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Historischer Tag für den Cannstatter Wasserball

Der SV Cannstatt ist endgültig wieder in der Wasserball-Bundesliga angekommen. Im vergangenen Sommer war der Deutsche Meister von 2006 ins Oberhaus zurückgekehrt, in den ersten Wochen der neuen Saison ließ ein Erfolgserlebnis dann allerdings noch auf sich warten. Am Wochenende feierten die Stuttgarter beim 15:12 gegen die White Sharks Hannover nun ihren ersten Sieg nach dem Aufstieg. Spieler des Tages war Torwart Max Vernet Schweimer mit zahlreichen Paraden, in der Offensive glänzte Sergio Prieto Hernandez mit fünf Treffern als bester Torschütze. 

Damit schlossen die Cannstatter nach Punkten zur SG Neukölln Berlin auf, bleiben vorerst aber Tabellenletzter. An der Spitze steht unverändert der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover, der sich beim 25:5 gegen den Duisburger SV 1898 für das entscheidende Champions-League-Spiel am Mittwoch (20:00 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei Euroaquatics.tv) in Barcelona (ESP) bei Zodiac CNAB warmschoss.

 

Zweitligist Neustadt weiter auf der Siegerstraße

 

Das einzige noch sieglose Team in den beiden Wasserball-Bundesligen ist damit nun in der 2. Liga die SpVg Laatzen 1894. Auch die Niedersachsen waren im Sommer aufgestiegen – gegen Zweitliga-Spitzenreiter Düsseldorfer SC 1898 hielt man am Wochenende zwar über lange Zeit gut mit, musste die Punkte beim 9:13 letztlich aber doch dem Gegner überlassen. Auf dem Vormarsch bleibt dagegen der andere Aufsteiger SC Neustadt/Weinstraße, der beim SSV Esslingen bereits den fünften Saisonsieg holte (16:15) und so in die Top vier vorrückte.

Wasserball-Bundesliga

   

SG Neukölln Berlin

ASC Duisburg

11:24 (3:7, 2:6, 3:3, 3:8)

SV Cannstatt

White Sharks Hannover

15:12 (4:1, 4:6, 2:2, 5:3)

Waspo 98 Hannover

Duisburger SV 1898

25:5 (6:1, 8:1, 5:2, 6:1)

OSC Potsdam

Wasserfreunde Spandau 04

9:22 (2:4, 3:10, 2:3, 2:5)

2. Wasserball-Bundesliga

   

SSV Esslingen

SC Neustadt/Weinstraße

15:16 (2:3, 3:5, 7:5, 3:3)

SV Würzburg 05

SVV Plauen

15:16 (4:5, 3:4, 5:4, 3:3)

Düsseldorfer SC 1898

SpVg Laatzen 1894

13:9 (4:5, 3:2, 4:0, 2:2)

Wasserball-Bundesliga

         

1.

Waspo 98 Hannover

9

27

250:57

+193

2.

Wasserfreunde Spandau 04

8

20

169:87

+82

3.

ASC Duisburg

8

18

151:92

+59

4.

White Sharks Hannover

8

10

106:131

-25

5.

OSC Potsdam

8

9

90:147

-57

6.

Duisburger SV 1898

8

9

86:142

-56

7.

SG Neukölln Berlin

8

3

90:167

-77

8.

SV Cannstatt

9

3

77:196

-119

2. Wasserball-Bundesliga

         

1.

Düsseldorfer SC 1898

9

22

120:98

+22

2.

SV Krefeld 72

6

15

98:63

+35

3.

Uerdinger SV 08

7

14

100:89

+11

4.

SC Neustadt/Weinstraße

8

14

117:105

+12

5.

SVV Plauen

9

13

138:131

+7

6.

SSV Esslingen

8

12

111:115

-4

7.

SV Würzburg 05

7

3

89:119

-30

8.

