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Das deutsche Team geht bei der Wasserball-EM ins Gruppenendspiel gegen Serbien
Deutschlands Wasserballerinnen haben bei der EM in Funchal (POR) weiterhin alle Chancen auf eine Top-Ten-Platzierung, die Head Coach Karsten Seehafer im Vorfeld des Turniers als Ziel ausgegeben hatte. Zum Start der zweiten Gruppenphase unterlag seine Mannschaft am Freitag zwar mit 14:15 nach Fünfmeterwerfen gegen die Türkei, nahm dadurch aber dennoch einen wichtigen Punkt mit. Am Sonntag (13:15 Uhr, Livestream bei Eurovisionsport) geht es nun gegen Serbien um Platz eins in der Gruppe und damit den Einzug ins Spiel um Platz neun.
Zum ersten Mal bei diesen Europameisterschaften wurde eine Partie erst im Fünfmeterwerfen entschieden. „Für das Publikum war es ein sehr unterhaltsames Spiel“, meinte auch Trainer Seehafer. „Es ging ständig hin und her, beide Teams hatten Höhen und Tiefen. Am Ende ist nichts passiert und wir haben durch den Punktgewinn weiter die Möglichkeit auf die beste Position in der Gruppe.“
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Nach dem ersten Viertel führten die Türkinnen mit 4:3. Dann glich erst Spanien-Legionärin Belén Vosseberg aus, die an diesem Tag mit drei Treffern beste Torschützin auf deutscher Seite war, anschließend besorgte Barbara Bujka sogar die erste Führung für die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbands e.V. (DSV). Allerdings versäumte es das DSV-Team trotz guter Gelegenheiten, den Vorsprung auszubauen. Die Türkei glich somit wieder aus, ehe Elena Ludwig kurz vor der Halbzeit die erneute DSV-Führung erzielte.
Nach Wiederanpfiff war es dann wieder Vosseberg, die den Vorsprung erstmals auf zwei Tore ausbaute. Dann aber gelang den Türkinnen, die in den vergangenen Jahren im Wasserball starke Fortschritte gemacht haben, vier Treffer hintereinander, die damit ihrerseits mit einer Zwei-Tore-Führung in die letzte Pause gingen. Gleich zu Beginn des Schlussviertels erhöhte die Türkei dann sogar auf 10:7. Aber Deutschland steckte nicht auf und schien das Spiel nach einem Comeback sogar zu seinen Gunsten drehen zu können. Noch in der Schlussminute lag das DSV-Team vorne. Doch die Türkinnen retteten sich ins Fünfmeterwerfen.
Dort trafen Bujka und Emiliia Khmil, während die Versuche von Kapitänin Gesa Deike, Jana Stüwe und Vosseberg allesamt pariert wurden. Auf türkischer Seite fanden dagegen drei Würfe den Weg ins Tor.
Deutschlands Frauen wollen bei der Wasserball-EM zurück in die Top Ten
Am kommenden Montag beginnt die Wasserball-EM der Frauen in Funchal (POR/26. Januar – 05. Februar). Und die gestiegenen Erwartungen auf Seiten der deutschen Auswahl lassen sich bereits am Programm der Vorbereitung herauslesen. In Ungarn, den USA und Griechenland bereiteten sich die Deutschen auf das Turnier auf der Blumeninsel Madeira vor – allesamt Top-Nationen des internationalen Wasserballs. Nach Platz elf bei der vergangenen EM 2024 soll diesmal mindestens die Rückkehr in die Top Ten gelingen – und gerne sogar noch etwas mehr. „Wir möchten guten Wasserball spielen“, sagt Head Coach Karsten Seehafer. „Wenn uns das gelingt, ist ein einstelliger Tabellenplatz im Bereich des Möglichen.“ Im Idealfall springt am Ende sogar ein Ticket für die Weltmeisterschaften 2027 in Budapest (HUN) heraus, abhängig auch von den Platzierungen der Konkurrenz.
Dabei müssen die DSV-Frauen von Beginn an voll da sein. „Die ersten beiden Spiele sind entscheidend. Ein Sieg zum Auftakt gegen Frankreich und die Tür steht weit offen“, weiß auch Seehafer. Tags darauf geht es gleich gegen die Slowakei, „nicht minder schwer und ebenfalls nicht zu unterschätzen“, so der Trainer. Dritter Gruppengegner ist der letztjährige Weltmeister und Weltcupgewinner Griechenland. Alle Partien werden im kostenfreien Livestream bei Eurovisionsport übertragen (einmalige Registrierung erforderlich).
