Starke Kür in Paris bringt DSV-Duett Olympia ein Stück näher

© Jo Kleindl

Der erfreuliche Aufwärtstrend für das deutsche Synchronschwimmen setzt sich auch bei den Europameisterschaften in Paris (FRA) fort. In der Freien Kür erkämpften sich Klara Bleyer (Freie Schwimmer Bochum) und Maria Denisov (SG Stadtwerke München) am Samstag den sechsten Platz. Die gleiche Platzierung hatte das Duett des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) am Tag zuvor bereits in der Technischen Kür belegt.

Gold bejubelte im Centre Aquatique Olympique erneut Griechenland mit Anna Maria Alexandri und Eirini Marina Alexandri (316,3315) vor Spanien (315,6442) und den Neutralen Athletinnen aus Russland (310,4407). Während die Reihenfolge an der Spitze durchaus den Erwartungen entsprach, lag die Leistung der Deutschen weit darüber. Zum ersten Mal überhaupt in dieser Saison traten die Deutschen in Paris gemeinsam zur Freien Kür an, nach dem ebenfalls fehlerfreien Vorkampf (273,9076) konnten sich Bleyer/Denisov sogar noch einmal steigern auf 274,7263 Punkte.

 

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„Ich bin auf jeden Fall sehr happy, dass wir unseren Platz behalten und die wichtigsten Rivalen erneut hinter uns lassen konnten. Ich würde sagen, so kann es weitergehen. Das sagt uns, dass wir bei den Wertungsrichtern gut ankommen und hoffentlich in deren Köpfe kommen“, sagte Bleyer mit besonderem Blick auf die Olympiaqualifikation im nächsten Jahr. Dort werden Freie und Technische Kür dann gemeinsam gewertet. Umso schöner also, dass man schon jetzt Teams wie Georgien, Schweiz oder Weißrussland beide Male hinter sich lassen konnte.

„Die Mädels haben in den letzten Monaten wirklich hart geackert und hier nun das Maximum herausgeholt“, strahlte auch Trainerin Stella Mukhamedova. „Insbesondere Maria hat gezeigt, was für eine tolle Kämpferin sie ist. Wie sie in den letzten beiden Monaten ihr Leistungsniveau hochgeschraubt und dem Druck beim Saisonhöhepunkt standgehalten hat, das war wirklich sensationell.“

Erst seit dem Frühjahr schwimmt die 19 Jahre junge Denisov gemeinsam mit der 22-jährigen Bleyer, die erste Olympiateilnahme für das deutsche Synchronschwimmen seit 1992 ist ihnen nach diesem Traumstart absolut zuzutrauen. Zumal Denisov aufgrund der Kurzfristigkeit erst einmal in bereits bestehende Kürkonzepte einstieg. Für nächste Saison will das DSV-Duett nun aber neue Choreographien entwickeln.

 

Im Solo-Vorkampf punktet Bleyer mit starkem Ausdruck 

 

Nach dem erfolgreichen Verlauf der beiden Duett-Disziplinen richtet sich Klara Bleyers Blick nun auf die Solowettbewerbe, dort werden die Medaillen am Montag (03. August) und Dienstag (04. August, jeweils Livestream bei Eurovisionsport) vergeben. In der Freien Kür geht die Bochumerin dabei als Titelverteidigerin an den Start und hat auch diesmal wieder gute Podestchancen.

Im Vorkampf belegte Bleyer am Samstag mit 271,6687 Punkten Rang drei hinter Vasilina Khandoshka (NAA/287,3999) und Iris Tio Casas (ESP/276,4849). Obwohl bei einem Element die Beinarbeit nicht ganz sauber war und sie deswegen ein Basemark mit entsprechendem Punktabzug kassierte, lag die Deutsche damit nur knapp hinter der Weltmeisterin aus Spanien, die fehlerfrei durch ihre Kür kam. Gelohnt hat sich auch die intensive Arbeit an Mimik und Gestik vor dem Spiegel in den vergangenen Wochen, denn beim künstlerischen Ausdruck lag Bleyer sogar vor Vorkampfsiegerin Khandoshka.

„Ich habe versucht, allen Wertungsrichtern tief in die Augen zu schauen“, so Bleyer. Und hakte das Basemark schnell wieder ab: „Hauptsache, beim Finale passt alles“, meinte sie. „Es ist ein schönes Gefühl, als Titelverteidigerin anzutreten, und es wäre natürlich schön, wenn es nochmal klappen würde. Aber das Ziel ist erstmal das Treppchen. Die Konkurrenz ist sehr stark in diesem Jahr, wir sind alle relativ auf dem gleichen Niveau.“

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