Jannis Kube wird zum dritten Mal in Folge erfolgreichster DJM-Starter

© Tino Henschel

Der erfolgreichste Teilnehmer der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Schwimmen (DJM) heißt auch in diesem Jahr wieder Jannis Kube. Wie schon 2024 und 2025 sammelte das Top-Talent von den Wasserfreunden Spandau 04 abermals die meisten Goldmedaillen, sechs an der Zahl. Am Schlusstag der Titelkämpfe in Berlin war Kube noch zweimal erfolgreich. Er gewann erst über 100m Schmetterling in 55,91 Sekunden und anschließend auch noch über 50m Freistil mit 24,06. Damit konnte er Leonard Salan (Berliner TSC) aus dem jüngsten Jahrgang 2012 noch übertrumpfen, der an den Vortagen fünf Mal gewonnen hatte, am Samstag aber selbst nicht mehr im Einsatz war.

 

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„Ich wollte auch dieses Jahr unbedingt wieder die meisten Titel gewinnen, das hat geklappt“, jubelte Kube. Für den Sieg im Kraulsprint musste er am Ende einer intensiven Woche allerdings noch einmal alles aus sich herausholen – Hardy Frank (SSV Leutzsch/24,14) lieferte ihm ein Duell bis zum Anschlag. „Das war ein Battle mit einem sehr guten Freund, der auch drei Wochen bei uns in der Gruppe mittrainiert hat. Das hat mich nochmal mehr angespornt, weil man die Person kennt und weiß, dass er richtig was draufhat“, so der Berliner.

 

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Für Kube geht es in diesem Sommer dann demnächst international weiter. In fünf Wochen wird er den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) beim Central European Countries Junior Meeting (CECJM) in Ljubljana (SLO/17. – 19. Juli) vertreten. „Ich freue mich, wir haben ein superstarkes Team in diesem Jahr“, sagte Kube. Mit seinem Erfolg über 100m Schmetterling holte er bei der DJM übrigens auch das Triple mit Siegen in allen drei Rennen dieser Lage.

 

Mitja Bauer mit dem ersehnten Rekord zum Abschluss der DJM-Ära

 

Auf den Rückendistanzen gelang ein solches Triple auch Gerard Norwisz (SG Neuss/Jahrgang 2010) und Mitja Bauer (SSG Leipzig/2008). Der Leipziger sorgte dabei in seinem letzten DJM-Einzelrennen noch einmal für Rekordalarm in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE). Mit 54,55 Sekunden blieb er sechs Hundertstel unter seiner eigenen Bestmarke. „Tatsächlich hatte ich mir das vorgenommen. Ich wollte unbedingt noch einen Jahrgangsrekord bei einer DJM aufstellen. Das ist doch ein gelungener Abschluss“, freute er sich. Seine anderen Rekorde hatte er bislang nämlich stets im Rahmen anderer Wettkämpfe erzielt.

Es war in der männlichen Jugend bereits der vierte Rekord bei dieser Veranstaltung. Zuvor hatten auch schon Larus Thiel (SG Bayer/2009) über 50m Schmetterling (23,85) und Nils Nolte (Berliner TSC/2009) sogar gleich zweimal über 100m Freistil (49,85) und 200m Freistil (1:47,88) für neue Bestmarken gesorgt. Alle drei starten bei den Europameisterschaften der Junior*innen in München (07. – 12. Juli) und dürften mit mächtig Selbstvertrauen in die bayerische Landeshauptstadt reisen.

 

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Leipzig mit erfolgreicher Titelverteidigung in der Team Challenge

 

Nach diesem Kracher gönnte sich Mitja Bauer nur eine kurze Verschnaufpause, ehe er zum Abschluss der Titelkämpfe auch noch mit der Leipziger Mixedstaffel über 4x100m Lagen erfolgreich war. Es war das i-Tüpfelchen auf der erfolgreichen Titelverteidigung der SSG Leipzig in der „Team Challenge powered by Aquafeel”. Bei diesem Teamwettbewerb sammeln alle Finalist*innen Punkte für ihren Verein. Mit Unterstützung von Aquafeel als Premium Pool-Partner des DSV und exklusivem Ausstatter für Oberbekleidung der DSV-Teams wurden die erfolgreichsten Teams der DJM am Schlusstag mit Prämien im Gesamtwert von 5.900 Euro belohnt.

Leipzig siegte wie mit 623 Punkten überlegen vor der SG Essen (386) und dem Potsdamer SV (344), die Top fünf komplettierten die SG Stadtwerke München (290) und der SC Magdeburg (257). „Wir sind eine super Mannschaft, wir halten alle zusammen als große Schwimmfamilie“, meinte Bauer. Ich bin mega dankbar, dass ich hier vor zwei Jahren so gut aufgenommen wurde und könnte es mir kaum besser vorstellen.“

 

Morné van Rooyen macht es wie Weltmeisterin Anna Elendt

 

Eine besondere Leistung vollbrachte aber auch Morné van Rooyen (SV Nikar Heidelberg/Jahrgang 2010), der über 100m Schmetterling von der Außenbahn zum Sieg stürmte. Da kamen Erinnerungen hoch an Brust-Weltmeisterin Anna Elendt (SG Frankfurt), die es im vergangenen Jahr in Singapur genauso gemacht hatte. „Jetzt bin ich sehr glücklich“, sagte van Rooyen. Nach einer schlaflosen Nacht war es für den Titelverteidiger im Vorlauf nicht gut gelaufen. „Aber ich wusste: Ich will das wieder gewinnen. Alles ist möglich, wenn man daran glaubt.“ Auch das erinnerten sehr an Anna Elendt, die nach ihrer WM-Sensation bekanntlich erklärt hatte: „Wenn du eine Bahn hast, hast du auch eine Chance.“

 

Alle DJM-Sieger des fünften Tages:

 

100m Schmetterling:

2012: Valentin Flache (VW Mannheim) 58,84

2011: Jannis Kube (Wasserfreunde Spandau 04) 55,91

2010: Morné van Rooyen (SV Nikar Heidelberg) 55,99

2009: Blaise Schröder (Mainzer Schwimmverein 01) 56,09

2008: David Munteanu (SG Dortmund) 54,51

50m Freistil:

2012: Oleh Zelenskyi (TV 1860 Immenstadt) 25,12

2011: Jannis Kube (Wasserfreunde Spandau 04) 24,06

2010: Jannik Hünniger (SG Bamberg) 23,41

2009: Larus Thiel (SG Bayer) 22,45

2008: Georg-Alexander Kloss (Potsdamer SV) 23,31

100m Rücken:

2012: Lasse Palle Phielipeit (Celler Schwimm-Club) 1:00,28

2011: Vladislav Balan (SC Villingen) 59,08

2010: Gerard Norwicz (SG Neuss) 57,63

2009: Alex Walter (SG Bergheim) 57,33

2008: Mitja Bauer (SSG Leipzig) 54,55 (DJR)

4x100m Lagen Mixed:

SSG Leipzig (Mitja Bauer, Lius Pepe Baumeister, Carlotta Waizmann, Anna Franziska Hunger) 3:58,23

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