Der EM-Spielplan der DSV-Frauen:
Montag, 26. Januar, 13:15 Uhr: Deutschland – Frankreich
Dienstag, 27. Januar, 11:30 Uhr: Deutschland – Slowakei
Donnerstag, 29. Januar, 14:45 Uhr: Deutschland – Griechenland
In diesem Jahr kommt erstmals ein neuer Modus zur Austragung. Nach der ersten Gruppenphase erreichen die jeweils besten beiden Nationen der insgesamt vier Vierergruppen eine zweite Gruppenphase (ab 31. Januar). Diese wird abermals in zwei Vierergruppen ausgetragen, wobei die bis dahin erreichten Punkte mitgenommen werden.
Deutschland bekäme es dort mit zwei Teams aus Gruppe C mit Italien, Kroatien, Serbien und der Türkei zu tun. Die Erst- und Zweitplatzierten der Gruppenphase II stehen im Halbfinale, die restlichen Teams absolvieren Platzierungsspiele. Die Dritt- und Viertplatzierten der ersten Gruppenphase spielen um die Plätze neun bis 16.
Spandau und Bochum stellen den Großteil des Kaders
Rückenwind für die EM-Mission gab es im vergangenen Jahr durch das sensationelle Gold bei den World University Games in Duisburg. Es war die erste internationale DSV-Medaille bei den Frauen seit 40 Jahren. Aus dem damaligen Aufgebot sind bei den Europameisterschaften noch sechs Spielerinnen mit dabei.
Das größte Kontingent stellen der Deutsche Meister Wasserfreunde Spandau 04 (sieben Spielerinnen) sowie Vorjahresfinalist SV Blau-Weiß Bochum (vier). Die beiden führenden Klubs im deutschen Wasserball der Frauen bilden damit das Rückgrat des Teams. Mit dabei sind außerdem drei Spielerinnen, die aktuell im Ausland tätig sind. US-Studentin Emma Seehafer steht allerdings nur für die ersten beiden Partien zur Verfügung, da anschließend direkt die Collegesaison startet. Die Tochter des Trainers ersetzt Marijka Kiljstra, die aufgrund einer Verletzung ausfällt.
Erstmals bei einem internationalen Turnier für Deutschland am Start ist Emiliia Khmil. Die gebürtige Ukrainerin flüchtete vor vier Jahren vor dem russischen Angriffskrieg in ihrem Heimatland und besitzt seit November nun einen deutschen Pass. Seit Dezember ist außerdem Barbara Bujka wieder für den DSV spielberechtigt. Die Europameisterin von 2016 startete ihre internationale Karriere dereinst auch schon für Deutschland, ehe sie später für Ungarn, das Land ihrer Eltern, an zwei Olympischen Spielen teilnahm.
Das DSV-Aufgebot für die EM:
Barbara Bujka, Gesa Deike, Ira Deike, Elena Ludwig, Nele Politze, Anne Rieck, Georgia Sopiadou (alle Wasserfreunde Spandau 04), Aylin Fry, Darja Heinbichner, Emiliia Khmil, Jana Stüwe (alle SV Blau-Weiß Bochum), Sinia Plotz (University of Southern California/USA), Emma Seehafer (California State University Long Beach/USA), Maria Sekulic (SSV Esslingen), Belén Vosseberg (CN Catalunya/ESP)
Potsdam kämpft sich in den Play-offs der Wasserball-Bundesliga ins Halbfinale
Die Play-offs in der Bundesliga der Männer sind in dieser Saison weiter für packende Wasserball-Action gut. Gleich vier der sieben ausgetragenen Viertelfinalserien in der A- und B-Gruppe gingen über die volle Distanz von drei Spielen. Dabei konnte in der Top-Division der OSC Potsdam noch einmal den Kopf aus der Schlinge ziehen. Nach der Niederlage gegen die White Sharks Hannover zum Serienauftakt gewannen die Brandenburger am Wochenende das zweite und dritte Spiel mit 15:12 und 8:6 und setzten sich damit in der Serie im Modus „Best of Three“ doch noch mit 2:1 Siegen durch. Potsdam trifft im Halbfinale nun auf den amtierenden Deutschen Meister Waspo 98 Hannover, der aufgrund des Rückzugs des SV Ludwigsburg 08 die Vorschlussrunde kampflos erreichte.