SpVg Laatzen 1894

8

0

86:139

-53

 

Von wegen EM-Müdigkeit: Spandaus Frauen im doppelten Torrausch

 

In der Wasserball-Bundesliga der Frauen wurde der Spielbetrieb nach Abschluss der Europameisterschaften – bei denen sich die Niederländerinnen im Finale gegen Ungarn mit 15:13 nach Fünfmeterwerfen den Titel sicherten – mit einem Doubleheader fortgesetzt. Die Deutschen Meisterinnen der Wasserfreunde Spandau 04 trafen binnen 24 Stunden gleich zweimal auf den SSV Esslingen, der dafür auf sein Heimrecht verzichtet und sich bereiterklärt hatte, beide Partien in Berlin auszutragen. Spandau dominierte beide Spiele und siegte mit 20:7 und 27:7. Von Müdigkeit war also auch bei den EM-Teilnehmerinnen auf Spandauer Seite nichts zu spüren, obwohl sie zum Teil erst in der Nacht aus Madeira (POR) zurückgekehrt waren.

Platz

Verein

Spiele

Punkte

Torverhältnis

Tordifferenz

1.

Wasserfreunde Spandau 04

6

18

168:40

+128

2.

SV Blau-Weiß Bochum

5

12

108:48

+60

3.

SSV Esslingen

6

9

81:83

-2

4.

Eimsbütteler Turnverband

5

6

62:90

-28

5.

SC Chemnitz 1892

5

3

40:116

-76

6.

Uerdinger SV 08

5

0

39:121

-82

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Neuausrichtung im Wasserball: DSV setzt auf nachhaltigen Aufbau und konsequente Nachwuchsförderung

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) treibt die notwendige strategische Neuausrichtung im Wasserball entschlossen voran. Bereits im Frühjahr wurden zentrale Reformen auf den Weg gebracht – darunter die Einführung einer Positivquote für deutsche Spieler*innen und die Weiterentwicklung der Ligenstruktur. Das jüngste Verpassen der EM-Qualifikation unterstreicht, wie essenziell dieser Kurs ist. Mit einem klaren Fokus auf nachhaltige Nachwuchsförderung und stabile Strukturen verfolgt der DSV das Ziel, den deutschen Wasserball schrittweise zurück in den Kreis der internationalen Top-Nationen zu führen.

„Wir machen uns nichts vor – das ist eine sehr schwierige und ernüchternde Situation. Aber wir fügen uns dem nicht, sondern sehen die Defizite. Wir haben bereits begonnen, sie anzugehen und kontinuierlich an der Optimierung zu arbeiten“, sagt DSV-Chef Jan Pommer. Ein zentraler Baustein der Reform ist die neue Positivquote: Ab der Saison 2025/26 müssen mindestens sieben deutsche Spieler auf dem Spielprotokoll jeder Bundesligamannschaft stehen. In den Folgejahren steigt die Zahl auf acht (2026/27) und neun (ab 2027/28). „Diese Maßnahme ist ein wichtiger Schritt, um deutschen Talenten mehr Spielzeit auf höchstem Niveau zu ermöglichen“, betont Christian Hansmann, DSV-Vorstand Leistungssport.

 

Parallel entwickelt der Verband weitere Fördermaßnahmen. In Planung sind unter anderem ein bundesweiter Ausbildungsfonds sowie neue Programme zur langfristigen Entwicklung von jungen deutschen Spielern hin zu den Jugend-Nationalteams. Dass Potenzial vorhanden ist, zeigt der Nachwuchs selbst: Die deutsche U20 hat sich bereits zum dritten Mal in Folge für die Weltmeisterschaften qualifiziert – ein starkes Signal.

