DSV-Duett Bleyer/Denisov überzeugt mit EM-Platz sechs und Bestleistung
- 31.07.2026
Erst einmal gemächlich in die Europameisterschaften in Paris (FRA) starten, sich erst einmal langsam herantasten? Nicht so das Duett des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) im Synchronschwimmen mit Klara Bleyer (Freie Schwimmer Bochum) und Maria Denisov (SG Stadtwerke München), das am ersten EM-Tag gleich voll da sein musste. Am Freitag waren Bleyer und Denisov sogar doppelt im Einsatz: Erst lösten sie im Freien Duett als Vorkampf-Sechste souverän das Finalticket. Am Abend folgte bei der Entscheidung in der Technischen Kür ebenfalls ein starker sechster Platz für ihre Steinzeit-Kür. „Mit diesem tollen Auftakt sind wir mehr als zufrieden“, meinte Trainerin Stella Mukhamedova.
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Mit 284,9774 Punkten konnten Bleyer und Denisov ihre persönliche Bestleistung vom Weltcupfinale, wo sie im Juni auch schon Sechste geworden waren, nochmals um vier Zähler steigern. „Mit dieser Platzierung können wir sehr happy sein, wir haben das Beste herausgeholt. Wir schwimmen ja noch nicht so lange zusammen, erst seit dem Weltcup in Xi'an, also ein paar Monate“, sagte Bleyer. Umso schöner verlief die Entwicklung seitdem, wie auch Denisov anmerkte: „Ich merke, dass die Küren von Mal zu Mal viel konsistenter werden und wir auch ein besseres Gefühl füreinander bekommen im Wasser. Es ist natürlich schön, dass es sich auch in den Ergebnissen widerspiegelt.“
Dieser Auftritt in Paris gibt weiteren Rückenwind für die Olympiaqualifikation im kommenden Jahr. Die Spiele 2028 in Los Angeles (USA) sind schließlich das große Ziel des DSV-Duetts – es wäre das erste Mal seit 1992, das Deutschland im Synchronschwimmen wieder bei Olympia vertreten ist. „Jetzt haben wir die Länder hinter uns gelassen, die wir hinter uns lassen wollen. Das ist ein gutes Gefühl“, so Bleyer.
Gold in der Technischen Kür ging an die Weltmeisterinnen Anna Maria Alexandri und Eirini Marina Alexandri aus Griechenland mit 311,4308 Punkten, die damit ihren Vorjahrestitel verteidigten. Diesen hatten sie damals noch für Österreich geholt, inzwischen starten die Zwillingsschwestern aber wieder für ihr Geburtsland. Silber sicherten sich die bei dieser EM unter neutraler Flagge antretenden Russinnen Maiia Doroshko und Elizaveta Minaeva (302,9950), Großbritannien mit den Olympia-Zweiten Kate Shortman und Isabelle Thorpe holte Bronze (297,9108).
Fehlerfreies Debüt in der Freien Kür ebnet den Weg ins Finale
Am Morgen hatte das DSV-Duett auch schon im Vorkampf der Freien Kür mit einer fehlerfreien Darbietung und 273,9076 Punkten überzeugt. Dabei zeigten sie diese Kür zum Thema Frieden in der Welt zusammen zum ersten Mal in dieser Saison – Bleyer war sie im Frühjahr beim Weltcup nur schon einmal mit Amélie Blumenthal Haz geschwommen. Denisov und Bleyer waren im Weltcup zusammen bislang nur in der Technischen Kür angetreten. „Ich war schon ein bisschen aufgeregt“, meinte Denisov. Wovon während des Auftritts aber nichts zu spüren war.
„Wir sind sehr zufrieden. Unser Ziel war hier ohne Base Mark durchzukommen, und das ist uns gelungen“, sagte Bleyer. „Letzte Woche haben wir nochmal intensiv am Freien Duett gefeilt und noch einiges verändert, so dass wir die höchste Schwierigkeit hinbekommen.“ Das macht Lust auf das Finale am morgigen Samstag (16:00 Uhr, Livestream bei Eurovisionsport). Als Favoritinnen gehen dann die Spanierinnen Iris Tio Casas und Lilou Lluis Valette (316,3850) ins Becken, die im Vorkampf mit 316,3850 die stärkste Leistung zeigten, knapp vor dem griechischen Paar (312,7074) und den Neutralen Athletinnen (308,0287).
















