Top Ten im Solo: Johanna Karb überzeugt im ersten JEM-Finale

Im ersten Finale der Junior*innen-Europameisterschaften im Synchronschwimmen in München (30. Juni – 04. Juli) ist Lokalmatadorin Johanna Karb mit einer fehlerfreien Leistung in die Top Ten geschwommen. In der Technischen Kür des Solowettbewerb kam die 16-Jährige von der SG Stadtwerke München mit 196,1633 Punkten auf Rang zehn unter 23 Starterinnen.

 

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„Top Ten bei ihrem ersten Solo-Start bei einer JEM ist ein super Ergebnis, sie kann sehr zufrieden sein“, sagte Bundestrainerin Stephanie Marx. „Sie war von Anfang bis Ende ausdrucksstark. Gegenüber dem Einschwimmen hat sie im Wettkampf nochmal 200 Prozent draufgepackt, sie ist ein echter Wettkampftyp.“ Marx weiter: „Das zeigt, dass es sich lohnt, wenn man junge Athletinnen langfristig aufbaut. Johanna hat im Youth-Bereich angefangen, hat dort die ersten Einzelküren gemacht, dann wurde sie früh in die Nationalmannschaft integriert. Ohne gleich schwimmen zu müssen, aber um Erfahrung zu sammeln. Dadurch bringt man Routine rein. Und das hat sich heute ausgezahlt.“

 

Die Unterstützung des Teams gibt Johanna Karb zusätzlich Kraft

 

Karb ist bei dieser JEM an jedem Tag im Einsatz. Bereits am Dienstag hatte sie im Duett mit Felicitas Embacher (SG Stadtwerke München) das Finalticket gelöst und war damit erfolgreich in die Titelkämpfe gestartet. Im Solo fühlte sie das Becken nun ganz allein mit ihrer Präsenz. „Alle gucken nur auf dich, da spürt man schon Druck“, meinte sie. Von Nervosität war allerdings nichts zu spüren, sicher auch wegen der tollen Unterstützung durch die Teamkolleginnen auf den Rängen. „Mir ist die Unterstützung durch die Mannschaft sehr wichtig, man kriegt immer die Kraft von außen und diese Positivität und die Lust zu schwimmen. Mir bedeutet das sehr viel. Und ich feuere auch immer sehr gern an, das macht mir richtig Spaß“, sagte Karb passend zum Thema ihrer Kür, welches nämlich Schwesternschaft lautete.

 

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Seit 2018 das System umgestellt und Technische Küren im heutigen Sinne eingeführt wurden – bis dahin gab es lediglich Pflichtfiguren mit vier vorgeschriebenen einzelnen Übungen, aber keiner zusammenhängenden Kür – hatten in dieser Disziplin zuvor nur zwei deutsche Synchronschwimmerinnen die Top Ten erreicht. Klara Bleyer war Junioren-Europameisterin 2023 und JEM-Sechste 2022, Amélie Blumenthal Haz (beide Freie Schwimmer Bochum) 2024 ebenfalls Zehnte gewesen.

 

Zavialova und das spanische Mixed-Duett sind die ersten Siegerinnen von München

Das erste Gold der Münchener Veranstaltung sicherte sich die neutrale Athletin Aleksandra Zavialova mit 246,2701 Punkten. Giulia Ottonello (ITA) hatte mit 232,1558 lange geführt, ehe Daniela Suarez Fernandez (ESP) sich mit 233,7850 vorbeischob – nur um den Platz auf dem Sofa der aktuell Führenden direkt wieder an Zavialova abzugeben. „Das war ein sehr hohes Niveau in Europa“, bewerte Bundestrainerin Marx den Ausgang.

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In einem weiteren Finale ohne deutsche Beteiligung ging Gold in der Freien Kür des Mixed-Duetts an die Spanier*innen Eneko Sanchez Aguilar und Arlet Arnan Santacruz (247,0509) vor Alina Rumiantseva und Zakhar Trofimov (AIN/236,2534) und Italien mit Ginevra Marchetti und Gabriele Minak (233,3500). „Das gibt unserem ganzen Team einen Push für die nächsten Tage, wenn die anderen sehen, dass es möglich ist, sich gegen die Favoriten durchzusetzen“, sagte Sanchez Aguilar. Bei den Teams waren im Vorkampf in der Freien Kür die Neutralen Athletinnen am stärksten (254,8597). Aber auch hier zeigte das Team aus Spanien mit 245,5840 eine starke Leistung, die ein spannendes Finale verspricht. Dieses findet am Samstag (18:00 Uhr) statt und bildet den krönenden Abschluss dieser JEM.

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