„Wir wissen, dass tiefgreifende Veränderungen Zeit brauchen – und diese Zeit nehmen wir uns. Jetzt stellen wir die Weichen, um die Mannschaft in den nächsten fünf bis acht Jahren zurück in den Kreis der weltbesten Nationen zu führen“, betont Hansmann. „Wir setzen dabei auf die Jugend. Sie wird die Nationalmannschaft der Zukunft bilden.“

 

Die Neuausrichtung bringt auch personelle Veränderungen mit sich: Nach dem Verpassen der EM-Qualifikation hat der DSV Bundestrainer Milos Sekulic und dessen Co-Trainer Vladimir Markovic abberufen. „Wir danken beiden ausdrücklich für ihr Engagement in einer herausfordernden Phase. Für den nächsten Schritt braucht es nun aber auch an der Spitze einen Neuanfang“, erklärt der Vorstand Leistungssport.

Die Entscheidung über die zukünftige Leitung der Nationalmannschaft wird der Verband mit der gebotenen Sorgfalt und Ruhe treffen. Interimistisch werden Luka Sekulic – Bundesstützpunkttrainer Wasserball in Hannover und Co-Trainer beim Deutschen Meister Waspo 98 Hannover – sowie der bisherige Bundestrainer Diagnostik Dirk Hohenstein die Betreuung des Teams bei den Partien der FISU World University Games 2025 vom 17. – 26. Juli in Duisburg übernehmen.

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U20-WM im Wasserball: Deutschlands Junioren fordern Montenegro alles ab

Deutschlands Wasserball-Junioren spielen bei der U20-WM in Zagreb (CRO) um die Plätze neun bis zwölf. Damit wird das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) in jedem Fall eine bessere Platzierung erreichen als bei den vorherigen Weltmeisterschaften in der Altersklasse, denn 2023 war man zuletzt 13. geworden. Nächster Gegner ist nun am Freitag China (13:30 Uhr, kostenloser Livestream auf dem YouTube-Kanal von World Aquatics).

Den Einzug ins Viertelfinale – es wäre der erste seit 18 Jahren gewesen – hat die Auswahl von Nachwuchs-Bundestrainer Nebojsa Novoselac derweil knapp verpasst. Die bis zuletzt spannende Partie im Achtelfinale gegen den Nachwuchs von Olympiateilnehmer Montenegro ging am Mittwoch mit 10:11 verloren. In der weitgehend ausgeglichenen ersten Halbzeit verzeichnete Deutschland sogar mehr Würfe aufs Tor, trotzdem führten die Montenegriner zur Pause mit 7:6. Im dritten Viertel konnte das Team vom Balkan seinen Vorsprung zwischenzeitig sogar auf drei Tore ausbauen. Auch zu Beginn des Schlussabschnitts sah es zunächst weiter nach einem Erfolg für Montenegro aus. Dank dreier Treffer der Brüder Lennox Metten und Elias Metten (beide ASC Duisburg) wurde es aber noch einmal spannend – zwei Minuten vor dem Ende waren die Deutschen beim Stand von 10:11 auf einmal wieder ganz nah dran an der Sensation. Doch das starke Comeback blieb unbelohnt: Montenegro verteidigte seinen Ein-Tore-Vorsprung bis zum Schluss.

 

>> Alle Ergebnisse der U20-WM

 

Das erste Spiel der Medaillenrunde, in dem die genauen Paarungen für das Achtelfinale ermittelt wurden, hatte Deutschland tags zuvor mit 22:6 gegen den Iran gewonnen. Spieler des Tages wurde Luk Jäschke (Waspo 98 Hannover/drei Tore), bester Torschütze gegen die Iraner war jedoch Till Hofmann (OSC Potsdam) mit vier Treffern.