Die andere Halbfinalserie bestreiten ab 01. Mai Rekordchampion Wasserfreunde Spandau 04 und der ASC Duisburg. Beide gewannen ihre Serien gegen den Duisburger SV 98 (Spandau) beziehungsweise die SG Neukölln Berlin (Duisburg) mit 2:0 Siegen. Wegen des Weltcupfinales vom 11. – 13. April und den anschließenden Osterfeiertagen legt die Liga im April vor dem Showdown aber zunächst nochmal eine kleine Verschnaufpause ein. Im Platzierungsspiel trifft jetzt die SG Neukölln auf den Duisburger SV; auf den Sieger warten dann im Spiel um Platz fünf die White Sharks Hannover, die kampflos diese Runde erreichen.
Play-offs der B-Gruppe: Uerdingen schaltet Plauen aus
In der B-Gruppe gingen drei von vier Play-off-Serien ins Entscheidungsspiel. Sogar der Hauptrundenerste SV Krefeld 72 musste sich im rheinischen Derby mit dem Düsseldorfer SC 1898 mächtig strecken und behauptete sich nur knapp mit 2:1 Siegen. Ebenfalls über drei Spiele gingen die Duelle zwischen dem SSV Esslingen und dem SV Würzburg 05 (2:1) sowie dem SVV Plauen und dem Uerdinger SV 08 (1:2).
Uerdingen ist damit als einziges in der Hauptrunde schlechter platziertes Team eine Runde weiter. Dort geht es nun gegen den SV Cannstatt, der als einziger Klub seine Viertelfinalserie gegen die SG Stadtwerke München glatt in zwei Spielen gewinnen konnte. Das andere Halbfinale der B-Gruppe bestreiten Krefeld und Esslingen. In den Platzierungsspielen kommt es als nächstes zu den Partien zwischen Düsseldorf und Würzburg sowie Plauen und München.
Frauen: Bochum mit Vorteil im Kampf um Platz zwei, Waspo fast in den Play-offs
In der Wasserball-Bundesliga der Frauen gab es zwei wichtige Begegnungen. Im Kampf um Platz zwei – gleichbedeutend mit Heimrecht im Halbfinale – gewann der SV Blau-Weiß Bochum mit 10:6 beim SSV Esslingen. Im direkten Duell um den letzten Play-off-Platz setzte sich Waspo 98 Hannover mit 20:19 nach Fünfmeterwerfen beim Uerdinger SV 08 durch. Zwar hat Uerdingen noch ein Spiel in der Hinterhand und damit weiter die Chance, noch an den Waspo-Frauen vorbeizuziehen. Gegnerinnen im letzten Saisonspiel sind allerdings die starken Bochumerinnen.
Die Partie zwischen Esslingen und den Wasserfreunden Spandau 04 musste aufgrund einer Krankheitswelle auf Seiten der Berlinerinnen abgesagt werden.
Tabelle Frauen
| Spiele | Punkte | Tore | Torverhältnis | ||
| 1 | Wasserfreunde Spandau 04 | 8 | 24 | 216:64 | +152 |
| 2 | SV Blau-Weiß Bochum | 7 | 15 | 118:66 | +52 |
| 3 | SSV Esslingen | 6 | 12 | 96:54 | +42 |
| 4 | Waspo 98 Hannover | 10 | 11 | 103:197 | -94 |
| 5 | Uerdinger SV 08 | 9 | 10 | 94:176 | -82 |
| 6 | Eimsbütteler Turnverband | 8 | 0 | 63:133 | -70 |
So verläuft der Weg nach Los Angeles 2028 im Wasserball
Es wird das größte olympische Wasserballturnier aller Zeiten. Bei den Spielen in Los Angeles (USA) werden 2028 erstmals zwölf Frauenteams am Start sein und damit ebenso viele wie bei den Männern. Wie man sich dafür qualifiziert, haben das Internationale Olympische Komitee (IOC) und der Weltverband World Aquatics jetzt bekanntgegeben.
Damit steht auch für die letzte Schwimmsportart der Weg nach Los Angeles fest. In den vergangenen Monaten wurden zuvor bereits die Qualifikationsmodi für das Becken- und Freiwasserschwimmen, das Synchronschwimmen und für das Wasserspringen veröffentlicht.
