Bei den Spielen der Weltliga im November wird Porobic erstmals am Beckenrand stehen.
Bereits seit vier Jahrzehnten ist Porobic sehr erfolgreich als Trainer tätig. Als Cheftrainer wurde er mit der Mannschaft von Serbien und Montenegro 2005 Weltmeister, mit Montenegro nach dessen Unabhängigkeit holte er 2008 den EM-Titel. Als Teil des Trainerstabs von Serbien und Montenegro gewann er Olympiasilber (2004) und -bronze (2000), wurde WM-Zweiter (2001) und -Dritter (2003) sowie 2001 und 2003 jeweils Europameister. Insgesamt fünfmal nahm er an Olympischen Spielen teil. Zuletzt war er seit 2017 in China tätig und erreichte bei den Sommerspielen in Tokio (JPN) mit dem chinesischen Frauenteam Platz acht.
Als Vereinstrainer betreute Porobic unter anderem die Spitzenklubs Primorac (MON), Becej (SRB), Jadran Herceg Novi (MON), Shturm Ruza (RUS), Galatasaray (TUR) und Sintez Kasan (RUS) und bewies dabei immer wieder sein Händchen bei der Entwicklung junger Spieler*innen. In dieser Zeit hat er etliche Weltklassespieler*innen hervorgebracht. Durch seine Schule gingen zum Beispiel Predrag Jokic, aktuell Co-Trainer beim Deutschen Meister Waspo 98 Hannover, der russische Weltklasse-Linkshänder Ivan Nagaev ebenfalls von Waspo sowie Vladimir Gojkovic, der jetzige Nationaltrainer Montenegros. Porobic ist zudem international sehr gut vernetzt: Seit 2015 ist er Präsident der World Water Polo Coaches Association (WWPCA) und seit 2017 auch Mitglied im FINA Coaches Committee des Schwimmweltverbands.
Beim DSV wird er Nachfolger von Hagen Stamm, der von 2000 bis 2012 und zuletzt noch einmal von 2016 bis 2021 das Amt des Bundestrainers innehatte. Unter seiner Führung gelang wieder der Anschluss an die Weltspitze, unter anderem mit Platz vier beim Weltcup 2018 in Berlin, Rang acht bei der WM 2019 in Gwangju (KOR) und Platz neun bei der EM 2020 in Budapest (HUN). Die Olympiaqualifikation für Tokio hatte das DSV-Team im Februar allerdings verpasst. Stamm hatte aber unabhängig davon schon vorher angekündigt, sich im Sommer zurückzuziehen, um sich künftig vermehrt seiner Familie, seinem Fahrradgeschäft und seiner Tätigkeit als Präsident von Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 zu widmen.
„Petar Porobic gehört zu den erfolgreichsten Trainern der Welt in den vergangenen 20 Jahren“, sagte Stamm. „Es ist kein Geheimnis, dass er mein Wunschkandidat für meine Nachfolge war. Ich bin deshalb sehr froh, dass sich der Deutsche Schwimm-Verband für ihn entschieden hat. Petar Porobic ist eine Galionsfigur vor allem für unsere jüngeren Spieler, die von ihm enorm profitieren werden.“ 2007 war Porobic an seiner Seite schon einmal für vier Monate kurzzeitig für den DSV tätig und brachte schon damals viele neue Ideen für das Nationalteam ein. „Einen besseren Input kann man nicht bekommen. Er ist ein absoluter Fachmann und passt auch menschlich hervorragend zu uns“, so Stamm.
Mit Peter Röhle als Torwarttrainer, Stephan Bischoff als Athletiktrainer und Dirk Hohenstein als Diagnostiktrainer herrscht im deutschen Trainerstab ansonsten Kontinuität vor – alle drei bleiben dabei und stehen dem neuen Bundestrainer auch künftig zur Seite. Offen ist momentan noch die Position des Co-Trainers.
