Linda Roth komplettiert ihren Münchener Medaillensatz
- 12.07.2026
Am Schlusstag der Junior*innen-Europameisterschaften in München hat Linda Roth ihren Medaillensatz komplett gemacht. Nach Gold über 200m Freistil und Silber mit der Mixed-Lagenstaffel darf sich die 18-Jährige nun auch noch eine Bronzemedaille ins Gepäck packen. Über 400m Freistil schlug Roth am Sonntag nach 4:08,20 Minuten als Dritte an, hinter Kseniia Misharina (NA) mit neuem Meisterschaftsrekord von 4:05,54 und Sofia Diakova (NA/4:06,86). Als Fünfte in 4:12,98 feierte auch ihre Magdeburger Vereinskollegin Juliana Buttler ein weiteres Top-Ergebnis.
>> Alle Ergebnisse der JEM Schwimmen
„Ich bin sehr happy. Ich wusste auch gar nicht, dass die 400 Kraul so knapp waren. Deswegen bin ich umso glücklicher. Auch, von jeder Farbe eine Medaille zu haben“, sagte Roth. Glückwünsche dafür kamen auch von den Stars ihrer Magdeburger Trainingsgruppe. „Die sind alle ganz goldig“, meinte Roth. „Isabel Gose hat mir auch für das Rennen jetzt ganz dolle die Daumen gedrückt, und ich habe gerade auch schon Nachrichten von denen bekommen. Die sind ganz stolz und freuen sich für mich.“
Lange ausruhen kann sie sich nicht, bereits am Montagabend wird Roth wieder trainieren. Denn während die JEM für viele der Nachwuchsschwimmer*innen nicht nur im Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) der Saisonhöhepunkt war, geht es für Roth demnächst weiter zu den Europameisterschaften der offenen Klasse in Paris (FRA/31. Juli – 16. August). „Für Paris nehme ich mir vor, Spaß dabei zu haben, mit den Großen mitzuschwimmen, und vielleicht ist auch die ein oder andere Finalteilnahme drin. Aber ich nehme es erstmal als Learning“, sagte sie.
Juliana Buttler tankt als Fünfte neues Selbstbewusstsein
Für Juliana Buttler geht die Reise in zwei Wochen weiter zur JEM im Freiwasser in Ungarn (23. – 26. Juli). „Ich probiere dort den Knockout Sprint aus. Ich habe das noch nie gemacht, ich probiere es einfach mal aus und schaue, was dabei herauskommt.“ Mit den Leistungen von München dürfte sie aber auch da ganz vorn mitmischen können.
Schon über 800m Freistil hatte sich die noch 16-Jährige für den Endlauf qualifiziert, auf diesen aber zugunsten der halb so langen Distanz verzichtet. Die 400m ging sie dann entschlossen an. „Der Plan war, vorn mutig mit den Besten mitzugehen und zu schauen, wie lange ich mitgehen kann“, erklärte sie. „Hintenraus wurde es dadurch hart. Aber ich nehme sehr viel Selbstbewusstsein mit von dieser JEM. Ich hätte selbst nicht erwartet, hier durchweg so schnelle Zeiten zu schwimmen. Mein Trainer Stefan Döbler hat mich wirklich optimal vorbereitet und mich vor jedem Rennen auch noch einmal extra gepusht.“
Lara Vandenhirtz schwimmt mit Spaß auf Platz vier in Europa
Zwei deutsche Schwimmerinnen in den Finals gab es am Sonntag auch über 50m Schmetterling und über 200m Lagen. Im Schmetterlingssprint jubelte Lara Vandenhirtz (SG Essen) über einen tollen vierten Platz in 26,81 Sekunden, direkt dahinter schlug Yara Fay Riefstahl (SC Chemnitz) nach 26,83 als Fünfte an. Den Titel sicherte sich Andreanne Bourseul (FRA) in 26,19.
„Ich hätte überhaupt nicht damit gerechnet. Vor allem, weil ich ja als Sechste ins Finale gegangen bin und einfach nur hier gewesen bin, um Spaß zu haben. Dann gestern der Jahrgangsrekord und heute nochmal so ein schönes Rennen geschwommen. Ich bin mega happy“, sagte Vandenhirtz freudestrahlend. „Tatsächlich war es vom Gefühl her sogar nochmal besser als gestern. Der Übergang lief gut und es war insgesamt super. Ich habe auch nochmal mit den Leuten auf den Tribünen gefeiert.“
Über 200m Lagen wurde Laura Sophie Kohlmann (SG Essen) Sechste in 2:16,63 Minuten, Mira Helget (AMTV-WTB Hamburg) kam in 2:18,15 auf Rang acht – es siegte Barbara Lesniewska (POL/2:12,45). Für Kohlmann ein erfreulicher Ausklang dieser Heim-JEM und zugleich Ansporn fürs nächste Jahr. „Ich kam die gesamten Titelkämpfe nicht auf die erhoffte Geschwindigkeit, deswegen bin ich mit der Platzierung zum Abschluss zufrieden. Zum Glück habe ich nächstes Jahr noch eine JEM-Chance, dafür werden mir die Erfahrungen von München helfen. Da wird auf jeden Fall noch einmal angegriffen.“


