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DSV-Wasserball-Junioren fahren mit breiter Brust zur U20-WM

Bereits zum dritten Mal in Folge nehmen Deutschlands Wasserball-Junioren vom 14. – 21. Juni in Zagreb (CRO) an den U20-Weltmeisterschaften teil. Nach einer zuvor 14-jährigen Durststrecke, in der man von 2007 bis 2021 gar nicht bei diesem Event vertreten gewesen war, hat sich der Nachwuchs des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) mittlerweile im Kreis der WM-Nationen etabliert. Dieses Mal reist das Team von Nachwuchs-Bundestrainer Nebojsa Novoselac zudem mit breiter Brust an: Die U19-EM hatte die Mannschaft im vergangenen Jahr nämlich als Fünfter abgeschlossen und war damit so gut wie kein anderes DSV-Team in dieser Altersklasse seit mehr als drei Jahrzehnten. Das gibt ordentlich Rückenwind auch für die bevorstehenden globalen Titelkämpfe.

Bei der U20-WM trifft Deutschland in Vorrundengruppe C zunächst auf Südafrika (Sonntag, 13:30 Uhr) und Brasilien (Montag, 12:00 Uhr). Für den Einzug in die Medaillenrunde ist nach dem neuen Modus dabei der erste Platz zwingend erforderlich. Als Gruppensieger bekäme es die DSV-Auswahl dort dann mit dem Gewinner der Gruppe D mit Kasachstan, dem Iran und Neuseeland zu tun. Je nach Ausgang dieser Partie würde es im Achtelfinale dann gegen den Dritten oder Vierten der Gruppe A mit den Top-Teams Ungarn, Kroatien, Montenegro und USA gehen.

 

>> Zum Spielplan der U20-WM

 

In der Vorbereitung absolvierten die DSV-Junioren der Jahrgänge 2005 und jünger zuletzt noch einmal ein zehntägiges Trainingslager in Trebinje in Bosnien-Herzegowina. Als letzter Spieler wurde danach Aleksandar Mityska (White Sharks Hannover) noch aus dem Aufgebot gestrichen. Er verbleibt aber auf eigenen Wunsch und auf eigene Kosten bei der Mannschaft, um seine Kollegen während der WM zu unterstützen – auch das unterstreicht den enormen Teamspirit in der deutschen Truppe. Zum Kader gehören mit Lennox Metten, Vukasin Simic (beide ASC Duisburg), Max Spittank (White Sharks Hannover) sowie Finn Taubert und Till Hofmann (beide OSC Potsdam) auch fünf Spieler, die bei der letztjährigen EM beziehungsweise beim Weltcup auch bereits in der A-Nationalmannschaft Erfahrung sammeln konnten.

 

Das DSV-Aufgebot für die U20-WM in Zagreb:

Florian Burger, Till Hofmann, Fynn Klaffke, Max Rössel, Finn Taubert (alle OSC Potsdam), Florian Bruns, Fynn Janke, Max Spittank (alle White Sharks Hannover), Elias Metten, Lennox Metten, Vukasin Simic (alle ASC Duisburg), Fabio de Marco, Tobias Scherrieble (beide SV Cannstatt), Andrei Covaci (Duisburger SV 1898), Luk Jäschke (Waspo 98 Hannover)

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Ausschließlich Heimsiege am dritten Spieltag der Wasserball-Bundesliga

In der Wasserball-Bundesliga der Männer war für die Gästeteams am vergangenen Wochenende nichts zu holen. Vier Spiele, vier Heimsiege – so lässt sich der dritte Spieltag zusammenfassen. Was auch daran lag, dass diesmal die Top vier der Vorsaison geschlossen zu Hause antraten. Spitzenreiter bleibt Waspo 98 Hannover, der Deutsche Meister feierte im Stadtderby gegen die White Sharks mit 31:6 den höchsten Sieg des Wochenendes und kassierte dabei in der zweiten Halbzeit nicht einen Gegentreffer. Aber auch die Wasserfreunde Spandau 04 und der ASC Duisburg sind nach wie vor verlustpunktfrei.

Auf die Duisburger wartet am kommenden Wochenende nun das Spitzenspiel gegen Tabellenführer Waspo. Dabei treffen die ersten drei der Torschützenliste aufeinander: Elias Metten für den ASCD (bislang 17 Treffer) sowie Nikola Milardovic (16) und Lazar Vukicevic (14) bei Hannover.