Die letzten Startplätze werden erst im April 2028 vergeben
Angesichts der nunmehr ausgeglichenen Turniergröße ist beim Wasserball auch der Qualifikationsmodus bei beiden Geschlechtern derselbe. Neben den Gastgeber*innen löst das beste Team beim Weltcup im Februar 2027 sowie die beiden Erstplatzierten der Weltmeisterschaften 2027 in Budapest jeweils ein Ticket. Fünf Plätze werden bei den jeweiligen kontinentalen Titelkämpfen vergeben – die Sieger dieser Turniere sind ebenfalls dabei. Sollte ein kontinentaler Champion bereits auf einem anderen Weg qualifiziert sein, rückt der Zweitplatzierte beziehungsweise die beste noch nicht über einen anderen Weg qualifizierte Mannschaft nach.
Die letzten drei Startplätze werden schließlich bei den World Aquatics World Qualifiers 2028 im April des Olympiajahres mit jeweils zwölf Mannschaften ausgespielt. Der genaue Modus dafür und welche Nationen dort vertreten sein werden, steht noch nicht fest. Auf diese Olympia-Qualifikationsturniere werden wohl auch die Teams des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) setzen müssen, wenn sie in Los Angeles dabei sein wollen. Die olympischen Wettbewerbe werden dort dann im Long Beach Aquatics Center ausgetragen, wobei die Vorrunde noch vor der offiziellen Eröffnungsfeier startet.
Diese vier Klubs spielen bei den Frauen um den Wasserball-Titel
Die Hauptrunde in der Wasserball-Bundesliga der Frauen ist abgeschlossen, die Halbfinalistinnen stehen fest. Nachdem sich Titelverteidiger Wasserfreunde Spandau 04, Rekordchampion SV Blau-Weiß Bochum und der frischgebackene Europapokal-Dritte SSV Esslingen ihr Ticket für die Vorschlussrunde bereits zuvor gesichert hatten, wurde der letzte Halbfinal-Spot erst am letzten Spieltag entschieden.
Im Fernduell um den vierten Platz hatte dabei der SC Chemnitz das bessere Ende für sich. Der Aufsteiger schob sich durch den 11:9-Auswärtssieg beim Uerdinger SV 08 noch am Eimsbütteler Turnverband vorbei, der am Sonntag nicht mehr kontern konnte und in Esslingen mit 12:14 unterlag. Zwar führten die Hamburgerinnen über weite Strecken des Spiels, zeitweise mit bis zu sechs Treffern. Doch im Endspurt setzte sich der SSVE durch und ließ damit auch die Chemnitzerinnen vorm Liveticker jubeln. Im Halbfinale im Modus „Best of Three“ kommt es somit zu folgenden Duellen:
Wasserfreunde Spandau 04 – SC Chemnitz
SV Blau-Weiß Bochum – SSV Esslingen
Als Spieltermine sind der 11. April sowie der 09. Mai vorgesehen, ein mögliches drittes Spiel würde am 10. Mai stattfinden. Die lange Pause zwischen diesen Terminen erklärt sich mit dem Weltcupturnier der Division 2 vom 21. – 26. April auf Malta.
| Platz | Verein | Spiele | Punkte | Torverhältnis | Tordifferenz |
| 1. | Wasserfreunde Spandau 04 | 10 | 30 | 275:73 | +202 |
| 2. | SV Blau‑Weiß Bochum | 10 | 24 | 213:89 | +124 |
| 3. | SSV Esslingen | 10 | 17 | 126:127 | -1 |
| 4. | SC Chemnitz 1892 | 10 | 9 | 79:191 | -112 |
| 5. | Eimsbütteler Turnverband | 10 | 7 | 109:185 | -76 |
| 6. | Uerdinger SV 08 | 10 | 3 | 82:219 | -137 |
Durchmarsch perfekt: Cannstatt zurück in der Top-Gruppe der Wasserball-Bundesliga
Der SV Cannstatt gehört in der kommenden Saison wieder den acht besten Wasserballteams des Landes. Nachdem der Deutsche Meister von 2006 erst vor einem Jahr in die B-Gruppe der Wasserball-Bundesliga zurückgekehrt war, diente auch diese nur als Zwischenstation. Mit 2:1 Siegen setzten sich die Cannstätter gegen die SV Krefeld 1972 für sich und machten damit den Durchmarsch perfekt. Zwar hatte Krefeld das zweite Spiel am Samstag mit 10:8 gewonnen und die Serie damit ausgeglichen. In der entscheidenden Partie jubelte tags darauf aber wieder der Klub vom Neckar. Held des Tages beim 9:7 war Keeper Florian Pirzer mit zahlreichen starken Paraden.
