Louis Hoffmann jubelt bei seiner JEM-Premiere über Bronze
- 08.07.2026
Kurz nach dem Goldtriumph von Linda Roth bei den Junior*innen-Europameisterschaften in
München konnte das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) am Mittwoch ein zweites Mal jubeln. Denn im Finale über 50m Brust schwamm Louis Hoffmann in 27,34 Sekunden zur Bronzemedaille. Der 18-Jährige von der SG Neukölln Berlin verbesserte in der Olympia-Schwimmhalle seine Bestzeit nach Vorlauf und Halbfinale dabei ein drittes Mal und musste so nur Max Morgan (GBR/27,26) und Jan Foltyn (CZE/27,29) den Vortritt lassen.
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Während die Favoriten nicht mehr an ihren im Vorkampf aufgestellten Meisterschaftsrekord (27,18) herankamen, lieferte Hoffmann im wichtigsten Moment seine beste Leistung ab. Start und Anschlag, vorher noch als verbesserungswürdig ausgemacht, gelangen trotz der Finalanspannung nahezu optimal. „Am Start kann ich immer noch etwas rausholen, aber es war auf jeden Fall besser als bisher“, meinte Hoffmann trocken. Der Youngster ist kein Mann großer Sprüche, lieber lässt er gute Zeiten für sich sprechen.
Wechsel in die Berliner Topgruppe zahlt sich aus
Nachdem Hoffmann im Vorjahr die JEM wegen gesundheitlicher Probleme nach der Qualifikation noch verpasst hatte, genießt er das Münchner Heimspiel in diesem Jahr nun umso mehr. „Es macht einfach unfassbaren Spaß, wenn man auf die Startbrücke läuft. Das Klatschen und Gegröle gibt einem viel Rückenwind“, sagte er. „Und es gibt mir auf jeden Fall Selbstbewusstsein, jetzt schon bei den Medaillen mitkämpfen zu können. Die 50 Meter sind ja nicht so meine Hauptstrecke. Das sind eher die 100 und 200 Meter. Deswegen hoffe ich, dass ich da genauso gut mitkämpfen kann wie jetzt.“
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Man darf sich als Fan der Gastgebernation also auch auf die kommenden Tage in der Olympia-Schwimmhalle freuen. Auch dank Hoffmann. Ein Grund für seine Leistungsentwicklung ist ganz zweifellos, dass er seit Beginn dieser Saison in der Topgruppe des Berliner Bundesstützpunkttrainers Lasse Frank trainiert. Von Stars wie Angelina Köhler oder Ole Braunschweig kann er sich da täglich etwas abschauen. „Ich habe zwar keinen weiteren Brustschwimmer in der Gruppe, aber der Zusammenhalt ist riesig. Es macht Spaß, mit den anderen zu trainieren. Und wir ziehen uns gegenseitig hoch. Es bringt auf jeden Fall viel, mit ihnen zu schwimmen“, schwärmte Hoffmann.
Für ein weiteres Topergebnis sorgte Mitja Bauer mit Platz sieben über 50m Rücken in 25,61 Sekunden, Sieger wurde hier Grigorii Chernogaev (NA/24,84). „Ich bin als Siebter reingekommen, jetzt als Siebter rausgekommen. Das erste Finale der JEM war ganz okay, aber es hätte mehr laufen können“, meinte der Leipziger. „Mal sehen, was jetzt noch kommt, aber ich bin zuversichtlich, dass die 100 und 200 besser laufen.“ Wie bei Hoffmann war der 50m-Sprint für ihn nur der Einstieg. Auf den längeren Rückenstrecken stehen Bauers Chancen sicherlich noch etwas besser.
Den Staffelsieg in der Mixedstaffel über 4x100m Freistil sicherte sich die Neutralen Athlet*innen. In 3:23,96 Minuten stellten Egor Proshin, Mikhail Shcherbakov, Ksenia Sorkova und Kira Manokhina einen Junior*innen-Weltrekord auf. Das DSV-Team belegte hier mit Larus Thiel (SG Bayer), Nils Nolte (Berliner TSC), Zarina Selimovic (SG Dortmund) und Leni Labarre (SC Magdeburg) Rang elf (3:34,21).


