Krefeld und Düsseldorf an der Spitze der 2. Wasserball-Bundesliga

Ganz anders verlief der Spieltag in der 2. Wasserball-Bundesliga der Männer. Dort durfte nämlich nur ein Heimteam jubeln: Der Uerdinger SV 08 gewann mit 17:14 gegen den SV Würzburg 05. Ansonsten gab es gleich drei Auswärtssiege, den höchsten für die SV Krefeld 72 beim 18:11 in Esslingen. Krefeld ist als einer von zwei Klubs nach dem zweiten Spieltag noch ohne Punktverlust – der andere ist der Düsseldorfer SC 1898 nach einem 14:13 beim SVV Plauen.

 

Wasserball-Bundesliga

   

Waspo 98 Hannover

White Sharks Hannover

31:6 (4:3, 8:3, 8:0, 11:0)

ASC Duisburg

SV Cannstatt

27:12 (5:3, 5:2, 6:4, 11:3)

Wasserfreunde Spandau 04

Duisburger SV 1898

23:9 (6:1, 9:2, 2:3, 6:3)

OSC Potsdam

SG Neukölln Berlin

17:9 (3:0, 2:3, 7:3, 5:3)

2. Wasserball-Bundesliga

   

SSV Esslingen

SV Krefeld 72

11:18 (2:3, 1:6, 3:4, 5:5)

SpVg Laatzen 1894

SC Neustadt/Weinstraße

13:18 (2:2, 4:5, 4:4, 3:7)

Uerdinger SV 08

SV Würzburg 05

17:14 (2:4, 5:5, 4:1, 6:4)

SVV Plauen

Düsseldorfer SC 1898

13:14 (5:5, 3:2, 4:3, 1:4)

 

 

Spiele

Punkte

Tore

Tordifferenz

Wasserball-Bundesliga

         

1.

Waspo 98 Hannover

3

9

84:19

+65

2.

Wasserfreunde Spandau 04

3

9

75:27

+48

3.

ASC Duisburg

3

9

65:33

+32

4.

OSC Potsdam

3

6

37:43

-6

5.

White Sharks Hannover

3

3

31:57

-26

6.

SG Neukölln Berlin

3

0

22:54

-32

7.

SV Cannstatt

3

0

27:67

-40

8.

Duisburger SV 1898

3

0

27:68

-41

2. Wasserball-Bundesliga

         

1.

SV Krefeld 72

2

6

31:17

+14

2.

Düsseldorfer SC 1898

2

6

29:20

+9

3.

SVV Plauen

2

3

37:24

+13

4.

Uerdinger SV 08

2

3

23:27

-4

5.

SSV Esslingen

2

3

24:28

-4

6.

SC Neustadt/Weinstraße

2

3

28:26

+2

7.

SpVg Laatzen 1894

2

0

20:33

-13

8.

SV Würzburg 05

2

0

24:41

-17

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Wasserball-Supercup wird 2025 als Viererturnier ausgetragen

Die neue Saison in der Wasserball-Bundesliga der Männer startet am 18. Oktober mit den acht besten Mannschaften des Landes. Eine Woche später greifen am 25. Oktober dann auch die Teams der 2. Wasserball-Bundesliga (ehemals B-Gruppe) ins Geschehen ein. Nach der im April beschlossenen Ligareform, die die Weiterentwicklung der Sportart in Deutschland befördern soll, ist es die erste Spielzeit unter der neuen Bezeichnung.

Passend dazu findet in diesem Jahr auch der Supercup in einem veränderten Format statt. Am 10./11. Oktober gibt es anstelle des Einzelspiels der vergangenen Jahre ein Viererturnier, an dem neben Double-Gewinner Waspo 98 Hannover auch Vizemeister und Rekordchampion Wasserfreunde Spandau 04, Pokalfinalist ASC Duisburg und der Bundesliga-Vierte der Vorsaison OSC Potsdam teilnehmen werden. Schauplatz des Events ist das Stadionbad in Hannover.