Spannung in den Play-offs – sogar Rekordmeister Spandau muss sich strecken
Hochspannung in den Play-offs der Wasserball-Bundesliga! Zum Auftakt der Vorschlussrunde wurden von den sieben Partien der A- und B-Gruppe sechs nur mit einem oder zwei Toren Unterschied entschieden. Sogar Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 setzte sich im ersten Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft nur knapp mit 12:10 beim ASC Duisburg durch, wobei die Entscheidung zu Gunsten der Berliner hier erst im letzten Viertel fiel. Titelverteidiger Waspo 98 Hannover dominierte im anderen Halbfinale dagegen mit 19:8 gegen den OSC Potsdam – es war die einzige Partie am langen Feiertags-Wochenende mit einem derart deutlichen Ausgang.
Im ersten Platzierungsspiel um die Plätze fünf bis sieben ging der Duisburger SV 1898 durch ein 12:11 gegen die SG Neukölln Berlin in diesem Duell mit 1:0 in Führung. Die Entscheidung in sämtlichen Serien im Modus „Best of Three“ fällt am kommenden Wochenende.
Uerdingen setzt seinen Play-off-Lauf in der B-Gruppe fort
Eng spannend verlaufen auch die Play-offs der B-Gruppe, in denen der direkte Aufsteiger in die Top-Staffel ausgespielt wird – zwei weitere Teams haben dann in den Relegationsspielen noch die Chance, ebenfalls den Sprung in die A-Gruppe zu schaffen. Hauptrundensieger SV Krefeld 72 bezwang den SSV Esslingen auswärts mit 7:6 und der in der Vorrunde nur auf Rang sechs platzierte Uerdinger SV 08 setzte seinen Play-off-Lauf auch gegen den SV Cannstatt fort und entschied Spiel eins der Serie mit 12:10 für sich.
In der Runde um die Plätze zwölf bis 15 siegte der SV Würzburg 05 mit 10:9 gegen den Düsseldorfer SC 1898. Außerdem gewann der SVV Plauen mit 12:10 bei der SG Stadtwerke München.
Bernd Berkhahn als einer der ersten Trainer in die „Hall of Fame“ aufgenommen
Am heutigen Mittwoch ist Schwimm-Bundestrainer Bernd Berkhahn mit seinen Aktiven nach Flagstaff (USA) aufgebrochen, drei Wochen lang wird dort in der Höhe trainiert. Im Gepäck hat er dabei auch eine ganz besondere Ehrung, die ihm in dieser Woche zuteilwurde. Denn mit einer feierlichen Veranstaltung im Deutschen Sport- und Olympiamuseum hat die Trainerakademie Köln des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) am Dienstag erstmals die „Hall of Fame“ für Trainer*innen eröffnet – und Berkhahn gehört zu den ersten zehn Personen, die dabei ausgezeichnet wurden.
Der 54-Jährige steht damit auf einer Stufe mit Trainerlegenden wie dem ehemaligem Handball-Bundestrainer Heiner Brand, dem früheren Biathlon-Bundestrainer Fritz Fischer oder dem einstigen Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters – allesamt Persönlichkeiten des deutschen Sports. „Das ist eine große Ehre und unterstreicht die fachliche Qualität von Bernd Berkhahn. Diese Auszeichnung hat er sich mit seinen herausragenden Erfolgen in den vergangenen Jahren redlich verdient“, gratulierte DSV-Vorstand Jan Pommer.
Mit der „Hall of Fame“ setzt die Trainerakademie ein starkes Zeichen für die Wertschätzung eines Berufsstandes, der meist im Hintergrund wirkt und doch entscheidend ist: Ohne das außerordentliche Engagement von Trainer*innen wären sportliche Karrieren, olympische Medaillen oder emotionale Sportmomente nicht denkbar. Im Falle von Bernd Berkhahn etwa die Olympiasiege von Florian Wellbrock im Freiwasser 2021 in Tokio (JPN) sowie von Lukas Märtens über 400m Freistil 2024 in Paris (FRA) sowie zahlreiche weitere nationale und internationale Erfolge.
