Deutschland auf Platz acht bei spektakulärer Akrobatik-Show in München

Mit der Acrobatic Routine bekam das Publikum bei den Europameisterschaften der Junior*innen in München am Freitagabend eine besonders spektakuläre Disziplin des Synchronschwimmens zu sehen. Nirgendwo sonst wird so viel Wasserakrobatik geboten, als wenn die Teams hierbei ihre Hebe-, Sprung- und Balance-Elemente demonstrieren.

 

Entsprechend ausgelassen war die Stimmung in der gut gefüllten Olympia-Schwimmhalle. Erst seit 2023 steht die Acrobatic Routine im JEM-Programm, und jetzt beim Heimspiel in München war der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) in diesem Wettbewerb zum ersten Mal mit einem Team vertreten. Mit 148,2155 Punkten belegten Felicitas Embacher, Johanna Karb, Olivera Ninkovic, Julia Steindl, Laura Zarate von Borries (alle SG Stadtwerke München), Rita Burla, Sofia Zafiri (beide SB Bayern 07) und Ekaterina Kuzminskaya (TSV Solingen-Aufderhöhe) mit ihrer Weltraum-Kür Platz acht.

 

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„Wir sind total zufrieden, die Energie in der Halle war mega“, sagte Julia Steidl. Auch Sofia Zafiri, die am Tag zuvor bei der Technischen Kür noch von außen angefeuert hatte und nun erst für die Acrobatic Routine ins Team gerutscht war, strahlte: „Das war ein unbeschreibliches Gefühl, heute mit den Mädels zu schwimmen. Ich freue mich sehr, dass wir es gut gemeistert haben.“

 

Erst großen Respekt vor der Kür, dann großes Lob von der Bundestrainerin

 

Bundestrainerin Stephanie Marx war ebenfalls zufrieden. „Ich habe während der Kür beim zweiten Heber meine Becker-Faust ausgepackt, der war eine Herausforderung, aber den haben sie toll hinbekommen“, sagte sie. „Überhaupt war das eine der Küren, vor der sie mit den meisten Respekt hatten. Aber das Publikum hat sie getragen und ganz viel zu dieser Leistung beigetragen.“

 

Gerade bei der Acrobatic Routine mit ihren spektakulären Elementen ist es immer ein schmaler Grat zwischen Erfolg und Misserfolg – auch die Deutschen kassierten bei einem weiteren Heber ein Base Mark mit entsprechendem Punktabzug. „Das war schade, aber auch da haben sie bis zum Ende darum gekämpft, dass sie es vielleicht doch noch hinbekommen. Das ist das, was wir immer trainieren: Nicht aufgeben, und wenn doch einer schief geht, dann abhaken und doppelt so viel ins nächste Element stecken. Das haben die Mädels heute gemacht, und darum bin ich sehr stolz auf sie“, so Marx.

 

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Gold ging an die Neutralen Athletinnen, die zur Musik von Nirvana mit 222,5812 Punkten sportlich überzeugten. Platz zwei sicherte sich Spanien (205,1320). Dritter wurde Italien (203,1891), das als einzige Nation gleich zwei Männer aufgeboten hatten.

 

DSV-Duett schwimmt ohne Base Mark auf Rang 13

 

Johanna Karb und Felicitas Embacher waren am Vormittag auch schon als Duett angetreten. In der Technischen Kür belegte das Münchener Paar mit 228,1708 Punkten und ohne Base Mark Platz 13 unter 21 Paaren.

 

Auf die Frage, wie sie sich all die verschiedenen Choreographien in ihren insgesamt fünf Disziplinen bei dieser JEM merken könne, meinte Karb: „Durch die unterschiedlichen Musiken kann man sich das eigentlich ganz gut merken. Wenn die Musik läuft, macht es Klick im Gedächtnis, und dann weiß der Körper, was er machen muss.“

 

Die guten Ergebnisse der ersten JEM-Tage motivieren zusätzlich

 

Auch in der Freien Kür hatte sich das deutsche Duett für das Finale qualifiziert, das dann am Samstag (10:00 Uhr) ansteht. „Das gibt zusätzliche Motivation und man geht selbstbewusster auch in die anderen Wettbewerbe. Man weiß, was man schon geschafft hat“, sagte Karb.

 

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Im Unterschied zur Freien Kür, wo die Übungen kreativer gewählt werden können, sind die Vorgaben in der Technischen Kür sehr viel enger. „Es gibt verschiedene Elemente, die vorgeschrieben sind und die alle machen müssen, plus beim Duett eine weitere Übung, die man sich selbst aussucht“, erklärte Embacher. Den stärksten Auftritt legten am Freitag die neutralen Athletinnen Kristina Chekhanova und Anastasiia Sidorina (287,4608) hin. Sie gewannen vor Naia Alvarez Vicente und Daniela Suarez Fernandez aus Spanien (280,1200) sowie Anastasiya Dabravolskaya und Aliaksandra Mironchyk (BLR/263,9975).

In einer weiteren Entscheidung ohne deutsche Beteiligung siegte im Solowettbewerb der Männer in der Technischen Kür Zakhar Trofimov (AIN/235,6384) vor Eneko Sanchez Aguilar (ESP/234,7566) und Filippo Pelati (ITA/229,6166). Die JEM mit über 200 Aktiven aus mehr als 30 Nationen geht am Samstag mit drei weiteren Finals im Duett der Frauen und im Solo der Männer (ab 10:00 Uhr) sowie im Teamwettbewerb (18:00) zu Ende.

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