In den Halbfinals am Freitag treffen Gastgeber Waspo und Potsdam sowie Spandau und Duisburg aufeinander, das Spiel um Platz drei und das Finale folgen einen Tag später. „Ein solches Supercup-Format mit vier Mannschaften hatten wir in der Vergangenheit auch schon mal“, sagte Rundenleiter Holger Sonnenfeld – zuletzt 2018. „Das wird ein spannendes Kräftemessen der Top-Teams kurz vor dem Saisonstart und ist für die vier Klubs, die allesamt ja auch international spielen, noch einmal eine gute Vorbereitung.“

 

Spielplan Supercup Männer 

 

Freitag, 10. Oktober:


17:00 Uhr: Waspo 98 Hannover – OSC Potsdam


18:45 Uhr: ASC Duisburg – Wasserfreunde Spandau 04

Samstag, 11. Oktober:

16:00 Uhr: Spiel um Platz drei

18:00 Uhr: Finale

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Wasserballer Kevin Götz bleibt Sprecher der DSV-Athlet*innenkommission

In den olympischen Sportarten, die im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) beheimatet sind, wurden von den Bundeskadern in den vergangenen Wochen turnusgemäß die Sprecher*innen der Aktivenräte gewählt. Diese bilden gemeinsam die Athlet*innenkommission. Sprecher dieser Kommission bleibt nach interner Wahl wie bisher Nationalspieler Kevin Götz, der wie seine Stellvertreterin Gesa Deike (Spandau) aus dem Wasserball kommt.

 

„Ich bedanke mich für das Vertrauen, das mir nach zwei Jahren in dieser Funktion erneut entgegengebracht wurde. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den neugewählten Athlet*innenvertreter*innen“, sagte Götz. Der Wasserball-Torwart von Bundesligist White Sharks Hannover gehört seit 2024 auch dem DSV-Präsidium an. Denn die DSV-Satzung räumt der Athlet*innenkommission auch ein entsprechendes Vorschlagsrecht bei den Verbandswahlen ein.

 

Die Aktivenräte in den einzelnen Sportarten:

 

Beckenschwimmen

Vincent Passek

 

Synchronschwimmen

Klara Bleyer

 

Wasserspringen

Elena Wassen (Sprecherin)

Moritz Wesemann (Stellvertreter)

Lou Massenberg

 

Wasserball Männer

Kevin Götz

 

Wasserball Frauen

Gesa Deike (Sprecherin)

Belén Vosseberg (Stellvertreterin)

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Wasserball-EM 2026 in Belgrad mit neuem Modus

Die Europameisterschaften im Wasserball werden im kommenden Jahr wie schon die Turniere 2024 an zwei unterschiedlichen Orten ausgetragen – in Belgrad (SRB) für die Männer und einem noch bekanntzugebenden Ort für die Frauen. Seit 1985 gab es das zuvor erst fünf Mal, dass beide Geschlechter nicht gemeinsam antreten, dreimal davon war es aber zumindest im gleichen Land und in nahegelegenen Städten.

Für die EM der Männer hat European Aquatics auch schon den Termin verkündet: Europas beste Wasserballteams kämpfen demnach vom 10. – 25. Januar um die Medaillen. Und das mit einem neuen Modus. In der ersten Gruppenphase treten die 16 Nationen in vier Gruppen à vier Mannschaften an – immer jeweils zwei Länder, die 2024 unter den besten Acht gelandet und damit automatisch qualifiziert waren, und zwei Länder, die erst noch durch die Qualifikation mussten. Letzteres würde auch auf Deutschlands Männer zutreffen, sie bestreiten ihr EM-Qualifikationsturnier vom 09. – 11. Juni in Istanbul (TUR).