„Mit dieser Ehrung rücken wir Trainerinnen und Trainer erstmals sichtbar ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Sie sind das Fundament sportlicher Erfolge und prägen Karrieren und Menschen gleichermaßen“, sagte Lothar Linz, der Direktor der Trainerakademie Köln des DOSB. Die ersten Geehrten stehen stellvertretend für über 500.000 Trainer*innen in Deutschland, die mit ihrer Hingabe und Leidenschaft Tag für Tag den Sport voranbringen. Neben aktiven Trainer*innen wurden auch Persönlichkeiten ausgezeichnet, die die Ausbildung und Entwicklung von Trainer*innen maßgeblich geprägt haben. Die Ehrenhalle soll künftig jährlich um weitere Mitglieder erweitert werden.
Diese zehn Persönlichkeiten wurden geehrt:
Bernd Berkhahn, Schwimm-Bundestrainer
Heiner Brand, früherer Handball-Bundestrainer
Fritz Fischer, früherer Biathlon-Bundestrainer
Bernhard Peters, früherer Hockey-Bundestrainer
Steffi Nerius, frühere Speerwurf-Weltmeisterin und heutige Trainerin
Sabine Tschäge, Ruder-Bundestrainerin
Lothar Ruch, früherer Ringer-Bundestrainer
Prof. Dr. Ulrich Hartmann, Sportwissenschaftler und Hochschullehrer
Zlatan Siric-Bernhard, langjähriger Mitarbeiter der Trainerakademie Köln
Prof. Dr. Hugo Budinger, Gründer und erster Direktor der Trainerakademie Köln (posthum)
Wasserball Tag 6
Nach dem vorletzten Tag im Wasserball haben sich insgesamt 4 Mannschaften für die Finalspiele qualifiziert. Dabei haben die "Buddies" von den Wasserfreunden Spandau 04 noch eine Rechnung mit ihrem Finalgegner offen.
Bericht von Frieder Class » ansehen
Die Buddies der WF Spandau 04 überzeugen durch Teamspirit und Qualität
Wasserball Tag 3
Das Fazit von Tag 3 der Wasserballspiele zeigt einen eher durchwachsenen Tag für die deutschen Wasserballer*innen.
Mehr im Bericht von Frieder Class » ansehen
Frieder Class, Berichterstatter der EM, Verantwortlicher für den Wasserball in der Wettkampfabteilung Masterssport im DSV und Spieler des SV Cannstatt wartet auf seinen Einsatz
Adresse
Stapenhorststr. 145, 33615 Bielefeld
Stellenausschreibung Bundestrainer/in Freiwasser Nachwuchs (m/w/d)
Zum 01.09.2021 sucht der DSV eine im Spitzensport erfahrene Führungspersönlichkeit als Bundestrainer/in Freiwasser Nachwuchs (m/w/d).
Weitere Informationen sind der Stellenausschreibung zu entnehmen.
>> Stellenausschreibung
Erster deutscher Finalist seit zehn Jahren: Jaden Eikermann wird Zehnter vom Turm
Das Turmspringen gilt als die Königsdisziplin des Wasserspringens. Und die Aktiven boten dem Publikum im OCBC Aquatics Centre zum Abschluss der Sprungwettbewerbe von Singapur nochmal eine fantastische Flugshow. Mittendrin: Jaden Eikermann – erstmals seit zehn Jahren stand damit wieder ein Deutscher in einem WM-Finale. Der 20-Jährige vom SV Neptun Aachen sorgte als Zehnter mit 442,30 Punkten für einen gelungen Ausklang für das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV). „Mein erstes Finale und dann Top Ten der Welt, das freut mich einfach“, sagte er. Zur Belohnung geht es für ihn nun zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester für eine Woche in den Urlaub nach Bali.
