Oliver Klemet gewinnt Knockout Sprint beim Weltcup-Finale

Oliver Klemet und Bundestrainer Bernd Berkhahn können sich über einen weiteren Weltcupsieg freuen ©Jo Kleindl
- 21.06.2026
Die Entscheidung, das Höhentrainingslager in der Sierra Nevada (ESP) für zwei Wettkampftage kurz zu unterbrechen, hat sich grandios ausgezahlt. Denn Freiwasserschwimmer OIiver Klemet gewann beim vierten und letzten Weltcup in Setúbal (POR) den Knockout Sprint. Der 24-Jährige von der SG Frankfurt setzte sich am Sonntag in überlegener Manier vor Gregorio Paltrinieri (ITA) und Marc-Antoine Olivier (FRA) durch und fährt nun sicher mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen zusätzlich zu den Europameisterschaften nach Paris (FRA/31. Juli – 16. August). Klemet hatte sich im Frühjahr für insgesamt acht EM-Rennen in Freiwasser und Becken qualifiziert.
„Ich hatte einen guten Start, war schon über 1500 und 1000 vorn dabei. Das gab mir das gute Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. In der letzten Runde habe ich dann versucht, jeglichen Körperkontakt zu vermeiden und als Erster um die erste Boje zu kommen, und dann das ganze Rennen anzuführen, das hat sich als Taktik bewährt“, analysierte der Olympiazweite von 2024 nach seinem beeindruckenden Start-Ziel-Sieg bei dem im Vorjahr neu eingeführten Eliminationsrennen. „Die Weltcupserie lief bislang nicht so gut, aber das war nun wirklich ein gutes Ende für mich.“
Beim Freiwasserschwimmen sprangen bislang auch deswegen nicht die gewohnten Top-Platzierungen heraus, weil sich Klemet nach den WM-Erfolgen 2025 in Singapur (Staffelgold und Platz vier über 10km) bei einem Fahrradsturz den Arm gebrochen hatte. Vier Wochen lang trug er anschließend Gips, sieben weitere Wochen durfte der Arm im Training nicht belastet werden. „Ich habe deswegen so viel Beine trainiert wie noch nie“, verriet Klemet. Im Becken verhalf ihm dieser neue Reiz zuletzt schon zu neuen Bestzeiten, nun gehörte er auch im welligen Atlantik wieder zu den Besten der Welt. „Das gibt Rückenwind für die weitere EM-Vorbereitung“, meinte Klemet. Vierfach-Weltmeister Florian Wellbrock (SC Magdeburg) erreichte am Sonntag ebenfalls die Finalrunde des Knockout Sprints und wurde Zehnter.
Bei den Frauen konnte sich Lea Boy über ein weiteres Topergebnis freuen. Die 26-Jährige vom SV Würzburg 05 hatte im 10km-Rennen am Tag zuvor bereits Platz drei in der Gesamtwertung gesichert, am Sonntag wurde sie im Knockout Sprint dann erneut Vierte. Jeannette Spiwoks (SG Essen) belegte beim Comeback nach zehnmonatiger Wettkampfpause Rang 17. Den Sieg sicherte sich erneut Weltcup-Gesamtsiegerin Moesha Johnson (AUS) vor Bettina Fábián (HUN) und Ichika Kajimoto (JPN).