 

So funktioniert der neue Modus der Wasserball-EM 

 

Nach dieser ersten Gruppenphase ziehen die drei besten Teams jeder Gruppe in die Gruppenphase II ein, in der die besten zwölf Teams in zwei neue Sechsergruppen aufgeteilt werden. Die bis dahin erreichten Punkte werden mitgenommen. In der zweiten Gruppenphase bestreitet jede Mannschaft dann drei weitere Spiele. Die besten beiden jeder Gruppe ziehen ins Halbfinale ein, während die anderen in Platzierungsspielen um die Plätze fünf bis zwölf kämpfen.

Das Frauenturnier folgt einem ähnlichen Ablauf wie das der Männer. Die Teams werden zunächst nach dem gleichen Schlüssel ebenfalls in vier Vierergruppen aufgeteilt. Allerdings erreichen bei den Frauen nur die ersten beiden Teams jeder Gruppe die zweite Gruppenphase, die dann entsprechend auch nur in abermals Vierer- und nicht in Sechsergruppen ausgetragen wird. Die Punkte werden auch hier mitgenommen. Die Erst- und Zweitplatzierten der Gruppenphase II stehen im Halbfinale, die restlichen Teams absolvieren Platzierungsspiele. Deutschlands Frauen kämpfen bei der EM-Qualifikation vom 06. – 08. Juni in Hannover um ihr Endrundenticket.

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Was sich der Wasserball-Weltcup beim Fußball abguckt

Beim Wasserball-Weltcup ist in diesem Jahr alles anders. Nicht nur, dass in der Division 1 mit den Top-Nationen nur noch acht statt wie bisher elf oder zwölf Teams vertreten sind. Mit der Folge, dass entsprechend einige sehr starke Mannschaften in die Division 2 rutschen, in der bei Frauen und Männern jeweils auch Deutschland vertreten ist. Dort kommt zudem ein komplett neuer Modus zum Einsatz. Dabei hat sich der Weltverband World Aquatics auch von der Champions League im Fußball inspirieren lassen.

Bei den Männern treten in Division 2 insgesamt 24 Nationen an, bei den Frauen sind es 16. Gemäß ihrer Platzierung in der Weltrangliste wurden sie im Vorfeld auf zwei Lostöpfe aufgeteilt. Es gibt allerdings keine Gruppen mehr, sondern eine gemeinsame Tabelle mit allen 24 beziehungsweise 16 Mannschaften – genau wie im Fußball-Europapokal. Jedes Team bestreitet zunächst drei Spiele gegen drei verschiedene Gegner. Am ersten und dritten Spieltag treffen jeweils höher- und niedriger gerankte Teams aufeinander, am zweiten Spieltag kommt es jeweils zu Duellen ähnlich starker Mannschaften innerhalb der Lostöpfe.

Die Männer des Deutschen Schwimm-Verbands e.V. (DSV) spielen gegen Slowenien (EM-15. in 2026), Olympia- und WM-Teilnehmer Japan und Hongkong. Deutschlands Frauen erwischten starke Gegnerinnen und treffen auf Kanada (Olympia-Achte von Paris), die Neutralen Athletinnen B alias Russland, das erstmals wieder an einem internationalen Turnier im Wasserball teilnehmen darf und sicher deutlich stärker einzuschätzen ist als das aktuelle Ranking hergibt, sowie Asien-Meister China.

Die besten 16 Teams der Tabelle bei den Männern sowie die besten acht bei den Frauen qualifizieren sich anschließend für die K.o.-Runde. Die Tabellenplatzierung ergibt sich nach einem komplexen System, dem so genannten Tournament Performance Index (TPI). Kurz gesagt: Hohe Siege bringen mehr Punkte als solche, die nur knapp ausfallen oder erst im Fünfmeterwerfen erzielt werden; andersherum bekommt ein Team auch für eine knappe Niederlage noch mehr Punkte als bei einer deutlichen Pleite. Und: Siege gegen stärkere Mannschaften gemäß der Weltrangliste werden für den TPI höher bewertet als gegen schwächere oder gleichstarke – und Niederlagen gegen schwächere Teams entsprechend stärker bestraft. Auch das kommt beispielsweise Russland bei seiner Rückkehr in den Kreis der Weltcupteilnehmer*innen zugute.