Bei seinen drei WM-Teilnahmen zuvor war Eikermann jeweils noch im Vorkampf ausgeschieden. „Gestern vor dem Vorkampf ging es mir gar nicht gut, da dachte die ganze Zeit: Was, wenn es wieder nicht klappt? Aber jetzt ist der Knoten geplatzt“, sagte er nach dem Halbfinale. Und kündigte da schon an, im Finale „frech in den Endphasen“ sein zu wollen. Das gelang ihm auch, ohne größeren Fehler kam er durch die Entscheidung und setzte dabei auch so manches Highlight. „Ich weiß aber, dass ich noch mehr kann. Ich weiß, woran ich arbeiten muss, in Zukunft wird das Ganze nochmal anders aussehen.“
>> Alle WM-Ergebnisse vom Wasserspringen
Den Titel in einem hochklassigen Wettkampf sicherte sich der Australier Cassiel Rousseau (534,80) vor Oleksii Sereda (UKR/515,20) und Randal Willars Valdez (MEX/511,95), die beiden Chinesen mussten sich dahinter mit den Plätzen vier und fünf begnügen. Es war das erste Mal seit der WM 1982, dass China im Turmspringen gänzlich leer ausging.
Insgesamt zehn Finalplätze für den DSV in Singapur
Insgesamt erreichte das DSV-Team in Singapur im Wasserspringen zehn Finalplätze (Top zwölf), absoluter Höhepunkt war dabei natürlich die Silbermedaille vom Turm von Pauline Pfeif. Aber auch Lena Hentschel (beide Berliner TSC) als Vierte vom 3m-Brett, Moritz Wesemann (SV Halle) als jeweils Sechster von 1m und 3m sowie zwei weitere sechste Plätze in den Synchrondisziplinen rundeten das erfolgreiche Abschneiden ab.
Entsprechend positiv fiel am Sonntag das Fazit von Chef-Bundestrainer Christoph Bohm aus: „Wir haben hier sehr viele Finalplatzierungen erreicht, gerade auch in den Synchrondisziplinen. Im Einzel ist es uns gelungen, in jeder Disziplin jemanden ins Finale zu bringen – ich weiß nicht, wann wir das das letzte Mal hatten. Das ist auch ein Fingerzeig, dass wir uns verbessert haben. Paulines Medaille war natürlich herausragend und hat dem ganzen Team nochmal einen Schub gegeben.“
Bundestrainer unterstützen Ausbildung zur A-Lizenz Schwimmen
Genau 409 Schwimm-Trainer*innen mit A-Lizenz gibt es derzeit in Deutschland, und bald kommen hoffentlich 16 weitere hinzu. In der vergangenen Woche fand nämlich das erste von drei Ausbildungsmodulen des aktuellen Lehrjahrs statt.
Am Bundesstützpunkt Magdeburg standen dreieinhalb Tage lang spannende Seminare auf dem Programm. Über Energiestoffwechsel, Belastungszonen, Leistungsdiagnostik bis hin zur Regeneration wurde der aktuelle Forschungs- und Wissenstand vermittelt. Und das von den namhaftesten Expert*innen aus dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). So referierte Bernd Berkhahn, der Bundestrainer Langstrecke und Freiwasserschwimmen, über Periodisierung und Trainingsplanung, Hospitation bei seiner Topgruppe rund um die Olympiasieger Lukas Märtens und Florian Wellbrock inklusive.
Stephan Wittky, Bundestrainer für Kurz- und Mittelstrecke, sprach über Jahres- und Wochenplanung beim Krafttraining. Und Diagnostik-Bundestrainer Dr. Alexander Törpel erklärte wichtige Neuerungen in Bezug auf die Belastungszonen und die Konsequenzen für das Monitoring.
„Ich freue mich sehr, wenn unsere Spitzenleute sich die Zeit nehmen und uns bei der Trainerausbildung so stark unterstützen, das sorgt natürlich für zusätzliche Motivation“, betonte der zuständige DSV-Lehrwart Dr. Lukas Mundelsee. Im Januar geht es dann in Hamburg zu Modul 2, bei dem die Themen Biomechanik und Pädagogik im Vordergrund stehen werden, ehe nach Modul 3 im Februar in Heidelberg noch die Prüfungen im Juni in Berlin anstehen werden.
Rund 1.000 Euro muss man übrigens für die A-Lizenz-Ausbildung investieren, zuzüglich der Reisekosten. Eines werden die Teilnehmenden aber wohl nach diesen erkenntnisreichen Tagen in Magdeburg sagen: Sie sind es auf jeden Fall wert.