„Wir sind als Aufsteiger aus der 2. Liga mit dem Ziel in die Saison gegangen, die Klasse zu halten. Dass wir, wenn wir so weitermachen, mit dem Abstieg im Normalfall nichts zu tun haben werden, war uns nach der Vorrunde klar. Dass wir dann aber mit dieser jungen Mannschaft am Ende den Sprung nach oben schaffen, hätten wir zu dem Zeitpunkt nicht erwartet. Aber wir haben als Mannschaft sehr hart gearbeitet und das hat sich jetzt ausgezahlt“, sagte Cannstatts Kapitän Lennart Löscher.
Die Krefelder bekommen in der Relegation gegen den Duisburger SV 1898 aber eine weitere Chance, doch noch den Aufstieg zu schaffen. Gleiches gilt für den SSV Esslingen, der sich mit 2:1 Siegen gegen den Uerdinger SV 08 behauptete. Nach der Auswärtsniederlage zum Auftakt nutzte der SSV seinen Heimvorteil zu zwei knappen Siegen – 16:14 nach Fünfmeterwerfen und 15:14 hieß es am Wochenende. Esslingen trifft in der Relegation nun auf die SG Neukölln Berlin, die in den Spielen um Platz fünf der A-Gruppe mit 1:2 Siegen gegen die White Sharks Hannover unterlag. Mit 16:9 und 10:8 konnten die Hannoveraner ihre Auftaktpleite vom vorherigen Wochenende noch wettmachen.
ASC Duisburg feiert zum Abschied von Dennis Eidner die Bronzemedaille
In den weiteren Platzierungsspielen der beiden Bundesligastaffeln sicherte sich der ASC Duisburg wie im Vorjahr die Bronzemedaille. Mit 19:11 gewannen die Westdeutschen auch Spiel zwei gegen den OSC Potsdam und damit die Serie im Modus „Best of Three“ mit 2:0. Es war das Abschiedsspiel von Dennis Eidner – der langjährige Nationalspieler hängt die Kappe nun endgültig an den Nagel, nachdem er sich aus dem DSV-Team schon vor einigen Jahren verabschiedet hatte. Mit Plakaten, Fahnen und Pyrotechnik wurde die Vereinslegende von den Fans verabschiedet und steuerte derart motiviert selbst noch einmal drei Tore zum Sieg bei.
Platz zwölf holte der SV Würzburg mit 2:1 Siege gegen den SVV Plauen. Im Duell um Platz 14 machte der Düsseldorfer SC 1898 mit einem 15:12 im zweiten Spiel gegen die SG Stadtwerke München den vorzeitigen Klassenerhalt perfekt. Die Münchener müssen dagegen Ende Juni ins Aufstiegsturnier mit den Vertretern der Landesgruppen, um dort ihren Verbleib zu sichern. Als erster Absteiger steht nach dem Rückzug aus finanziellen Gründen bereits seit Januar der SV Ludwigsburg 08 fest.
Esslingens Frauen legen im Kampf um Platz drei vor
In der Wasserball-Bundesliga der Frauen haben in den Platzierungsspielen jeweils die in der Hauptrunde besser platzierten Teams mit Auswärtssiegen vorgelegt. Im Kampf um Bronze gewann der SSV Esslingen mit 17:8 bei Waspo 98 Hannover. Das erste Spiel um Platz fünf zwischen dem Uerdinger SV 08 und dem Eimsbütteler Turnverband ging mit 18:15 an die Uerdingerinnen.
Mit Schwimmen, Wasserspringen und Wasserball: Team für die Universiade nominiert
Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) hat das Aufgebot für die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games bekannt gegeben. Mit 305 Athlet*innen ist das Team Studi so groß wie nie zuvor, darunter sind auch etliche Aktive aus dem Schwimmsport in den Sportarten Schwimmen, Wasserspringen und Wasserball. Während die meisten der insgesamt 18 Sportarten, so auch das Wasserballturnier, in NRW über die Bühne gehen, werden die Wettbewerbe im Schwimmen und Wasserspringen in Berlin ausgetragen.