 

>> Zur genauen Berechnung des Tournament Performance Index

 

Die Turniere der Division 2 finden für die Männer vom 07. – 13. April und für die Frauen vom 21. – 26. April jeweils auf Malta statt. Die Top-Division der Männer ist vom 06. – 12. April in Alexandroupoli (GRE) angesetzt, die der Frauen dann erst vom 01. – 06. Mai in Rotterdam (NED). Diese beiden Turniere werden übrigens weiterhin nach einem klassischen Modus mit zwei Gruppenphasen und ohne Berücksichtigung des Tournament Performance Index ausgetragen. Am Ende qualifizieren sich bei beiden Geschlechtern jeweils die besten fünf Nationen aus Division 1 und die beiden besten Teams aus Division 2 (plus Gastgeber Australien) für das gemeinsame Super Final in Sydney (AUS/22. – 26. Juli). Dort werden bereits drei WM-Tickets für die Weltmeisterschaften 2027 in Budapest (HUN) vergeben. Der Sieger der Division 2 ist zudem für die kommende Auflage des Weltcups für die Top-Gruppe gesetzt.

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U20-WM im Wasserball: DSV-Junioren nach Sieg gegen Australien auf Platz neun

Deutschlands Wasserball-Junioren haben die U20-WM in Zagreb (CRO) als Neunter abgeschlossen. Eine bessere Platzierung hatte es zuletzt vor 18 Jahren beim Turnier 2007 in Long Beach (USA) gegeben, als der Nachwuchs des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) auf Rang acht eingekommen war.

Im abschließenden Spiel um Platz neun behauptete sich die DSV-Auswahl am Samstag mit 13:12 gegen Australien. Die Mannschaft von Nachwuchs-Bundestrainer Nebojsa Novoselac führte schnell mit 3:0, doch die Australier – nach den USA das stärkste nicht-europäische Team bei diesem Turnier – konnten noch im ersten Viertel (3:3) ausgleichen. Im zweiten Abschnitt waren dann zunächst wieder die Deutschen am Drücker, die zur Halbzeit erneut mit drei Toren (7:4) vorne lagen. Dieser Vorsprung hatte auch nach drei Vierteln (10:7) weiter Bestand, obwohl Deutschland weiterhin deutlich weniger Schüsse abgab als der Gegner. Das DSV-Team präsentierte sich in der Offensive aber höchst effektiv, insbesondere in Überzahl, und konnte sich mit Kapitän Max Spittank (White Sharks Hannover) zudem wieder einmal auf einen sicheren Rückhalt im Tor verlassen.

Gleich zu Beginn des Schlussabschnitts kam Australien aber noch einmal heran, kurz darauf gelang sogar erstmals seit erstem Viertel wieder der Ausgleich. Aber Deutschland wollte diesen Sieg unbedingt. Die beiden Hannoveraner Fynn Janke (White Sharks) und Luk Jäschke (Waspo 98) trafen kurz nacheinander zum 13:11, in der Schlussminute wurde der knappe Vorsprung dann erfolgreich verteidigt.

Beim ersten Spiel der Platzierungsrunde gegen China hatte Deutschlands am Tag zuvor mit 20:2 dominiert. Damit konnte das DSV-Team im Verlauf dieser U20-WM fünf von sechs Partien gewinnen und verlor lediglich das Achtelfinalspiel gegen den Nachwuchs von Olympiateilnehmer Montenegro knapp mit 10:11.

>> Alle Ergebnisse der U20-WM

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