DSV-Duett sorgt mit nächstem Top-Ten-Ergebnis für starken JEM-Abschluss
- 04.07.2026
Zum Abschluss der Junior*innen-Europameisterschaften in München durften sich die deutschen Synchronschwimmerinnen am Samstag über ein weiteres Top-Ten-Resultat freuen. Das Duett mit Felicitas Embacher und Johanna Karb (beide SG Stadtwerke München) konnte sich im Finale der Freien Kür gegenüber dem Vorkampf nochmals steigern und belegte nach einer fehlerfreien Darbietung mit 210,0555 Platz neun. „Wir sind sehr zufrieden, dass wir wieder ohne Base Mark durchgekommen sind“, sagte Karb. Und nachdem die Deutschen zeitweise sogar in der Leaders‘ Box Platz nehmen durften, meinte auch Embacher: „Das war eine coole Erfahrung und sehr aufregend. Für uns war das eine große Motivation, uns weiter zu verbessern.“
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Viel Applaus gab es in der Olympia-Schwimmhalle für die deutsche Kür, mit der die beiden das Publikum auf eine Nil-Reise mitnahmen. „In einem sehr starken Starterfeld ins Finale einzuziehen und die Platzierung dort nochmal zu bestätigen, ist ein Ausrufezeichen. Gerade das Duett als olympische Disziplin ist auch bei den Juniorinnen immer sehr gut besetzt“, ordnete Bundestrainerin Stephanie Marx den Auftritt ein. Gold ging mit der Weltklasseleistung von 299,4832 Punkten an die neutralen Athletinnen Kristina Chekhanova und Anastasiia Sidorina, Silber an Naia Alvarez Vicente und Daniela Suarez Fernandez (ESP/272,1909), Bronze an Anastasia Dabravolskaya und Aliaksandra Mironchyk (BLR/262,4692).
DSV-Team macht mit Unterstützung des Publikums den nächsten Entwicklungsschritt
Überhaupt zog die Bundestrainerin ein durchweg positives Fazit dieser JEM-Woche. „Wir hatten bei sechs Starts vier Top-Ten-Platzierungen, damit haben wir unser Ziel absolut erfüllt. Für viele war es der erste internationale Wettkampf, aber die Mädels sind noch einmal über sich hinausgewachsen“, so Stephanie Marx. „Vor allem die beiden Ergebnisse im Team mit Platz acht und neun stimmen uns sehr optimistisch. Sonst haben wir uns immer nur auf eine Kür konzentriert – 2026 war jetzt das erste Jahr, in dem sie zwei Küren auf einem ähnlich guten Niveau präsentieren. Das finde ich sehr schön und ist Teil unserer Strategie mit Blick auf eine mögliche Olympiaqualifikation in den nächsten Jahren.“
Ein großer Trumpf war dabei natürlich auch der Heimvorteil in der Olympia-Schwimmhalle, in der ein deutscher Fanblock auch am Samstag wieder für prächtige Stimmung sorgte. „Das Publikum war großartig, es war für alle ein Genuss, hier zu schwimmen. Beim Fußball spricht man vom zwölften Mann auf den Rängen. Unser Team hatte hier den neunten Mann – die Zuschauer*innen haben uns durch die Auftritte getragen und uns die Extraportion Energie gegeben“, sagte Marx.
Nach dem Synchronschwimmen folgt nächste Woche die JEM im Schwimmen
Die Bundestrainerin weiter: „Wir haben als Deutscher Schwimm-Verband bewiesen, dass wir solche Veranstaltungen im Synchronschwimmen in Deutschland ausrichten können in einem tollen, leistungsfördernden Umfeld. Ich hoffe, wir empfehlen uns damit für weitere Aufgaben in den nächsten Jahren.“ Lokalmatadorin Johanna Karb hätte jedenfalls nichts dagegen, wenn die Synchronschwimm-Elite schon bald wieder nach München käme. „Das können wir gerne noch einmal machen“, meinte sie.
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Ab Dienstag steht unter dem ikonischen Zeltdach im Olympiapark nun aber erst einmal die EM der Junior*innen im Schwimmen vom 07. – 12. Juli an. Knapp 600 Aktive aus 46 Ländern sind für die erste JEM im Beckenschwimmen in Deutschland seit 40 Jahren gemeldet – auch dort können die Fans die Stars von morgen schon heute erleben. Es ist das erste Mal, dass Synchronschwimmen und Schwimmen in dieser einzigartigen Kombination als Doppel-Event ausgetragen werden.
Nur vier Nationen teilen sich sämtliche Medaillen auf
Am Schlusstag der Synchronwettkämpfe gab es noch zwei weitere Entscheidungen ohne deutsche Beteiligung, beide ebenfalls in der Freien Kür. Bei den Teams siegten die Neutralen Athletinnen mit 260,6407 vor Spanien (243,8808) und Belarus 223,2288. Bei den Männern gewann im Solowettbewerb Zakhar Trofimov (AIN) mit 253,7687, hinter ihm komplettierten Filippo Pelati (ITA/246,3088) und Eneko Sanchez Aguilar (ESP/243,0913) das Podium.
Diese drei Länder dominierten auch im abschließenden Medaillenspiegel: Dort lagen die Neutralen Athlet*innen mit zehn Mal Gold und insgesamt elf Plaketten (10-1-0) vor Spanien (1-8-2) und Italien (0-2-6). Neben diesen Top-Nationen konnte ansonsten einzig noch Belarus (0-0-3) Edelmetall erringen. Die nächste JEM im Synchronschwimmen wird vom 26. – 30. Mai 2027 übrigens in Athen (GRE) stattfinden, so wie schon 2025. Das gab European Aquatics am Samstagabend bekannt.



















