Tolle Atmosphäre bei der JEM in München beflügelt nicht nur das DSV-Duett
- 30.06.2026
Die Junior*innen-Europameisterschaften im Synchronschwimmen in München (30. Juni – 04. Juli) haben aus deutscher Sicht sehr erfolgreich begonnen. Im Vorkampf der Freien Kür im Duett kamen Johanna Karb und Felicitas Embacher (beide SG Stadtwerke München) mit 207,9538 Punkten auf Platz neun und qualifizierten sich damit für das Finale am Samstag (10:00 Uhr). „Das war ein sehr, sehr positiver Start. Beide sind heute getragen worden vom Münchener Publikum. Die Unterstützung von den Rängen und die Lautstärke in der Halle haben ihnen nochmal einen Extraschub gegeben, was sich dann in diesem tollen Resultat mit einer fehlerfreien Kür samt Finaleinzug ausgewirkt hat“, sagte Bundestrainerin Stephanie Marx. Beste im Vorkampf waren Kristina Chekhanova und Anastasiia Sidorina (AIN/298,0717).
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Karb und Embacher wollten nach ihrem Auftritt gar nicht mehr aus dem Wasser, lange noch schickten sie Küsse und Herzen ins Publikum in der Olympia-Schwimmhalle. „Wir sind heute richtig gut geschwommen und haben zum ersten Mal kein Base Mark kassiert“, freute sich Johanna Karb.
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Die Deutschen nahmen das Publikum mit ihrer Kür mit auf eine Nil-Reise, passend dazu waren auch ihre im ägyptischen Stil gehaltenen Badeanzüge. „Das hat sich toll angefühlt, vor den eigenen Fans zu schwimmen“, meinte Felicitas Embacher. Sie war einst über eine Weihnachtsshow zum Synchronschwimmen gekommen und für diesem Sport begeistert worden. Jetzt wollen sie und die anderen Aktiven im Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) bei der JEM die nächste Generation inspirieren. „Es ist ein so toller Sport. Ich kann jedem nur raten, es selbst einmal auszuprobieren“, so Embacher.
Olivera Ninkovic mit „tollem Gefühl“ bei ihrem Solo-Debüt
Den Auftakt aus DSV-Sicht hatte am Vormittag Olivera Ninkovic (SG Stadtwerke München) gemacht, die bei ihrer dritten JEM-Teilnahme neben den Teamwettbewerben erstmals auch im Solo antreten durfte. „Ich komme aus München, deswegen war es ein unglaubliches Gefühl, hier für Deutschland schwimmen zu können“, sagte sie nach ihrem Auftritt in der Freien Kür. „Wenn von der Tribüne so viel angefeuert wird, spürt man diese Energie auch im Becken.“
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Für ihre Darbietung zur Musik der Netflix-Horrorserie „Wednesday“ erhielt Ninkovic 175,4788 Punkte und belegte damit Rang 15 – die besten Zwölf zogen ins Finale am Donnerstag (10:00 Uhr) ein. Am stärksten präsentierte sich im Vorkampf Ekaterina Shtatnova (AIN/270,2575). Beim vierten Element kassierte Olivera Ninkovic leider ein Base Mark, ohne diesen Punktabzug hätte es für das Finale gereicht. „Dass sie trotzdem aus dem Wasser gekommen ist mit dem Gefühl, hier ihre beste Leistung in diesem Jahr gezeigt zu haben, freut mich sehr. Das ist immer das Ziel, zum Saisonhöhepunkt das Beste herauszuholen. Es war ein toller Auftakt in diese JEM-Woche und gibt uns viel Motivation und Selbstvertrauen für die nächsten Tage“, sagte Bundestrainerin Stephanie Marx.
Nach 20 Jahren richtet Deutschland wieder eine JEM im Synchronschwimmen aus
Die Junior*innen-Europameisterschaften im Synchronschwimmen findet erstmals seit 2006, damals in Bonn, wieder in Deutschland statt. Und das in einem besonderen Doppel-Event gemeinsam mit dem Beckenschwimmen: Dort findet die JEM vom 07. – 12. Juli ebenfalls in München statt. „Für uns ist das weit mehr als eine Sportveranstaltung. Es ist ein Zeichen für Gemeinschaft, Entwicklung und die verbindende Kraft des Sports“, erklärte DSV-Präsident David Profit bei der offiziellen Eröffnung am Dienstag.
„Europa bringt hier seine besten Nachwuchsathletinnen und -athleten zusammen. Junge Menschen, die täglich trainieren, Herausforderungen meistern und mit Leidenschaft auf diesen Moment hingearbeitet haben. Ihnen hier eine Bühne bieten zu dürfen, auf der sie sich fair, respektvoll und friedlich auf höchstem Niveau miteinander messen können, macht uns stolz“, so Profit. Bei der liebevoll gestalteten Eröffnungszeremonie nahmen Synchronschwimmer*innen aller Altersklassen das Publikum mit auf eine kleine Reise durch die Geschichte dieses Sports: von den ersten dokumentierten Wettkämpfen in Europa im Jahr 1891 bis in die Gegenwart.


