Die World University Games – auch bekannt als Universiade – finden nach 1989 in Duisburg erst zum zweiten Mal in Deutschland statt. Zu dem Event vom 16. – 27. Juli werden rund 8.500 studentische Spitzensportler*innen und Offizielle aus 150 Nationen erwartet – es ist damit in diesem Jahr weltweit die größte Multisportveranstaltung.
Ines Lenze (Uni Bochum) als Delegationsleiterin des Team Studi erklärte: „Nach jahrelanger Vorbereitung werden die FISU Games nun mit der vollständigen Nominierung des deutschen Teams so richtig greifbar. Die Aktiven und Offiziellen des Team Studi wollen zusammen mit allen Partnerorganisationen dafür Sorge tragen, dass die Spiele ein buntes, alle Menschen verbindendes Ereignis werden. Wir freuen uns riesig auf die FISU World University Games an Rhein, Ruhr und in Berlin und können es kaum erwarten, dass die Fackel bei der Opening Ceremony entzündet wird.“ Und adh-Sportdirektor Thorsten Hütsch sagte: „Wir wünschen uns, dass die Aktiven bei den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games Leistungen im Bereich ihrer persönlichen Bestleistungen erzielen. Konkret streben wir an, die jeweiligen Viertelfinals oder Top-acht-Platzierungen zu erreichen. Natürlich freuen wir uns auch über Medaillenerfolge.“
Fünf Paris-Starter*innen verleihen dem Wasserspringen olympisches Flair
Der Fokus bei der Zusammensetzung des Teams liegt auf der optimalen Förderung der Nachwuchskader. Die Teilnahme an den FISU Games soll für die Sportler*innen Motivation auf ihrem Weg zu künftigen internationalen Wettbewerben wie Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen bieten. Aber auch erfahrene Aktive, die bereits an den Olympischen und Paralympischen Spielen in Paris (FRA) teilgenommen haben, stellen sich bei den FISU Games der hochkarätigen internationalen Konkurrenz und nutzen das Event zur Standortbestimmung.
Etwa im Wasserspringen, wo mit Jaden Eikermann, Lena Hentschel, Jette Müller, Pauline Pfeif und Moritz Wesemann (University of Southern California, USA) gleich fünf Springer*innen aus dem deutschen Olympiateam mit großen Ambitionen bei den FISU Games in Berlin starten. „Die Nominierung bedeutet mir sehr viel, da ich zum ersten Mal an den FISU World University Games teilnehmen darf. Ich freue mich sehr, vor heimischem Publikum zu zeigen, wofür ich seit den Olympischen Spielen in Paris trainiert habe. Ich hoffe, in jedem meiner Events das Finale zu erreichen und mit einer Medaille nach Hause zu kommen”, sagte Jette Müller.
Diese Schwimmsportler*innen sind bei den World University Games am Start:
Schwimmen:
Ole Mats Eidam (Potsdamer SV/University of Michigan, USA), Kim Herkle (SV Cannstatt/University of Louisville, USA), Cornelius Jahn (Ahrensburger TSV/Ohio State University, USA), Björn Kammann (AMTV-FTV-Hamburg/University of Tennessee, USA),
Nicole Maier (SG Essen/Miami University of Ohio, USA), Philipp Peschke (SG Essen/IU Internationale HS), Marian Plöger (SV Cannstatt/University of Michigan, USA), Jeremias Pock (1.FCN Schwimmen/University of Indianapolis, USA), Simon Reinke (SG Essen/Uni Bochum), Moritz Schaller (SG Essen/Rheinische FH Köln), Oskar Schildknecht (SG Neukölln/BHT Berliner HS für Technik)
Wasserspringen:
Luis Avila Sanchez (Berliner TSC/IU Internationale HS), Tim Axer (SV Neptun Aachen/SRH Fernhochschule), Carolina Coordes (Berliner TSC/Charité Berlin), Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen/SRH Fernhochschule), Lena Hentschel (Berliner TSC/Ohio State University, USA), Lou Massenberg (Berliner TSC/SRH Fernhochschule), Jette Müller (WSC Rostock/TU Dresden), Pauline Pfeif (Berliner TSC/SRH Fernhochschule), Espen Prenzyna (WSC Rostock/Uni Rostock), Tom Waldsteiner (Berliner TSC/TU Berlin), Moritz Wesemann (SV Halle/University of Southern California, USA)
