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Ein Leben für den deutschen Wasserball: Hagen Stamm verabschiedet sich
Über viele Jahrzehnte hat Hagen Stamm den deutschen Wasserball geprägt. Erst als Spieler, dann als Trainer. Von 2000 bis 2012 und zuletzt noch einmal von 2016 bis 2021 hatte der 61-Jährige das Amt des Bundestrainers inne; unter seiner Führung gelang dem DSV-Team wieder der Anschluss an die Weltspitze. So jemand wie er verlässt den Sport, der ihm und dem er selbst so viel gegeben hat, nie so ganz. „Ich werde dem Wasserball nie verloren gehen. Wasserball ist mein Leben“, hatte Stamm im Frühjahr erklärt. Schon damals war klar, dass er sich im Sommer vom Posten des Bundestrainers zurückziehen würde, um sich künftig vermehrt seiner Familie, seinem Unternehmen und seiner Tätigkeit als Präsident von Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 zu widmen.
Am heutigen 31. August ist nun offiziell sein letzter Arbeitstag für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). DSV-Präsident Marco Troll würdigte aus diesem Anlass noch einmal Stamms langjähriges Engagement: „Wir sind Hagen Stamm dankbar für alles, was er für den deutschen Wasserball getan hat. Als Spieler gewann er Olympiabronze 1984, wurde er zweimal Europameister und einmal WM-Dritter und war dabei im und neben dem Becken stets ein Vorbild. Später als Bundestrainer hat er diese Werte auch an die nächste Generation weitergegeben. Es spricht für sich, dass er über die Nationalmannschaft einmal sagte, als Bundestrainer habe er 15 Söhne. Er war ein Lehrmeister, dessen positiver Einfluss auch nach seinem Abschied vom DSV weiterhin spürbar bleiben wird.“
Als Fachmann ist Stamm international anerkannt. Sein Nachfolger im Amt des Bundestrainers wird Petar Porobi?, der auch Stamms Wunschkandidat gewesen war. Mit ihm soll sich der positive Trend der vergangenen Jahre fortsetzen. Der Montenegriner hat große Pläne für den deutschen Wasserball, wie er in seinem ersten großen in der September-Ausgabe in der Swim&More exklusiv verrät. Alle Infos zum offiziellen DSV-Verbandsmagazin und wie Sie ein Abonnement abschließen können, finden Sie hier.
Termin DMMS Wasserball 2025
Der Termin für die 28. DMMS Wasserball 2025 wurde auf den Zeitraum 05.-07.09.2025 festgelegt.
Der Austragungsort wird später bekannt gegeben.
Erster deutscher Finalist seit zehn Jahren: Jaden Eikermann wird Zehnter vom Turm
Das Turmspringen gilt als die Königsdisziplin des Wasserspringens. Und die Aktiven boten dem Publikum im OCBC Aquatics Centre zum Abschluss der Sprungwettbewerbe von Singapur nochmal eine fantastische Flugshow. Mittendrin: Jaden Eikermann – erstmals seit zehn Jahren stand damit wieder ein Deutscher in einem WM-Finale. Der 20-Jährige vom SV Neptun Aachen sorgte als Zehnter mit 442,30 Punkten für einen gelungen Ausklang für das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV). „Mein erstes Finale und dann Top Ten der Welt, das freut mich einfach“, sagte er. Zur Belohnung geht es für ihn nun zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester für eine Woche in den Urlaub nach Bali.
Bei seinen drei WM-Teilnahmen zuvor war Eikermann jeweils noch im Vorkampf ausgeschieden. „Gestern vor dem Vorkampf ging es mir gar nicht gut, da dachte die ganze Zeit: Was, wenn es wieder nicht klappt? Aber jetzt ist der Knoten geplatzt“, sagte er nach dem Halbfinale. Und kündigte da schon an, im Finale „frech in den Endphasen“ sein zu wollen. Das gelang ihm auch, ohne größeren Fehler kam er durch die Entscheidung und setzte dabei auch so manches Highlight. „Ich weiß aber, dass ich noch mehr kann. Ich weiß, woran ich arbeiten muss, in Zukunft wird das Ganze nochmal anders aussehen.“
>> Alle WM-Ergebnisse vom Wasserspringen
Den Titel in einem hochklassigen Wettkampf sicherte sich der Australier Cassiel Rousseau (534,80) vor Oleksii Sereda (UKR/515,20) und Randal Willars Valdez (MEX/511,95), die beiden Chinesen mussten sich dahinter mit den Plätzen vier und fünf begnügen. Es war das erste Mal seit der WM 1982, dass China im Turmspringen gänzlich leer ausging.
Insgesamt zehn Finalplätze für den DSV in Singapur
Insgesamt erreichte das DSV-Team in Singapur im Wasserspringen zehn Finalplätze (Top zwölf), absoluter Höhepunkt war dabei natürlich die Silbermedaille vom Turm von Pauline Pfeif. Aber auch Lena Hentschel (beide Berliner TSC) als Vierte vom 3m-Brett, Moritz Wesemann (SV Halle) als jeweils Sechster von 1m und 3m sowie zwei weitere sechste Plätze in den Synchrondisziplinen rundeten das erfolgreiche Abschneiden ab.
Entsprechend positiv fiel am Sonntag das Fazit von Chef-Bundestrainer Christoph Bohm aus: „Wir haben hier sehr viele Finalplatzierungen erreicht, gerade auch in den Synchrondisziplinen. Im Einzel ist es uns gelungen, in jeder Disziplin jemanden ins Finale zu bringen – ich weiß nicht, wann wir das das letzte Mal hatten. Das ist auch ein Fingerzeig, dass wir uns verbessert haben. Paulines Medaille war natürlich herausragend und hat dem ganzen Team nochmal einen Schub gegeben.“
Stellenausschreibung Bundestrainer*in Wasserspringen Nachwuchs/Junioren (m/w/d)
Zum 01.09.2021 sucht der DSV eine im Spitzensport erfahrene Führungspersönlichkeit als Bundestrainer*in Wasserspringen Nachwuchs/Junioren (m/w/d).
Weitere Informationen sind der Stellenausschreibung zu entnehmen.
>> Stellenausschreibung
Adresse
Am Kräherwald 190 A, 70193 Stuttgart
armin.weber@mtv-wasserball.de
http://www.mtv-stuttgart.de
