JEM-Gold gibt Julia Ackermann und Johannes Liebmann viel Rückenwind für Paris

© Aniko Kovacs

Bei den Europameisterschaften der Junior*innen im Freiwasserschwimmen in Sukoró (HUN) hat Julia Ackermann den Titel im Knockout Sprint gewonnen. Die 19-Jährige vom SC Chemnitz trat am Samstag in allen drei Runden über 1,5km, 1000m und 500m sehr dominant auf und setzte sich klar vor Varvara Kharchenko und Polina Koziakina (beide RUS) durch. Auf der Ruderregattastrecke hatte Ackermann zwei Tage zuvor bereits Silber im 10km-Rennen hinter Koziakina erkämpft. Und am Sonntag schwamm Ackermann gemeinsam mit Juliana Buttler, Johannes Liebmann (beide SC Magdeburg) und Vereinskollege Moritz Erkmann auch noch zu Gold in der Mixedstaffel über 4x1,5km.

 

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„Endlich hat alles mal wieder gepasst bei Julia, das war wirklich eine starke Leistung“, freute sich Heimtrainer Steven Krüger, der durch die drei Triumphe von Lise Seidel und Yara Fay Riefstahl bei den Deutschen Sprint- und Lagenmeisterschaften in Hannover ein besonders erfolgreiches Wochenende erlebte. Ackermann hatte schon vor vier Jahren ihren ersten JEM-Titel über 5km gewonnen und damals außerdem über 800m Freistil beim European Youth Olympic Festival (EYOF) triumphiert. Nun verabschiedete sie sich genauso erfolgreich aus dem Nachwuchsbereich.

Denn nächste Woche reist sie dann schon mit der Nationalmannschaft zu den Europameisterschaften nach Paris (FRA/31. Juli – 16. August). Vergessen ist damit auch das Missgeschick im Frühjahr, bei dem sie sich im Mannschaftshotel am Ellenbogen verletzt und deswegen die Deutschen Meisterschaften in Berlin als wichtigsten Qualifikationswettkampf verpasst hatte.

In der Seine bestreitet am 07. August bei der EM auch Johannes Liebmann den Knockout Sprint. Die JEM nutzte der 19-Jährige dabei ebenfalls als Generaprobe und gewann hinter Ethan Parker (FRA) die Silbermedaille. Nach Laufsiegen in den beiden Eliminationsrunden spielte der 800m-Europarekordler seinen Geschwindigkeitsvorteil am Ende nicht konsequent genug aus, der im Weltcup erprobte Parker nutzte das beim Endspurt im grünlich-trüben Wasser und schlüpfte außen noch vorbei.

„Ich bin zufrieden mit dem Rennen. Es lief zwar nicht wirklich optimal am Ende. Aber meinen letzten Junioren-Einzelstart mit einer Silbermedaille abzuschließen, das ist definitiv nicht schlecht. Und Ziel der Reise nach Ungarn war es ja, das Format erstmals auszuprobieren und dabei für Paris zu lernen“, sagte Liebmann.

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