Wasserball:
Frauen: Charlotte Bala (ETV Hamburg/HS Hannover), Finja Clausmeyer (SV Blau-Weiß Bochum/HS Bochum), Finja Denker (Uerdinger SV/DSHS Köln), Sophie Gromann (Uerdinger SV/Uni Düsseldorf), Lilian Günther (Waspo 98 Hannover/SRH Fernhochschule), Darja Heinbichner (SV Blau-Weiß Bochum/Uni Düsseldorf), Marijke Kijlstra (Utrechtse ZSC, NED/Uni Utrecht, NED), Anna Kleisch (SSV Esslingen/HS Ludwigsburg), Emma Koch (Wasserfreunde Spandau 04/Charité Berlin), Franka Lipinski (Uerdinger SV/DSHS Köln), Elena Ludwig (Wasserfreunde Spandau 04/HWR Berlin), Ioanna Petiki (SSV Esslingen/San Diego State University, USA), Sinia Plotz (Uerdinger SV/University of Southern California, USA), Sophie Purcell (New York Athletic Club and Asphalt Green Water Polo, USA/Princeton University, USA), Anne Rieck (Wasserfreunde Spandau 04/TH Wildau), Mona Saternus (Uerdinger SV/Uni zu Köln), Emma Seehafer (Waspo 98 Hannover/California State University Long Beach, USA), Georgia Sopiadou (SSV Esslingen/HS Esslingen), Jana Stüwe (SV Blau-Weiß Bochum/TU Dortmund), Greta Tadday (Uerdinger SV/Long Island University, USA)*
Männer: Tobias Bauer (Wasserfreunde Spandau 04/DHBW Stuttgart), Felix Benke (Waspo 98 Hannover/SRH Fernhochschule), Zoran Bozic (Waspo 98 Hannover/HS für Technik Stuttgart), Yannek Chiru (Wasserfreunde Spandau 04/HU Berlin), Andrei Covaci (Duisburger SV/Uni Tübingen), Mark Dyck (Wasserfreunde Spandau 04/Fordham University, USA), Mark Gansen (Waspo 98 Hannover/IU Internationale HS), Till Hofmann (OSC Potsdam), Luk Jäschke (Waspo 98 Hannover/Polizeiakademie Niedersachsen), Elias Metten (ASC Duisburg/Uni Düsseldorf), Lennox Metten (ASC Duisburg/Uni Düsseldorf), Moritz Ostmann (SG Neukölln/TU Berlin), Jan Rotermund (White Sharks Hannover/Uni Hannover), Finn Rotermund (White Sharks Hannover/Uni Hannover), Sascha Seifert (ASC Duisburg/IU Internationale HS), Aleks Sekulic (Wasserfreunde Spandau 04/SRH Fernhochschule), Max Spittank (White Sharks Hannover/SRH Fernhochschule)*
*) Beim Wasserball wird die Anzahl der aktuell aufgeführten Aktiven nach den letzten Sichtungslehrgängen noch auf jeweils 13 Spieler*innen reduziert.
So torreich lief der Start des DSV-Teams beim Wasserball-Weltcup
Die Wasserballer des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) sind mit einem Sieg in das Weltcupturnier der Division 2 in Malta gestartet. Gegen Slowenien gewannen die DSV-Männer am Dienstag mit 22:15. Und sorgten damit zugleich für eine gelungene Premiere von Aleksandar Radovic als Bundestrainer, der beim Weltcup erstmals am Beckenrand die Verantwortung trägt.
„Man hat gespürt, dass ein gewisser Druck auf uns gelastet hat. Die Jungs waren vor allem in den ersten beiden Vierteln etwas verkrampft. In der Defensive können und müssen wir definitiv besser spielen. Natürlich sind wir mit dem Sieg zufrieden und nehmen ihn mit. Jetzt schauen wir nach vorne – das Turnier ist lang und wir gehen Schritt für Schritt weiter“, bewertete Radovic den ersten Auftritt seiner Mannschaft.
Ein starkes drittes Viertel ebnet den Weg zum Sieg
Nach kurzem Rückstand gleich zu Beginn der Partie setzte sich das deutsche Team schon einmal auf drei Tore ab (5:2). Die Slowenen blieben aber dran und konnten sich dabei vor allem auf ihr starkes Überzahlspiel und die Treffsicherheit vom Fünfmeterpunkt verlassen. Nach dem ersten Viertel stand es 5:5. Auch im zweiten Abschnitt legten meist die Deutschen meist vor. Aus dem Spiel heraus ging viel in dieser Phase, mehrfach führten sie so mit zwei Toren, aber jedes Mal kam Slowenien wieder zum Ausgleich. In einer bis dahin umkämpften Partie ging Deutschland gegen den 28. der Weltrangliste so nur mit einem knappen 11:10-Vorsprung in die Pause.
Zur zweiten Halbzeit rückte dann Max Spittank (Waspo 98 Hannover) anstelle seines Vereinskollegen Felix Benke ins deutsche Tor und konnte sich gleich mit mehreren Paraden auszeichnen. Seine Mitspieler übernahmen nun zusehend das Kommando. Bis zum 14:12 hielten die Slowenen noch mit, dann aber zog das DSV-Team bis Ende des dritten Viertels bis auf 17:12 davon. Auch das Powerplay funktionierte nun sehr gut.
Nächster DSV-Gegner ist am Donnerstag dann Hongkong
Näher als drei Tore ließen die Deutschen den Gegner auch im Schlussabschnitt nicht mehr herankommen, bevor sie gegen Ende der Partie den Abstand sogar noch einmal vergrößerten. Das war deshalb wichtig, weil beim Weltcup erstmals ein neuer Modus samt Wertung per Tournament Performance Index (TPI) zur Anwendung kommt, bei dem ein hoher Sieg mehr Punkte einbringt als eine knappe Entscheidung, aber zum Beispiel auch die Stärke des jeweiligen Gegners in Betracht gezogen wird. Beste Torschützen aus DSV-Seite waren Denis Strelezkij (Waspo 98 Hannover) mit sechs und Sebastian Andruszkiewicz (Wasserfreunde Spandau 04) mit fünf Treffern. Mark Gansen und Zoran Bozic (beide Waspo 98 Hannover) waren jeweils vier Mal erfolgreich.
Das DSV-Team bekommt aufgrund der Turnierabsage Japans nun einen Tag, ehe dann am Donnerstag (11:00 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei Recast) die nächste Partie gegen Hongkong ansteht.
Neustadt und Laatzen steigen auf: Das Feld der 2. Wasserball-Bundesliga ist komplett
Großer Jubel beim SC Neustadt an der Weinstraße sowie bei der SpVg Latzen 1894: Beim Aufstiegsturnier in Laatzen haben sich diese Klubs am Wochenende die letzten Plätze für die neue 2. Wasserball-Bundesliga gesichert. Für beide stand der Erfolg dabei schon vorzeitig nach dem ersten Tag des zweitägigen Turniers im aquaLaatzium fest, nach jeweils zwei Siegen gegen die SG Stadtwerke München beziehungsweise den SV Blau-Weiß Bochum. Das direkte Duell der beiden Aufsteiger entschieden die Neustädter am Sonntag dann mit 14:11 für sich. Bundesligavertreter München aus der B-Gruppe ist dagegen abgestiegen.
Bei den Neustädtern, bei denen unter anderem auch Ex-Nationalspieler Timo van der Bosch untergekommen ist, hatte Kapitän Matthias Held für das Aufstiegsturnier extra seinen Familienurlaub in Spanien unterbrochen. Der Klub aus Rheinland-Pfalz gehört nun erstmals seit 2022 wieder zu den 16 besten Mannschaften Deutschlands. Auch Laatzen spielte in der Vergangenheit schon 2011/12 und 2014/2015 für jeweils eine Saison auf diesem Niveau und feiert exakt zehn Jahre später nun also seine Rückkehr.
Damit steht jetzt das gesamte Teilnehmerfeld für die 2. Wasserball-Bundesliga fest. Neben Neustadt und Laatzen sind folgende Vereine mit dabei: SV Krefeld 72, SSV Esslingen, Uerdinger SV 08, SV Würzburg 05, SVV Plauen und Düsseldorfer SC 1898.
In der kommenden Spielzeit gibt es im deutschen Wasserball bekanntlich eine neue Ligenstruktur. Bislang wurde die Bundesliga der Männer in einer A- und B-Gruppe mit insgesamt 16 Mannschaften ausgespielt. Zur Saison 2025/26 werden daraus die 1. Bundesliga und die 2. Bundesliga mit jeweils acht Teams, wie die Länderfachkonferenz Wasserball des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) Anfang April beschlossen hat.
